Helmuth hat geschrieben: ↑Mo 12. Okt 2026, 13:48
Zippo hat geschrieben: ↑Mo 12. Okt 2026, 11:45
Das Gräuelbild der Verwüstung wird aber in Mt 24 erwähnt.
Der Gräuel der Verwüstung wird auch in Mk. 13 erwähnt.Die Zuordnung zur richtigen Zeit lässt sich etwas schwer nachvollziehen. Es kann mit der Zerstörung durch die Römer bereits erfüllt sein. Die Belagerung und Eroberung Jerusalems erfolgte von 67 - 70 n. Chr., das sind z.B. die dreieinhalb Jahre, oder die halbe Zeit. Für diese Zeit macht das auch Sinn.
Zur Zeit des judäischen Krieges hat Nero geherrscht, der den Feldzug auch befohlen hat. Er muß ganz sicher eines der Häupter des Tieres aus Off 13 sein. Mit seinem Namen und Titel läßt sich die Zahl 666 darstellen. Der Umrechnungsschlüssel läßt sich in google erfahren:
https://share.google/aimode/q7RggA9NqOznaHMRT
Die 2 x 3,5 Jahre gibt es auch im jüdischen Krieg und 70 n. Chr. wurde der Tempel zerstört und die Opfer wurden abgeschafft.
Aber Nero war nur eines der Häupter des Tieres, einige waren schon sagt Johannes und weitere würden noch folgen. Off 17,8-11
Von Adolf Hitler wissen wir auch, daß er die 666 in seinem Nachnamen hatte, den er geändert hat, nachdem er an die Macht kam. Der Name Hitler ergibt die Zahlensumme 666 mit dem Umrechnungsschlüssel a=100, b=101, c=102 usw.
Während des judäischen Krieges wurde allerdings kein Gräuel in das Heiligtum gestellt, wie es in Mt 24 oder MK 13 heißt, es kann sich ja nur um eine Art Götzenbild handeln, vielleicht auch eine lebendige Leinwand, wie es sie heute zu Werbezwecken gibt mit dem Bild des Machthabers, der sich zu dieser Zeit mit Namen als Haupt des Tieres zu erkennen gibt.
Im Buch Sacharja steht dann auch von einer Flucht, aber dann von einer Befreiung der Stadt Jerusalem, welches der HERR besorgen wird, der zu diesem Zweck auf dem Ölberg erscheint. Sach 14,1.. Und das war ja mit den jüdischen Kriegen nicht erfüllt.
Helmuth
Es klingt zwar danach, als wäre Mt. 24:14-15 ein aufeinanderfolgender Ablauf, aber es wechseln in Mt. 24 und Mk. 13 immer wieder die Perspektiven, was keine saubere Abgrenzung der Abschnitte erlaubt. Mal geht es um Jerusalem, die erste Endzeit und mal um die ganze Welt, die noch ausstehende letzte Endzeit. In Mk.13 verschwimmt beides sozusagen ineinander.
Es ist doch eine gute Abgrenzung, wenn Gott sich zunächst mit allen Nationen beschäftigt, um das Evangelium zu verkünden, um sich dann wieder seinem irdischen Volk Israel zuzuwenden. So steht es doch eigentlich überall in der Bibel. Jes 11,10-11, Mt 24,14, Lk 21,24-25
Überall steht, daß sich Gott dem Volk Israel wieder zuwendet, wenn die Vollzahl der Nationen eingegangen ist. Rö11,25-26
Helmuth
Eine für die Exegese bessere Trennung erfolgt durch das Lk-Ev, weshalb es m.E. zur historischen Recherche höhere Kompetenz hat. Darauf achteten die anderen Autoren nicht. Lukas kennt darin keinen Gräuel. Stattdessen kündigt Jesus kosmische Zeichen an, über die alle drei Synoptiker berichten, also nichts Irdisches, sondern was nur Gott allein bewerkstelligen kann:
Lukas 21:25-26 hat geschrieben: Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen, und auf der Erde Bedrängnis der Nationen in Ratlosigkeit bei dem Tosen und Wogen des Meeres, indem die Menschen vergehen vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.
Und was steht in Lk 21,24 ?
und sie werden fallen durch des Schwertes Schärfe und gefangen geführt werden unter alle Völker; und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis dass der Heiden Zeit erfüllt wird.
Die Bedrängnis der Nationen und die Ratlosigkeit sehe ich heute schon in der Welt. Angerichtet durch die Kräfte des Himmels. Mit dem Wort ouranos für Himmel ist ein Wort gewählt, daß sich auf den Ort bezieht, wo Gott und seine Engel wohnen. Im deutschen gibt es diese Unterscheidung nicht, aber im Englischen würde man heaven sagen.
Also sind diese Kräfte im Aufruhr, Satan und seine Geister erschüttern in besonderer Weise die Welt, weshalb es auch überall zu Krieg und Aufruhr kommt. Europa ist seit einiger Zeit besonders betroffen.
Helmuth
Ich stelle diese Frage: Wie willst du in Europa einen Gräulel der Verwüstung sehen, der irgendwo in Jerusalem stehen soll? Ja auch im nahe umliegenden Land kann ihn keiner sehen. Daraus schlussfolgere ich, dass der Gräuel für das damalige Volk aus Jerusalem ein Zeichen war. Dazu liefert das Mk-Ev diesen Anhaltspunkt:
Markus 13:14 hat geschrieben: Wenn ihr aber den Gräuel der Verwüstung stehen seht, wo er nicht sollte – wer es liest, beachte es –, dann sollen die, die in Judäa sind, in die Berge fliehen:
Hier erfolgt im Gegensatz zu Mt. 24:14-15 ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Auftauchen des Gräuels und der damit verbundenen Anweisung zu fliehen. Daher deute ich das auf die damalige Zeit und galt demnach auch nur für die Einwohner Jerusalems und Umgebung. Es gilt damit als erfüllt hat heute keine Relevanz mehr.
Die jüdische Bevölkerung wird es besonders betreffen, man spricht ja von der Trübsal Israels, vor allem für die Bewohner Jerusalems gilt die Aufforderung zur Flucht, wenn im Heiligtum das Gräuelbild aufgestellt wird.
Helmuth
Für uns aus den Nationen gelten andere Zeichen. Die Zeichen des Himmels sieht auch die ganze Welt inklusive ganz Israel und Jerusalem, d.h. wo immer sich wer gerade befindet und versetzt die gesamte Welt in Angst und Schrecken. Für alle, die Jesus nachfolgen, sind dies die Zeichen seiner unmittelbaren Wiederkunft:
Lukas 21:25-26 hat geschrieben: Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.
Du legst dich mit dem Gräuel fest und sagst, es müsse dazu der Tempel wieder aufgebaut werden. Logisch wäre das zwar richtig gedacht, nur kannst du dich damit auch völlig irren, indem die Texte nicht ausreichend exegetisch behandelt werden.
Aber zum Thema: Es zeigt sich, dass die Deutung der Tiere keine wirkliche Relevanz hat. Jesus hat uns alles erklärt, was die Endzeit betrifft. Ich jedenfalls habe damit das Auskommen.
Schau doch nach Jerusalem, da siehst du doch, was die Juden machen. Sie werden einen Tempel bauen, da bin ich mir sicher. Und das sollte für die Nationen auch ein Zeichen sein. Abgesehen davon kann doch ein Ereignis in Jerusalem, der Welt heutzutage nicht verborgen bleiben. Da gibt es doch Fernsehen und Internet.
Und soviel ich von Prophetie verstehe, werden sich die Nationen auch in den Kampf gegen Jerusalem verwickeln lassen.
Sach 12,3
Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich Jerusalem zu einem Laststein machen für alle Völker: alle die ihn aufladen wollen, werden sich gewisslich daran verwunden. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen dasselbe versammeln.
Sach 14,2
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.