Das Tier in der Offenbarung

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Zippo
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: ↑So 11. Okt 2026, 14:30
Zippo hat geschrieben: ↑So 11. Okt 2026, 12:05 Wo differenziere ich nicht ausreichend ?
Das haben dir Galahd und ich ausführlich versucht zu erklären. Wenn es nicht greift, dann greift es halt nicht. Dann lassen wir das halt stehen, denn das konsequente Beibehalten der eigenen Position bringt für die Diskussion keinen Fortschritt. Keiner von uns kann schon alles wissen. Es bleibt bruchstückhaft.
Helmuth, das ist doch nur dummes Gerede.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑So 11. Okt 2026, 12:05 Was passiert in der letzten Jahrwoche ? Es wird ein Bund geschlossen mit Vielen, in der mitte der Woche werden Schlachtopfer und Speisopfer aufhören. Und bei den Flügeln werden stehen Gräuel der Verwüstung:
Das kann ich nicht deuten. Womöglich ist das schon erfüllt, denn auch die Endzeitreden Jesu verwischen sich in der Voraussage der unmittelbaren Zerstörung Jerusames mit der Zeit vor Jesu Wiederkehr. Die deutlichste Trennung machte noch Lukas, aber er erwähnt den Gräuel nicht.
Das Gräuelbild der Verwüstung wird aber in Mt 24 erwähnt.
[Mt 24,14-18] Und es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis über alle Völker, und dann wird das Ende kommen. Wenn ihr nun sehen werdet den Gräuel der Verwüstung (davon gesagt ist durch den Propheten Daniel), dass er steht an der heiligen Stätte (wer das liest, der merke darauf!), alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist; und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen.
Diese Aussage klingt so, als ob dieses Gräuelbld der Verwüstung erst passiert, wenn das Evangelium in aller Welt verkündet wurde.

Vespasian und Titus haben im Auftrag von Kaiser Nero die Stadt Jerusalem im Jahr 67 n. Chr. angegriffen und Titus hat 70 n. Chr. den Tempel zerstört und damit die Opferung zum Ende gebracht. Es ist nicht bekannt, daß er eine Tempelschändung bei den Flügeln vorgenommen hat, das sind die beschirmenden Flügel der Bundeslade im Allerheiligsten. Da steht also noch etwas aus.
Den Kampf gegen die Römer haben die Zeloten geführt, die aber laut google in 3 zerstritte Parteien aufgeteilt waren, es gab also keinen Anführer, den man mit dem Haupt des Tieres in Verbindung könnte.
Mit Sicherheit war dieser 7 - jährige jüdische Krieg schon ein Vorbild für das endzeitliche Geschehen, aber es sind doch wesentliche Dinge nicht passiert, wie sie in Mt 24,15.. und Off 13 stehen.

Aber um einen Tempel zu schänden müßte auch erst mal einer gebaut werden. Schaut man nach Jerusalem, befinden sich die Vorbereitungen dazu schon im einer Phase, wo nur noch das politische Signal gegeben werden muß, dann werden die Arbeiten beginnen.
Dann könnte aber leider auch der Angriff auf Jerusalem Sachb14,1-4 und das Gräuelbild entstehen, das in der Vergangenheit immer etwas mit einer Schändung des Tempels in Jerusalem zu tun hatte.
Unter anderem hatte der syrisch-griechische Herrscher Antiochus Epiphanes 167 v. Chr. einen Altar für den Heidengott Zeus aufgerichtet. Spr 15,8, Jer 32,34
Das Gräuelbild steht im AT unmittelbar in Verbindung mit Götzenbildern. Hes 7,20 Das Haupt des Tieres könnte sein eigenes Bild in das zerstörte Heiligtum stellen

Der Prophet Daniel spricht übrigens nicht nur in Dan 9,27 von einem Gräuelbild auch in Dan 11,31 und Dan 12,11.
Und wenn Antiochus Epiphanes nicht gemeint ist und die Römer so etwas nicht getan haben, dann steht die Ausrichtung eines Gräuelbildes noch aus und steht in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Angriff auf Jerusalem und der Flucht des Volkes Israel, wie in Sach 14,5 und Mt 24, 16 beschrieben ist.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: ↑Mo 12. Okt 2026, 11:45 Das Gräuelbild der Verwüstung wird aber in Mt 24 erwähnt.
Der Gräuel der Verwüstung wird auch in Mk. 13 erwähnt.Die Zuordnung zur richtigen Zeit lässt sich etwas schwer nachvollziehen. Es kann mit der Zerstörung durch die Römer bereits erfüllt sein. Die Belagerung und Eroberung Jerusalems erfolgte von 67 - 70 n. Chr., das sind z.B. die dreieinhalb Jahre, oder die halbe Zeit. Für diese Zeit macht das auch Sinn.

Es klingt zwar danach, als wäre Mt. 24:14-15 ein aufeinanderfolgender Ablauf, aber es wechseln in Mt. 24 und Mk. 13 immer wieder die Perspektiven, was keine saubere Abgrenzung der Abschnitte erlaubt. Mal geht es um Jerusalem, die erste Endzeit und mal um die ganze Welt, die noch ausstehende letzte Endzeit. In Mk.13 verschwimmt beides sozusagen ineinander.

Eine für die Exegese bessere Trennung erfolgt durch das Lk-Ev, weshalb es m.E. zur historischen Recherche höhere Kompetenz hat. Darauf achteten die anderen Autoren nicht. Lukas kennt darin keinen Gräuel. Stattdessen kündigt Jesus kosmische Zeichen an, über die alle drei Synoptiker berichten, also nichts Irdisches, sondern was nur Gott allein bewerkstelligen kann:
Lukas 21:25-26 hat geschrieben: Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen, und auf der Erde Bedrängnis der Nationen in Ratlosigkeit bei dem Tosen und Wogen des Meeres, indem die Menschen vergehen vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.
Ich stelle diese Frage: Wie willst du in Europa einen Gräulel der Verwüstung sehen, der irgendwo in Jerusalem stehen soll? Ja auch im nahe umliegenden Land kann ihn keiner sehen. Daraus schlussfolgere ich, dass der Gräuel für das damalige Volk aus Jerusalem ein Zeichen war. Dazu liefert das Mk-Ev diesen Anhaltspunkt:
Markus 13:14 hat geschrieben: Wenn ihr aber den Gräuel der Verwüstung stehen seht, wo er nicht sollte – wer es liest, beachte es –, dann sollen die, die in Judäa sind, in die Berge fliehen:
Hier erfolgt im Gegensatz zu Mt. 24:14-15 ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Auftauchen des Gräuels und der damit verbundenen Anweisung zu fliehen. Daher deute ich das auf die damalige Zeit und galt demnach auch nur für die Einwohner Jerusalems und Umgebung. Es gilt damit als erfüllt hat heute keine Relevanz mehr.

Für uns aus den Nationen gelten andere Zeichen. Die Zeichen des Himmels sieht auch die ganze Welt inklusive ganz Israel und Jerusalem, d.h. wo immer sich wer gerade befindet und versetzt die gesamte Welt in Angst und Schrecken. Für alle, die Jesus nachfolgen, sind dies die Zeichen seiner unmittelbaren Wiederkunft:
Lukas 21:25-26 hat geschrieben: Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.
Du legst dich mit dem Gräuel fest und sagst, es müsse dazu der Tempel wieder aufgebaut werden. Logisch wäre das zwar richtig gedacht, nur kannst du dich damit auch völlig irren, indem die Texte nicht ausreichend exegetisch behandelt werden.

Aber zum Thema: Es zeigt sich, dass die Deutung der Tiere keine wirkliche Relevanz hat. Jesus hat uns alles erklärt, was die Endzeit betrifft. Ich jedenfalls habe damit das Auskommen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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