Abischai hat geschrieben: ↑Mo 3. Aug 2026, 23:22
Ich resümiere, daß wir bei der Erörterung jenes Wortes Jesu noch ganz am Anfang stehen und derzeit keineswegs schlüssige, anwendbare Antworten haben (das sind Dogmen, und die wären, wenn es sie denn gäbe, sehr nützlich!)
Wir können eine sprachliche Exegese der hebräischen und griechischen Begriffe vornehmen (privat bin ich übrigens schon dabei), aber im Kontext von
Matthäus 7:1-5 sollte geklärt sein, dass Jesu die völlig unberechtigte Form des Richtens anspricht und diese mit einem Satz untersagt:
Metthäus 7:1 hat geschrieben: Richtet nicht (!) damit ihr nicht gerichtet werdet.
Das ist mein Hauptthema. Wir können an anderer Stelle darüber reden, und ich mache solche Dinge sogar mit Hingabe, dass es auch die legitime Form des Richtens gibt. Diese ist Thema des anderen Threads. Wir können es dort vornehmen.
Ich habe eingangs erklärt, dass ich in der Sache keinen theologischen, sondern selbstkritischen Kurs fahren möchte, daher Bereich Gesellschaft. Es soll sich jeder bei der Nase nehmen und nach seinen Splittern selbst nachsehen, oder vielleicht entdeckt er dabei einen ganzen Balken.
Er muss hier gar nichts dazu schreiben. Er kann, aber muss nicht. Wenn es den Effekt hat, dass jemand Jesu Wort schlicht tut, dann brauche ich keine Worte, sondern habe das eigentliche Ziel in Hinkunft andere weniger zu richten erreicht. Dem Forum täte es jedenfalls gut.
Die erste positive Bilanz, die man an sich selbst ziehen könnte, wäre dass man damit auch von anderen nicht mehr so sehr gerichtet wird, mit Ausnahme natürlich der Ewig-Besserchristen, die immer an dir was finden werden, aber nichts an sich selbst. Für die schreibe ich aber nicht. Ich nehme mir persönlich folgendes Wort immer wieder zu Herzen:
Metthäus 7:1 hat geschrieben: Denn mit welchem Urteil ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.
Starke Worte, die mich schon oft zum Einlenken gerbacht haben. Wenn ich dies oder das tue, also richte, dann fällt es nur auch mich zurück. Darum bin ich mehr der Mensch der Vergebung, denn es gilt dafür dasselbe göttliche Prinzip, und das ebenso in beiden Richtungen:
Metthäus 6:14-15 hat geschrieben: Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen ihre Vergehungen nicht vergebt, wird euer Vater auch eure Vergehungen nicht vergeben.