Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

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Zippo
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Fr 8. Mai 2026, 18:18
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Also war die Beachtung des Gesetzes doch notwendig, um vor Gott gerecht zu sein ?
Das alleine ist kein Kriterium, denn damit käme die Gerechtigkeit erst wieder durch das Gesetz. Es bleibt dabei, dass sie durch den Glauben kommt. Man kann das noch so oft hin und her diskutieren, einer versteht es, ein anderer nicht.

Aber es ist auch nicht notwendig Paulus Theologie zu verstehen, wichtig ist an Jesus als seinen Erlöser zu glauben. Das allein bewirkt unsere Gerechtigkeit vor Gott. Mit Theologie kann man sich auch verheddern, darum sollte nicht jeder meinen, er wäre als Theologe geeignet. Es ist eine Gabe, wie der Geist sie zuteilt.
Das ist sicherlich ein Grundsatz des NT, daß der Mensch durch den Glauben gerecht werden soll. Aber das soll jetzt nicht der einzige Grund diesen Beitrages sein.
Denn es geht wohl um die Aussagen des NT, daß der Bund des Gesetzes beendet ist, aber das Gesetz findet nach wie vor seinen Platz in dem christlichen Denken.
Die christliche Botschaft ist doch, daß das durch den Christus das Gesetz in dem gläubigen Nachfolger Jesu erfüllt wird.
[Röm 8,3-4] Denn was dem Gesetz unmöglich war (sintemal es durch das Fleisch geschwächt ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben und verdammte die Sünde im Fleisch, auf dass die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist.
Was sagt nun der Heilige Geist zu dem Gesetz, wenn ein Christ sich damit beschäftigt ?

Es fängt ja an, mit dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Da sollten die Israeliten ein Lamm schlachten und mit bitteren Kräutern essen, bevor sie aus Ägypten der Sklaverei entfliehen konnten. Später wird diese Handlung zum Fest erhoben und dafür mußten sie nach Jerusalem pilgern.
Was sagt der Heilige Geist dem Christen und wie wird diese Handlung im christlichen Leben erfüllt ? Wie würdest du einem jüdischen Zeitgenossen das erklären ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Zippo
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Zippo »

Corona hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 16:07
Helmuth hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 14:17
Der springende Punkt ist aber, dass man damit nicht gerecht werden kann, .... Somit kann ich es gar nicht so halten, dass ich nicht verfehlen würde.
Lukas 1:5-6
[5]Es war in den Tagen Herodes', des Königs von Judäa, ein gewisser Priester, mit Namen Zacharias, aus der Abteilung Abias; und sein Weib war aus den Töchtern Aarons, und ihr Name Elisabeth.
[6]Beide aber waren gerecht vor Gott, indem sie untadelig wandelten in allen Geboten und Satzungen des Herrn.
Jetzt widersprichst du deiner eigenen Bibel. Oder sprichst du nur von dir persönlich. der nicht gerecht werden kann, weil du die Sstzungen nicht hältst?
Ein Gerechter im Sinne des AT ist trotz seiner Bemühungen, kein moralisch einwandfreier Mensch.
Es ist das Verdienst Jesu, daß er durch sein Werk auch die Gerechten des AT vollkommen macht und sie auch danach erst aus der scheol befreit hat.
[Heb 10,14-18] Denn mit einem Opfer hat er für immer die vollkommen gemacht, die geheiligt werden. Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist; denn nachdem er gesagt hat: „Dies ist der Bund, den ich ihnen errichten werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Indem ich meine Gesetze in ihre Herzen gebe, werde ich sie auch auf ihre Sinne schreiben“; und: „Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken.“ Wo aber eine Vergebung derselben ist, da ist nicht mehr ein Opfer für die Sünde.
[Heb 11,39-40] Und diese alle, die durch den Glauben ein Zeugnis erlangten, haben die Verheißung nicht empfangen, da Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollkommen gemacht würden
[Heb 12,18-24] Denn ihr seid nicht gekommen zu dem [Berg], der betastet werden konnte, und zu dem entzündeten Feuer und dem Dunkel und der Finsternis und dem Sturm und dem Posaunenschall und der Stimme der Worte, deren Hörer baten, dass das Wort nicht mehr an sie gerichtet würde (denn sie konnten nicht ertragen, was geboten wurde: „Und wenn ein Tier den Berg berührt, soll es gesteinigt werden.“ Und so furchtbar war die Erscheinung, dass Mose sagte: „Ich bin voll Furcht und Zittern.“), sondern ihr seid gekommen zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem; und zu Myriaden von Engeln, der allgemeinen Versammlung; und zu der Versammlung der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind; und zu Gott, dem Richter aller; und zu den Geistern der vollendeten Gerechten; und zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes
Gruß Thomas
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Larson
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Mo 11. Mai 2026, 13:48 Ein Gerechter im Sinne des AT ist trotz seiner Bemühungen, kein moralisch einwandfreier Mensch.
Hand aufs Herz, ist denn eine Christ so einwandfrei?
Zippo hat geschrieben: Mo 11. Mai 2026, 13:48 Es ist das Verdienst Jesu, daß er durch sein Werk auch die Gerechten des AT vollkommen macht und sie auch danach erst aus der scheol befreit hat.
Es ist Phantasie, dass Jesus die Gerechten aus der Tenach vollkommen machen würde. Blanke wilde Spekulation, ohne jegliche Bezug.

Nein, es ist die Güte Gottes, Seines Namens willen, dass ER solche Menschen als Gerecht betrachtet, und wer gerecht ist, dem wird nichts vorgeworfen.

Heb 10 usw kannst du vergessen, denn der Bezug zur Tenach ist schlichtweg falsch (Jer 31 usw.)
Sicher haben jene, diese Gerechten die Verheissung empfangen,, da müsste der Hebräerschreiber (Kp11) das erst mal begründen, warum dem nicht so sein soll

Und Kp 12, Jesus machte da keinen neuen Bund mit dem Volk Israel.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Mo 11. Mai 2026, 11:53 Da sollten die Israeliten ein Lamm schlachten und mit bitteren Kräutern essen, bevor sie aus Ägypten der Sklaverei entfliehen konnten. Später wird diese Handlung zum Fest erhoben und dafür mußten sie nach Jerusalem pilgern.
Was sagt der Heilige Geist dem Christen und wie wird diese Handlung im christlichen Leben erfüllt ? Wie würdest du einem jüdischen Zeitgenossen das erklären ?
(„Heiliger Geist“ wie gesagt, damit kann man alles, das ein Eine das Gegenteil rechtfertigen…)

Wie schon dargelegt, hat Pessach nichts mit „Ostern“ zu tun. Deshalb wurde auch durch die Kirche diese Festtage verschoben, da man,(sprich das Christentum) nichts gemeinsames mit den Juden haben wollte (beschlossen auf Konzilen Nicäa und andere).

Weiter, das Lamm bei Pessach, vor dem Auszug aus Ägypten, diente nur dem Erstgeborenen, zum Schutz vor dem Tod, war also nicht für alle Anwesenden „Rettung“.
Das Lamm diente weder als Sündenvergebung, noch hatte es ein „Heil“ darin, so dass daraus eine Opfertheologie oder Heilslehre daraus gemacht werden kann.

Bedeutung von Pessach für Christen, für die Nationen? Warnung, dass man mit dem Volk Israel nicht „spielen“ darf, dass der Ewige für Sein Volk, Seinen Erstgebornen einsteht und Treue hält.
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: So 10. Mai 2026, 13:51
Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Warum ist dann für diesen Bund kein Tempel mehr da ?
Für den Bund braucht es keinen Tempel…
Das ist ja wohl deine eigene Meinung.
Larson
Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Die Christen dagegen haben einen Tempel, weil der Heilige Geist durch den Glauben an Jesus Christus in das Herz hineinkommt.
Och, Juden haben diesen Tempel auch im Herzen…
Das reicht aber nicht, um den Sinaibund zu befriedigen. Erst gab es eine Stiftshütte, dann einen Tempel, um die Vorschriften Gottes zu erfüllen.
Larson
Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Menschen wurden durch den Heiligen Geist zur Wohnung Gottes
Sorry, das sind leere Floskeln, denn da ist wirklich nichts an Christen zu erkennen, dass sie in der Wohnung Gottes wären.
Kennst du sie alle ?
Larson
Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Christen sehen das eben anders und würden die in Jesaja 12 genannten Worte auf ihre Rettung und die Arbeit der Gemeinde beziehen.
Christen sehen noch so manches der Tenach fremd.. bis zur angeblichen Jungfrauengeburt in Jes 7.
Wieso angeblich ?
Larson
Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Der Herr Jesus hat den neuen Bund gegründet, der seinen Nachfolgern Rettung verspricht.
Jesus hatte nicht mit dem Volk einen Bund gemacht, da Jesus nicht Gott ist, und Gott selber diesen Bund mir ganz Israel machen wird. Das was du als neuen Bund betrachtest, basiert nicht auf den Aussagen des einzig-alleinen Gottes Israels.
Mose war Mittler des alten Bundes und der Herr Jesus ist der Mittler des neuen Bundes. Wenn auch Gott mit ihnen bzw. in ihnen war, dann waren es immer noch Menschen.
Es ist deine persönliche Ansicht daß der neue Bund noch nicht geschlossen wurde.
Larson
Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Aber sie sehen den Bund des Gesetzes als beendet an, weil der Herr Jesus den neuen Bund gegründet hat.
„Christen“ waren nicht n diesem als von die bezeichneten „Bund es Gesetzes“. Weiter, wenn du meinst, dass jener Bund Gottes mit Israel beendet sei, widersprichst du den Worten Jesu.
Da hast ihn aber nicht verstanden. Du hast auch nicht verstanden, warum Gott den Tempel Israels zerstören ließ.
Den Bund des Herrn Jesus, den Gott mit Israel geschlossen hat, wird schon seit 2 Jahrtausenden gelebt.
[Mt 26,26-28] Da sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des neuen Bundes, welches vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.
Dir gefällt es eben nicht und deswegen lehnst du alles in Bausch und Bogen ab. Das ist deine Entscheidung. Viele jüdische Gelehrte haben den Glauben aber von Anfang an dankbar angenommen und gelebt, wie man in der Apostelgeschichte lesen kann.
Larson
Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Hier gibt es ja offensichtlich eine Überschneidung des Christentums mit dem Judentum.

Aber was unterschiedlich ist, das ist der Opferdienst und die Strafen, die im Gesetz vergeben werden.
Durch Strafe wird nichts vergeben. Das hatte ich doch schon mal geschrieben! Gott vergibt um Seines Namens willen, um Seiner Selbst willen, und da muss niemand dann von jemand anderem irgend welche Strafen tragen.
Die Strafen waren im Bund des Gesetzes vorgeschrieben und haben auch eine Vergebung bewirkt. Ich bringe mal ein paar Beispiele.
[3. Mo 5,5-6] Wenn’s nun geschieht, dass er sich an der einem verschuldet und bekennt, dass er daran gesündigt hat, so soll er für seine Schuld dieser seiner Sünde, die er getan hat, dem HERRN bringen von der Herde eine Schaf- oder Ziegenmutter zum Sündopfer, so soll ihm der Priester seine Sünde versöhnen.
[3. Mo 16,15-16] Darnach soll er den Bock, des Volks Sündopfer, schlachten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut tun, wie er mit des Farren Blut getan hat, und damit auch sprengen auf den Gnadenstuhl und vor den Gnadenstuhl; und soll also versöhnen das Heiligtum von der Unreinigkeit der Kinder Israel und von ihrer Übertretung in allen ihren Sünden.
[3. Mo 19,21-22] Er soll aber für seine Schuld dem HERRN vor die Tür der Hütte des Stifts einen Widder zum Schuldopfer bringen; und der Priester soll ihn versöhnen mit dem Schuldopfer vor dem HERRN über die Sünde, die er getan hat, so wird ihm Gott gnädig sein über seine Sünde, die er getan hat.
Die Versöhnung, von der hier die Rede ist, das ist im Hebräischen das Wort "kaphar" und bedeutet "Sühnung tun", auch vergeben.
Ohne Blutvergießen gibt es bei Gott keine Vergebung sagt der Hebräerbrief und selbst das Blut von Stieren und Böcken hat nicht gereicht. Deswegen mußte der Herr Jesus mit seinem eigenen Blut Gott mit den Menschen versöhnen.
Hebr 8,22
Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz; und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.
Eigentlich ist es doch so: Diejenigen, die den Bund des Gesetzes befriedigen wollen, haben gar keine Gelegenheit mehr dazu, sie können diesen Bund nicht erfüllen.
Aber bei den Christen wird das Gesetz schon erfüllt, weil der Herr Jesus Christus das Gesetz erfüllt hat. Dafür gibt uns der Heilige Geist die Gewissheit. Er erfüllt das Gesetz in uns, macht uns zu Nachfolgern Jesu und zeigt uns, wie das Gesetz zu verstehen ist.
[Röm 8,3-4] Denn was dem Gesetz unmöglich war (sintemal es durch das Fleisch geschwächt ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben und verdammte die Sünde im Fleisch, auf dass die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist.
So mußt du bitte auch Mt 5,17 verstehen.
Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Gruß Thomas
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44
Larson hat geschrieben: ↑10.05.2026, 13:51
Zippo hat geschrieben: ↑06.05.2026, 11:32
Warum ist dann für diesen Bund kein Tempel mehr da ?
Für den Bund braucht es keinen Tempel…
Das ist ja wohl deine eigene Meinung.
Das ist nicht meine Meinung, sondern kommt deutlich aus der Geschichte Israel hervor.
Also Gott den Bund mit dem ganzen Volke Israel schloss, da war von einem Tempel nicht die Rede.
Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44 Das reicht aber nicht, um den Sinaibund zu befriedigen. Erst gab es eine Stiftshütte, dann einen Tempel, um die Vorschriften Gottes zu erfüllen.
Der Bund wird nicht durch „Gebäude-bauen“ erfüllt.
Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44 Kennst du sie alle ?
Zur genüge….
Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44
Larson
Zippo hat geschrieben: ↑06.05.2026, 11:32
Christen sehen das eben anders und würden die in Jesaja 12 genannten Worte auf ihre Rettung und die Arbeit der Gemeinde beziehen.
Christen sehen noch so manches der Tenach fremd.. bis zur angeblichen Jungfrauengeburt in Jes 7.
Wieso angeblich ?
Weil da definitiv keine Jungfrauengeburt verheissen wurde….
Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44 Mose war Mittler des alten Bundes und der Herr Jesus ist der Mittler des neuen Bundes.
Mose war Übermittler, aber kaum „Vermittler“.
Nur ist der Bund Jesu nicht von Gott, du sagst es selber, der Bund Jesu, was aber bei Mose, beim Volk Israel absolut der Fall war.
Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44 Es ist deine persönliche Ansicht daß der neue Bund noch nicht geschlossen wurde.
Nein, das ist nicht meine persönliche Ansicht, sondern kommt eindeutig aus Jer 31 hervor, mit wem Gott selber den Budn schliessen wird. Das passt mitnichten, in keinem Wort auf Jesus, geschweige denn auf das Christentum.
Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44 Da hast ihn aber nicht verstanden. Du hast auch nicht verstanden, warum Gott den Tempel Israels zerstören ließ.
Ach so, du weisst es natürlich, und du weisst auch, was ich verstanden haben sollte…. Das ist genau die Art, wo so wenig Gottesgeist bei Christen durchdringt.
Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44 Dir gefällt es eben nicht und deswegen lehnst du alles in Bausch und Bogen ab.
Schon wieder falsche Pauschalisierung.
Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44 Viele jüdische Gelehrte haben den Glauben aber von Anfang an dankbar angenommen und gelebt, wie man in der Apostelgeschichte lesen kann.
Klar, das NTZ übertreibt in so manchen Dingen, um etwas glaubhafter erscheinen zu wollen. Dazu passt ihm der Missbrauch der Tenach ins Konzept.
Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44 Die Strafen waren im Bund des Gesetzes vorgeschrieben und haben auch eine Vergebung bewirkt. Ich bringe mal ein paar Beispiele.
Ach, und die anderen strichst du, wo deutlich steht, dass Gott nicht Opfer will, sondern ein demütiges Herz?
Die Sühnung geschieht durch das Leben, indem der Mensch sich korrigiert.
Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44 Ohne Blutvergießen gibt es bei Gott keine Vergebung sagt der Hebräerbrief

Was eine falsche Aussage ist… (wie so manches im Hebräer)
Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44 und selbst das Blut von Stieren und Böcken hat nicht gereicht. Deswegen mußte der Herr Jesus mit seinem eigenen Blut Gott mit den Menschen versöhnen.
Das ist christliche Theologie, hat mit der Tenach nichts zu tun. Was da Gott unterstellt wird, ist erbärmlich, dass Er nicht um seines Namens willen vergeben soll.
Zippo hat geschrieben: Di 12. Mai 2026, 11:44 So mußt du bitte auch Mt 5,17 verstehen.
Nein, mit Röm 8,3-4 wird kein Gesetz erfüllt, mitnichten. Gott fordert in seiner Gerechtigkeit Umkehr, und nicht Menschenopfer…. Nein, solches wäre dem Jesus fremd gewesen.

Und da will man mir vormachen, dass das NT mit der Tenach harmoniert. Wo doch so vieles gegensätzlich ist.

Mi 6,7 Wird der HERR Wohlgefallen haben an Tausenden von Widdern, an Zehntausenden von Strömen Öls? Soll ich meinen Erstgeborenen geben für meine Übertretung, die Frucht meines Leibes für die Sünde meiner Seele?“
Aber Gott soll dann seinen Erstgeboren geben, unter Qualen und Martyrium (was gänzlich der Tenach widerspricht) opfern?
Mi 6,8 Er hat dir mitgeteilt, o Mensch, was gut ist; und was fordert der HERR von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu wandeln mit deinem Gott?
Dazu noch:
Und warum werden dann im kommenden Reich wieder Opfer dargebracht (Hes 42ff), selbst der Fürst wird für sich ein Sündopfer darbringen. Und Jesus soll das alles aufgehoben haben, resp. durch ihn aufgehoben sein, da er das „Gesetz“ erfüllt haben sollte?
Und nein, dies wurde noch nicht erfüllt, wird aber noch werden....
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Helmuth
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mo 11. Mai 2026, 11:53 Denn es geht wohl um die Aussagen des NT, daß der Bund des Gesetzes beendet ist, aber das Gesetz findet nach wie vor seinen Platz in dem christlichen Denken.
Da liegt m.E. ein Missverständnis vor. Ich werde zur Bundestheologie ein gesondertes Thema erstellen, sobald ich Zeit dazu finde. Die Prämisse eines beendeten Bundes führt zu falschen Auslegungen, z.B. würde es bedeuten man wäre heute gesetzlos. So kann das nicht gemeint sein. Also muss zuerst die Prämisse korrigiert werden.

Allgemein gültige Gesetze, die für jedermann gelten, werden durch einen Bund nicht geändert. Es gibt zwar ein Ende der Opfer und damit ist diese eine Bestimmung geändert worden, aber damit wird nicht das gesamte Gesetz obsolet. Gesetzlosigkeit hat immer schon zur Sünde geführt. Weiters gibt es Bestimmunungen, die nur für Israel Gültigkeit haben, nicht aber für Heiden

Nur wenn wir nicht mehr sündigen würden, bräuchte man viele Gesetze nicht mehr, wiewohl sie damit immer noch nicht außer Kraft wären, sondern man braucht sie dann bloß nicht. Wenn keiner stiehlt, brauche ich kein Gebot, das da heißt: "Du sollt nicht stehlen", aber es gilt ja dennoch, ob geschrieben oder nicht. Es ist dann jedermann ins Herz geschrieben und darum er hält sich daran.

Ich bin überzeugt, auch im Reich Gottes gibt es Gesetze, allerdings sind sie juristisch anderer Art, d.h. sie sind nicht moralisch. Mich wundert wie Theologie einfache Sachverhalte vernebelt, welche ohne sie jedem klar wären. So ist es m.E. auch ein Gabe Gottes, wer mit dem Gesetz für Gott dienen soll.
Zippo hat geschrieben: Mo 11. Mai 2026, 11:53 Die christliche Botschaft ist doch, daß das durch den Christus das Gesetz in dem gläubigen Nachfolger Jesu erfüllt wird.
...
Was sagt der Heilige Geist dem Christen und wie wird diese Handlung im christlichen Leben erfüllt ? Wie würdest du einem jüdischen Zeitgenossen das erklären ?
Der Heilige Geist lehrt dazu wie folgt: Die christliche Botschaft ist das Evangelium, dass unsere Sünde durch Jesu Opfertod gesühnt wird. Der Glaube daran rettet jeden, der entsprechend umkehrt.

Der Rest ist oft zuviel an Theologie, welche nicht der Heilige Geist lehrt und verwirrt oft mehr als es den Glauben stärken könnte. Ich würde einem Juden nicht anders predigen als einem Heiden. Alle können nur durch Jesus gerettet werden.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mi 13. Mai 2026, 05:34
Zippo hat geschrieben: Mo 11. Mai 2026, 11:53 Denn es geht wohl um die Aussagen des NT, daß der Bund des Gesetzes beendet ist, aber das Gesetz findet nach wie vor seinen Platz in dem christlichen Denken.
Da liegt m.E. ein Missverständnis vor. Ich werde zur Bundestheologie ein gesondertes Thema erstellen, sobald ich Zeit dazu finde. Die Prämisse eines beendeten Bundes führt zu falschen Auslegungen, z.B. würde bedeuten man wäre heute gesetzlos. So kann das ja nicht gemeint sein. Also muss zuerst die Prämisse korrigiert werden.
Es liegt vielleicht daran, daß du nicht den Unterschied machst, zwischen dem Bund des Gesetzes und dem Gesetz als solches. Den Bund des Gesetzes gibt es nicht mehr, es gibt ja auch keinen Tempel mehr und niemand sollte versuchen, auf diese Weise Gottes Gerechtigkeit zu erlangen.

Aber das Gesetz hat noch eine Aufgabe im neuen Bund und der Heilige Geist erklärt jedem Christen die tiefere Bedeutung der Opferungen, Festlichkeiten und die Gebote sind nach wie vor hilfreich, wenn es darum geht, zu verstehen, wie Gott und der Nächste zu lieben sind.
Jer 31,33
sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben;
Jeder, der versucht, den Bund des Gesetzes zu erfüllen, gilt als verflucht.
[Gal 3,10-12] Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben: „Verflucht sei jedermann, der nicht bleibt in alle dem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, dass er’s tue.“ dass aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn „der Gerechte wird seines Glaubens leben.“ Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens; sondern „der Mensch, der es tut, wird dadurch leben.“
Wer durch den Glauben gerecht wird, der versteht das Gesetz neu, es wird aufgerichtet, wie ein Denkmal und enthüllt.
Rö 3,31
Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir richten das Gesetz auf.
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mi 13. Mai 2026, 11:24 Jeder, der versucht, den Bund des Gesetzes zu erfüllen, gilt als verflucht.
Da wird von dir ein neues Gesetz geschrieben, das ich nicht finde. Keiner schafft es alle Gesetze zu halten und die Erklärung ist denkbar einfach: Unsere Sündhaftigkeit.

Wir übertreten immer wieder mal, auch samt unserem Heiligen Geist. Man steht darum unter dem Fluch, wenn man übereifrig versucht durch das Halten aller Gesetze gerecht zu werden. Das gebietet auch nicht der Heilige Geist.

So funktionerte das schon nicht unter Mose und so funktioniert es auch nicht unter Jesus. Aber sei dir sicher, es wird am Tage des Gerichts nichts unter den Tisch fallen, es sei denn es wurde vergeben. Und so fand auch schon Mose Gnade und er bzw. der damals Gläubige sündigte nicht anders als wir.

Das bedeutet jedoch nicht sich um das Gesetz nicht mehr zu kümmern, denn damit verdreht man komplett dessen Sinn. Jesus hat es ja auch ausdrücklich nicht (!) abgeschafft, sondern er betont die Erfüllung. Erfüllung heißt aber einhalten und eben nicht etwas nicht einhalten. Oder ist dir das zu hoch?

Im AT wurde geboten das gesamte Gesetz zu halten und im NT betont Jesus ebenfalls seine Gebote zu halten und auch er lässt keines damit aus. Überdies erlässt auch sonst kein einziger Staat oder irgendeine Gemeinschaft Bestimmungen, aufdass man man sie nicht einhalte.

Zeige mir bitte ein Gebot Jesu, dass er uns gebietet und wir brauchen es dann doch nicht einhalten. Er selbst hielt es ja ebenso. Was hätte es sonst für einen Sinn überhaupt davon zu reden? Im Gegenteil, wer Jesu Wort bewusst nicht beachtet, genau der ist verflucht, und das wieder entspricht schon dem Kontext im AT:
5. Mose 27:26 hat geschrieben:Verflucht sei, wer nicht aufrechterhält die Worte dieses Gesetzes, sie zu tun! Und das ganze Volk sage: Amen!
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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