Hiob hat geschrieben: ↑Sa 7. Mär 2026, 15:19
Es gibt genug Beispiele, dass Gott sagt, dass der Mensch gezogen WIRD (also passiv).
So viele sind das nicht, sondern vor allem diese eine, die von Jesus stammt:
Joh 6,44 hat geschrieben: Niemand kann zu mir kommen, wenn der Vater, der mich gesandt hat, ihn nicht zieht; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.
Klarerweise ist der Prozess nicht einseitig. Gott zieht an dir, und nur er allein kann an dir auch eine Neugeburt durchführen. Allerdings ist das keine willkürlicher Akt, dass sich Gott alleine auswählt, wen er errettet und wen nicht.
Ansonsten führt das hin zur sog. Theologie der Prädestination, die ich ebenso verwerfe. Dann erkennt man also nicht den Anteil, den der Mensch daran hat. Hat er nun einen, oder nicht?
Hiob hat geschrieben: ↑Sa 7. Mär 2026, 15:19
Ich kenne im AT keine einzige Stelle, in der Gott das Wort "Entscheidung" im HEUTIGEN Sinn des Wortes verwendet. Natürlich sagt er "Ich lege Euch zwei Wege zur Auswahl".
Na also, damit hast du ja schon gesagt, dass wir wählen soll. Und wenn es nur daran scheitert, dass dir der Begriff "Entscheidung" nicht passt, dann nimm halt "wählen". Oder bist du zu träge Begriffe zu verbinden?
Es sollte nicht an Begriffen scheitern, denn derart sind Erörertungen oft sinnlos. Wer aufgefordert wird zu wählen, muss wohl eine Entscheidung treffen. Oder was sonst? Du kannst das mit dem Jawort bei einer Eheschließung vergleichen.
Man kann z.B. mit einer Frau zusammenleben in einer, wie es heute mordern geworden ist, eheähnlichen Gemeinschaft. Was dieser Gemeinschaft aber fehlt, ist eine Verbindlichkeit, weshalb sich viel Paare wieder trennen.
Im Fall einer Trennung war es letztendlich doch keine Ehe, sondern wird in Gottes Augen wie Unzucht gesehen. Gott fordert keinen bestimmten formalen Akt, aber einen verbindlichen Zusammenhalt nach dem Wort, wie es uns Jesus lehrt:
Mk 10,7-9 hat geschrieben: „Deswegen wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein“; also sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.
Diese gegenseitige Verbindung nennt man in dem Fall auch Bund. Durch einen Bundesschluss machen wir unsere Beziehung verbindlich und jede Seite verpflichtet sich dabei ihren Anteil verbindlich einzuhalten. Die Ehe ist das irdische Bild unserer Bundesbeziehung mit Gott. Darum wird dies, wie ich es auslege, schon bei der Schöpfung erwähnt:
1. Mo 1,27 hat geschrieben: Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; Mann und Frau schuf er sie.
Gott ging in Vorleistung und setzte sein Versprechen dich zu erlösen vor ca. 2000 Jahren in die Tat um, indem er seinen Sohn für uns gab. Gottes Anteil ist damit bereits erfüllt und er verspricht dir auch die Erlösung aus deiner Sünde.
Was nun aber fehlt ist dein Anteil. Wie gelange ich nun in eine Bundesbeziehung mit Gott und Jesus, damit ich erlöst werde? Ich sage "Ja" zu Jesus, d.h. ich habe diesen Weg nun gewählt. Klarerweise ist das eine Herzensentscheidung, alles andere hätte keinen Wert oder Relevanz.
Als einen formalen Akt dies zu bezeugen wurde die Taufe eingeführt. Auch da: Keiner zwingt dich zur Taufe und der Heilige Geist schleift dich nicht hin, aber er kann an dir "ziehen" und das tut er fortwährend. Du aber machst das, weil du dich dafür entscheidest.
Und das predigen wir letztendlich. Wer diesen Umkehrprozess nicht an sich erlebt hat, der predigt kein Evangelium sondern vielleicht nur eine religiöse Erfahrung, die er sich dann theologisch selbst zusammenschustert. Wer aber die Tatsache der Neugeburt erlebt hat, der weiß auch was das Evangelium ist.
Hiob hat geschrieben: ↑Sa 7. Mär 2026, 15:19
"Entscheidung" ist eine mechanische Umsetzung eines (im Herz) Erkannten. -- Heute dagegen meint man, man könne Erkennen durch Entscheiden ersetzen. Das funktioniert nirgends.
Ich sagte keine Philosophie oder in dem Fall vielleicht auch Psychologie. Belege deine Sichtweise mit dem Wort Gottes, wie ich es dir vorzeige. In dem Fall überdenke, warum gerade kleine Kinder in Jesu Augen mehr das Reich Gottes in sich haben als Erwachsene.
Sie haben dabei weit weniger Wissen und besitzen kaum eine schon relevante Erkenntnis. Und gerade sie "sehen" das Reich Gottes. Das sagt Jesus. Aber dieses Philosophiezeug ohne Grundlage rauche ich nicht. Solches Denken führt uns weg von Christus.
Was mich überzeugt sind biblische Fakten, Dinge die JHWH oder Jesus sagen, lehren und Kraft des Geistes vorleben und an uns auch zur Erfüllung bringen. Das muss die Lebensgrundlage eines Christen sein, ansonsten folgt er einem falschen Evangelium.