Helmuth hat geschrieben: ↑Sa 18. Apr 2026, 18:27
Zippo hat geschrieben: ↑Sa 18. Apr 2026, 15:38
Ich kann nirgendwo lesen, daß Gott gegen Satan und die Mächte und Gewalten , die ihm folgen, etwas tut, ohne seine ihm treuen Engel dafür einzusetzen.
Du magst es vielleicht nicht sehen, aber er wacht über sein Volj. Bei seinen Feinden agiert er sicher anders. Aber es geht gar nicht darum, was wir sehen oder nicht sehen, sondern dass er alle Macht hat. Uns ermahnt der Heilige Geist auszuharren.
Gott wacht über sein Volk, das wird er wohl tun. Aber es ist doch auffällig, wieviel Kampf und Streit es schon in den ersten Tagen der Christenheit gegeben hat. Da haben sich Satan und seine Heerscharen mit Hilfe der jüdischen Oberen und den Römern über die Christen hergemacht. Menschen wurden eingesperrt, verfolgt und umgebracht.
Und so ist es dann in den nächsten Jahrhunderten bzw. Jahrtausenden auch weitergegangen.
Gott wacht mit seinen Engeln über sein Volk, aber Satan versucht zu hindern und zu schaden, das ist doch ein viel besserer Ansatz die Kirchen- bzw. Weltgeschichte zu verstehen. Anstatt sich vorzustellen, daß Gott mit seinem Geist immer alles verhindern könnte, was ihm nicht gefällt !
Helmuth
Du übst dich in der Klage Habakuks. Lies, was er ihm gesagt hat. Immerhin war er einer seiner Propheten. Ihn zitiert auch Paulus. In deinem Fall muss man noch etwas ausholen.
Hab 2,1-3 hat geschrieben: 1 Auf meine Warte will ich treten und auf den Turm mich stellen und will spähen, um zu sehen, was er mit mir reden wird und was ich erwidern soll auf meine Klage. Da antwortete mir JHWH und sprach: Schreibe das Gesicht auf, und grabe es in Tafeln ein, damit man es geläufig lesen könne; denn das Gesicht geht noch auf die bestimmte Zeit, und es strebt zum Ende hin und lügt nicht. Wenn es sich verzögert, so harre darauf; denn kommen wird es, es wird nicht ausbleiben.
Danach kommt der Teil, den auch Paulus zitiert:
Hab 2,4 hat geschrieben: Siehe, aufgeblasen, nicht aufrichtig ist in ihm seine Seele. Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.
Da mußt du aber auch das erste Kapitel lesen:
[Hab 1,1-4] Dies ist die Last, welche der Prophet Habakuk gesehen hat. HERR, wie lange soll ich schreien, und du willst nicht hören? Wie lange soll ich zu dir rufen über Frevel, und du willst nicht helfen? Warum lässest du mich Mühsal sehen und siehest dem Jammer zu? Raub und Frevel sind vor mir. Es geht Gewalt über Recht. Darum ist das Gesetz ohnmächtig, und keine rechte Sache kann gewinnen. Denn der Gottlose übervorteilt den Gerechten; darum ergehen verkehrte Urteile.
Das klingt nicht so, als ob Gott die letzte Entscheidung hat, was geschieht. Denn dann würde er ja lauter Unrecht gutheißen.
In Israel waren schlimme Verhältnisse, Habakuk lebte in der Endzeit des Volkes Israel, bevor sie in die Gefangenschaft nach Babylon verschleppt wurden. Die Chaldäer wollte Gott erwecken, um Israel zu besiegen und nach Babylon zu holen.
[Hab 1,6-7] Denn siehe, ich will die Chaldäer erwecken, ein bitteres und schnelles Volk, welches ziehen wird, soweit die Erde ist, Wohnungen einzunehmen, die nicht sein sind, und wird grausam und schrecklich sein; das da gebeut und zwingt, wie es will.
Das hat dann Nebukadnezar getan und Gott brauchte im weiteren nur auf einzelne Menschen zu achten, die dem Willen Gottes gehorsam waren, dann erhielten sie eine bessere Behandlung.
Dann kommen im nächsten Kapitel die Zeilen, die du zitierst. Es wundert mich immer, warum diese Worte in diesem Zusammenhang gesagt werden. Das Volk Israel drohte zu scheitern und glauben war nötig, um diese Zeit einigermaßen zu überleben. Wer verschont werden wollte, mußte sich den Chaldäern ergeben und ausliefern, davor hatten sie aber große Angst.
[Jer 21,8-10] Und sage diesem Volk: So spricht der HERR: Siehe, ich lege euch vor den Weg zum Leben und den Weg zum Tode. Wer in dieser Stadt bleibt, der wird sterben müssen durch Schwert, Hunger und Pestilenz; wer aber sich hinausbegibt zu den Chaldäern, die euch belagern, der soll lebendig bleiben und soll sein Leben als eine Ausbeute behalten. Denn ich habe mein Angesicht über diese Stadt gerichtet zum Unglück und zu keinem Guten, spricht der HERR. Sie soll dem König zu Babel übergeben werden, dass er sie mit Feuer verbrenne.
Als Paulus diese Worte schreibt und Habakuk zitiert, da war Israel auch wieder im Begriff zu scheitern, sie haben dem Herrn Jesus nicht geglaubt und manche Israeliten haben die Stadt nicht verlassen, bevor sie von den Römern angegriffen wurde.
[Lk 19,41-44] Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt an und weinte über sie und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dient! Aber nun ist’s vor deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, dass deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an allen Orten ängsten; und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem anderen lassen, darum dass du nicht erkannt hast die Zeit, darin du heimgesucht bist.
Was wird in der Himmelswelt passieren, um den Willen Gottes umzusetzen ? Da werden sich Heerscharen von Engeln darum bemühen und dabei auch auf Widerstände bei den Engeln Satans stoßen, die versuchen, die Pläne Gottes zu vereiteln. In Dan 10 kriegt man ja einen kleinen Eindruck, was da passiert.
Dabei werden wesentliche Dinge überwacht, aber im Einzelnen ist da nicht alles dem Willen unterworfen.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.