Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 17. Apr 2026, 07:44
Zippo hat geschrieben: ↑Mi 15. Apr 2026, 13:16
Das hängt davon ab, welche Bedeutung das Wortes Allmacht hat, meistens wird es ja aus dem Bauch heraus definiert, das alles dem Willen Gottes unterworfen ist, aber das ist meines Erachtens nicht die Bedeutung.
Allmacht wäre nicht Allmacht, wäre ihr nicht alles unterworfen. Diese ist zu unterscheiden von Vollmacht. Gott hat die Allmacht und delegiert davon Bereiche an Menschen. Damit erteilt er demjenigen darüber Vollmacht. Wir kennen das auch von den irdischen Machtstrukturen, wobei Gott selbst der wirksame Machtgeber ist.
Zunächst sollte mal klar sein was Allmacht eigentlich ist. Ich hatte da zuvor folgendes geschrieben:
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Ich finde eine grundlegende, biblische Bedeutung von Allmacht in Jes 46,10
[Jes 46,8-10] Gedenkt dessen und werdet fest, nehmt es zu Herzen, ihr Abtrünnigen! Gedenkt des Anfänglichen von der Urzeit her, dass ich Gott bin, und sonst ist keiner, dass ich Gott bin und gar keiner wie ich; der ich von Anfang an das Ende verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist; der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und all mein Wohlgefallen werde ich tun
Was sich Gott vornimmt, das sagt er zuvor den Propheten und wenn die Zeit gekommen ist, dann führt er es aus. Gott führt alle seine Vorhaben aus, das wäre im Sinne der Wortbedeutung von Allmacht schon genug.
Denn Macht ist laut google KI die Fähigkeit, den eigenen Willen auch gegen Widerstände durchzusetzen.
Macht zu haben bedeutet im Kern, die Fähigkeit und Möglichkeit zu besitzen, den eigenen Willen innerhalb sozialer Beziehungen durchzusetzen, auch gegen Widerstände anderer. Es ist die Kraft, Einfluss auf das Denken, Verhalten oder die Entscheidungen von Personen oder Gruppen auszuüben.
Gott macht es mit allen Dingen, die er sich vorgenommen hat.
[4. Mo 23,19-20] Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten? Siehe, zu segnen bin ich hergebracht; er segnet, und ich kann’s nicht wenden.
Hiob hat ja auch diese Einsicht:
[Hiob 42,1-2] Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach: Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer.
Aber diesen Worten kann man doch nicht entnehmen, daß alle Ereignisse in der Welt dem Willen Gottes unterworfen sind. Da sind Menschen, die haben ihren Willen, manchmal werden sie von guter und manchmal von böser Macht beherrscht. Wie Luther schon sagte, man kann entweder von Gott oder vom Teufel geritten werden.
Gott hat seine Mächte und Gewalten, die hat er nach der Auferstehung dem Herrn Jesus Christus unterstellt. Dan 7,14
[1. Pet 3,18-22] Sintemal auch Christus einmal für unsere Sünden gelitten hat, der Gerechte für die Ungerechten, auf dass er uns zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
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welches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes bedeutet ist, nicht das Abtun des Unflats am Fleisch, sondern der Bund eines guten Gewissens mit Gott durch die Auferstehung Jesu Christi, welcher ist zur Rechten Gottes in den Himmel gefahren, und sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Kräfte.
Und Satan, der mit seinen Engeln den Himmel verlassen mußte, der hat auch seine Mächtigen und Gewaltigen.
[Off 12,7-9] Und es erhob sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen; und der Drache stritt und seine Engel, und siegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführt, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen.
Gegen diese Kräfte läßt Gott auch die Nachfolger Jesu antreten, gegen diese Mächte sollten sie sich bewähren.
[Eph 6,10-12] Zuletzt, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Ziehet an den Harnisch Gottes, dass ihr bestehen könnet gegen die listigen Anläufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
Helmuth
Was du nicht berücksichtigst ist der Freiraum, den Gott gewährt oder auch ein Machthaber. Gäbe es den nicht, gäbe es auch keinen freien Willen, wenn man nicht auch tun könnte, was Gott oder der Vorgesetzte nicht will. Machtzuteilung erkennst du auch daran, dass du deinen Willen wirksam duchsetzen kannst.
Ich würde eher von Fähigkeiten sprechen, die Gott seinen Geschöpfen gegeben hat. Und wenn sie nicht daran gehindert werden, dann setzen sie ihre Fähigkeiten auch ein.
Helmuth
Kann ein Untergebener seinen Willen wirksam und dauerhaft gegen die Obrigkeit durchsetzen, hat die Obrigkeit gar nicht die Zuteilung von Gott, sondern der Untergebene. An sich ist Gottes Ordnungsmacht aber keine, die von unten nach oben wirkt, sondern von oben nach unten, da Gott ein Gott seiner Ordnung ist und nicht der des Menschen.
Wo hast du diese Denkweise her ?
Ich kann so etwas weder in der Bibel lesen und auch nicht in der Realität beobachten.
Da findet ein Machtspiel statt, wo jedes Geschöpf mit freiem Willen versucht, seine Pläne umzusetzen, aber es gibt auch Widerstände, so daß es nicht einfach möglich ist.
Helmuth
Das hieße nämlich, dass jemand, der sich Gott dauerhaft widersetzen kann mehr Macht hätte als er und das ist unmöglich.
Für eine Zeit kann Satan seine Macht frei entfalten, du weißt ja selbst, wie es in der Welt aussieht bzw. ausgesehen hat. Das war zu einem großen Teil auch der Wille Satans und der Geschöpfe, die ihm nachfolgen. Dazu steht ja im Kapitel 12 der Offenbarung etwas und Gott hat seinen Weheruf dazu ausgesprochen.
Die Engel Gottes, die dem Herrn Jesus unterstellt sind 1 Petr 3,22 und der Wille der Menschen, die Satan widerstehen sollen Jak 4,7, sind die einzigen Kräfte, die etwas gegen Satan und seine Nachfolger tun können.
Helmuth
Aus dem Grund richtet Gott auch zu seiner Zeit oder er kann es mit dessen Tod sofort beenden. Für Satan wird es daher eines Tages auch das Ende geben, wenn Gott über alles endgültig richtet:
Off 20,10 hat geschrieben: Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier ist als auch der falsche Prophet; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Das wird am Schluß sein, wenn der Kampf vorbei ist und Satan seine Macht verloren hat.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Mi 15. Apr 2026, 13:16
Ich finde eine grundlegende, biblische Bedeutung von Allmacht in Jes 46,10
Dazu ist Allmacht jedenfalls nötig. Würde auch nur ein Bereich außerhalb der Kontrolle Gottes stehen, dann erklärte es sich von selbst, dass er darüber nicht mehr die Kontrolle hätte und sein prophetisches Wort nicht mit garantierter Verlässlichkeit zur Erfüllung bringen könnte. Das wäre nicht mein Gott.
Seine Pläne muß Gott umsetzen können, das ist schon klar.
Helmuth
Angenommen Satan stünde außerhalb seiner Kontrolle, was würde das bedeuten? Doch das, dass er tun und lassen könnte was er will, ohne dass Gott eingreifen könnte. Glaubst du das?
Ich hatte schon gesagt, der Herr Jesus muß mit seinen Engeln immer dagegen halten, wenn Satan etwas tun will, was ihm nicht gefällt. Es passieren trotzdem viele seiner Schandtaten und so manchen gottgefälligen Menschen hat Gott nur durch den Tod aus seiner mißlichen Lage befreit.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.