Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Verfasst: Mo 9. Mär 2026, 04:09
Die gleiche Wortwurzel bedeutet nicht zwingend, dass es einen Bedeutungszusammenhang gäbe, ansonsten sollte sich das in den damit verbunden anderen Formen zeigen, die sich aus einer Wurzel bilden lassen.luett-matten hat geschrieben: ↑So 8. Mär 2026, 15:57 "Mann" ist verwandt mit "mahnen" und "ahnen" im Sinne von "sich erinnern". Eben das bedeutet "sachar", "männlich" und "sich erinnern". "Weib" hat mit dem "weben", "Gewebe", dem "Umhüllenden" zu tun. Genau wie "n'kevah" etwas "Durchlöchertes", etwas um eine Höhlung herum, etwas "Umhüllendendes" meint.
In dem Fall lässt sich auch keine etymologische Verwandtschaft nachweisen, sondern es gibt eben zwei Bedeutungen. Ist halt so. Ich mache daraus kein MIrakel. Spekulationen gebe ich mich also nicht hin, das führt zu nichts. Dieses Herumdeuten mit verschiedenen Wörtern und Buchstaben ist Eisegese und kann abdriften in philosophisches oder esoterisches Denken.
Welchen geistigen bzw. geistlichen Zusammehang sollte es denn geben, biblisch gesehen? Sich zu erinnern ist Männersache und Löcher graben wäre Frauensache? Erkläre das der Ehefrau eines vergesslichen Mannes.
Ich wollte Abischai damit nur zeigen, dass Mann und männlich bzw. Weib und weiblich im Hebräischen nicht einmal aus ein und demsleben Grundwort (der Wurzel) gebildet werden, und hier gibt es aber sehr wohl eine Verwandtschaft, oder etwa nicht?
Sprache geht oft seltsame Wege.
Es gibt mehrere Wörter, die einen Mann oder das Männliche beschreiben. Wir haben "Adam" und "ish" und später kommen "Adon" und "Gwer" dazu. Adam ist auch eine allgemeine Bezeichnung für Mensch, also neutral und nicht geschlechtsspezifisch, weshalb es keine "Adamah" gibt, wiewohl es dieses feminine Wort gibt. Es bedeutet "Erde", woraus Adam gemacht wurde.
Die Männin "ishah" (Frau, Weib) hingegen wurde aus einer Rippe des Adam gebaut. Es hat aber das Wort Rippe (hebr. "zela") wieder nichts mit einer Frau oder der schlichten Tatsache ihrer Weiblichkeit zu tun.
Sprache halt.