Ziska hat geschrieben: ↑So 8. Mär 2026, 09:22
Ich hab mich bei dir dran gewöhnt und weiß, wie du es meinst…
Sei unbesorgt, ich spreche mit keiner Maiden so, ich verwende den Begriff nur dort, wo er angebracht ist und alles andere falsch wäre, bei Bibeltexten z.B.
Helmuth hat geschrieben: ↑So 8. Mär 2026, 08:59
Warum es aber zwischen Weib und Frau verschwommene Dinge geben soll, verstehe ich nicht. Und auch nicht warum eine Frau im Sinne von Herrin sofort auf eine Frau gedeutet werden soll, die sich die Herrschaft über Männer anmaßt.
Es geht mir um die Vollständigkeit der Begriffe, die sollten bekannt sein in ihrer ursprünglichen und zeitlos tiefen Bedeutung. Daher möchte ich nur noch kurz ergänzen, und dann kann der Exkurs vma. auch enden.
Es geht um die Paare in Wort und Bedeutung. Gott schuf den Menschen gepaart, "Mann und Weib" oder je nach ÜS "männlich und weiblich". Die Entsprechnung zu männlich ist weiblich, nicht anders. Die Entsprechung zu Mann ist Weib. Die Paarung Herr und Herrin sowie Herr und Frau sind auf gleicher Ebene, jeweils gehobener aber auf gleicher Ebene und sagen etwas über die Herrschaft aus, nicht über die Schöpfungsordnung. Gleiches gilt für König und Königin, Fürst und Fürstin, Arzt und Ärztin etc. Der erste Begriff ist organisch, grundlegend, alle weiteren sind funktional.
Ich bremse den ungezügelten Verfall unserer schönen Sprache gern gehörig aus, indem ich mich der unnötigen Modernisierung verweigere und die Begriffe nach wie vor so verwende, wie sie durchaus auch noch gebräuchlich sind, "Weib" ebenso.
Richtige "Kerle" werden sich niemals über den angeblichen Schimpf "Kerl" ärgern, sondern sie sind eben Kerle.
In meiner Heimatstadt gab es mal einen Modeladen mit dem Label "Kleider für Weiber". Die hatten dort ausgefallene und wirklich echt gute Sachen, ich habe mit einer meiner Töchter dort mal ein Kleid gefunden, was es anderswo nicht gab.
Das steht nur exemplarisch für andere schlichte Wortungenauigkeiten, die ich sehr bedauere, und die aber oft keine "Ansichtssache" sind, sondern schlicht falsch und zu entscheidenden Folgefehlern führen. Die Buchform der SLT2000 z.B. ist hundsmiserabel in 2 Punkten, die keine Versehen sind, sondern Schlampigkeit: in den Psalmen fand man es eine gute Idee, jede Zeile in Großbuchstaben zu beginnen, das ließt sich ganz schwer, weil man 2-3 mal nachlesen muß, zu welcherm Satz, zu welcher Aussage das Wort denn nun gehört, und das ist in der Bibel ohnehin oft schwer zu erkennen, wer sagt da nun genau was zu wem?
Zweitens interessierte man sich dort leider nicht für den Akkusativ und haut dann solche Sachen raus wie: "er folgte niemand", "es interessiert niemand". Da steht im Nominativ, was eindeutig im Akkusativ zu stehen hat!
Ich torkle da beim Lesen wie ein stotternder Motor, das ist echt ätzend.
Man kann
Sprach- und Übersetzungsschwierigkeiten auch künstlich erzeugen.