Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

SilverBullet
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von SilverBullet »

Johncom hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 04:59Von was soll Gott eigentlich retten?
Wenn man das Bild der Gottes-Gläubigen genau nimmt:
das göttliche Spielzeug "Mensch" soll von den schlechten Umständen, die Gott eingerichtet hat, von Gott gerettet werden.

Das hört sich natürlich nicht sonderlich vorteilhaft an, aber es ist ja auch nur das Bild, das sich die Gläubigen gebastelt haben, weil sie an eine bessere Zeit und die Unsterblichkeit glauben wollen.

(Info: der Name "Jesus" bedeutet "Gott hilft" bzw. "Gott rettet" - der Name selbst ist also schon konstruiert - überall bestehen die Texte aus Bildern)
oTp
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von oTp »

Johncom sagt:
Kinder zum Gehorsam erziehen. Angst machen vor furchtbarer Strafe, Höllenstrafe. Heute nennt man das schwarze Pädagogik. Eigentlich urkatholisch: den Braven den Himmel versprechen, den Selbstdenkern die Hölle. .
Angst machen vor furchtbarer Strafe, Höllenstrafe
Es geht auch anders: Vor den Folgen von Gottlosigkeit angemessen warnen. Das ist dann auf jeden Fall sinnvolle Pädagogik.
Kinder zum Gehorsam erziehen:
Wenn das falsch ist, zum Gehorsam zu Gott erziehen,
wie bringst du die Folgen der Sünde damit in Deckung, was Sundar Singh sagt, wo du doch dir lieber Nahtoderlebnisse und fernöstliche Gedanken statt Aussagen der Bibel anschaust.
Er beschreibt, was mit gottlosen Menschen nach dem Tod geschieht. Aber deine Aussage hier wirkt so, als könntest du das komplett ignorieren.

Und was ist das für eine Unterscheidung zwischen Selbstdenkern einerseits und den Braven ? Denn auch Selbstdenker, die aber richtig denken, können zu diesen Braven gehören.

Also für mich klingt das nach Rebellion oder Ablehnung, auch gegen Aussagen von Jesus.

Wovon reden wir ?
Die Sünde und ihr Wesen ist etwas, was man mit am Schwierigsten ergründen kann. Warum gibt es all das, was die Seele ins Verderben führt ? Gibt es eigentlich wirklich Getrenntsein von Gott ? Warum hat Gott das Böse erschaffen ? In der Antwort darauf kann man sich leicht irren und verirren. Und der Glaube an Gott und das, was Jesus sagt, dann im Zwiespalt der eigenen Vorstellungen zerrissen wird. Dass sogar Gott Vorwürfe gemacht werden und Satan vernünftig und sympathisch erscheint ( In einer Ausprägung die Soft-Satanisten, die einen angeblich gesunden Egoismus vertreten.)
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Sara Funkelstein
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von Sara Funkelstein »

Hiob hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 18:04 Theologisch bzw. geistlich steht "gut" für die Orientierung an Gott (alias an dem Alles in Einem, also dem dialektikfreien Raum) während "böse" für die Orientierung an etwas anderem als Gott steht.
"alias an dem Alles in Einem, also dem dialektikfreien Raum" <-- Wenn das "gut" bedeuten soll, gibt es kein "böse". Aus Gottes Sicht ist das so.
Ich als individueller Teil von Gott habe trotzdem meine eigene moralische Einschätzung von gut und böse.
Hiob hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 18:04 Die USA sehen im Iran ein Glied der Achse des Bösen, während der Iran die USA als "Großen Satan" bezeichnet.
Für mich sind beide inzwischen Schurkenstaaten.
Hiob hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 18:04Die Großeltern: "Nein - das ist bei uns nicht so gemeint. Die Aussage der Eltern gilt hier nicht". Damit erscheinen die Großeltern analog der Schlange, der die Kinder folgen, indem sie ins Zimmer eintreten (Analogie: Essen vom Baum)
Ok, ich finde, das ist was anderes. Weil die Oma die Kinder ja nicht dazu aufgefordert hat, trotzdem ins Schlafzimmer der Eltern zu gehen. Kinder müssen auch lernen, dass bei den Großeltern andere Regeln gelten als Zuhause.
Hiob hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 18:04 Das Problem: Wenn man Sünde in etwa gleichsetzt mit weltlichem Schuldbegriff, geht man in die Irre.
Deine Definition habe ich noch nicht verstanden. :?:
Hiob hat geschrieben: Fr 13. Mär 2026, 18:04 Das heißt NICHT, dass man deshalb ab morgen Banken überfallen, Rauschgift schmugggeln und Frauen vergewaltigen darf ("Macht ja nix - gehört ja zu mir").
Sofern einem die Konsequenzen das wert sind.

Johncom hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 04:59 Es macht mir einen urkomischen Eindruck, solche Sätze zu lesen:
1) Gott erschafft Menschen, darunter einige, die sich dann "gegen Jesus" entscheiden? 2) Er hätte das nicht verhindern können. Nun, so hat er sie erschaffen, dann war es wohl vorgesehen. 3) Ein allmächtiger Schöpfer, der vieles nicht verhindern kann? 4) Gott müsse also damit leben, dass ihm einiges gefällt, das andere nicht. 5) Gott könne niemanden erretten. Von was eigentlich. Alle Menschen sind biologisch sterblich. Von was soll Gott eigentlich retten?
Das sind sehr gute Fragen. :Herz2:
Ich weiß nicht, wie andere das sehen, aber ich wäre dir sehr dankbar, wenn dieser Thread nicht auch zu einem ewigen Hin und Her zwischen dir und opp abdriftet über Dinge, die nichts mit dem Thema hier zu tun haben. Ich schreibe das bewusst dir. Bitte, bitte nicht.
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.
Hiob
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von Hiob »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 17:28 Wenn das "gut" bedeuten soll, gibt es kein "böse". Aus Gottes Sicht ist das so.
Streng genommen ist Gott in seinem Wesen sogar jenseits von gut und böse.
Sara Funkelstein hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 17:28 Ich als individueller Teil von Gott habe trotzdem meine eigene moralische Einschätzung von gut und böse.
Natürlich. Dies dient einerseits säkular der Positionierung innerhalb der Gesellschaft, andererseits wird es geistlich´gemessen (von Gott) im Sinne von: "Ist Dein moralischer Kompass kompatibel mit dem Guten".
Sara Funkelstein hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 17:28 Weil die Oma die Kinder ja nicht dazu aufgefordert hat, trotzdem ins Schlafzimmer der Eltern zu gehen.
Doch. - "Jetzt hängt da nicht im Türrahmen rum und kommt rein".
Sara Funkelstein hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 17:28 Kinder müssen auch lernen, dass bei den Großeltern andere Regeln gelten als Zuhause.
Natürlich. - Insofern ist es ein anderer Kontext. Aber psychologisch haben sich die Enkel gefühlt wie Eva bei der Schlange.
Sara Funkelstein hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 17:28 Für mich sind beide inzwischen Schurkenstaaten.
Wobei der moralische Niedergang der USA tiefgreifender ist, weil Europa die USA immer als Verfechter der eigenen Werteordnung verstanden hat. Wenn Iran, Nordkorea oder China ihr eigenes Ding machen, ist das halt so. Aber wenn die USA ausschert, sieht das wie Verrat aus. Gilt übrigens auch für Israel.
oTp
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von oTp »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Sa 14. Mär 2026, 17:28 ch weiß nicht, wie andere das sehen, aber ich wäre dir sehr dankbar, wenn dieser Thread nicht auch zu einem ewigen Hin und Her zwischen dir und opp abdriftet über Dinge, die nichts mit dem Thema hier zu tun haben. Ich schreibe das bewusst dir. Bitte, bitte nicht.
Dir ist sicher klar, dass ich keinerlei Fragen an dich richte hier zum Thema ?
Weil ich gemerkt habe, mit dir nicht offen über deine Einstellungen diskutieren zu können. Keine Hinterfragung mit Antworten möglich. Das bringt dann gar nichts.

Auf ein sinnloses Hin und her mit dir verzichte ich dehalb gerne.

Warum sollte ich hier etwas schreiben. Auch wenn es mir wegen deiner zwiespältigen Antworten in den Fingern juckt.

Dann doch lieber wieder mit Johncom endlos diskutieren ? :)
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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