Du sollst deinen Gott lieben ....

Rund um Bibel und Glaube
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Lea
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Du sollst deinen Gott lieben ....

Beitrag von Lea »

.
.. mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.
5.Mose 6,5

...was bedeutet das für Dich :?:

Diese Frage beschäftigt mich schon mein ganzes Leben lang.
Ich bin aufgewachsen mit dem Anspruch, Gottes Forderungen zu erfüllen, IHM gehorsam zu sein, weil ER uns liebt. Der Anspruch wurde untermauert mit der Folgerung, wenn man das nicht befolgt, dass man dann von Gott verstoßen würde, nach dem Ableben auf der Erde.
Aber entspricht das dem Anspruch der Liebe?

Schon als Kind fiel es mir schwer, das Wort "Liebe" in einer Beziehung zu Menschen zu benutzen. Weil ich bei mir selbst viel mehr Eigennutzen finden konnte, als das, was in der Bibel unter "Liebe" vorgestellt wurde. Die extremste Beschreibung ist da ja in 1.Kor.13 zu finden. Bei einem Vergleich mit diesem Text war ich doch nur ein jämmerlicher Versager ... schon in der Beziehung zu Menschen, und erst recht bei dem Vergleich mit meiner Liebe zu Gott.

So stellt sich für mich immer wieder neu die Frage: wie kann ich Liebe leben, damit sie mein ganzes Sein (wie es in obigem Bibeltext geschildert wird) erfüllt, und der Forderung, Gott ganzheitlich zu lieben, gebührend standhalten kann?

Da ich denke, dass die Erfahrungen einzelner Glaubenden so unterschiedlich sind, wie es Menschen nun mal sind, möchte ich diese Frage mal gerne an Euch weitergeben.
Wie sehen Eure Gedanken und Erfahrungen, in Bezug auf die Liebe zu Gott (und den Menschen) aus :?:
Glauben (an Gott) funktioniert nicht, indem man "über" den Glauben redet, sondern indem man Glauben LEBT.
Sichtbar werden die Spuren indem sie hinführen zu Gott. Denn Gott findet man nur bei Gott selbst.
Aslan
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Re: Du sollst deinen Gott lieben ....

Beitrag von Aslan »

Lea hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 11:33 .
.. mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.
5.Mose 6,5

...was bedeutet das für Dich :?:
In erster Linie Gott und seinem Wort gegenüber Gehorsam zu sei.
Gott mehr zu fürchten als Menschen.
Oder anders ausgedrückt: Leben im Geist.
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd
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Johncom
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Re: Du sollst deinen Gott lieben ....

Beitrag von Johncom »

Aslan hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 17:04
Lea hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 11:33 .
.. mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.
5.Mose 6,5

...was bedeutet das für Dich :?:
In erster Linie Gott und seinem Wort gegenüber Gehorsam zu sei.
Gott mehr zu fürchten als Menschen.
Oder anders ausgedrückt: Leben im Geist.
Bei Fürchten und Gehorsam schrecke ich eher zurück.
Das hat mit der Zeitgeschichte zu tun, dem Kriegserlebnis meiner Eltern. Die ganze Kriegsmaschinerie war aufgebaut auf Fürchten und Gehorsam. Es war verpönt, frei zu denken. Es war verpönt, die Autorität zu bezweifeln. Jedenfalls öffentlich. Leben im Geist ist was anderes. Geistiges selbst erkennen macht frei, aber es braucht eigenen Mut und Vertrauen in den "guten" Gott. Wer den zornigen Gott fürchtet, wird vielleicht von Selbstzweifeln zerrissen.
„Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“
Ich bin mit Hermann Hesse groß geworden.
Hesse wuchs in einer Missionarsfamilie auf:

„Ich brauchte nur das ‚Du sollst‘ zu hören, so wendete sich alles in mir um, und ich wurde verstockt.“
Ging mir auch so, komme aus dem Evangelischem, bei uns war man nicht wirklich fromm aber kritisch und ohne Freude.
Hesse schuf sich eigene Gebote: „Du sollst dich nicht nach einer vollkommenen Lehre sehnen, sondern nach Vervollkommnung deiner selbst.“ Er war kein Atheist, auch kein Egoist. Hesse war gläubig und fromm, aber sehend. Für ihn will der vollkommene Gott keine Gehorsamen sondern Freiwillige.
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Lea
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Re: Du sollst deinen Gott lieben ....

Beitrag von Lea »

Aslan hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 17:04
Lea hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 11:33 .
.. mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.
5.Mose 6,5

...was bedeutet das für Dich :?:
In erster Linie Gott und seinem Wort gegenüber Gehorsam zu sei.
Gott mehr zu fürchten als Menschen.
Oder anders ausgedrückt: Leben im Geist.
In Bezug auf "Fürchten" und "Gehorsam" fällt es mir schwer, "Liebe" zu finden.

Wenn es um die Liebe zu Gott geht, würde ich eher auf "Vertrauen" setzen.

Da Menschen Liebe immer erst empfangen müssen, um fähig zu sein zu lieben, funktioniert die Liebe zu Gott nur, wenn ein Mensch erst einmal sein Herz öffnet, um die Liebe Gottes zu empfangen. So verstehe ich auch die Liebe, mit der Menschen Gott lieben können.

Gott zu lieben ist einem Wachstum unterworfen. Es beginnt, indem ein Mensch sein Herz öffnet um Gottes Liebe einzulassen. Und es wächst, indem er die Liebe annimmt und sich (er-)füllen lässt von dieser Liebe. Im Zuge des Wachstums kann die empfangene Liebe dann "überfließen" ... so dass Gottes Liebe im Umfeld wirken kann. Je mehr man empfängt, desto mehr kann auf die Umgebung wirken und auch mich verändern.

Gott zu lieben bedeutet dann einfach erst einmal, Gott Raum zu geben in mir - damit Gottes Liebe in und durch mich wirken kann.
Glauben (an Gott) funktioniert nicht, indem man "über" den Glauben redet, sondern indem man Glauben LEBT.
Sichtbar werden die Spuren indem sie hinführen zu Gott. Denn Gott findet man nur bei Gott selbst.
Ziska
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Re: Du sollst deinen Gott lieben ....

Beitrag von Ziska »

Der Mensch soll Gottesfurcht haben.
Hört sich krass an. Aber wenn man über diese gewaltige Schöpfung,
sei es der Makro-Kosmos oder der Mirkro-Kosmos nachdenkt, bekommt man wirklich Ehrfurcht vor dem Schöpfer.
Es geht nicht anders. Jedenfalls ist es bei mir so.
Wie ausgeklügelt alles funktioniert, durchdacht ist.

Die Menschen sehen in Farbe, können die verschiedensten Geschmacksrichtungen schmecken.
Zum Überleben könnten wir auch schwarzweiß sehen und ohne Geschmackssinn leben.

Es gibt Jahreszeiten mit ihren Besonderheiten.
Dann noch die verschiedenen Kreisläufe, die dazu dienen hier auf der Erde leben zu können.
Z.B. Wasserkreislauf, die Photosynthese… usw.

Jetzt könnte man noch den menschlichen Körper betrachten.
Wie alles aufeinander abgestimmt ist.

Man kann Jehova nur lieben!
Aus Liebe zu ihm möchte man ihn auch nicht enttäuschen.
Man will einfach nicht etwas tun, was ihn kränken würde.

Wir haben Ehrfurcht vor diesem allmächtigen Gott! :Herz2:
Liebe Grüße von Ziska

Was sagt die Bibel: Wer kommt in die Hölle?
Lebt der Teufel in der Hölle?

Neugierig? Biblische Antwort per PN!
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ProfDrVonUndZu
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Re: Du sollst deinen Gott lieben ....

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Karl Rahner soll gesagt haben: "Man kann Gott nicht am Menschen vorbei lieben."
Das entspräche dann auch 1. Johannes 3,17.
Es gab mal Zeiten, wo ich dachte, man könnte zurückgezogen als Eremit Gott in der Einöde dienen. Naja, vielleicht mehr als jemand, der aktiv destruktives Verhalten unter Menschen an den Tag legt ;)
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Lea
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Re: Du sollst deinen Gott lieben ....

Beitrag von Lea »

Ziska hat geschrieben: Di 18. Aug 2026, 10:59 Der Mensch soll Gottesfurcht haben.
Klingt (für mich) zunächst einmal wie ein Gesetz. So als müsse man sich erst "aufheizen" durch den Anblick der Schöpfung. Ist das dann Liebe zu Gott?
Ziska hat geschrieben: Di 18. Aug 2026, 10:59 ....wenn man über diese gewaltige Schöpfung, sei es der Makro-Kosmos oder der Mirkro-Kosmos nachdenkt, bekommt man wirklich Ehrfurcht vor dem Schöpfer.
Dazu fällt mir der Psalm 8 ein...
Vers 4:
Wenn ich sehe den Himmel, deiner Hände Werk ....
...es gibt mehrere Musikstücke, die diesen Psalm verkündigen. Und Musik ist auch eine Art des Ausdrucks von Ehrfurcht.
Ziska hat geschrieben: Di 18. Aug 2026, 10:59 Man kann Jehova nur lieben!
Das kleine Wörtchen "kann" macht aber (für mich) einen großen Unterschied zu dem "soll" oben.

Erst einmal muss man "sehen" und sein Herz für diese Zeichen der Liebe Gottes öffnen. Erst dann kann die Liebe wirken, wenn sie mit Gottes Liebe gefüllt wird.

Das ist es, worüber ich schon lange nachdenke und mich immer wieder neu frage:
Zeigen meine Taten und meine Worte wirklich Liebe zu Gott - oder mache ich das, weil ich denke, ich muss es tun, wenn ich von Gott angenommen werden möchte (Eigennutz) :?:
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oTp
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Re: Du sollst deinen Gott lieben ....

Beitrag von oTp »

Lea hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 11:33 Schon als Kind fiel es mir schwer, das Wort "Liebe" in einer Beziehung zu Menschen zu benutzen. Weil ich bei mir selbst viel mehr Eigennutzen finden konnte, als das, was in der Bibel unter "Liebe" vorgestellt wurde.
Das ist ein Problem, wenn man feststellt, dass man "eigentlich" zu wenig liebt.
Im schlechesten Extremfall findet man keinen inneren Frieden, weil man meint, nicht genug liebevoll zu handeln und gerät möglicherweise in einen Dauerstress.

Wenn ich solche Gedanken habe, dann erinnere ich mich daran, dass ich die Liebe zu Gott und den Mitmenschen ja erst lernen muss. Das geht nicht von heute auf morgen.
Immerhin kann ich damit ernsthaft und verantwortungsvoll umgehen, mich bemühen.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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Oleander
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Re: Du sollst deinen Gott lieben ....

Beitrag von Oleander »

oTp hat geschrieben: Di 18. Aug 2026, 13:40 ... dass ich die Liebe zu Gott und den Mitmenschen ja erst lernen muss.
Mir fiel spontan dazu ein Gedanke ein:
Wie ist es bei einem Liebespaar(zukünftiges Ehepaar)
Da sagt man ja oft, die Liebe muss "wachsen".
Aber wodurch wächst sie?

Ich denke, niemand würde da sagen: Wenn du mich (wirklich) liebst, hälst du (meine)Gebote...
Oder: Du musst mich lieben, sonst....
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...
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Oleander
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Re: Du sollst deinen Gott lieben ....

Beitrag von Oleander »

Johncom hat geschrieben: Di 18. Aug 2026, 04:09 Bei Fürchten und Gehorsam schrecke ich eher zurück.
Das erinnert mich an meine Kindheit.
Angst vor Strafen, ne, dann lieber "gehorchen".
Und ja es kam auch mal vor, dass ich einen Elternteil deswegen hasste, manchmal -> weil ich mich ungerecht behandelt fühlte...oder unverstanden.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...
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