Da steigt Mose auf den Berg und Gott gibt ihm die 2 Tafeln, von Gott hergestellt und beschriftet, eingeritzt in Stein, und Mose „trägt“ sie zum Volk hinunter.
Dort zerbricht er sie, aus Zorn, weil diese Worte Gottes, die Weisungen Gottes nicht zu diesem Volk passten, welche da dieses Kalb gemacht hatten.
Nachdem diese Sünde beseitigt wurde (ganz ohne Blutopfer!!!) und der Ewige ihnen verziehen hatte (er wollte ja das Volk auslöschen) musste muss Mose selber nochmals 2 Steine behauen und hinauftragen, wo Gott wiederum die gleichen Gebote auf die Tafeln schrieb.
Ebenso unter wies Gott Mose in allen Dingen, wie das Erste sowie auch dieses zweite Mal.
Dass Gott vergeben hatte, das Volk annahm, zeigt sich durch diese zweiten Tafeln.
An der ganzen Lehre hat Gott nichts geändert, denn es ist Seine Lehre, woran es nichts zu ändern, zu verbessern gibt. Es beinhaltet das gleiche wie bei den ersten Tafeln.
Und deshalb gibt es keinerlei Grund, keine Rechtfertigung der chr. Lehre, ebenso der Lehre des Paulus, dass der Ewige nun dieses Gesetz in dem Sinn geändert haben soll, dass es „erfüllt sei“ und somit etwas neues, ein anderes Heil, ein anderer Weg, eine neue Lehre die Gotteslehre ersetzen soll.
Nun kann man den Gedanken noch etwas weiter ausführen:
Die Ersten Tafeln wurden von Gott gemacht und von Ihm beschreiben. Da steht dann, dass die Tafeln über den Händen von Mose waren (nicht: in den Händen; also dass er sie nicht wirklich getragen hatte), und Mose sie aber aus Zorn ergriff (wenn er sie schon in den Händen gehabt hätte, müsste er sie ja nicht noch ergreifen) und auf den Boden warf.
Der Zorn richtete sich nicht gegen das Kalb, sondern dass das, was Mose in den Händen hielt, nicht zur Gesinnung des Volkes passte. Diese Tafeln waren eher eine „einseitige“ Angelegenheit.
Die zweiten Tafeln musste Mose selber machen: Also der Mensch muss auch etwas dazutun, damit Gott seine Weisungen draufschreibt. Und zwar soll der Mensch ein leeres Papier geben, das Herz von fremden freimachen, nicht schon Gott vorschreiben wollen, wie Er sein soll, sondern die Lehre Gottes ins Herz schreiben, es ans Herz Binden usw...:
Spr 3,3 Güte und Wahrheit mögen dich nicht verlassen; binde sie um deinen Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens;
(Spr 7,3)
5.Mo 10,12 Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, als nur, den HERR, deinen Gott, zu fürchten, auf allen seinen Wegen zu wandeln und ihn zu lieben, und dem HERRN, deinem Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele,
Oder chassidisch:
5. Mose 10,1 („Hau dir zwei steinerne Tafeln zurecht“ – hebräisch: פְּסָל־לְךָ Psaol lecha):
Die Rebbes sagten: „Psaol lecha“ kann man im Hebräischen auch lesen als: „Hau dich selbst zurecht!“
Es ist also ein an sich selber arbeiten, nichts weiter will Gott
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.