oTp hat geschrieben: ↑Fr 19. Jun 2026, 06:11
Deshalb mag ich das Gerede von der Gottgleichheit nicht.
Und Vergleiche ich Steiner damit, mit Nahtoderlebnissen, sehe ich kaum was Konkretes bei ihm. Statt dessen nur Gerede von der jenseitigen Welt. Ist denn der Himnel so uninteressant, oder, wie ich glaube, hatte er keine Ahnung ?
Jedenfalls ist da viel Phantasie über Erkenntnis höherer Welten.
Die Bibel nach Luther:
Das Reich Gottes kommt nicht mit äusserlichen Gebärden; man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch. (Lk.17:20-21)
Wer auch immer versucht etwas zu beschreiben, was er gesehen hat, auch ein Sundar, wird meistens nur verstanden von denen, die auch sehen, zumindest einen Hauch gesehen haben. Oder gefühlt. Aber nichts kann konkret verstanden werden, außer dass man innere Sinne braucht, und mit denen sind wir jetzt schon mit der geistigen Welt verbunden. Zunächst erkennt man das Geistige hier in dieser Welt, in diesem persönlichen Leben. Jenseits und Diesseits sind nur scheinbar getrennt. Wenn man aus dem diesseitigen Denken nicht rauskommt, dennoch glauben will, dann helfen die kirchlichen Definitionen, die eigene Sehnsucht nach einem Paradies zu überbrücken und bieten einen Glauben, der irgendwie "konkret" scheint, zB dass die zeitliche und räumliche Welt (die wir hier wahrnehmen) ein Ende hat, und die braven Gläubigen werden auserwählt.
Steiner, die Yogis, die Mystiker, auch Sundar widersprechen einander kaum. Sicher findet man Begründungen, wie bei Sundar, warum er den christlichen Weg geht. Steiner begründete, warum er die Theosophie verlassen hat. Aber sie alle haben keine Mission, andere Lehrer schlecht zu reden. Überhaupt ist schlecht reden Zeitvergeudung. Jede ernsthafte Lehre weist auf eines hin: Das Reich Gottes ist inwendig in euch! Von da draußen kommt nichts, auch vom Himmel kommt nichts, außer man öffnet sein Herz, und im christlichen Sinn geht das über Bereuen und Demut. Auch Steiner, von dem ich nicht viel gelesen habe, schreibt, ohne Demut kann man "das Geheime" nicht erkennen. Mit geheim ist gemeint, das was "innen" ist.
Dem Dogmen-Christ fehlt oft das Vertrauen, er vermutet "Dämonen" überall, vielleicht ist er selbst dämonisch belastet und das Sündhafte hält ihn fest? Die Religion kennen Wege, aus dem Schlimmsten herauszukommen: Fasten und beten! Wenig Konsum, wenig Ablenkung. Den eigenen Geist auf das Göttliche ausrichten.
Ist der Himmel uninteressant? Ja, kann man sagen in dem Sinne, dass es erst gilt, im Alltäglichen aufzuräumen, "rein" zu werden. Alles beginnt hier im Erdenleben, also weniger sündigen, dafür aber Gutes tun, sich bereitmachen, überhaupt hineinschauen zu dürfen. Und das ohne Stolz.