Die Entstehung des AT

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Zippo
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Re: Die Entstehung des AT

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Do 18. Jun 2026, 11:15
Zippo hat geschrieben: Do 18. Jun 2026, 09:41 Gibt es dafür Belege ?
Noah lebte nach der Flut noch 350 Jahre und wurde 950 Jahre alt. Abram wurde schon früher geboren, als Noah ca. 890-892 Jahre alt war. Das kannst du aus den Angaben der Chroniken der Genesis errechnen. Mach's via KI, die rechnet dir das schneller aus.

Weiters kannte Noah in jüngeren Jahren noch die dritte Generation Adams Enosh, ehe die Flut alles wegraffte und nur er mit seiner Familie überlebt hatte. Als Enosh starb, war Noah schon 84 Jahre alt, das ist fast ein Jahrhundert.

So war Enosh ein Zeitzeuge für den Brudermord an Kain. Solche Dinge erzählt man sich wohl innerhalb einer Familie, und ich meine auch, in den Dingen erzählt man sich keine Ammenmärchen, zumal Männer Gottes an der Wahrheit interessiert sind, auch wenn sie unschön ist.

Das zeigt, dass mündliche Überlieferung damals einen völlig anderen Stellenwert hatte, da man sich als eine Familie verstanden hatte, jedenfalls die Linie über Sem zu Abraham. Noah war damit zumindest meiner Auffassung nach eine Drehscheibe der Geschchtsschreibung, wer immer die Geschehnisse letztlich niedergeschrieben hatte.

Das hängt mit der langen Lebenszeit der damailgen Menschen vor der Flut zusammen, die eine solche familiäre Bindung ermöglicht. Nach Noah war sie auch noch hoch, ging aber von Generation zu Generation zurück.

Wenn man diese Zahlen nicht als Märchen abtut, sondern ihnen historische Zuverlässigkeit beimisst, was ich heute sogar mit Überzeugung tue, dann ergibt das eine andere Perspektive, die man mit späteren Verhältnissen nicht vergleichen kann.
Trotzdem war die Entstehung des AT keine mündliche Überlieferung. Das würde biblische Berichte zur Legende erniedrigen. Die ersten Kapitel von Kain bis hin zu Abraham, sind alle in der dritten Person.
Um alle diese Jahreszahlen richtig zu notieren, braucht es die Inspiration Gottes. Sprache war da, aber Schrift wohl noch nicht. Also bleibt die Vermutung, daß Mose und seine Mitarbeiter für das 1 Buch Mose verantwortlich sind und daß sie dabei von Gottes Heiligem Geist inspiriert waren.

Helmuth
Zippo hat geschrieben: Do 18. Jun 2026, 09:41 Es gab Sem, Ham und Japhet und das gab dann die 3 großen Sprachfamilien ?
Das bestätigt auch die moderne Sprachwissenschaft. Aus Sem gingen die semitischen Sprachen hervor, aus Ham die hamitischen, die heute afrikanischen, und aus Japhet entwickelten sich alle anderen, die unsere drei großen Familien Europas beinhalten.

Die drei für uns relevanten Sprachen sind die germanischen, romanischen und slawischen Sprachgruppen, die heute in Europa. Amerika und Teile Asiens gesprochen werden. Für deren Historie ist aber nicht die Bible allein zuständig. Diese konzentriert sich auf die Linie Sem bis hin zu Jesus.

Für deren Entwicklung ist allein die Bibel ein Zeugns für ihre anfängliche Entstehung. Ich kenne da kein anderes. So muss sich die Forschung meiner Meinung nach daran auch messen und nicht umgekehrt. Die Bibel war noch nie ernsthaft auf dem Prüfstand.

Klarerweise versuchen Atheisten das zwar immer wieder, aber es bestätigte sich dann ihre historische Zuverlässigkeit anhand vieler archäologischenr Funde. Diese kann man dann nicht wegerklären.
Bis Noah hatte die Menschheit einerlei Zunge, also die gleiche Sprache. 1 Mo 11,1 Dann hat Gott die Sprache verwirrt, das keiner mehr den anderen verstanden hat. 1 Mo 11,7
Ich gehe auch davon aus , daß es sich hier zunächst einmal nicht um einen Prozess gehandelt hat, hier war Gott mit seinen himmlischen Heerscharen am Werk.
Das ist das Zeugnis der Bibel. Abraham ging zunächst nach Ur, später nach Haran. Von dort bekam er dann den Befehl Gottes, in das Land Kanaan zu reisen.
Hier bewegt sich alles im semitischen Sprachraum, das sind die Nachfahren Sems, die wahrscheinlich auch eine Art mündliche Überlieferung kannten, aber das ist nicht mit der Bibel vergleichbar. Obwohl die Tontafeln, die aus dieser Zeit von der Sintflut berichten, man nennt es Gilgamesch Epos, älter sind, wie die ältesten Funde des 1 Buch Mose.
Die Wahrheit kommt aus den Schriften des AT, wurde aber erst zu Mose Zeiten von Gott inspirierten Menschen aufgeschrieben. Vieles hat Mose geschrieben, er sprach ja mit Gott, wie ein Mann mit seinem Freunde redet.
Und Gott hat ihm viele Geheimnisse anvertraut, die er dann unter der Leitung des Heiligen Geistes aufschrieb.
[2. Mo 33,9-11] Und wenn Mose in die Hütte kam, so kam die Wolkensäule hernieder und stand in der Hütte Tür und redete mit Mose. Und alles Volk sah die Wolkensäule in der Hütte Tür stehen, und standen auf und neigten sich, ein jeglicher in seiner Hütte Tür. Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Und wenn er wiederkehrte zum Lager, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Jüngling, nicht aus der Hütte.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Die Entstehung des AT

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Fr 19. Jun 2026, 09:23 Trotzdem war die Entstehung des AT keine mündliche Überlieferung. Das würde biblische Berichte zur Legende erniedrigen. Die ersten Kapitel von Kain bis hin zu Abraham, sind alle in der dritten Person.
Das ist richtig, aber ich denke, das wurde ausfürlich diskutiert. Jeder Beitragende hat eingebracht wie er das mögliche Zustandekommen der Genesis beurteilt. Unterschiedliche Meinungen wird es weiter geben, weil auch die Beweislast zu dünn ist.

Umso mehr trage ich dem innerbiblischen Befund Rechnung, der das innere Zeugnis in uns duch den Heiligen Geist auf die Zuverlässigkeit Gottes bestätigt, da ich unmöglich annehme, dass uns Gott eine völlig falsche Überlieferung zumutet. Das ist also Glaubenssache im Sinn des Vertrauens.
Zippo hat geschrieben: Fr 19. Jun 2026, 09:23 Die Wahrheit kommt aus den Schriften des AT, wurde aber erst zu Mose Zeiten von Gott inspirierten Menschen aufgeschrieben.
Das ist die dogmatische Erklärung mangels besseren Wissens. Ich teile sie nicht und bespreche sie auch nicht. Lies bitte nochmals meinen Eingangspost.

Was kann ich aber dazu sagen? Das Wesen der Schrift ist schon älter als Abraham. Was spricht dagegen, dass es nicht nur eine mündliche Weitergabe gegeben hat, sondern innerhalb der Heilslinie auch schrifltich tradiert wurde? Eigentlich nichts, es müsste also erst nachgewiesen werden, dass dem definitiv nicht so war.

Ich sage aber, Menschen mit einem hohen Interesse an Gott, das ja auf Liebe beruht wollen das Eingreifen Gottes in die Geschichte auch den Kindern weitergeben, um es zu bewahren, da es für sie ja mehr als nur eine 0815-Lebenserfahrung war. War man schriftkundig, wäre das der beste Weg. So ordnete es jedenfalls Mose später auch an:
5. Mose 31:11 hat geschrieben: Wenn ganz Israel kommt, um vor JHWH, deinem Gott, zu erscheinen an dem Ort, den er erwählen wird, sollst du dieses Gesetz vor ganz Israel lesen, vor ihren Ohren.
Dazu bringe ich auch einen psychologische Faktor, wie Gott uns gemacht hatte. Sieh dir an mit welchem Interesse und Aufwand manche ihre Familienchronik dokumentieren, dazu Tausende von Fotos. Dabei hat das meiste nicht einmal irgendeine Bedeutung für Gott, da auch geschrieben steht:
1. Johannes 2:17 hat geschrieben: Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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