Muslim und Christ

Judentum, Islam, Hinduismus, Brahmanismus, Buddhismus,
west-östliche Weisheitslehre
Sara Funkelstein
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Re: Muslim und Christ

Beitrag von Sara Funkelstein »

Philippus hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 23:28 Jetzt hast Du mich aber eiskalt erwischt, ich beziehe mich hier auf ein drittes Buch: Christentum und Islam, diesmal mit ISBN Nummer: 978-954-642-842-4, erste Auflage Dezember 2016, dort heißt es auf Seite25:

Die Bibel sagt, dass Gott den Engel Gabriel gesandt hat, um uns zu verkünden, das Gottes Sohn geboren wird. Unklar bleibt, warum Gott etwa 600 Jahre später den Engel Gabriel wieder schicken musste, um den Koran an Mohammed zu übergeben.
Aber das wird doch gar nicht behauptet und ich sehe auch nicht zwingend einen Widerspruch. Der Engel Gabriel soll dem Propheten den Quran über einen Zeitraum von 23 Jahren diktiert haben. Da wurde kein fertiges Buch übergeben.
Mohammed selbst soll früher lokale religiöse Traditionen praktiziert haben. Bspw. der Göttin al-ʿUzzā geopfert haben; diese war die altarabische Göttin des Morgensterns Venus. Es gibt genau in dem Zusammenhang auch "satanische Verse" im Quran, die von Iblis inspiriert sein sollen.

Warum soll Gott nach dem Christentum nicht noch eine weitere Religion inspirieren?
Philippus hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 23:28 Leider hat er die Koranstelle dazu nicht angegeben, ich hatte mir eine eigene Koran- Konkordanz gemacht, wo aber ebenfalls das Wort "Gabriel" nicht vorkommt.
Wie wäre es damit:
:arrow: https://quran.com/

Ich habe sowohl "Gabriel" als auch "Jibril" eingegeben und bekomme dieselben Stellen angezeigt.
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.

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Philippus
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Re: Muslim und Christ

Beitrag von Philippus »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Mo 15. Jun 2026, 16:29
Wie wäre es damit:
:arrow: https://quran.com/

Ich habe sowohl "Gabriel" als auch "Jibril" eingegeben und bekomme dieselben Stellen angezeigt.


Also Sure 66,4. Da haben wir es ja, obwohl in meiner Koran Übersetzung (von Rudi Paret) kommt das Wort "Gabriel " gar nicht so oft vor wie diese Konkordanz vermuten lässt, die sind schon ein wenig holprig diese Koran Übersetzungen, aber was wir machen ist ja eh illegal, der Koran darf nur in arabischer Sprache gelesen werden.

Jedenfalls haben wir jetzt ja eine Koranexpertin unter uns, aber bist Du jetzt eigentlich Christin oder Muslima?
Rupert Huebelbauer
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Re: Muslim und Christ

Beitrag von Rupert Huebelbauer »

Ich möchte hier einen meiner Lieblingsverse 2,62 aus dem Koran zitieren, der – wenn es um das Reich Gottes auf Erden geht – am Jüngsten Tag auf religiöser und politischer Ebene bedeutungsvoll sein wird.

Diejenigen, die glauben (Muslime), und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und Sabier, all die, die an Gott und an den Jüngsten Tag glauben - und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten - und sie werden nicht traurig sein.

Diese Gedanken Mohammeds müssen ihm wichtig gewesen sein, weil in Sure 5,69 findet man den gleichen Gedankengang etwas verkürzt nochmals.

@Philippus, auf deine Frage im anderen Thread: ob Jesus links oder rechts war und welche Partei er heute wählen würde, bekamst du schon eine gute Antwort, nämlich, er wäre Parteilos. Und vorausgesetzt, der erste Menschensohn ist ein Freund der Demokratie, wovon ich ausgehen mag, würde er, aus welcher Partei und in welchen Land auch immer, den Kandidaten wählen, den er am Besten für ein so verantwortungsvolles Amt geeignet hält. Auf das politische Programm würde er natürlich auch schauen und wenn dabei unter anderem die Armen, Witwen und Weisen – welche allen Propheten von Moses bis Mohammed enorm wichtig waren - nicht vernachlässigt werden, na dann…..
Was aber wahrscheinlicher wäre, er könnte selbst kandidieren und sich demokratisch als König - Präsident auf Zeit wählen lassen. In Deutschland wäre das schwieriger, weil der Präsident bis jetzt nicht vom Volk gewählt werden darf.

Kurz noch zu Jesus, ich würde sagen, themenabhängig war er damals links und rechts. Als er z. B. den heute noch gültigen und grandiosen Satz sagte: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“, war Jesus mehr links, weil er eben den Strafvollzug, den Moses neben den Gesetzen gleich mit eingeführt hat, aufgeweicht hat. Er hat also den Vollzug aufgeweicht, aber nie und nimmer die Gesetze. Die bleiben auch im Reich Gottes auf Erden gültig, solange eben die Menschen hier auf diesen wunderschönen Planeten Erde leben dürfen. Ach ja, obwohl ich zarte Sprossen sehe, das Reich Gottes auf Erden ist noch lange nicht fertig.


PS: Weil ich das gerade gelesen habe: Wie die Bibel wurde der Koran in viele Sprachen übersetzt. Z. B. in der Türkei wurde der arabische Koran für das normale Volk ins Türkische übersetzt. Aber du hast insofern recht, dass die muslimischen Gelehrten und Prediger in den Koranschulen die arabische Sprache erlernen müssen, weil man angeblich so den Koran besser versteht. Das ist ungefähr das Gleiche als man noch vor 60 - 70 Jahren in katholischen Kirchen die Messe in Latein gelesen hat. Und ohne viel zu verstehen saßen die Gläubigen in der Kirche.
oTp
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Re: Muslim und Christ

Beitrag von oTp »

Diejenigen, die glauben (Muslime), und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und Sabier, all die, die an Gott und an den Jüngsten Tag glauben - und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten - und sie werden nicht traurig sein.
Da sagt also der Koran Versöhnliches ?
...und Gutes tun: Das ist entscheidend.

Aber besonders wichtig finde ich, dass die Gerechten aller drei Religionen gerettet sein sollen. Das schützt vor hochnäsigem Elitedenken.
Nun, ich habe auch rechtschaffene Hindus erlebt, und wäre traurig, wenn die verloren gehen.

Man kann ja im Koran die "Perlen" sammeln. "Prüfet alles und behaltet das Gute" steht in der Bibel.

Aber man sieht auch, dass sich Juden, Christen und Muslime nicht wirklich einig werden können. Da würde nur Wohlwollen und Toleranz etwas ändern.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Philippus
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Re: Muslim und Christ

Beitrag von Philippus »

oTp hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 09:10

Aber man sieht auch, dass sich Juden, Christen und Muslime nicht wirklich einig werden können. Da würde nur Wohlwollen und Toleranz etwas ändern.


Könnte man das aber nicht auch gerade genau umgekehrt sehen? .....das erste christliche Gebot lautet ....
Ich bin der HERR, Dein Gott
Du sollst nicht andere Götter haben neben mir...

Der Teufel kennt dieses Gebot auch, und der ist tausendmal schlauer als wir alle zusammen...
er denkt sich nun.... pah, dieses Gebot werde ich ganz einfach aushebeln, das Zauberwort dazu heißt "Toleranz"

Und so beten wir bis heute alle möglichen anderen Götter an: die Beatles haben uns den Hinduismus gebracht (Hare Krishna, durch George Harrison)
der Buddhismus wurde dadurch seit den 70ern und alle möglichen Meditationszentren in unseren Städten äußerst populär,
jetzt kommt gerade seit dem 11.September 2001 der Islamismus in unsere Städte und auch schon in die Politik hinein.
Kurz nach 2001 wurde vom evangelischen Dekanat in unserer Nähe ein Mann bezahlt und speziell geschult, der dann reihum in die Gemeindehäuser ging
und dort Vorträge hielt mit der Botschaft: Leute, regt euch nicht auf über den Islam, die gute Botschaft dabei ist doch:.....Jesus Christus kommt im Koran genauso vor wie in der Bibel...

Eine glatte Lüge und Falsch Aussage, Er kommt im Koran eben nicht so vor wie in der Bibel, Er kommt zwar vor, aber Er wurde dort nicht gekreuzigt und ist also auch nicht von den Toten wieder auferstanden.
Was der Koran genau so wie de Bibel sagt: Jesus wird eines Tages wieder zurück auf die Erde kommen ..... aber hauptsächlich nur um es nachzuholen zu heiraten und dann zu sterben wie jeder andere auch...
Zuletzt geändert von Philippus am Di 16. Jun 2026, 21:38, insgesamt 1-mal geändert.
Philippus
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Re: Muslim und Christ

Beitrag von Philippus »

oTp hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 09:10

Da sagt also der Koran Versöhnliches ?
...und Gutes tun: Das ist entscheidend.



Wenn man den Koran mit der Bibel "verheiraten" wollte, dann wäre es genauso als wenn man Adolf Hitler und Mahatma Gandhi verheiraten wollte:
Beide wollten doch nur Gutes für ihr Volk, oder?
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Johncom
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Re: Muslim und Christ

Beitrag von Johncom »

Philippus hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 21:37 Wenn man den Koran mit der Bibel "verheiraten" wollte, dann wäre es genauso als wenn man Adolf Hitler und Mahatma Gandhi verheiraten wollte:
Beide wollten doch nur Gutes für ihr Volk, oder?
Übrigens, was hier wenige wissen: Gandhi und das damalige Indien waren Hitler sehr verbunden, der das britischen Weltreich bekämpfte. Am Ende sogar mit Erfolg.

Nein, man kann den Islam nicht mit dem Bibel-Christentum verheiraten. Will hier doch keiner. Aber man kann jeder Weltreligion wie jeder Mini-Religion mit Respekt begegnen. Man muss sie nicht "vermischen", das geht auch gar nicht.

Obwohl? Für Menschen, die mystisch unterwegs sind, gibt es kein Problem, sogar selbst an einem Sufi-Tanz teilzunehmen. Man muss sowas nicht propagieren. Wer das Interesse hat, wer in seinem Glauben felsenfest zuhause ist, der kann jedem friedliebendem Andersgläubigen auf Augenhöhe begegnen.

Was in dieser Zeit läuft ist eine Tragödie. Es wird die islamische Welt angegriffen, ein Land nach dem anderen, damit der nahe Osten ein Konfliktherd bleibt. Der 11. September was Fake, ein Anschlag unter falscher Flagge, offenbar die Zusammenarbeit mehrerer Geheimdienste. Der frühere SPD-Minister Andreas von Bülow hatte mal Zutritt zur CIA Zentrale. Lange vorher, aber nach dem 9-11 Vorfall seine Schlüsse gezogen und darüber geschrieben. 7 Länder waren den USA befohlen, anzugreifen. Wesley Clark, früherer General machte es 2007 öffentlich. Das letzte der 7 Länder auf der Liste ist der Iran.

Dass es seit langem diese willkommene Masseneinwanderung aus islamischen Kulturen gibt, sehe ich auch sehr kritisch. Aber diese Menschen kommen auch weil man sie lockt nachdem Irak, Afghanistan, Syrien, Libyen usw von NATO und Israel destabilisiert wurden. Jeder Muslim fühlt sich eigentlich zuhause wohl, da ist alles Halal, das gibt es schönere Moscheen. Aber was tun, wenn das Land zerstört wurde? Wenn Länder wie die Merkel-BRD locken: kommt doch zu uns?
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Johncom
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Re: Muslim und Christ

Beitrag von Johncom »

Philippus hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 21:31 Und so beten wir bis heute alle möglichen anderen Götter an: die Beatles haben uns den Hinduismus gebracht (Hare Krishna, durch George Harrison)
der Buddhismus wurde dadurch seit den 70ern und alle möglichen Meditationszentren in unseren Städten äußerst populär
Und ernsthaft spirituell suchende Christen haben Zen-Meditation in Japan studiert, schon vor 100 Jahren, kamen als "Meister" zurück und inspirierten die Meditationspraxis in christlichen Klöstern. Meditation betet keine "anderen Götter" an sondern vertieft das Selbstverständnis: was in mir ist das Sündige, was sucht Erlösung.

Es gab immer schon das Lernen von den anderen: Meister Eckhart war literarisch vertraut mit der islamischen Mystik. Von Goethe ein Zitat: „Ich suchte in der Geschichte nach einem Menschen als Vorbild, da fand ich den arabischen Propheten Muhammad.“

Irgendwie kann man auch akzeptieren, dass die Welt rund ist. Die Germanen hatten ihren Wodan (?) ... jedenfalls ein heidnisches Pantheon, die Griechen, Römer ein ähnliches. Auch der alt-jüdische Jahwe war ein fremder Gott, das Christentum war den Menschen hier fremd. Die Gottesbilder in allen Zeiten haben sich geändert, aber auch der jüdische Gott lies Moses sagen: macht euch kein Bild.
oTp
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Re: Muslim und Christ

Beitrag von oTp »

Philippus hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 21:37
oTp hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 09:10

Da sagt also der Koran Versöhnliches ?
...und Gutes tun: Das ist entscheidend.



Wenn man den Koran mit der Bibel "verheiraten" wollte, dann wäre es genauso als wenn man Adolf Hitler und Mahatma Gandhi verheiraten wollte:
Beide wollten doch nur Gutes für ihr Volk, oder?
Wenn ich mir den Iran anschaue, ist das die Spitze. Ein Gottesstaat. Ich denke, sowas lässt sich sowieso nicht verwirklichen. Im Iran ist es jedenfalls eine islamische totalitäre Diktatur.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Rupert Huebelbauer
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Re: Muslim und Christ

Beitrag von Rupert Huebelbauer »

oTp hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 09:10
Diejenigen, die glauben (Muslime), und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und Sabier, all die, die an Gott und an den Jüngsten Tag glauben - und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten - und sie werden nicht traurig sein.
Da sagt also der Koran Versöhnliches ?
...und Gutes tun: Das ist entscheidend.

Aber besonders wichtig finde ich, dass die Gerechten aller drei Religionen gerettet sein sollen. Das schützt vor hochnäsigem Elitedenken.
Nun, ich habe auch rechtschaffene Hindus erlebt, und wäre traurig, wenn die verloren gehen.

Man kann ja im Koran die "Perlen" sammeln. "Prüfet alles und behaltet das Gute" steht in der Bibel.

Aber man sieht auch, dass sich Juden, Christen und Muslime nicht wirklich einig werden können. Da würde nur Wohlwollen und Toleranz etwas ändern.
Ja, das würde es brauchen. Derzeit herrscht Krieg im Nahen Osten und in der Ukraine…… was soll man dazu sagen. Jesus hat gemeint: „Fürchtet euch nicht, das muss geschehen.“ Bleibt uns also nur zu hoffen, dass sich die 3 monotheistischen Religionen mit Wohlwollen und Toleranz irgendwann annähern. Glaube aber, ohne den leibhaftigen Menschensohn, wie alle Propheten es auch waren, wird das nicht so leicht umsetzbar sein.

Auf meinen längeren Reisen in den 80er Jahren in Indien, Sri Lanka und Nepal habe auch ich, so wie du, rechtschaffene Hindus wie auch Buddhisten kennengelernt. Und vielleicht ist dir auch aufgefallen, nämlich wenn die Inder ihre Tempel besuchen, mit welcher Demut sie ihre Götter verehren und wenn sie dann für ihre Götter Blumengirlanden mitbringen und was zum essen, das dann die Affen fressen :mrgreen:, so fand ich das irgendwie sympathisch und gleichzeitig skurril. Aber egal, irgendwann später dachte ich, besser Demut als keine Demut.
Wenn sich die rechtschaffene Hindus und Buddhisten…. an ihre ethischen Normen und Regeln halten, welche sich nicht mit unseren Normen widersprechen, dann glaube ich, im Reich Gottes auf Erden werden auch sie nicht traurig sein müssen. Allerdings werden auch sie über kurz oder lang sich von ihren Göttern verabschieden müssen, weil sie nie existiert haben und ihre Darstellungen in Skulpturen und Bildern nur taubstumm und blind sind. Hingegen ihre Schriften beinhalten auch weise und wertvolle Vorstellungen, die sehr beachtenswert sind.
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