Lea hat geschrieben: ↑Do 30. Apr 2026, 11:54
Zippo hat geschrieben: ↑Mo 27. Apr 2026, 11:26
Warum sind den Jüngern, die der Herr Jesus mit auf den Berg nahm, gerade Mose und Elia erschienen ?
Ich weiß es nicht.
Aber ich erinnere mich an die Auslegung eines Bibelschul-Lehrers, welcher meinte, dass es symbolhaft verstanden werden muss.
Mose wäre Symbol für die Gesetze/Gebote (er hat dem Volk die Gebote vorgelegt), während Elia das Symbol des Erlösens/Gnade wäre. Warum Elia das sein sollte, weiß ich gerade auch nicht mehr. Aber vielleicht ist das für manche ein Denkanstoß.
Mose als Stellvertreter für das Gesetz, das mag einleuchten. Wie steht das im Zusammenhang mit der Aussage im LK Evangelium, daß der Herr Jesus mit Mose und Elia über sein Ende in Jerusalem sprachen ? Lk 9,30-31
Der Herr Jesus kam und war unter das Gesetz getan, sollte nun mit seinem Ende auch das Ende des Bundes angekündigt werden, der am Sinai gegründet wurde ?
Im ersten Bund war Gott ein fordernder Bundesgenosse, aber es waren auch viele Übertretungen aus diesem Bund, die Gott abstrafen müßte. Deswegen mußte ein neuer Bund her, um die Übertretungen des ersten Bundes zu tilgen.
[Heb 9,15-20] Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod stattgefunden hat zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfingen; (denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat. Denn ein Testament ist gültig, wenn der Tod eingetreten ist, weil es niemals Kraft hat, solange der lebt, der das Testament gemacht hat.) Daher ist auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht worden. Denn als jedes Gebot nach dem Gesetz von Mose zu dem ganzen Volk geredet war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk, und sprach: „Dies ist das Blut des Bundes, den Gott für euch geboten hat.“
Der Herr Jesus stirbt und die Forderungen Gottes aus dem ersten Bund sind nicht mehr ?
Und das Testament bzw. Erbe, das ist wohl der Segen Abrahams, der über Generationen weitergereicht wurde, um nun durch den Tod Jesu an all seine Nachfolger ausgeteilt zu werden.
[Gal 3,15-18] Liebe Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verwirft man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätigt ist, und tut auch nichts dazu. Nun ist ja die Verheißung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht: „durch die Samen“, als durch viele, sondern als durch einen: „durch deinen Samen“, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestätigt ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, dass die Verheißung sollte durchs Gesetz aufhören, welches gegeben ist vierhundertdreißig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben; Gott aber hat’s Abraham durch Verheißung frei geschenkt.
Lea
google KI Ein Ausschnitt daraus:
Der Prophet der Umkehr und Neuanfang: Elia wirkte in einer Zeit tiefen Abfalls des Volkes Israel vom Glauben (Baalskult). Seine Aufgabe war es nicht nur, das Gesetz einzufordern, sondern zur Umkehr zu rufen und damit einen Neuanfang durch Gottes Erbarmen zu ermöglichen. Er steht für das prophetische Wort, das auf die "neue Zeit" der Gnade vorausdeutet.
Mit Buße und Umkehr kann ich Elia gut identifizieren, denn dafür steht ja z. Bsp. das Gottesurteil auf dem Berg Karmel.
1 Kö 18,...21.... Danach wurden die Priester Baals erschlagen und Elia mußte fliehen, vor dem Zorn Isebels.
Es fällt mir also schwer, den Elia mit Gnade in Verbindung zu bringen. Obwohl ihm Gott am Berg Sinai, wohin er geflohen war, gnädig anspricht, also "in einem sanften Säuseln", wie es heißt.
Es war allein übrig geblieben, sagt er.
[1. Kön 19,12-14] Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen. Da das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging heraus und trat in die Tür der Höhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm und sprach: Was hast du hier zu tun, Elia? Er sprach: Ich habe um den HERRN, den Gott Zebaoth, geeifert; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, deine Altäre zerbrochen, deine Propheten mit dem Schwert erwürgt, und ich bin allein übriggeblieben, und sie stehen darnach, dass sie mir das Leben nehmen.
Die Situation hatte sich also, trotz des Gottesbeweises auf dem Karmel nicht verbessert. Und ähnlich muss die Situation auch zu Zeiten des Paulus gewesen sein als er den Römerbrief schrieb.
[Röm 11,2-6] Gott hat sein Volk nicht verstoßen, welches er zuvor ersehen hat. Oder wisset ihr nicht, was die Schrift sagt von Elia, wie er tritt vor Gott wider Israel und spricht: „Herr, sie haben deine Propheten getötet und deine Altäre zerbrochen; und ich bin allein übriggeblieben, und sie stehen mir nach meinem Leben“? Aber was sagt die göttliche Antwort? „Ich habe mir lassen übrig bleiben siebentausend Mann, die nicht haben ihre Kniee gebeugt vor dem Baal.“ Also gehet es auch jetzt zu dieser Zeit mit diesen, die übriggeblieben sind nach der Wahl der Gnade. Ist’s aber aus Gnaden, so ist’s nicht aus Verdienst der Werke; sonst würde Gnade nicht Gnade sein. Ist’s aber aus Verdienst der Werke, so ist die Gnade nichts; sonst wäre Verdienst nicht Verdienst.
Das Volk Israel wollte sich so gar nicht auf die Gnadenbotschaft einlassen. War die Begegnung auf dem Berg der Verklärung eine Vorbereitung auf diese Zeit, die jetzt kommen würde ?
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.