ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Do 30. Apr 2026, 10:32
Petrus, Jakobus und Johannes waren mit Jesus auf dem Berg. Keiner von ihnen gehört zu den Evangelisten, die über diese Situation schreiben. D.h. Matthäus, Markus und Lukas haben ihre Informationen von Petrus, Jakobs und Johannes.
Die Evangelisten haben sich informiert und wurden vom Heiligen Geist inspiriert. Lukas beschreibt es etwa genauer:
[Lk 9,28-36] Und es begab sich nach diesen Reden bei acht Tagen, dass er zu sich nahm Petrus, Johannes und Jakobus und ging auf einen Berg, zu beten. Und da er betete, ward die Gestalt seines Angesichts anders, und sein Kleid ward weiß und glänzte. Und siehe, zwei Männer redeten mit ihm, welche waren Mose und Elia; die erschienen in Klarheit und redeten von dem Ausgang, welchen er sollte erfüllen zu Jerusalem. Petrus aber, und die mit ihm waren, waren voll Schlafs. Da sie aber aufwachten, sahen sie seine Klarheit und die zwei Männer bei ihm stehen. Und es begab sich, da die von ihm wichen, sprach Petrus zu Jesu: Meister, hier ist gut sein. Lasset uns drei Hütten machen: dir eine, Mose eine und Elia eine. Und er wusste nicht, was er redete. Da er aber solches redete, kam eine Wolke und überschattete sie; und sie erschraken, da sie die Wolke überzog. Und es fiel eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dieser ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören! Und indem solche Stimme geschah, fanden sie Jesum allein. Und sie verschwiegen es und verkündigten niemand in jenen Tagen, was sie gesehen hatten.
Der Herr Jesus redete mit Mose und Elia über den Ausgang den er in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus sagte, er wisse nicht , was er geredet hatte, es war eine inspirative Rede, er konnte nicht wissen, daß es sich um Mose und Elia gehandelt hat.
Aber für Petrus dem Fels der Gemeinde, der die erste Predigt gehalten hat und Jakobus, war er nicht später Gemeindeleiter ? und Johannes, dem Propheten, der die Offenbarung anvertraut bekommen hat, war es eine wichtige Glaubensstärkung.
[2. Pet 1,16-18] Denn wir sind nicht klugen Fabeln gefolgt, da wir euch kundgetan haben die Kraft und Zukunft unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen, da er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm geschah von der großen Herrlichkeit: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel geschehen, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge.
Prof
Woher aber sollten diese drei zuverlässig wissen, dass es sich um Mose und Elia handeln sollte ? Sie kennen sie von früher doch gar nicht. Als die drei Jünger Jesus nach Elia fragen, sagte Jesus, dass Elia schon gekommen wäre und sie verstanden dann, dass er von Johannes dem Täufer sprach, dessen äußere Erscheinung dem im AT beschriebenen Elia nicht unähnlich war.
Mose hatte vielleicht einen Rauschbart und seinen großen Stab. Elia wird mit härenen Kleid beschrieben 2 Kö 1,8 und Johannes ebenfalls. Aber es scheint mir eher so, als hätte Petrus in aller Einfalt von Mose und Elia gesprochen. Und sie sprachen über sein Ende in Jerusalem, da würde er ja bekanntlich sterben und auferstehen. Das Reich Gottes auf Erden würde er nicht betreten, er würde leiblich in den Himmel aufgenommen.
Prof
Dass sie Jesu Worte auf Johannes den Täufer deuten, ist nur ihr Selbstzeugnis. Ich bezweifle nicht, dass Jesus tatsächlich von Johannes sprach, aber das sagt er eben selber so nicht. Jesus selber wurde auf dem Berg umgestaltet (verklärt) und bekam ein strahlend weißes Gewand. Die Männer, die nach Jesu Auferstehung am Grab sind und als Engel beschrieben...
Die beiden Gestalten auf dem Berg sind eindeutig Erscheinungen von Mose und Elia.
Johannes kam im Geist des Elia und hat damit die Prophezeiung des Maleachi erfüllt.
[Mal 4,5-6] 3:23 Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe denn da komme der große und schreckliche Tag des HERRN. 3:24 Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vätern, dass ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage.
Lk 1,17
Und er wird vor ihm her gehen im Geist und Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungläubigen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein bereitet Volk.
Ich denke, der Herr Jesus gibt auch Zeugnis von Johannes dem Täufer, daß er der verheißene Elia wäre, im Mt Ev.
[Mt 17,11-13] Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Elia soll ja zuvor kommen und alles zurechtbringen. Doch ich sage euch: Es ist Elia schon gekommen, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben an ihm getan, was sie wollten. Also wird auch des Menschen Sohn leiden müssen von ihnen. Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer zu ihnen geredet hatte.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.