Ich habe es gerade über eine Google-Anfrage ("satan judentum") im KI-Auszug nachgelesen.Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Mo 2. Mär 2026, 16:56Falls es dich interessiert, dann beschäftige dich ruhig damit, wie Juden auf die Figur des Satan blicken.
"Satan" steht im Judentum wohl eher für "ein Werkzeug göttlicher Prüfung" und nicht für "das Böse":
Google-Suche: "satan judentum"
Antwort:
Im Judentum ist der Satan (hebräisch für „Widersacher“ oder „Ankläger“) keine eigenständige böse Macht oder Gegenspieler Gottes, sondern ein untergeordneter Engel, der im Auftrag Gottes handelt. Er prüft die Treue der Menschen, klagt sie an und verkörpert oft die böse Neigung (Jetzer Hara) im Menschen selbst. Anders als im Christentum gibt es keine Dualität von Gut und Böse.
* Rolle im Tanach (Altes Testament): Satan tritt vor allem im Buch Hiob als Teil des göttlichen Hofstaates auf, um Hiobs Glauben zu testen.
* Funktion: Er ist ein Ankläger, kein Dämon, der gegen Gott rebelliert.
* Böse Neigung: Oft wird Satan mit dem Jetzer Hara (der Neigung zum Bösen) gleichgesetzt, was eine innere Versuchung und keine externe Person darstellt.
* Entwicklung: Erst in apokryphen Schriften (wie dem Buch Henoch) entstanden Vorstellungen von gefallenen Engeln, die jedoch nicht zum zentralen jüdischen Glauben gehören.
Zusammenfassend ist der „Teufel“ im Judentum ein Werkzeug göttlicher Prüfung, kein souveräner Herrscher über das Böse.