oTp hat geschrieben: ↑Mo 23. Feb 2026, 07:01Erleuchtung kann man zwar erleben, aber man ist deshalb noch nicht überall anwesend, omnipräsent, oder Allwissend. Obwohl der Verstand bei diesem Erlebnis entgrenzt wird, so sieht es für mich eher aus als das Berührt-Werden von einem umfassenden Bewusstsein, das gar nicht wirklich fassbar ist für den Erlebenden. Es ist eher ein Lebensgefühl, ein Eindruck.
Genau. Es ist viel eher ein er-griffen werden. Und eher ein Allwissen weil man jetzt weiß, dass man nichts weiß, dass dieses Denken nur ein Werkzeug war für das zeitliche individuelle irdischen körper. Das ist, was die Erleuchteten wissen, bzw."sehen": das Sein ist ohne Anfang und Ende, es gibt keine Zeit!
Der Zustand im Nahtod weist Ähnlichkeiten damit auf. Aber man erlebt eine Umgebung im Himmel dabei. Nicht nur eine Essenz von allem.
Man erlebt zb konkret, dass man im Nu überall sein kann wo man will und Jedem sofort begegnen kann, wem immer man will. Dabei scheint man aber persönliche Grenzen zu haben. Die daran hindern, in höheren Himmeln sich aufzuhalten. Weil man dafür noch unfähig, ungeeignet ist. Also auch nicht allerhöchste Erfahrungen gemacht werden. Wie etwa Erleuchtungserlebnisse glauben machen.
Für diese Unterschiedlichkeiten sorgt unser Denken hier. Einer der kompetentesten Erleuchteten war Ramana Maharshi. Jemand fragte ihn, ob er "die Toten sehen" könnte, und die knappe Antwort war: nein. Er sprach nie sehr viel, und es kann sein, er wollte kein neues Fass aufmachen. Oder vermied eine genauere Antwort, um die Leute von Nebengleisen fernzuhalten. Und ja, allgemein werden solche als Lehrer geschätzt, die wirklich Essenz lehren. Denn auch die wunderbaren Überwelten, die Planeten der "Götter", deren Anzahl unbegrenzt scheint im indischen Volksglauben, auch das ist letztlich Scheinwelt, also Maya. Ganz einfach gesagt, alles was kommt und geht, ist vergänglich, nur in Gott ist das ewig Seiende. Wenn man jetzt ganz grob die NT-Berichte mit den Aussagen der Erleuchteten vergleicht, dann finde ich jedenfalls nichts Widersprüchliches. Der Pfarrer Lampe kam zurück mit der entschiedenen Gewissheit: ein Endes des Lebens gibt es nicht. Und was ich mitgeschrieben habe:
"Es gibt nichts, was nicht in Verbundenheit steht mit allem ...
Ich bin ja Teil von allem ..
Ich hatte den Eindruck, Anteil von allem zu haben .."
Als Theologe kann er sich in diesem Gebiet gut ausdrücken, und der Interviewer will eine authentische Beschreibung des Erlebten, auch von allen anderen, die er befragt.
Kann der Meditierende schlussfolgern, er habe alles überwunden, weil er ja Erleuchtungs-Erlebnisse hat ? Wenn das so wäre, müssten diese Yogies auch entsprechende Fähigkeiten haben. Betreffs Krankenheilung, der geistigen Anwesenheit an jedem gewünschten Ort usw.
Das wird in dieser Szene deutlich beantwortet: Jeder Körper hat ein Schicksal, auch der von sogenannten Erleuchteten. Bestimmte Aufgaben, Fähigkeiten. Übernatürliche Fähigkeiten, bestimmte Kräfte, auch Ruhm anstreben, ist eher verpönt. Manche haben Fähigkeiten und verbergen sie. Aber alles mögliche passiert wie von selbst in der Umgebung von Heiligen, auch Heilungen. Und Leute sagen, "er" war das, aber der Betreffende sagt, er hat damit nichts zu tun. Jesus wird zitiert mit: Dein Glaube hat dich geheilt.
Alles überwinden klingt wie ein mühseliger langer Weg. Man muss nichts überwinden außer den Quatsch, den man im Kopf hat .. was natürlich schwierig erscheint, weil wir im ganzen Leben nichts anderes gewohnt sind. Die ganze Gesellschaft hält dich ab vom Erleuchtet werden, das ist kein böser Wille, die Leute sind so konditioniert. Und wenn du plötzlich auf dem Wasser laufen kannst, sagen sie: der kann ja noch nicht mal schwimmen.