Oleander hat geschrieben: ↑Di 16. Mai 2023, 18:28
Zippo hat geschrieben: ↑Di 16. Mai 2023, 17:55
Der Mensch wird aus der Gemeinschaft Gottes herausgelöst..
Wodurch?
1.Mose 3
23 Und der HERR, Gott, schickte ihn aus dem Garten Eden hinaus, den Erdboden zu bebauen, von dem er genommen war.
24 Und er trieb den Menschen aus und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim sich lagern und die Flamme des zuckenden Schwertes, den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.
Der "Mensch" war nun auf sich selbst gestellt (so versteh ich das...)
Aber wir können auch lesen
aus dem Text, dass Gott ihn deswegen nicht fallen lies, sondern: 1.Mose 3,21
21 Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an.
Wie fürsorglich und liebend...
Oder kanns sein, dass ich das falsch versteh?
Ich nehme mal an, daß es außerhalb des Pradieses trotz alledem nicht so kuschelig war, wie in dem Paradies, sonst wären ja auch keine Röcke nötig gewesen.
Wer Gott kennt und plötzlich von ihm verlassen wird, der kennt auch das Gefühl der Gottverlassenheit. Das fühlt sich auch nicht gut an und man wird schnell versuchen, die Sache wieder in Ordnung zu bringen. 1 Joh 1,9
In der geistigen Übertragung wird diese Handlung des Bekleidens durch Gott, gerne als Bedeckung der geistigen Blöße betrachtet. Adam und Eva fühlten sich ja auf einmal nackt und hatten Schamgefühle. Das sollte geistig betrachtet auch darauf hinweisen, daß sie sich vor Gott eine Blöße gegeben hatten, also schuldig geworden waren. 1 Mo 3,7
Um die Nacktheit zu beseitigen war es nötig ein Tier zu opfern, das erinnert an die Opferrituale im Gesetz.
Hier wurden Tiere geopfert, um eine geistige Blöße, die Blöße der schuldig gewordenen Seele zu überdecken. 3,5-6 So sollte der Mensch mit Gott versöhnt werden und seine Sünde gesühnt werden. Das arme Tier starb und ließ sein Blut, damit der Mensch mit Gott versöhnt werden kann. 3 Mo 17,11
Aber das war in Wirklichkeit nur ein ritueller, symbolischer Akt und letztlich sollte es darauf hinauslaufen, daß Gott das Leben eines Menschen opfern will, der durch sein Blut und Leben die Sünde der Menschheit aus der Welt trägt Joh 1,29, um sich auf diesem Wege wieder mit ihm zu versöhnen und die ständige Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott wieder möglich zu machen.
Interessant auch, was der auferstandene Herr Jesus zu dem Thema Blöße der Gemeinde von Laodizäa sagt. Off 3,18
Aber in erster Linie soll es bei diesem Thema doch um den Tod gehen. Der Tod konnte nur durch den Tod besiegt werden.
In der Geschichte mit dem verlorenen Sohn war der Tod, weil der Vater seinen Sohn nicht mehr in seinem Hause hatte und er hat sich gegrämt, weil er den Sohn von klein auf kannte und auch lieben gelernt hatte. Dann war der auf einmal weg. Er hätte ihm auch böse sein können, weil er das Erbe mit Huren und großspurigem Leben durchgebracht hatte, aber die Liebe überwiegt.
Vielleicht sieht Gott alle Menschen so, obwohl er sie ja aus seiner Gemeinschaft vertrieben hat. Der Mensch hat sich ja nicht freiwillig aus dem Paradies begeben, weil er es dort in der Gemeinschaft des göttlichen Vaters nicht mehr ausgehalten hat.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.