Wer denkt und glaubt, dass dieser Konflikt erst seit 2022 in der Ukraine mit der Intervention Russlands begann, hat eh noch nicht verstanden, worum es überhaupt geht und warum sich dieser Konflikt solange hinzieht. Von daher macht es überhaupt keinen Sinn, lange Erklärungen zu verfassen, die einige sowieso nicht verstehen, weil sie nur die westlichen Blickwinkel kennen, der medial veröffentlicht wird.
Re: Weltkrieg VI
Verfasst: Mo 28. Sep 2026, 08:15
von jsc
Aslan hat geschrieben: ↑Mo 28. Sep 2026, 08:01
Wer denkt und glaubt, dass dieser Konflikt erst seit 2022 in der Ukraine mit der Intervention Russlands begann,
Mindestens seit der Intervention Russlands 2014 geht das ja schon
Re: Weltkrieg VI
Verfasst: Mo 28. Sep 2026, 13:54
von CoolLesterSmooth
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mo 28. Sep 2026, 02:01
Ich wüßte nicht, dass ich dazu aufgefordert haben soll, Putin zu vertrauen.
Du nicht, hab ich auch nicht gesagt.
Da war doch ein Hilfegesuch an Rußland gewesen, aus dem Donbas? -- Warum Rußland dann nicht nur den Donbas besetzt hat, das muss man nicht mich fragen.
Wenn sich die Annahme mit der Beobachtung beißt, sollte man vielleicht die Annahme hinterfragen.
Das hätte man alles vernünftig besprechen können, wenn der Wille dazu da gewesen wäre.
Biden war noch wenige Tage vorm russischen Angriff bereit, sich noch einmal mit Putin in Genf zu treffen. Dazu ist es bekanntlich nicht gekommen und Putin hat einen Tag nachdem ihm der Vorschlag unterbreitet wurde die beiden Volksrepubliken als Staaten anerkannt und seine Truppen losgeschickt. Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass ein derartiges Gespräch noch einmal irgendetwas verhindert hätte, aber der Umstand dass Putin diese Form der Eskalation gewählt hat, statt noch einmal kurz abzuwarten und dem im Raum stehenden diplomatischen Angebot auch nur eine Chance zu geben, spricht für sich. Das war doch bereits alles lange entschieden und vorbereitet und es ist doch auch kein Zufall, dass das alles direkt einen Tag nach dem Ende der Winterspiele in China vonstattengeht.
Besser wäre Abrüstung. Aber die fängt mit Diplomatie an, und nicht mit Hysterie, Unterstellungen, Lügen, Verleumdung und Beschimpfung... irgendwo sollte man HALTUNG bewahren und zeigen. Und da liegt Rußland, was man leider feststellen muss, derzeit vorne.
Dem ersten Teil stimme ich zu, nur sehe ich nicht, wo Russland hier "vorne liegt", denn das russische Narrativ rund um diesen Konflikt ist voll von Hysterie, Unterstellungen und Lügen und wenn ich auf der Suche nach Verleumdung und Beschimpfung bin, werde ich im russischen Staatsfernsehen problemlos fündig.
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Aslan hat geschrieben: ↑Mo 28. Sep 2026, 08:01
Wer denkt und glaubt, dass dieser Konflikt erst seit 2022 in der Ukraine mit der Intervention Russlands begann
Aslan hat geschrieben: ↑Mo 28. Sep 2026, 08:01
Wer denkt und glaubt, dass dieser Konflikt erst seit 2022 in der Ukraine mit der Intervention Russlands begann
Und wer hier glaubt das?
Das weiß ich nicht.
Wenn du das nicht glaubst, dann ist das doch gut.
Aslan hat geschrieben: ↑Mo 28. Sep 2026, 08:01
Wer denkt und glaubt, dass dieser Konflikt erst seit 2022 in der Ukraine mit der Intervention Russlands begann
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mo 28. Sep 2026, 02:01
Da war doch ein Hilfegesuch an Rußland gewesen, aus dem Donbas? -- Warum Rußland dann nicht nur den Donbas besetzt hat, das muss man nicht mich fragen.
Wenn sich die Annahme mit der Beobachtung beißt, sollte man vielleicht die Annahme hinterfragen.
Annahme?
Die Krise in Osteuropa spitzt sich zu: Die Separatistenführer in der Ostukraine haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin um militärische Hilfe gebeten. Die Chefs der selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk hätten in Briefen um Beistand gebeten, um Angriffe von der ukrainischen Armee abzuwehren, teilte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge mit.
Putin hatte ein militärisches Eingreifen in Aussicht gestellt, sollte er gefragt werden. Die Bitte der Separatistenführer könnte demnach der von Experten und der ukrainischen Regierung befürchtete Vorwand sein, mit dem Russland eine Invasion rechtfertigt.
...
Die russische Staatsagentur Tass veröffentlichte die Briefe der Separatistenführer. Sie dankten Putin für die Anerkennung als unabhängige Staaten, nun gebe es aber eine militärische Aggression seitens der ukrainischen Streitkräfte. »Die Handlungen des Regimes in Kiew zeugen von der Weigerung, den Krieg im Donbass zu beenden«, hieß es in dem Schreiben, das auf den gestrigen Tag datiert ist. spiegel.de 23. Februar 2022
Was der spiegel "Separatistenführer" nennt, sind die Chefs der beiden Provinzen, gewählt von der Bevölkerung. Aber wie bei der Krim... haben diejenigen, die dort wohnen, nichts zu sagen.
Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass ein derartiges Gespräch noch einmal irgendetwas verhindert hätte, aber der Umstand dass Putin diese Form der Eskalation gewählt hat, statt noch einmal kurz abzuwarten und dem im Raum stehenden diplomatischen Angebot auch nur eine Chance zu geben, spricht für sich.
Wie das "diplomatische Angebot" ausfallen würde, konnte Putin sich ausrechnen. Und jetzt?
"Putin ist schuld"? Weil er "angefangen" hat?
Nachdem die Ukraine über Jahre hinweg hochgerüstet worden war und eine NATO- Mitgliedschaft im Raum stand, die 2008 von Frankreich und Deutschland verhindert worden war- die Begründung findet man in Angela Merkels Memoiren, sie hat es aber auch öffentlich deutlich gemacht: Hätte die NATO die Ukraine 2008 als Mitgliedskandidaten aufgenommen, dann hätte es möglicherweise bereits 2008 Krieg gegeben. https://www.morgenpost.de/politik/artic ... nicht.html
Man muss es nicht gut finden. Man muss es aber auch nicht gut finden, dass der Westen genau das anstrebte, bezüglich dessen Putin deutlichst gewarnt hatte, in diesem Fall würden rote Linien übertreten. Stichwort Sicherheitsinteressen. Der Westen blieb bei seiner Haltung, der russische Staatschef ebenfalls.
LG
Re: Weltkrieg VI
Verfasst: Di 29. Sep 2026, 02:57
von Johncom
Aslan hat geschrieben: ↑Mo 28. Sep 2026, 08:01
Wer denkt und glaubt, dass dieser Konflikt erst seit 2022 in der Ukraine mit der Intervention Russlands begann, hat eh noch nicht verstanden, worum es überhaupt geht und warum sich dieser Konflikt solange hinzieht. Von daher macht es überhaupt keinen Sinn, lange Erklärungen zu verfassen, die einige sowieso nicht verstehen, weil sie nur die westlichen Blickwinkel kennen, der medial veröffentlicht wird.
Also zunächst geht es mir darum, aufzuzeigen, dass diese "Konflikte" nur oberflächlich politisch begründet sind. Es geht um den Boden, um die Bodenschätze, den Besitz, auch den Besitz über die Menschen des irgendwann besiegten Staates, den sich dann die Siegermächte aufteilen werden. Ob zukünftige Arbeitsleistung, der Konsum, wem die Banken gehören, alles teilen sich die Sieger auf wie das Fell des erlegten Bären. Es war immer so, man schaue auf die früheren Kriege, und den 1. und den 2 WK.
Niemand will Völker befreien sondern sie ... versklaven wäre das falsche Wort. Man will Völker und ihr Land besitzen. Also erstmal zerstören, dann "Hilfe anbieten".
Bin natürlich Optimist: die Deutschen können und wollen nicht kämpfen. Schon gar nicht für die derzeitigen Machthaber. Beispielhaft konnte man die Kampfkraft der Deutschen beim letzten Fußballspiel bewundern: 0:1 gegen Griechenland zuhause. Der Ukraine gehen die Männer aus, die einen sind geflüchtet, die anderen tot oder amputiert. Jetzt haben sie Kolumbianer als Söldner geholt. Das ist furchtbar wenn wir bedenken, wir leben in einer Informations-Gesellschaft, also jeder kann eigentlich wissen, was geschieht.
Re: Weltkrieg VI
Verfasst: Di 29. Sep 2026, 07:43
von Aslan
Johncom hat geschrieben: ↑Di 29. Sep 2026, 02:57
Das ist furchtbar wenn wir bedenken, wir leben in einer Informations-Gesellschaft, also jeder kann eigentlich wissen, was geschieht.
Das ist wohl wahr, ja.
Leider ist es für die meisten einfacher, nur oberflächliche Informationen aus den Medien aufzunehmen - und dann zu denken, man wisse ja bereits alles.
Nun, so muss man nicht weiter nachdenken...
Re: Weltkrieg VI
Verfasst: Di 29. Sep 2026, 08:13
von Aslan
Johncom hat geschrieben: ↑Di 29. Sep 2026, 02:57
Also zunächst geht es mir darum, aufzuzeigen, dass diese "Konflikte" nur oberflächlich politisch begründet sind. Es geht um den Boden, um die Bodenschätze, den Besitz, auch den Besitz über die Menschen des irgendwann besiegten Staates, den sich dann die Siegermächte aufteilen werden. Ob zukünftige Arbeitsleistung, der Konsum, wem die Banken gehören, alles teilen sich die Sieger auf wie das Fell des erlegten Bären. Es war immer so, man schaue auf die früheren Kriege, und den 1. und den 2 WK.
Ja, ich weiß. Für die meisten Zeitgenossen sind das schon zu viele Informationen...
Aber die heilige Ukraine mit ihren politischen und militärischen Saubermännern müssen ja mit Waffen und Steuergeldern gefüttert werden, damit wir in der BRD in Ruhe und Frieden unsere geliebte Demokratie leben und verteifigen können (Sarkasmus-Modus off).
Re: Weltkrieg VI
Verfasst: Di 29. Sep 2026, 13:00
von CoolLesterSmooth
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Di 29. Sep 2026, 01:19
Annahme?
...
Der Fehler in der Annahme ist nicht davon auszugehen, dass es ein derartiges Hilfegesuch gab, das ist doch nicht umstritten. Der Fehler liegt darin anzunehmen, dass auf russischer Seite die Motivation für den Angriff in diesem Hilfegesuch begründet ist. Wenn man sich davon löst, wird die Frage "Warum Russland dann nicht nur den Donbas besetzt hat" hinfällig. Wenn Russland für die Außendarstellung ein solches Hilfegesuch als Casus Belli möchte, dann bekommen die das natürlich. Als ob Russland zu irgendeinem Zeitpunkt nicht die Kontrolle darüber gehabt hätte, was in den Volksrepubliken passiert.
Wie das "diplomatische Angebot" ausfallen würde, konnte Putin sich ausrechnen.
Verstehe. Wenn die eine Seite nicht reden will, dann ist das nachvollziehbar und wenn die andere Seite dann akzeptiert, dass keine Gesprächsbereitschaft mehr vorhanden ist, dann heißt es 'ABER MAN MUSS DOCH REDEN!!!'. Ohje...