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Das verirrte Schaf und der verlorene Groschen

Verfasst: Do 25. Jun 2026, 15:06
von Larson
Gleichnisse wollen meist nur etwas ganz bestimmtes aussagen, „hinken“ irgendwie, wenn man auf Details eingehen will.

Das Zwillingsgleichnis vom verirrten Schaf und dem verlorenen Groschen Lk 15 besagt als Lehrsatz, dass (V7): „Ich sage euch: Ebenso wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über 99 Gerechte, die der Buße nicht bedürfen“

Das Gleichnis knüpft an das Murren der Pharisäer und Schriftgelehrten an. (Mt 18 fehlt dies und er hat nur das Gleichnis vom verlorenen Schaf, In MT gibt es noch einen kleinen Unterschied in Vers 13: „Und gelingt es ihm, es zu finden….“ Irgendwie ist es hier möglich, dass der Hirte das Schaf auch nicht mehr findet.)


Also es geht um die Freude im Himmel über einen Sünder (V7), der Busse tut …. Wie auch im V 10. Und Gottes Fürsorge um das Heil des einzelnen Menschen wie auch Lk 5,31 (Jesus wollte ja die „Verlorenen“ suchen, nicht die Gerechten) der Aufruf zur Busse. Es geht auch um den Eifer des Suchens.

Betrachtet man die Personen, der Mensch als Hirte, oder die Frau mit den Groschen, so kann man sich fragen, wen sie „verkörpern“, darstellen. Natürlich ist es Gott selbst….

Nur, wie Kann Gott ein Schaf verlieren, ein Schaf, welches man nicht zur Rechenschaft ziehen kann, oder noch extremer, die Frau verliert selber den Groschen, welcher noch weniger ein Eigenleben hat. Das Verlorene wird auf einmal zum Sünder. Es passt eigentlich nicht, wenn nicht das nachfolgende Gleichnis vom Verlorenen Sohn steht, wo aber der Vater den Sohn ziehen lässt und wartet (ihn also nicht sucht) bis der Sohn zur Besinnung kommt, und in sich geht und wieder zurück zum Vater, nach Hause geht.

Das Doppelgleichnis isoliert betrachtet birgt die Gefahr, dass ja Gott selbst schuld ist, da das verlorene total passiv ist, und nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann. Ein Schaft hat keinen „moralischen Kompass“ und der Hirte hatte nicht aufgepasst, und der Groschen hat keine Entscheidungskraft.
Aber Jesus korrigiert hier mit dem weiter oben gesagten.


Ich möchte mal hier einen Bruch machen, das Gleichnis kippen (damit sage ich nicht, dass dies nun die Deutung sei), und sagen, dass der Hirte, oder die Frau der Mensch selber ist, welcher etwas verliert, und es eröffnet sich dann eine weitere, ja fast tiefere Sicht.

Der Mensch ist verantwortlich für seine Gaben, seinen Schatz, und wenn er etwas davon vernachlässigt, sozusagen verliert, soll er wieder zurückbringen, bereinigen, sei es ein „Schaf“, ein himmlischer Schatz, die „Gerechtigkeit“ (Hesekiel 33), den er durch Schuld verloren hat, oder einen Groschen.
Also macht sich der Hirte auf den Weg um zu suchen, und muss überlegen, wohin es sich verirrte hatte, also die Ursache der Wirkung, der Folge suchen.
Ebenso auch die Frau, die kehrt das „Haus auf den Kopf“, geht also in sich, muss überlegen, wann sie den Groschen noch hatte, mistet auch den „Keller“ aus, weil das Verlorene nicht etwas ist, worauf man verzichten kann, es ist sozusagen lebensnotwendig.

Darauf folgt Erkenntnis der Fahrlässigkeit des Handelns und daraus Umkehr und Korrektur.

So passt es dann auch „schön“ zum Gleichnis von „verlorenen Sohn“.


Aber wieder zurück, da gibt es einen Vergleich zwischen Gott und den falschen Hirten, wie auch Jesus den „Gelehrten“ den Hirten indirekt diesen Vorwurf mach.
Das Doppelgleichnis zeigt die kompromisslose Liebe Gottes zum Menschen, welcher nicht will, dass etwas verloren geht. Es zeigt die Fürsorge zum Volk Israel:
Hes 34,16 Das Verlorene will ich suchen und das Versprengte zurückführen, und das Verwundete will ich verbinden, und das Kranke will ich stärken; das Fette aber und das Starke werde ich vertilgen: nach Recht werde ich sie weiden.
In Hesekiel ist auch der Vorwurf an die „Hirten Israels“, welche „unmenschlich“ regierten, sich mit Macht die Stellung erkämpfen usw:
Hes 34,4 Die Schwachen habt ihr nicht gestärkt und das Kranke nicht geheilt und das Verwundete nicht verbunden und das Versprengte führtet ihr nicht zurück und das Verlorene suchtet ihr nicht; und mit Strenge habt ihr über sie geherrscht und mit Härte.
Hes 34,20 Darum, so spricht der Herr, HERR, zu ihnen: Siehe, ich bin da, und ich werde richten zwischen fettem Schaf und magerem Schaf. 21 Weil ihr all die Schwachen mit Seite und Schulter verdrängt und mit euren Hörnern stoßt, bis ihr sie nach außen hin zerstreut habt,
Gott wird diese zerstreuten Schafe wieder sammeln, und zurückringen Hes 34,12-15 und auf guter Weide weiden. Denn JHWH ist ihr Gott (d.s. V30-31)

Also es ist sittliches und moralisches falsches Handeln, was Jesus bei den Hirten, also jenen, Pharisäern und Schriftgelehrten die dabei waren (um mal ein pauschales Kollektiv auszuhebeln, dass alle dieser Gesinnung gewesen sein sollten), als Jesu mit Zöllnern und Sündern zusammen.
Ein Sünder, der sich als solchen erkennt, kehrt wohl einfacher um, als einer, der sich in Selbstgerechtigkeit fühlt, du nicht mal merkt, dass er etwas verloren hat..


Wie man nun dieses Doppelgleichnis auch dreht und wendet, der Mensch steht selber auch in der Verantwortung, über sein Leben und Handeln zu sinnen, in sich zu kehren, und darüber sich korrigieren zu lassen.

Re: Das verirrte Schaf und der verlorene Groschen

Verfasst: Do 25. Jun 2026, 21:37
von Abischai
Auch das ist ein sehr interessanter Beitrag, vielen Dank meinerseits!

Aber ich möchte das "Doppelgleichnis" nicht so verstanden wissen. Der Hirte ist Gott, nicht ein Mensch, Jesus selbst sagte, daß er gekommen sei, das Verlorene zu suchen, also nicht einfach die Menschheit, die ein Versäumnis bereinigen soll.
Und es kann durchaus sein, daß der Hirte (Gott) das Schaf nicht "findet", dann nämlich wenn es sich nicht finden lassen will. ER sieht das Schaf zwar, und das Schaf sieht ihn, aber es will nicht mit ihm umkehren, dann nimmt er es nicht auf seine Schulter und trägt es nicht zurück. Die Erklärung lautet ja auch, daß Freude im Himmel sei, über einen enzigen Sünder (verirrtes Schaf) der umkehrt. Wenn er aber NICHT umkehrt, also "gefunden werden will und KANN", bleibt auch diese Freude im Himmel aus. So verstehe ich das eine Gleichnis.
Das mit dem Groschen ist nicht eine bloße Wiederholung des Gleichnisses, sondern zeigt die Gnade der Umkehr aus Sicht des Menschen, dem sie widerfährt. Gott ist es, der der Frau den Groschen zu finden gibt, der sie "rettet". Der Frau wurde der faux pas vergeben, den Groschen "verschlampt" zu haben, darüber freut sie sich außerordentlich. "Wem viel vergeben ist, der liebt auch viel". Beim verlorenen Schaf geht es gar nicht so sehr um das Schaf, was das davon hält, steht gar nicht zur Debatte, sondern der Hirte hat sich zum, Ziel gesetzt es wiederzufinden, und SEIN Erfolg wird gefeiert. Und natürlich freut man sich auch um des Schafes willen, daß es wieder "daheim" ist.

Während es das Verschulden der Frau war, den Groschen verloren zu haben, war es nicht das Verschulden des Hirten, daß das Schaf sich verirrt hatte. Israel hatte die Regeln, denen auch zugestimmt und davon profitiert, sie aber dann gebrochen und immer wieder verleugnet und dem Hirten ins Angesicht gesündigt. Dennoch ist Gott angetreten, dieses verirrte Volk zurückzubringen, und die sich zurückbringen lassen wollen (!!), wird er auch zurückbringen, es werden aber nicht alle sein... Vor den Augen der damaligen Zeitzeugen geschah die Umkehr eines Sünders für alle sichtbar, einer von vielen verlorenen Schafen des Hauses Israel, aber anstatt sich darüber zu freuen, mäkelten die Ehebrecher daran herum, weil das ihrer teuflischen Natur entsprach.

Es gibt einige wenige Dinge, die der Allmächtige nicht kann, eines davon ist, die freie Willensentscheidung des Menschen zu erzwingen. Er kann sie begleiten und begünstigen, aber er kann und wird sie niemals erzwingen. Gott hat uns, allen anderen Wesen voraus, einen freien Willen gegeben, das ist SEINE Installation, und das hat er sich auch nicht anders überlegt. Daher kann es also auch sein, daß es nicht gelingt, das verirrte Schaf zu "finden", aber wie gesagt, der entscheidende Punkt ist der Wille des "Schafes". Gott hat seinerseit ALLES vollbracht, mehr geht nicht.
Und das ist völlig genug dafür, daß ein Mensch seine Sünden erkennen und bekennen kann, und dann tritt das inkraft was Johannes im 1. Brief, Kapitel 1, Vers 9 in der Autorität des Allmächtigen verkündigt hat !

Re: Das verirrte Schaf und der verlorene Groschen

Verfasst: Fr 26. Jun 2026, 07:37
von Larson
Abischai hat geschrieben: Do 25. Jun 2026, 21:37 Aber ich möchte das "Doppelgleichnis" nicht so verstanden wissen. Der Hirte ist Gott, nicht ein Mensch
Hatte ich ja erwähnt….
Abischai hat geschrieben: Do 25. Jun 2026, 21:37 Gott ist es, der der Frau den Groschen zu finden gibt, der sie "rettet".
Da interpretierst du aber schon etwas, denn so wie der Hirte „Gott“ ist, so ist auch die Frau entsprechend Gott, denn Gott hat auch „weibliche“ Charakterzüge. Es geht ja um die Freude, um das „Wiedergewinnen“.

Abischai hat geschrieben: Do 25. Jun 2026, 21:37 Während es das Verschulden der Frau war, den Groschen verloren zu haben, war es nicht das Verschulden des Hirten, daß das Schaf sich verirrt hatte.
Doch, der Hirte muss die Herde hüten, also der Hirte hat nicht aufgepasst.

Re: Das verirrte Schaf und der verlorene Groschen

Verfasst: Fr 26. Jun 2026, 13:18
von Magdalena61
Tiere können, vielleicht auf der Suche nach besonders leckerem Futter oder, weil irgendetwas sie erschreckt hat, den Platz, den der Mensch ihnen zugewiesen hat, verlassen, und das kommt auch öfter vor.
Ein Groschen kann das nicht. Er ist nicht lebendig.
Ein vollkommener Gott verliert/verschlampt nichts. Also kann man die Frau nicht mit Gott gleichsetzen. Zutreffender scheint mir, die Frau mit Israel zu identifizieren.

Das erste Gleichnis sagt: Der Gute Hirte sucht die Schafe, die sich von der Herde entfernt haben.
Das zweite Gleichnis sagt: Die Braut (Frau) sollte sich dessen bewußt werden, dass ihr etwas fehlt und sich darum kümmern.
LG

Re: Das verirrte Schaf und der verlorene Groschen

Verfasst: Fr 26. Jun 2026, 18:51
von Larson
Wenn Gott schon nicht auf die Schafe aufpassen kann, so verliert es auch mal einen Groschen. Diese 2 Personen versinnbildlichen das Gleich, den Gleiche, die Gleichen, das was er verloren hat, wieder zu finden.
Deshalb haken diese zwei Gleichnisse, und wie ich schon sagte, es wird brüchig, wenn man Details herausheben will.
Es ist ein Zwillingsgleichnis, welche beide das gleiche beinhaltet: Freude im Himmel über das gefundene „Verlorene“.

Im Kontext geht es ja gegen das Murren der „Elite“, weil Jesus sich mit den „Sündern“ abgab.

Mit meiner Betrachtung hatte ich ja geschrieben, dass ich da einen Bruch machen will und das Gleichnis kippen will, also nicht das eigentlich herausschälen, darauf, die Moral der Gleichnisse, hatte Jesus ja schon darauf aufmerksam gemacht.

Und es wird Freude sein, über jeden, der Busse tut, und dies ganz ohne „Opfer“, sondern aus freien Stücken, weil der Mensch umkehrt, wie auch das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Es geht hier um den Einzelnen, Eine / Einer von Hundert, Eine / Einer von Zehn, also nichts Kollektives, als Israel.

Re: Das verirrte Schaf und der verlorene Groschen

Verfasst: Fr 26. Jun 2026, 22:12
von Abischai
Larson hat geschrieben: Fr 26. Jun 2026, 07:37 Doch, der Hirte muss die Herde hüten, also der Hirte hat nicht aufgepasst.
Da hast Du meinen Beitrag aber nicht richtig gelesen oder das alles bewußt ausgeblendet, was ich ausführlich dazu geschrieben habe, why that?
Ich hingegen lese Deine Beiträge sehr genau und respektiere die auch, mal sehen wie lange noch, ich bin auch nur ein Mensch...

Re: Das verirrte Schaf und der verlorene Groschen

Verfasst: Sa 27. Jun 2026, 06:14
von Helmuth
Die drei Gleichnisse aus Lukas 15 haben gemeinsam, dass man etwas Verlorenes findet und damit große Freude hat. Den Ausgangspunkt bildet der Vorwurf der Pharisäer und Schriftgelehrten, warum man Gemeinschaft mit Sündern haben sollte (Lk. 15:2). Daraufhin erzählt Jesus drei Gleichnisse, wovon das vom verlorenen Sohn die meiste Popularität erreicht hat.

Man kann sie nun dazu einsetzen, wie Jesus es getan hatte, um Gottes liebevolles Wirken und die Freude über die Umkehr eines einzigen Menschen zu beschreiben, oder sie auch zu Tode deuten, sodass man am Ende nur ein philosophisches Gespräch führt, aber ohne geistlichen Inhalt. Dem TE geht es wieder darum dem Opfer keine Bedeutung zu geben.

Wenn man erfahren will, welche Motivation Jesus damit verfolgt, sollte das für einen normal veranlagten Menschen nicht schwer zu erkennen sein, aber es will nicht jeder wissen, was Jesus damit wirklich sagen will und dann wird sein Wort wie die Obduktion einer Leiche anstelle lebendiges Wort.

Beim Gleichnis vom verlorenen Sohn ist es aber nicht so, dass die gesamte Geschichte gut ausgeht. Denn der zweite Sohn war kein Anlass zur Freude für den Vater, sondern er war am Ende der wirklich verlorene. Der jüngere wurde trotz seines sündhaften Lebenswandels wieder gefunden, der ältere hasste ihn dafür.

Es liegt auf der Hand, dass Jesus mit dem älteren Sohn die Pharisäer und Schriftgelehrten gemeint hat. Der Schwerpunkt dieser Gleichnisse liegt darin große Freude im Himmel zu haben, wenn jemand umkehrt. Damit wird aber nicht erklärt, es bedürfe keines Opfers, sondern was des Menschen Aufgabe ist, die Umkehr, was die einen tun, die anderen nicht.

Schon der Prophet Hesekiel weissagte, dass Gott keinen Gefallen am Tod des Gottlosen habe, sondern er umkehre und lebe. Daraus war der Stoff für diese Gleichnisse Jesu.

Von der Nichtigkeit der Opfer wird hier aber nicht geredet. Der Schluss ist daher falsch. Denn wenn dem der Fall wäre, dann wären sie auch allesamt im AT nichtig gewesen. Gott ist aber kein Gott der Nichtigkeit.

Re: Das verirrte Schaf und der verlorene Groschen

Verfasst: So 28. Jun 2026, 15:40
von Larson
Abischai hat geschrieben: Fr 26. Jun 2026, 22:12 Da hast Du meinen Beitrag aber nicht richtig gelesen oder das alles bewußt ausgeblendet, was ich ausführlich dazu geschrieben habe, why that?
So wie deinen Beitrag verstanden habe, zeichnest du den Hirten als Gott: (Zitat): „Der Hirte ist Gott, nicht ein Mensch…“, Die Frau aber als Mensch welche etwas „verschlampt:
Abischai hat geschrieben: Do 25. Jun 2026, 21:37 Während es das Verschulden der Frau war, den Groschen verloren zu haben, war es nicht das Verschulden des Hirten, daß das Schaf sich verirrt hatte
Dass das Schaf sich verirrte, war die Unaufmerksamkeit des Hirten. Also beide hatten etwas „verschlampt“.

Aber grundsätzlich, wie ich schon auch geschrieben hatte
Larson hat geschrieben: Do 25. Jun 2026, 15:06 Gleichnisse wollen meist nur etwas ganz bestimmtes aussagen, „hinken“ irgendwie, wenn man auf Details eingehen will.
Und so gehe ich davon aus, dass Jesus ganz pragmatisch zwei alltägliche Situationen nimmt, welche sein Publikum nachvollziehen konnten, von einem Mann und einer Frau (Ausgewogenheit, ohne spezielle Deutung und tieferen Sinn der Handelnden um darzustellen, dass im Himmel Freude sei, wenn jemand Busse tut. Wie wenn man selber etwas wieder findet, was einem wichtig und wertvoll war, den der Sünder lässt sich in den Handelnden nicht finden.

Re: Das verirrte Schaf und der verlorene Groschen

Verfasst: So 28. Jun 2026, 15:54
von Larson
Helmuth hat geschrieben: Sa 27. Jun 2026, 06:14 Es liegt auf der Hand, dass Jesus mit dem älteren Sohn die Pharisäer und Schriftgelehrten gemeint hat.
Da gehen die Meinungen weit auseinander…. und habe schon etliches Skurriles darüber gehört, wen diese zwei Söhne repräsentieren sollten.

Denn, dieser daheimgebliebene Sohn, war ja beim Vater, entfernte sich nicht von zu Hause, war also ein „Gerechter“ (wie die 99 Schafe), und Jesus warf eher ihnen vor, sich von „zuhause“ entfernt zu haben.
Helmuth hat geschrieben: Sa 27. Jun 2026, 06:14 Damit wird aber nicht erklärt, es bedürfe keines Opfers, sondern was des Menschen Aufgabe ist, die Umkehr, was die einen tun, die anderen nicht.
Es wird aber auch, wie in allen Gleichnissen Jesu, nicht „erklärt“ dass es Opfer brauche, im Gegenteil, Vergebung geschieht immer aus freien Stücken.

Helmuth hat geschrieben: Sa 27. Jun 2026, 06:14 Von der Nichtigkeit der Opfer wird hier aber nicht geredet. Der Schluss ist daher falsch. Denn wenn dem der Fall wäre, dann wären sie auch allesamt im AT nichtig gewesen. Gott ist aber kein Gott der Nichtigkeit.
Opfer waren nicht „nichtig“, aber nichts „Heilsbedingt“. Nicht durch Opfer geschah und geschieht Vergebung, sondern Demut (Busse, Umkehr usw) unter die Hand Gottes (wie auch Hesekiel es darstellt, ebenso Psalmen und weitere).
Mi 6,8 Er hat dir mitgeteilt, o Mensch, was gut ist; und was fordert der HERR von dir, als Recht / Gerechtigkeit zu üben und Güte zu lieben und demütig zu wandeln mit deinem Gott.

Re: Das verirrte Schaf und der verlorene Groschen

Verfasst: So 28. Jun 2026, 20:51
von Helmuth
Was das Verstehen von Gleichnissen anbelangt, sagt Jesus:
Markus4:11-12 hat geschrieben: Und er sprach zu ihnen: Euch ist es gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu erkennen; denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil, „damit sie sehend sehen und nicht wahrnehmen, und hörend hören und nicht verstehen, damit sie sich nicht etwa bekehren und ihnen vergeben werde“.
Das beinhaltet auch die beiden Parteien, wen Jesus mit "euch" und "denen, die draußen sind" meint. Die draußen wissen gar nicht, dass sie draußen sind. Sie erkennen auch das nicht, wie es auch schon Jesaja geweissagt hatte.