Sprich nicht in deinem Herzen, "Wer wird in den Himmel hinaufsteigen, das ist um Christus herabzuführen...

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Zippo
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Sprich nicht in deinem Herzen, "Wer wird in den Himmel hinaufsteigen, das ist um Christus herabzuführen...

Beitrag von Zippo »

Hier ist der ganze Zusammenhang:
[Röm. 10,6-11] Die Gerechtigkeit aus Glauben aber spricht so: Sage nicht in deinem Herzen: „Wer wird in den Himmel hinaufsteigen?“, das ist, um Christus herabzuführen; oder: „Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?“, das ist, um Christus aus den Toten heraufzuführen; doch was sagt sie? „Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen“; das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen, dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, mit dem Mund aber wird bekannt zum Heil. Denn die Schrift sagt: „Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.
Ein Wort habe ich im AT gefunden:
[5. Mo. 30,11-14] Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar für dich und ist nicht fern. Es ist nicht im Himmel, dass du sagen könntest: Wer wird für uns in den Himmel steigen und es uns holen und es uns hören lassen, damit wir es tun? Und es ist nicht jenseits des Meeres, dass du sagen könntest: Wer wird für uns jenseits des Meeres hinüberfahren und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun? Sondern sehr nahe ist dir das Wort, in deinem Mund und in deinem Herzen, damit du es tust.
Hier geht es nicht um den Christus, denn es ging ja um den Bund vom Sinai.

Wie kommt also Paulus darauf, diese Worte auf die Gerechtigkeit des Glaubens zu beziehen und dabei das Gebot durch die Herabführung des Christus bzw. die Auferstehung von den Toten zu ersetzen ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Sprich nicht in deinem Herzen, "Wer wird in den Himmel hinaufsteigen, das ist um Christus herabzuführen...

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Fr 6. Feb 2026, 14:37 Wie kommt also Paulus darauf, diese Worte auf die Gerechtigkeit des Glaubens zu beziehen und dabei das Gebot durch die Herabführung des Christus bzw. die Auferstehung von den Toten zu ersetzen ?
Du kannst darauf eine trinitarische oder meine Antwort haben. Welche bevorzugst du? Du glaubst an die Existenz Jesu bereits zur Zeit Mose. Dann müsstest du annehmen, dass Mose über Christus geredet hatte, denn Paulus legt sein Wort scheinbar in die Richtung aus. Trinitarier würden das demnach so auslegen, dass das schon bei Mose so der Fall war. Jetzt sagst du aber:
Zippo hat geschrieben: Fr 6. Feb 2026, 14:37 Hier geht es nicht um den Christus, denn es ging ja um den Bund vom Sinai.
Damit hast du meiner Meinung auch recht. Meine Auslegung ist daher auch anders, weil ich davon ausgehe, dass weder Jesus noch ein einziger Apostel trinitarisch gedacht hatten, dass Jesus JHWH selbst wäre.

Paulus greift das Wort in erster Line auf, weil er ein unverselles Prinzip predigt, das schon Mose gepredigt hat, dass unser Heil aus dem Glauben kommt und uns auch ins Herz gelegt wird. So lese ich schon Moses Wort und Paulus predigt es nicht anders.

Was tut nun Christus in Paulus Rede? Das lege ich so aus. Heute, also nachdem Christus auch gestorben und auferstanden ist, was nun auch historisch und damit de facto in Erfüllung gegangen ist, käme es dem gleich als wolle ein Christ Christus aus dem Himmel herabholen. Oder er wolle ihn nochmals aus dem Grab als Auferstandener holen um zu erfahren, ob eine Sache wahr ist oder nicht.

Aber Gott macht das anders und das hat er noch nie andes gemacht: Er legt uns sein Wort und auch die Antwort in unser Herz. Ein gottesfürchtiger Mensch weiß sich richtig zu verhalten, den man hat den Heiligen Geist. Auch ein Petrus oder Johannes mussten damit auskommen.

Es wäre in der Tat schön, Jesus säße so vor mir wie vor den 12 Aposteln und man hört sein Wort aus seinem Mund live wie einst ein Petrus oder Johannes. Ja, diese habe ihn auch nach seinem Tod als Auferstanderen noch gesehen und mit ihm geredet.

Klar, wer wünscht sich das nicht, oder er holt mich zu sich hinauf, wie er Paulus auf diese Weise erhöht hat, dass er an einer Stelle sagt, er habe sich im 3. Himmel befunden und die Engel reden hören, und auf ähnliche Weise redete Jesus auch tatsächlich mit ihm einige Male.

Das könnte Gott auch für uns so tun, aber es ist nicht notwendig. Eines Tages wird es aber so sein, dass wir uns von Angesicht zu Angesicht erkennen können und keiner muss mehr Fragen stellen. Auch dazu gibt es schon eine AT-Weissagung des Propheten Jeremia:
Jer 31,34 hat geschrieben: Und sie werden nicht mehr jeder seinen Nächsten und jeder seinen Bruder lehren und sprechen: „Erkennt JHWH!“, denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht JHWH. Denn ich werde ihre Schuld vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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