Man kann dazu stehen wie man möchte, aber löst man die griechischen Schriften nicht einfach heraus, dann versteht man auch, warum sich in der frühen und späteren Kirche Lehren entwickelten, die beanspruchten biblisch zu sein - die aber in den evangelischen Bibeln nicht mehr auffindbar sind
Sündopfer und Bittgebete für die Verstorbenen
.2. Makkabäer 12
42 Anschließend hielten sie einen Bittgottesdienst ab und beteten, dass die begangene Sünde wieder völlig ausgelöscht werde. Der edle Judas aber ermahnte die Leute, sich von Sünden rein zu halten; sie hätten ja mit eigenen Augen gesehen, welche Folgen das Vergehen der Gefallenen gehabt habe. 43 Er veranstaltete eine Sammlung, an der sich alle beteiligten, und schickte etwa zweitausend Silberdrachmen nach Jerusalem, damit man dort ein Sündopfer darbringe. Damit handelte er sehr schön und edel; denn er dachte an die Auferstehung. 44 Denn hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten. 45 Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit entschlafen. Ein heiliger und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden
Die Bitten von Verstorbenen für die Lebenden
Im folgenden wird dargestellt, dass der Tod eines jungen Gerechten keine Strafe ist, sondern ein Lebendigwerden (Entrückt zu Gott) und die klare Trennung von Gottlosen und Gerechten im Leben nach dem irdischen Tod2. Makabäer15
11 Und er rüstete sie aus, doch nicht mit Vertrauen auf Schild und Spieß, sondern mit Zuspruch guter Worte. Er berichtete ihnen auch von einem Traum, der glaubwürdig war; davon bekamen alle Mut.
12 Und dies hatte er gesehen: Onias, der frühere Hohepriester, ein trefflicher, im Umgang bescheidener, gütiger, beredter Mann, der von Jugend auf allem Guten nachgestrebt hatte, der streckte seine Hände aus und betete für das ganze Heer der Juden.
13 Danach erschien ihm ein würdiger, alter Mann, und um ihn war ein wunderbarer, herrlicher Glanz.
14 Und Onias sagte zu Judas: Dies ist Jeremia, der Prophet Gottes, der deine Brüder sehr lieb hat und stets für das Volk und die heilige Stadt betet.
15 Danach gab Jeremia mit der Rechten dem Judas ein goldenes Schwert und sagte zu ihm:
16 Nimm hin das heilige Schwert, das dir Gott schenkt; damit sollst du die Feinde schlagen!
Das sind nicht die einzigen Textstellen - auf was ich hinweisen möchte ist:Weisheit 4
7 Wenn aber der Gerechte zu frühzeitig stirbt, so ist er doch in der Ruhe.
8 Denn die Würde des Alters entsteht nicht durch ein langes Leben und wird nicht nach der Zahl der Jahre gemessen;
9 Einsicht ist unter den Menschen das wahrhaft graue Haar und ein unbeflecktes Leben das rechte Greisenalter.
10 Der Gott wohlgefiel, wurde ihm lieb, und weil er unter Sündern lebte, wurde er hinweggenommen;
11 er wurde entrückt, damit nicht Schlechtigkeit seinen Sinn verkehren und Trug seine Seele verführen könnte.
12 Denn der Reiz des Bösen verdunkelt das Gute, und die lockende Begierde verkehrt den arglosen Sinn.
13 Obwohl früh vollendet, hat er doch viele Jahre erfüllt.
14 Denn seine Seele gefiel dem Herrn; darum eilte sie fort von den bösen Menschen. Aber die Leute, die es sahen, beachteten es nicht und nahmen’s nicht zu Herzen,
15 dass Gnade und Barmherzigkeit bei seinen Auserwählten wohnt und dass er seine Heiligen gnädig heimsucht.
16 Es wird aber der verstorbene Gerechte die lebenden Gottlosen verurteilen und der früh Vollendete den Ungerechten mit seinem hohen Alter.
Weisheit 5
14 Denn die Hoffnung des Gottlosen ist wie Staub, vom Winde zerstreut, und wie feiner Schnee, vom Sturm getrieben, und wie Rauch, vom Winde verweht, und wie man einen vergisst, der nur einen Tag lang Gast gewesen ist.
15 Aber die Gerechten werden ewig leben, und beim Herrn ist ihr Lohn, und der Höchste sorgt für sie.
Dass die Lebenden für die Toten beten dürfen und dass die Verstorbenen für die Lebenden beten ist Aussage der Heiligen Schrift. Ebenso dass der gestorbene Gerechte bei Gott lebt.
Das ist nicht heidnisch - sondern biblisch = wenn man die Spätschriften anerkennt. Und das war bis hin zu Luther so.