Rilke hat geschrieben: ↑Mi 24. Jun 2026, 11:29
Vielleicht war mein Kommentar ans falsche Ziel gerichtet, aber ich bekomme auch nie eine direkte, klare Antwort von dir.
Das stimmt nicht. Meine Antworten sind bloß für dich nicht zufriedestellend. Darum war mein Vorschlag Beispiele zu finden, denn sonst reden wir in dem Stil weiter, ich über Äpfel und du über Birnen.
Ich kreiere eines. Um zu glauben, dass wir nicht die Ehe brechen sollen, muss Gott es auch auch gesagt haben. Gott wiederum hat es gesagt, weil Menschen immer wieder die Ehe brechen. Wo keiner die Ehe bricht, braucht keiner dazu eine Lehre von Gott. Ich denke bis hierher solltest du zustimmen.
Muss nun die Lehre Gottes:
"Du sollst nicht ehebrechen" neu interpretiert werden, sodass ein neuer Lehrsatz dazu nötig wäre? Für mich nicht. Die Lehre ist klar. Nun aber zum Lehr-Verständnis. Was hat es damit auf sich?
Ich denke, auch wenn man Christ ist, man kann sich die Frage legitim stellen, warum Gott nicht will, dass ich mit einer verheirateten Frau schlafe. Vielleicht wäre die eine oder andere doch besser meine Frau und nicht die eines anderen. Solche Gedanken halte ich noch nicht für sündhaft. Sie zeigen lediglich, dass es noch am entsprechenden Verständnis fehlt.
Nicht mehr legitim wäre die Frage deshalb zu stellen, weil man seinen Begierden Raum geben will, denn es gefällt dir halt die Frau des anderen besser als z.B. deine eigene. Das allerdings wäre mehr die Denkweise von Nichtchristen. Ein Christ respektiert zumindest Gottes Gebot.
Ich sage nun, oder vielmehr sagt Jesus sinngemäß: Wer die Lehre Gottes tun will, wird verstehen, warum sie gegeben wurde. Du kommst in Lebenssituationen, die dich auch testen und erlebst z.B., wie dich ein guter Freund nicht mehr sehen will, weil du dich seiner Frau unstatthaft genähert hast.
Angenommen du hast sie tatsächlich mit begehrlichen Blicken überhäuft, wovon Jesus redet, so ertappst du dich eines Fehltrittes und bittest um Vergebung. Der Freund will aber nichts mehr von dir wissen. Es ist ihm zu heikel sich weiter mit dir zu treffen. Du hast den Freund nun verloren, sagst dir aber: "Gott, das mache ich nie wieder." Er selbst vergibt dir.
Also, ab sofort willst du dieses Wort Gottes konsequent tun, wie Jesus sagt, weil du eine negative Erfahrung gemacht hast, was passieren kann, wenn du es nicht tust. Du bist auf diese Weise durch den Heiligen Geist gelehrt worden. Aber du kannst nun daraus keine dogmatische neue Lehre aufstellen: "Blicke nicht die Frau deines Freunden begehrlich an, sonst verlierst du ihn als Freund."
Des weiteren erlebst du, wie es anderen ergeht, die auf Gottes Gebot pfeifen. Es könnte ein Ehebrecher, aber jetzt nicht du z.B. von dem wütenden Ehemann der anderen Frau getötet werden. Sagen wir du kanntest ihn und das trifft dich hart. Du gehst in dich und sagst: "Alles klar, na da war Gott mir noch gnädig!" Und wieder hat dich der Heilige Geist etwas gelehrt.
Es geht also nicht um Lehrsätze, die du auf dogmatische Weise aufstellst wie: " Brich nicht die Ehe, sonst wirst du vom eifersüchtigen Ehemann ermordet." Das Wort Gottes lautet weiter einfach:
"Du sollst nicht ehebrechen". Haben Feritg!
Gott weiß schon, was alles passiern kann, dass dir damit zum Fluch werden kann, und er wird eines seiner Register schon zu seiner Zeit ziehen. Dazu braucht er sicher nicht deine Weisheit, auch wenn sie für dich mehr als nur lehrreich war. Du wurdest aber so vom Heilgen Geist, was dein Leben anbelangt, gelehrt.
Und nun das Fazit: Es wird dir auf diese Weise immer mehr zur Glaubensgewissheit, dass es Gottes Wille ist keine Ehe zu brechen und das wird zu einem deiner Lebensgrundsätze.
Ist das nachvollziehbar? Falls ja, müsstest du draufkommen was die Äpfel und was die Birnen sind. Ich sage, der Heilige Geist war ein Korrektiv dich daran zu hindern eine Ehe zu brechen und die Schrift liefert die Grundlehre, die Gott dazu gibt. Du aber triffst für dich deine Entscheidung.
PS: In den Sprüchen kannst du weitere Lehren lesen, was Ehebruch anbelangt. Es waren auch schon andere Männer in Situationen, in denen sie der Heilge Geist dazu gelehrt hatte und ihre Erkenntnisse wurden niedergeschrieben.