oTp hat geschrieben: ↑Fr 14. Aug 2026, 17:47
Ich habe über Swedenborg gar nichts erzählt, nur einen Ausschnitt verlinkt. Fühlst du dich wieder angegriffen, braucht der Streitgeist ein Motiv?
Ja eben, Johncom. Mir kommt es so vor, als habest du gar nicht über das Gesagte nachgedacht. Inhalte sind dir egal ? Ich hoffe nicht.
Und wieder keinerlei Bemerkung zu dem, was ich geschildert habe.
Was genau hast du geschildert? Böse Geister, Hölle, Gefahren? Ich bin viel eingegangen auf solche Phänomene, die man nicht ignorieren muss. In der heutigen Nahtod-, Jenseitsforschung wird auch darüber gesprochen, aber in einem weit größeren Rahmen. Doch ich denke über alles nach, was du bringst, manchmal aber nur kurz weil es immer die gleiche Grundaussage scheint, das Böse, die Bedrohung. Das sieht mir bei dir aus wie eine Besessenheit, ganz ohne okkulte Bedeutung, so wie im Sprachgebrauch wenn man über jeden Fanatismus redet.
Von Swedenborg habe ich nur mal "ganz früher" was gelesen, jetzt mal die KI Gemini befragt, kann nicht beurteilen, ob es so stimmig ist:
Phase 1: Das Erwachen (Resurrektio)
Der Tod ist für Swedenborg lediglich das Abstreifen der materiellen Hülle. Direkt nach dem Versagen des Körpers geschieht Folgendes:
Die Befreiung des Geistes: Der Geist löst sich aus dem Körper, behält aber alle seine Sinne, Erinnerungen und Persönlichkeitsmerkmale.
Sanfte Begleitung durch Engel: In den ersten Momenten nach dem Erwachen wird der Verstorbene nicht alleine gelassen. Höchste, von Liebe geprägte Engel (himmlische Engel) umgeben die Seele, um ihr Schutz und Frieden zu schenken.
Übertragung in die Geisterwelt: Der Verstorbene merkt oft gar nicht, dass er gestorben ist. Swedenborg betont, dass das Jenseits der Erdenwelt zunächst so verblüffend ähnlich sieht, dass viele Geister glauben, sie befänden sich noch im Erdenleben.
Das klingt so ungefähr wie es auch heutige NT-Überlebende beschreiben, aber auch medial Begabte, denen es gelingt, auf Reisen zu gehen.
Phase 2: Die Geisterwelt (Welt der Geister)
Die neu angekommenen Seelen gelangen in einen Zwischenbereich – die Welt der Geister (Mundus Spirituum). Dies ist weder der Himmel noch die Hölle, sondern eine Art Sammel- und Übergangsort, an dem sich zwei wesentliche Schritte vollziehen:
1. Das Ablegen der Masken (Enthüllung des inneren Wesens)
Auf der Erde kann der Mensch heucheln, höflich wirken oder gute Taten vortäuschen, obwohl er im Inneren voll Egoismus oder Hass ist. In der Geisterwelt ist diese Trennung zwischen Äußerem und Innerem nicht dauerhaft möglich:
Der äußere Mensch (gesellschaftliche Erziehung, Höflichkeit, Masken) fällt schrittweise ab.
Der innere Mensch (die tatsächliche Liebesrichtung: Eigenliebe vs. Nächstenliebe/Gottesliebe) kommt vollkommen zum Vorschein.
2. Die Selbstbewertung (Das Buch des Lebens)
Es gibt keinen Gott auf einem Richterstuhl, der Urteile spricht. Das Gedächtnis des Geistes speichert alle Taten, Gedanken und Absichten ab. Vor anderen Geistern und Engeln wird das innere Leben der Seele wie in einem Spiegel offenbart.
Auch die sogenannte Selbstbewertung, heute sprechen sie von einem Lebensfilm, wird immer wieder von denen beschrieben, die eine tiefe NT-Erfahrung durchmachten. Es fällt auch auf, was oft berichtet wird, dass das was man hier auf der Erde darstellte, also öffentlichen Ruhm oder auch Schmach, drüben überhaupt keine Rolle mehr spielt.
Phase 3: Die Wahl des Zielorts (Himmel oder Hölle)
Swedenborg betont ausdrücklich: Niemand wird von Gott in die Hölle verdammt oder in den Himmel versetzt. Die Seele steuert ihren Bestimmungsort selbst an, getrieben von ihrer dominanten Neigung (ihrer „herrschenden Liebe“).
Der Weg in den Himmel: Geister, deren inneres Wesen von Nächstenliebe, Wahrheit und Demut geprägt ist, fühlen sich zur Atmosphäre des Himmels hingezogen. Das Licht und die Wärme des Himmels empfinden sie als pure Seligkeit.
Der Weg in die Hölle: Geister, deren Kern von Egoismus, Herrschsucht und Bosheit bestimmt ist, empfinden das Licht und die Liebe des Himmels als unerträglich (wie stechenden Schmerz oder Erstickungsangst). Sie fliehen aktiv vor dem Himmel und suchen die Gesellschaft von Gleichgesinnten in den düsteren Gefilden der Hölle.
Interessanter Begriff: "Sie fliehen aktiv vor dem Himmel und suchen die Gesellschaft von Gleichgesinnten" ... Und es gibt demnach unzählige Räume. Aber ich denke nicht, dass diese Räume einfach "da sind" wie hier in der materiellen Welt, sondern dass wir sie ständig mit-erschaffen! Durch unsere Gedanken hier. Da drüben ist kein Hausmeister, der bestimmt, da gehst du hin.
Man wird da hingezogen wo man immer schon zuhause war. Für die meisten Verstorbenen ist es das Reich ihrer Ahnen, und wer Karl May gelesen hat, kennt die indianische Vorstellung, die ewigen Jagdgründe. Also ein Paradies, wo "alles da" ist.
Wer mit einem Orden, Bruderschaft, Glaubensgemeinschaft verbunden war, wird, so habe ich es gehört, entsprechend von seinen Brüdern in Empfang genommen.
Fazit
Der Weg der Seele bei Swedenborg ist ein Prozess der Selbstentscheidung: Nach dem Erwachen fällt die Fassade, und der Mensch wendet sich organisch genau der Welt zu, deren Geist er schon während seines Erdenlebens in sich getragen hat.
Auch das geht im Einklang mit vielen Berichten aus der heutigen Jenseitsforschung. Wir hier, mitten im Erdenleben, können unsere Chance wahrnehmen, unser Gewissen erforschen, wo es klemmt, wie tief wir im "Teufelskreis" unserer Fehler noch feststecken, und wir können darum bitten, Hilfe zu bekommen, die uns befreit. Denn es kann schon sein, darauf hast du auch hingewiesen, dass wir nach dem Tod weiter träumen. Dass es dann schwerer fällt, in die oberen Himmel zu gelangen.