Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

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Helmuth
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Re: Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

Beitrag von Helmuth »

Rilke hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 09:42 Na sehr wichtig, wenn wir zum Beispiel von der Trinität sprechen.
Für mich nicht wichtig. Ich sehe nicht, was diese meinen Glauben stabiler oder gar stärker macht. Liebe ich damit meine Mitmenschen mehr? Wird mein Verstand brillianter? Werde ich weiser?

DU kennst sicher Gottes Tatsaches von Ursache-Wirkung als grundsätzliches Kausalprunzip. Aufgrund meiner Umkehr erhalte ich die Taufe mit den Heiligen Geist, weil Gott das auch so will. Das sind von Gott gesetzte Prinzipien, oder wir können auch auf theologischer Ebene von Bundesbedimgungen sprechen.-

Halte ich den Bund Gottes und übertrete ihn nicht, so bleibe ich auch in Gott. Und es gibt eine noch viel tiefer liegende Ursache, in dem Gott ja jeden retten will, wen er nur retten kan. Seine Liebe ist sein größer Antriebsfaktir und der stärkste kausale Grund gnädig an uns zu handeln

Solche Wirkungsweisen lassen sich auch biblisch ausarbeiten. Nehmen wir einen anderen Fall: Ein Mensch lügt, und das immer wieder, alos verstrckt er sich immer mehr in die Fänge des Teufels und wir können auch beobachten, wie es damit Gott uns praktisch bezeugt, wie notorische Lügner mit der Zeit in ihr eigenes Verderben laufen.

So ist Segen und Fluch die Wirkung Gottes auf Gehorsam bzw. Ungehorsam, das auch dem Ursache-Wirkungsprinzip folgt und auch Gotte Wille ist. Wie ist nun die Wirkung des trinitarischen Glaubens bei deren Annahme? Zeig es mir, was dich mit gegenüber mir überlegen macht.

Am Ende kommt nach meiner Erfahrung immer nur raus, dass sich so nur nur die Arroganz erhöht, anstelle den Glauben volkommener zu machen. Das ist die Wirkung, die ich beobachte. Dazu legt uns Gott das Zeugnis der Kirchengeschichte, das letztlich auch eine historische Wahrheit ist. Mir reicht das.
Rilke hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 09:42 Ein anderes gutes Beispiel ist die Heilsrelevanz der Taufe.
Konnten die Menschen vor Christus ohne Taufe gerettet werden, die es damals noch nicht einmal gegeben hatte? Ja. Somit scheitert die dogmatische Setzung schon daran. Ich denke diesen Kurs sollten wir nicht fortsetzen, es ist der beste Weg zum Misserfolg.

Einige Fragen wiederholen sich imme nur, dann wird es mich zum Katz und Mausspiel. Ich empfinde das so, du erkennst das vielleicht nicht, weil es in dir arbeitet. Das verstehe ich schon, aber erlaube mir darauf nicht mehr einzugehen. Es wurden ja schon Antworten gegeben. Du willst sie halt nicht hören und mit geht die Weisheit aus. ;)
Rilke hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 09:42 Aber gerade weil wir fehleranfällige Menschen sind brauchen wir ein Korrektiv, das nicht auf derselben Ebene der Fehleranfälligkeit steht wie wir. Dieses Korrektiv muss unsere Fehler ausbessern, statt sie in sich zu tragen.
Das meine ich, es wieholt sichh immer nur, egal was ich dagegen halte. Du hast den Heiligen Geist, du hast die Schrift und du hast das Gewissen. Das ist mein Dogma, für mich ausreichend und m.E. auch ausreichend biblisch dokumentiert.
Rilke hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 09:42 Meine akzeptierte Form des Korrektivs ist:
1 - Der Heilige Geist
2 - Die Schrift
3 - Das kirchlich gebildete Gewissen
Viel Erfolg. :wave:
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Rilke
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Re: Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

Beitrag von Rilke »

Helmuth hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 10:57 Für mich nicht wichtig. Ich sehe nicht, was diese meinen Glauben stabiler oder gar stärker macht. Liebe ich damit meine Mitmenschen mehr? Wird mein Verstand brillianter? Werde ich weiser?
Du privatisierst deinen Glauben und das halte ich für falsch. Der christliche Glaube ist nicht nur ein private Beziehung zwischen dir und Gott, sondern auch der gemeinsame Glaube der Kirche. Deswegen ist das regelmäßige sonntägliche Zusammenkommen der Gemeinde so wichtig. Machst du das? Betest du deinen Herrn wöchentlich in einer Gemeinde an? Ich merke oft, dass Menschen, denen das fehlt, ihren Glauben mit einen persönlichen, spürbaren Nutzen verknüpfen, anstatt sich als Teil eines lebendigen Leibes zu begreifen.
Der Glaube an die Trinität betrifft ja nicht nur dein persönliches Empfinden oder Glaubensleben sondern das gesamte gemeinsame Bekenntnis der Kirche. Wer ist der Gott, den wir anbeten? Wer ist der Christus, der für uns am Kreuz gestorben ist? Wen bekennen wir in unserer Taufe und im Gottesdienst?
Helmuth hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 10:57 Einige Fragen wiederholen sich imme nur, dann wird es mich zum Katz und Mausspiel. Ich empfinde das so, du erkennst das vielleicht nicht, weil es in dir arbeitet. Das verstehe ich schon, aber erlaube mir darauf nicht mehr einzugehen. Es wurden ja schon Antworten gegeben. Du willst sie halt nicht hören und mit geht die Weisheit aus. ;)
Ja, manche meiner Fragen wiederholen sich, weil sie nicht konkret beantwortet wurden.

Das Thema deines Threads ist ja Glaubensgewissheit. Und die kann ja nicht nur eine subjektive Überzeugung a lá "Ich bin mir da sicher" sein, denn subjektiv überzeugt können sich allerlei Menschen sein, die sich widersprechen. Da herrscht keine objektive Glaubensgewissheit vor.

Der Kern meiner Frage war: Wodurch wird deine Gewissheit geprüft, damit du dir sicher bist, dass sie keine persönliche Überzeugung ist, sondern wirklich geistgeleitete Gewissheit, vor allem in Themen wie Trinität, Taufe, Ekklesiologie, usw.?
Darauf anwortest du bisher nur mit Beispielen aus dem praktischen Leben (KFZ-Handbücher zum Beispiel), oder du weist darauf hin, das Liebe wichtiger sei als Recht zu haben, oder du sagst einfach, dass solche Fragen für dich einfach nicht wichtig seien.
Aber all das beantwortet meine Fragen nicht, deswegen wiederhole ich sie.
Helmuth hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 10:57 Du hast den Heiligen Geist, du hast die Schrift und du hast das Gewissen. Das ist mein Dogma, für mich ausreichend und m.E. auch ausreichend biblisch dokumentiert.
Schön, dass dir das persönlich ausreicht. Aber worüber ich gesprochen habe war, wie wir damit umgehen wenn ein anderer Christ mit derselben Begründung zur gegenteiligen Annahme kommt.
Da sprechen wir ja nicht mehr von Wahrheit und Irrtum, sondern von verschiedenen persönlichen Ansichten.

Und das bringt mich zurück zum eigentlichen Threadthema:
Glaubensgewissheit kann nicht bedeuten, dass man sich selbst innerlich sicher ist. Das ist ein zutiefst subjektives Gefühl, das jeder spüren kann, ganz egal ob er richtig oder falsch liegt.
Also wodurch wird deine Gewissheit - nachdem du sie mit dem Heiligen Geist, der Schrift und deinem Gewissen geformt hast - objektiv geprüft, damit sie mehr ist als nur deine persönliche Überzeugung neben unzähligen anderen persönlichen Überzeugungen, die sich davon unterscheiden?
Was immer ein endliches Wesen begreift, ist endlich.
- Hl. Thomas v. Aquin
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Helmuth
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Re: Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

Beitrag von Helmuth »

Rilke hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 15:02 Der christliche Glaube ist nicht nur ein private Beziehung zwischen dir und Gott, sondern auch der gemeinsame Glaube der Kirche.
Ich kam ohne Kirchengemeinde zum Glauben. Später kam es zur Gemeinschaft mit Brüdern. Klarerweise stärkt der gemeinsame Glaube, nur ginge das in jede Richtung. Gemeinschaften aller Art werden durch eine gemeinsame Ideologie zusammengehalten. Das gilt sogar unter Satanisten. Dazu Jesu Wort:
Markus 3:24-26 hat geschrieben: Und wenn ein Reich mit sich selbst entzweit ist, so kann jenes Reich nicht bestehen. Und wenn ein Haus mit sich selbst entzweit ist, so wird jenes Haus nicht bestehen können. Und wenn der Satan gegen sich selbst aufsteht und entzweit ist, so kann er nicht bestehen, sondern hat ein Ende.
Das ist zwar negativ formuliert, bedeutet aber, dass auch Gottlose Einheit haben, oder jede Kriegsspartei für sich, sonst würde ihre Gemeinschaft zerfallen. Eine gemeinsame Insitution ist daher kein Garant für Einheit gewirkt durch Gott. Gerade darum gibt es so viele Denominationen.
Rilke hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 15:02 Der Kern meiner Frage war: Wodurch wird deine Gewissheit geprüft, damit du dir sicher bist, dass sie keine persönliche Überzeugung ist, sondern wirklich geistgeleitete Gewissheit, vor allem in Themen wie Trinität, Taufe, Ekklesiologie, usw.?
Gleiche Frage, gleiche Antwort:

1 - Der Heilige Geist
2 - Die Schrift
3 - Mein Gewissen

Die dreifache Schnur ist reißfest. Kirchenzusätze brauche ich nicht. Es macht nichts sicherer. Dazu vielleicht wieder ein Gleichnis: Welcher Safe gilt als sicher? Nun, er sollte aus legiertem Stahl sein, ein professionelles Schloss haben und eine Zahlenkombination, über die nur der Besitzer verfügt.

Du meinst nun: Das reicht nicht, er muss in geometrischer Form eines Würfel gebaut sein, erst dann ist er sicher, das hätten deine Experten so gesagt, sonst wären die anderen Kriterien nicht wirksam.

Meiner hat eine Quaderform, aber ich sehe, dass er sicher ist und ich benütze ihn schon seit 30 Jahren. Du kannst deinen von mir aus als Würfel haben. Du hast mir damit aber nicht bewiesen, dass er deswegen sicherer ist als meiner.

In Wahrheit ist mit dir m.E. Folgendes passiert. Man bindet dich an den Hersteller, der Safes in Würfelform baut, damit du deren Kunde bleibst. Sicherer ist er deswegen nicht, aber daran glaubst du, weil du dem Hersteller mehr verstraust als deinem geschulten Verstand, der den Unfug erkennen könnte.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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