Helmuth hat geschrieben: ↑Do 30. Okt 2025, 06:42
Zippo hat geschrieben: ↑Di 28. Okt 2025, 12:10
Der Herr Jesus fordert auch zu einer Nachfolge, wo man sein Kreuz auf sich nehmen soll, das bedeutet sicher auch so manches Leid.
Sein Kreuz meint in dem Fall, das Kreuz des Nachfolgers. Ja, das kann man eigentlich nur machen, weil man all seine Hoffnung auf ihn setzt. Keiner leidet gerne, wenn ein Mensch ihm Leid zugefügt hat. So etwas würde Jesus uns auch nicht antun wollen, aber um unserer Hoffnung seinetwegen erträgt man auch dieses.
Zippo hat geschrieben: ↑Di 28. Okt 2025, 12:10
Der Herr Jesus Christus hat offensichtlich nicht immer nur im Sinne, daß es uns gut geht.
Oje, jetzt biegst du schon wieder in diese Gasse an. Mit Verlaub, das diskutiere ich mit dir nicht mehr. Du kannst das mit anderen tun, auf mich hörst du ja auch nicht.
Hast du jemals mit Verstand die Apostelgeschichte gelesen ? Was hat denn der Herr Jesus dem Ananias gesagt, als er Paulus begegnen sollte, den ehemaligen Christenhasser.
[Apg. 9,14-1] Der Herr sprach zu ihm: Gehe hin; denn dieser ist mir ein auserwähltes Rüstzeug, dass er meinen Namen trage vor den Heiden und vor den Königen und vor den Kindern von Israel. Ich will ihm zeigen wieviel er leiden muss um meines Namens willen.
Christen müßen in dieser Welt leiden, das ist ihnen so bestimmt.Das liegt daran, daß sie in der Welt leben bzw. in der Finsternis. Warum haben denn so viele aufrechte Christen in der Welt gelitten und ein Märtyrium erlebt ?
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Di 28. Okt 2025, 12:10
Die wahre Abrechnung soll dann im Himmel erfolgen, wenn der Gute für sein Werk belohnt und der Böse für sein Werk bestraft wird.Joh 5,29 Damit kann sich so mancher Mensch nicht abfinden empfindet diese Behandlung als ungerecht und verkehrt.
Ich denke, in dem Fall meinst du dich eher selbst, aber ja, viele Nichtchristen denken ganz gewiss so. Solche kenne ich auch genug. Sie genießen daher diese kurze Leben, solange es geht. Der Grund ist, dass sie ohne unsere Hoffnung leben. Das sagt auch Paulus:
Eph 2,12 hat geschrieben: Dass ihr zu jener Zeit ohne Christus wart, entfremdet dem Bürgerrecht Israels und Fremdlinge betreffs der Bündnisse der Verheißung, keine Hoffnung habend und ohne Gott in der Welt.
Diese Hoffnung macht einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Leben eines Christen und dem eines Nichtchristen aus. Das siehst du z.B. sehr deutlich, wenn jemand mit dem Tod seiner engsten Angehörigen konfrontiert ist.
Und du glaubst, nur der Glaube legt den Schalter um und dann landest du im Himmel und nicht in der Hölle ? Plötzlich bist du Gottes Hausgenosse und hast eine Hoffnung auf das Leben nach dem Tod ?
Eigentlich willst du ja ein schönes Leben haben und das ist ja auch gut nachzuvollziehen. Aber, derjenige, der nur ein schönes Leben hatte und hat nicht gelitten, der wirkt doch irgendwie suspekt.
Vielleicht bist du ja auch von diesem Wohlstands- und Wohlfühlevangelium beseelt, das Joyce Meyer gerne predigt.
Ich kann aber nirgendwo lesen, daß fromme Menschen ein gutes Leben gehabt haben und wenn es so war, dann waren sie nicht echt.
Ich selbst empfinde das auch als ungerecht, aber das ist nun mal Gottes Art, den Glauben der Menschen zu prüfen, dazu hat er auch Satan in der Welt gelassen. Der will die Christen sichten und das ist nicht angenehm. Man liest es ja in der Geschichte von Hiob. Warum haben denn die Propheten so gelitten und Hiob mußte unter Einfluss Satans auch ganz gewaltig leiden und wird damit eine Art Vorbild für einen geprüften Menschen ?
[Jak. 5,10-11] Nehmet, meine lieben Brüder, zum Exempel des Leidens und der Geduld die Propheten, die geredet haben in dem Namen des Herrn. Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Die Geduld Hiobs habt ihr gehört, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen; denn der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Di 28. Okt 2025, 12:10
Ist Jesus nur unsere Hoffnung, wenn wir bereit sind, mit ihm leiden, wenn wir uns so behandeln lassen, wie er sich hat behandeln lassen ?
Er ist ja unser Vorbild, den wir nacheifern sollen und er wurde ja für sein gutes Werk bestraft und für die Wahrheit gekreuzigt.
Er ist in allem mein Vorbild, in Freud wie in Leid. Keiner sagt aber, dass Nachfolge nur Leid ist. Aber so lernen wir zu überwinden. Darum setze ich all meine Hoffnung, die ja ohne den Glauben gar nicht gegeben wäre, auf ihn. Jesus hatte sein Leid auch überwunden.
Das Leid Jesu war nicht schön, aber die ihm nachfolgen, die will Gott ja auch leiden lassen, um die Echtheit zu prüfen.
[Mt. 10,25-28] Es ist dem Jünger genug, dass er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheißen, wie viel mehr werden sie seine Hausgenossen also heißen! So fürchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das es nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was ihr hört in das Ohr, das predigt auf den Dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht können töten; fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.
Helmuth
Seine Todeswoche war schrecklich und keiner würde mit ihm tauschen wollen. So musste er von allen verlassen durch die Scheißgasse durch, und all das unseretwegen. Aber sieh ihn heute an. Was ist dann eine Woche im Vergleich zu dem, was er jetzt hat und ist?
Da wurde jemand trotz seiner guten Werke bestraft und für die Verkündigung der Wahrheit gekreuzigt. Aber Gott war mit ihm und hat ihm geholfen, diese Marter und diese fatale Ungerechtigkeit zu überwinden.
Er hat es aus Liebe zu Menschen getan und aus Liebe zu Gott, dessen Gerechtigkeit er achtet. Wahrscheinlich hat er auch besser verstanden, warum es sein sollte, wie viele Betrachter. Lk 24, 16-31
Aber seine Nachfolger wird er auch leiden lassen, das bleibt nicht aus. Man kann nicht sagen, daß der Herr Jesus nur will, daß es uns gut geht. Das war ja der Ausgangspunkt für meine Gedanken.
Wer dem Herrn Jesus nachfolgt riskiert seine Träume, singt Theo Lehmann und muß auch Leid in kauf nehmen.
Helmuth
Diese Hoffnung trägt mich. Aber weiß du, was ich denke? Er leidet auch heute noch, wenn er sich ansieht, was die Menschen in ihrer Sünde alles tun. Wir sind ja auch sein Leib. Also teilt er Freud und Leid auch mit uns:
1. Kor 12,26 hat geschrieben: Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; oder wenn ein Glied verherrlicht wird, so freuen sich alle Glieder mit.
So kommt es, daß im Leid viele Menschen beten und an leidende Menschen denken, das macht der Heilige Geist, der alle Christen miteinander verbindet.
Gruß Thomas