Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Verfasst: Mo 9. Mär 2026, 21:02
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Was soll dieser Quatsch? Dann halte dich daran, also einfach vorauszuschiessen. Damit hast du schon deinen ganzen Beitrag vernichtet.
Nun, wenn du einen Text aus der Tenach studieren willst, solltest du nicht eine christologische Brille aufsetzten, und so diese Ideologie in jüdische Texte legen. Und dann pflückst du ein einzelnes Wort aus einem Satz heraus… wie kann man auch!
Und trotzdem willst du den Text theologisch betrachten. Was nun?
2.Kön 18,5 Er (Hiskia) vertraute auf den HERRN, den Gott Israels; und nach ihm ist seinesgleichen nicht gewesen unter allen Königen von Juda noch unter denen, die vor ihm waren.
6 Und er hing dem HERRN an, er wich nicht von ihm ab; und er beobachtete seine Gebote, die der HERR dem Mose geboten hatte.
Wer nicht nach deiner Pfeife tanzt, den diskriminierst du.Helmuth hat geschrieben: ↑Di 10. Mär 2026, 07:52 Du hast scheinbar rein gar nichts verstanden und konterst bloß. Die Frage war ganz simpel. Für dich ohne theologisches Qua Qua, es geht um einen reinen Sorachaspekt:
Lässt sich El-Gibor als Smichut lesen oder nicht? Vielleicht musst du ja erst eruieren, was eine Smichut ist, das weiß ich ja nicht. In dem Fall könntest du das gar nicht beantworten.
Die Sprache stammt so wenig vom Affen ab wie der Mensch, hätte ich gesagt.luett-matten hat geschrieben: ↑Mo 9. Mär 2026, 20:56Stammt die Sprache vom Affen ab oder ist sie geistigen Ursprungs?
Dass du das überhaupt beantwortest, finde ich bemerkenswert. Ich hab's einfach stehen lassen. Eine für mich an Dummheit grenzende Frage mit logischen Argumenten zu beantworten hielte ich wie Affen aus der Jesajarolle vorzulesen und sie zu fragen, ob sie verstanden haben.
Also ich hab mich auch im Thread etwas eingelesen und gebe meine Ansicht dazu.
Für die historische Entwicklung ja, nicht aber als Torah. Du weißt sehr gut, was Torah dem Sinn nach heißt und warum sie unverzichtbar ist.Rilke hat geschrieben: ↑Di 10. Mär 2026, 14:10 Die Septuaginta ist die Schrift der ersten Christen und der Exiljuden gewesen. Wenn wir also verstehen wollen, wie das Christentum im Laufe seiner jungen Karriere gedacht und gelehrt hat, ergibt ein Blick in die Septuaginta meiner Meinung nach sehr viel Sinn.
Sie ist es aber, das ist meine derzeit feste Auffassung. Allein schon die dumme Verwechslung von elohim mit angelos, oder das dümmliche kyrios mit JHWH, wie es die Christen dann übernommen haben, sodass selbst der NT Text teilweise für Verwirrung sorgt.
Eine üble Mischung aus radikalem Judentum und dennoch verhaftet im philosophischen Denken ist ein Gift, wie es z.B. auch die Sadduzäer waren, die biblische Fakten nicht glauben wollten. Und von solchen lässt du dir Heilige Schrift übersetzen, und das als Jude? Au weia.Apg 9,29 hat geschrieben: Und er redete und stritt mit den Hellenisten; sie aber suchten ihn umzubringen.
Jüdischen Denken durch und durch, aber unverfälscht. Soweit meine Position, die ich aus verfügbaren historischen Quellen schöpfe, zu der klarerweise auch die Bibel gehört. Aus welche Quellen schöpfst du deine positive Haltung zur LXX?1. Kor 5,8 hat geschrieben: Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seiet, wie ihr ungesäuert seid. Denn auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet worden. Darum lasst uns Festfeier halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit.
Dass du den protomasoretischen Text bevorzugst, ist legitim. Aber daraus folgt nicht, dass er mit dem ursprünglichen Wortlaut ident ist.Helmuth hat geschrieben: ↑Di 10. Mär 2026, 14:42Sie ist es aber, das ist meine derzeit feste Auffassung. Allein schon die dumme Verwechslung von elohim mit angelos, oder das dümmliche kyrios mit JHWH, wie es die Christen dann übernommen haben, sodass selbst der NT Text teilweise für Verwirrung sorgt.
Der Heilge Geist lässt herzlich grüßen, aber er kann die Irrtumsanfälligkeit des Menschen nicht korrigieren. Ich habe mich davon gelöst, eben weil der hebräische Text, der sog. protomasoretische auch der ursprüngliche Text ist. Alle späteren ÜS basieren darauf dem masoretischen. Die Jesaja-Rolle aus Qumran bestätigt sehr gut wie zuverlässig der spätere Text ist. Da braucht man die LXX nicht mehr.
Nun, wie gesagt, wir haben keinen Grund anzunehmen, dass es zur Zeit der Qumran-Niederschriften eine einheitlich fixierte Textgestalt gab. Es gibt Hinweise darauf, dass einige Schriften deutliche Abweichungen aufweisen und dass sich einige Autoren frei fühlten, Texte zu verändern. Insofern schenke ich den hebräischen Schriften kein blindes Vertrauen.