Es war ein faux pas, nimm es leicht, Bruder! Mir unterläuft sowas öfter als Dir.
Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Was soll dieser Quatsch? Dann halte dich daran, also einfach vorauszuschiessen. Damit hast du schon deinen ganzen Beitrag vernichtet.
Nun, wenn du einen Text aus der Tenach studieren willst, solltest du nicht eine christologische Brille aufsetzten, und so diese Ideologie in jüdische Texte legen. Und dann pflückst du ein einzelnes Wort aus einem Satz heraus… wie kann man auch!
Und trotzdem willst du den Text theologisch betrachten. Was nun?
Aha, du willst es doch nicht wissen. Jesaja 9,5 hat nichts mit Jesus zu tun (das Thema hatten wir ja schon mal), sondern mit Jecheseki, und passt somit zu Jesaja 7 und Jesaja 11 zusammen, denn:
2.Kön 18,5 Er (Hiskia) vertraute auf den HERRN, den Gott Israels; und nach ihm ist seinesgleichen nicht gewesen unter allen Königen von Juda noch unter denen, die vor ihm waren.
6 Und er hing dem HERRN an, er wich nicht von ihm ab; und er beobachtete seine Gebote, die der HERR dem Mose geboten hatte.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Du hast scheinbar rein gar nichts verstanden und konterst bloß. Die Frage war ganz simpel. Für dich ohne theologisches Qua Qua, es geht um einen reinen Sorachaspekt:
Lässt sich El-Gibor in Jesaja 9:5 als Smichut lesen oder nicht? Vielleicht musst du ja erst eruieren, was eine Smichut ist, das weiß ich doch nicht. In dem Fall könntest du das gar nicht beantworten.
Lässt sich El-Gibor in Jesaja 9:5 als Smichut lesen oder nicht? Vielleicht musst du ja erst eruieren, was eine Smichut ist, das weiß ich doch nicht. In dem Fall könntest du das gar nicht beantworten.
Zuletzt geändert von Helmuth am Di 10. Mär 2026, 08:01, insgesamt 1-mal geändert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Wer nicht nach deiner Pfeife tanzt, den diskriminierst du.Helmuth hat geschrieben: ↑Di 10. Mär 2026, 07:52 Du hast scheinbar rein gar nichts verstanden und konterst bloß. Die Frage war ganz simpel. Für dich ohne theologisches Qua Qua, es geht um einen reinen Sorachaspekt:
Lässt sich El-Gibor als Smichut lesen oder nicht? Vielleicht musst du ja erst eruieren, was eine Smichut ist, das weiß ich ja nicht. In dem Fall könntest du das gar nicht beantworten.
Aber ob du es glauben willst oder nicht, ich hatte mich schon mehrmals, und diesen Jänner intensiv mit dem Text und dem Kontext von Jes 7 - 11, auch damit verbunden mit Hesekiel auseinander gesetzt.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Das ist wieder keine Antwort. Dann lassen wir es, vielleicht findet sich ein anderer, unser Prof. eventuell? Für mich wäre es auf Basis meiner bisherigen Hebräisch-Kenntnisse möglich und dem folgen auch viele jüdische Ausleger. Mir geht es dabei jedoch um sprachliche Fakten, weniger um theologische Deutung.
Mir ist auch klar, dass grundsätzlich der Kontext vor der Grammatik steht und so handhabe ich das auch, es darf dabei aber die Grammatik nicht überrollt werden, sonst zerrt man den Aussagesinn bewusst in eine andere Richtung als Jesaja sagen wollte. Am Ende wollen wir uns der Wahrheit verpflichtet wissen und nicht einer Theologie.
Mir ist auch klar, dass grundsätzlich der Kontext vor der Grammatik steht und so handhabe ich das auch, es darf dabei aber die Grammatik nicht überrollt werden, sonst zerrt man den Aussagesinn bewusst in eine andere Richtung als Jesaja sagen wollte. Am Ende wollen wir uns der Wahrheit verpflichtet wissen und nicht einer Theologie.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Die Sprache stammt so wenig vom Affen ab wie der Mensch, hätte ich gesagt.luett-matten hat geschrieben: ↑Mo 9. Mär 2026, 20:56Stammt die Sprache vom Affen ab oder ist sie geistigen Ursprungs?
Was immer ein endliches Wesen begreift, ist endlich.
- Hl. Thomas v. Aquin
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Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Dass du das überhaupt beantwortest, finde ich bemerkenswert. Ich hab's einfach stehen lassen. Eine für mich an Dummheit grenzende Frage mit logischen Argumenten zu beantworten hielte ich wie Affen aus der Jesajarolle vorzulesen und sie zu fragen, ob sie verstanden haben.
Vielleicht frage ich sie nach der Smichut, ich werde einen Zoobesuch machen.
Ok, Humor muss auch mal sein, passt schon.
(ja, auch ich gehe hin und wieder OT
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Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Also ich hab mich auch im Thread etwas eingelesen und gebe meine Ansicht dazu.
Ich denke, der hebräische Text hat Gewicht, aber ist nicht exklusiv. Die Septuaginta ist die Schrift der ersten Christen und der Exiljuden gewesen. Wenn wir also verstehen wollen, wie das Christentum im Laufe seiner jungen Karriere gedacht und gelehrt hat, ergibt ein Blick in die Septuaginta meiner Meinung nach sehr viel Sinn.
Insofern ist der hebräische Text für die Exegese unverzichtbar, aber die Septuaginta darf nicht einfach als spätere Verfälschung abgetan werden.
Was immer ein endliches Wesen begreift, ist endlich.
- Hl. Thomas v. Aquin
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Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Für die historische Entwicklung ja, nicht aber als Torah. Du weißt sehr gut, was Torah dem Sinn nach heißt und warum sie unverzichtbar ist.Rilke hat geschrieben: ↑Di 10. Mär 2026, 14:10 Die Septuaginta ist die Schrift der ersten Christen und der Exiljuden gewesen. Wenn wir also verstehen wollen, wie das Christentum im Laufe seiner jungen Karriere gedacht und gelehrt hat, ergibt ein Blick in die Septuaginta meiner Meinung nach sehr viel Sinn.
Sie ist es aber, das ist meine derzeit feste Auffassung. Allein schon die dumme Verwechslung von elohim mit angelos, oder das dümmliche kyrios mit JHWH, wie es die Christen dann übernommen haben, sodass selbst der NT Text teilweise für Verwirrung sorgt.
Der Heilge Geist lässt herzlich grüßen, aber er kann die Irrtumsanfälligkeit des Menschen nicht korrigieren. Ich habe mich davon gelöst, eben weil der hebräische Text, der sog. protomasoretische auch der ursprüngliche Text ist. Alle späteren ÜS basieren auf dem späteren masoretischen. Die Jesaja-Rolle aus Qumran bestätigt sehr gut wie zuverlässig der spätere Text ist. Da braucht man die LXX nicht mehr.
Die LXX ist teilweise ein echter Kauderwelsch, weil Hellenisten die Übersetzung vorangetrieben haben und dann auch noch die Apokryphen aufgenommen haben. Sie haben im Kanon nichts verloren, meine feste Meinung.
Die LXX ist das Werk assimilierter Auslandsjuden in der Diaspora unter den Griechen, darum Hellenisten. Viele hatte nur mehr einen Glauben wie heute Traditionschristen vermischt mit heidnischen Elementen, das kann man m.E. 1:1 damit vergleichen. Sie waren möglicherweise auch die späteren Antichristen, jedenfalls waren sie schon dem Paulus feind:
Eine üble Mischung aus radikalem Judentum und dennoch verhaftet im philosophischen Denken ist ein Gift, wie es z.B. auch die Sadduzäer waren, die biblische Fakten nicht glauben wollten. Und von solchen lässt du dir Heilige Schrift übersetzen, und das als Jude? Au weia.Apg 9,29 hat geschrieben: Und er redete und stritt mit den Hellenisten; sie aber suchten ihn umzubringen.
Es stimmt, dass viele Heidenchristen auf eine LXX angewiesen waren, aber wenn sie der Heilige Geist recht geführt hat, dann ist das nicht so tragisch, sie hatten ja die Apostel, und es werden nur theolgoische Auffassungen verzerrt, aber nicht ihr Annahme von Gott. Anders ist das bei halbherzig Gläubigen. Sie fressen alles, was ihnen ins Schema passt. Paulus sagt auch ein gewichtiges Wort:
Jüdischen Denken durch und durch, aber unverfälscht. Soweit meine Position, die ich aus verfügbaren historischen Quellen schöpfe, zu der klarerweise auch die Bibel gehört. Aus welche Quellen schöpfst du deine positive Haltung zur LXX?1. Kor 5,8 hat geschrieben: Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seiet, wie ihr ungesäuert seid. Denn auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet worden. Darum lasst uns Festfeier halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit.
Und was wäre deine Antwort zur Smichut-Anfrage?
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Re: Sprach- und ÜS-Schwierigkeiten
Dass du den protomasoretischen Text bevorzugst, ist legitim. Aber daraus folgt nicht, dass er mit dem ursprünglichen Wortlaut ident ist.Helmuth hat geschrieben: ↑Di 10. Mär 2026, 14:42Sie ist es aber, das ist meine derzeit feste Auffassung. Allein schon die dumme Verwechslung von elohim mit angelos, oder das dümmliche kyrios mit JHWH, wie es die Christen dann übernommen haben, sodass selbst der NT Text teilweise für Verwirrung sorgt.
Der Heilge Geist lässt herzlich grüßen, aber er kann die Irrtumsanfälligkeit des Menschen nicht korrigieren. Ich habe mich davon gelöst, eben weil der hebräische Text, der sog. protomasoretische auch der ursprüngliche Text ist. Alle späteren ÜS basieren darauf dem masoretischen. Die Jesaja-Rolle aus Qumran bestätigt sehr gut wie zuverlässig der spätere Text ist. Da braucht man die LXX nicht mehr.
Die Qumranfunde zeigen, dass es zur Zeit des Zweiten Tempels keine einheitlich festgelegte Textgestalt gab. Manche Handschriften stehen dem späteren hebräischen Text sehr nahe, andere weichen davon ab. Der Text war damals noch in einem Standardisierungsprozess. Die offizielle DSS-Seite schreibt sogar ausdrücklich, dass die zeitgenössischen Gruppen kein einheitliches Konzept eines autoritativen Schriftbestands hatten.
Also wie kommst du darauf, dass der protomasoretische Text mit den Originalmanuskripten ident ist?
Nun, wie gesagt, wir haben keinen Grund anzunehmen, dass es zur Zeit der Qumran-Niederschriften eine einheitlich fixierte Textgestalt gab. Es gibt Hinweise darauf, dass einige Schriften deutliche Abweichungen aufweisen und dass sich einige Autoren frei fühlten, Texte zu verändern. Insofern schenke ich den hebräischen Schriften kein blindes Vertrauen.
Außerdem sehe ich den historischen Aspekt: Wenn die Septuaginta für die ersten Christen gut genug war (und das war sie), warum dann nicht für uns?
Was immer ein endliches Wesen begreift, ist endlich.
- Hl. Thomas v. Aquin
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