Magdalena61 hat geschrieben: ↑So 31. Mai 2026, 03:55
Wie definierst du "ein gnädiges Jahr des HERRN"?
Wie schon gesagt, das Wort hat nichts mit „Gnade“, der Gnade Gottes zu tun zu tun:
Jes 61,2 (Elberfelder) um auszurufen das Jahr der Annehmung des HERRN und den Tag der Rache unseres Gottes und zu trösten alle Trauernden;
Da steht רָצוֹן֙ (rātson) Wohlgefallen, Gunst: Abgeleitet von רָצָה (rātsāh)
Gnade, wie z.B.:
Ps 86,15 Du aber, Herr, bist ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und groß an Güte und Wahrheit.
חָנַן (chānan) gnädig, Gnade, begnadigen.
Der Vers aus Ps 86 könnte noch fast zu Jesaja 61 passen:
Gottes Barmherzigkeit und Gnade ist um X-mal grösser als Sein Zorn. In Jes 61: Ein Jahr der Gunst gegenüber einem Tag der Rache.
Das „Jahr“ bezeichnet wohl weniger ein Kalenderjahr, sondern der Beginn einer neuen Zeitperiode. Und was in dieser Periode passiert, wird dann weiter beschrieben. Da wird wieder aufgebaut (V4), was lange zerstört war. Fremde werden helfen. Und das Volk soll ein Priester JHWH’s genannt werden.
Und so freut sich dann Jerusalem über ihr neues „Gewand“ V10, welches Gott geben wird. Also alles unererfülltes zur Zeit Jesu.
Also hier in Jes 61 wird keine „Gnadenzeit“ christlicher Art beschrieben.
Ebenso auch
Jes 49,7-10
7 So spricht der HERR, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu dem von jedermann Verachteten, zu dem Abscheu der Nation, zu dem Knecht der Herrscher: Könige werden es sehen und aufstehen, Fürsten, und sie werden sich niederwerfen, um des HERRN willen, der treu ist, des Heiligen Israels, der dich erwählt hat.
8 So spricht der HERR: Zur Zeit der Annehmung habe ich dich erhört, und am Tag der Rettung habe ich dir geholfen. Und ich werde dich behüten und dich setzen zum Bund des Volkes, um das Land aufzurichten, um die verwüsteten Erbteile auszuteilen,
9 um den Gefangenen zu sagen: Geht hinaus! Zu denen, die in Finsternis sind: Kommt ans Licht! Sie werden an den Wegen weiden, und auf allen kahlen Höhen wird ihre Weide sein;
10 sie werden nicht hungern und nicht dürsten, und weder Kimmung noch Sonne wird sie treffen. Denn ihr Erbarmer wird sie führen und wird sie leiten an Wasserquellen.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑So 31. Mai 2026, 03:55
Aha, du weißt also offensichtlich, was die Juden damals dachten. Wow.
Juden lernten schon dazumal die Torah, die Tenach als Kinder. Denn es war ihr Lernmaterial. Also darr man ruhig davon ausgehen, dass die Gelehrten den Kontext kannten.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑So 31. Mai 2026, 03:55
Authentische Bibellehrer erdreisten sich nicht, die Worte Jesu zu negieren.
Wenn das Dogma über dem authentischen liegt, so ist vorprogrammiert, da Jesus sich nicht täuschen dufte, da er als eine perfekte Person dargestellt wird, ansonsten ja ein Teil des christlichen Dogmas zerbröckelt.
Also ich ein längeres chr. Seminar über Bibelstudium besuchte, was eines der Ersten Sätze: vergessen, was man weiss, sondern sich in den Text hineinlesen, hineindenken, wichtig ist der Kontext, der Adressat (was hier bei Jesus sowieso nicht passt), danach weiters Umfeld usw… also nicht eine Lehre in einen Text legen, sondern den Text verstehen zu wollen.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑So 31. Mai 2026, 03:55
Dein Problem ist:
Also was da geschrieben ist, passt doch treffen zum christlichen Dogma. Dass die Lehre über dem geschrieben steht. Also das ist nicht mein Problem, sondern die Vorgabe der christlichen Lehre, wie was in der Tenach zu verstehen sei.
Denn ich frage ja genau: was sagte die Bibel, respektive was spricht Gott, im Gegensatz zur ch. Theologie, welche ihre Lehre über die Texte stülpt.
Also deine haltlose Unterstellung kannst du bei deinen (angeblichen) „Authentischen Bibellehrer“ vorbringen.
Magdalena61 hat geschrieben: ↑So 31. Mai 2026, 03:55
Ein leiblicher Nachkomme Josefs hätte aufgrund des Fluches in Jer. 22,30 kein Anrecht gehabt auf den Thron.
Tja, diese künstlichen wiedersprechenden Stammbäume Jesu, Fehlerbehaftet usw….
Um so mehr muss Jesu aber von Menschen gezeugt sein, denn die Verheissung ist nun mal auf dem Samen Davids… denn der kommende Fürst (Messias) ist ein Mensch, der und JHWH ist sein Gott…