Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mi 5. Aug 2026, 00:08
Man kann auch der Schrift glauben, weil sie das inspirierte Wort Gottes ist. Das ist aber schon schwieriger, weil wir nur Übersetzungen der Übersetzungen haben und so vieles nicht verstehen.
Darum ist die Schrift auch nur eines der drei Korrektive. Ich denke heute, das stärkste der drei ist das Gewissen und so komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass es die Schnittstelle ist, wie der Heilige Geist uns leitet, eben durch das Gewissen.
Gewissen benötigt nicht zwingend Wissen. Klarerweise ist nichts zu wissen keine Option, man muss Dinge wissen, aber nicht alles, bzw. nicht alles zu 100%. Das kann kein Mensch. Darum brauchen wir auch Offenabarung. So denke ich hat sich Gott Noah, Abraham etc. auch offenbart, sonst gäbe es kein 1. Buch Mose.
Ziska hat geschrieben: ↑Sa 1. Aug 2026, 11:22
Das mosaische Gesetz mit den Opfervorschriften gab es noch nicht.
Das passt gerade gut zur meiner Gewissenabhandlung. Noah oder Abraham mussten nicht wissen, wie man richtig opfert oder welche Tiere man dafür nehmen sollte. Ich gehe davon aus, dass diese Dinge einer kulturellen Tradition folgten, die möglicherweise mit Abel begonnen hatte. Aber sie erkannten, dass sie Schuld tragen und sich durch das Opfer mit Gott wieder versöhnt haben.
Wer aber sagte ihnen, dass sie nun etwas opfern sollten? Ich denke, das unreine Gewissen, das durch das Opfer wieder rein geworden ist. Und diese Reinigung kann niemand anderer vornehmen als Gott, der Heilige Geist selbst, wobei heute das Opfer Jesu diese Versöhnung schafft.
Bei Abraham (damals noch Abram) verhält es sich auch so, dass ihm JHWH sogar dezidiert ein Opfer angewiesen hatte:
1Mose 15:9-10 hat geschrieben: Da sprach er zu ihm: Hole mir eine dreijährige junge Kuh und eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder und eine Turteltaube und eine junge Taube. Und er holte ihm diese alle und zerteilte sie in der Mitte und legte jede Hälfte der anderen gegenüber; aber das Geflügel zerteilte er nicht.
Über dieses Opfer kann man theologisieren und sich dabei verrennen, und Hand aufs Herz: Versteht wer, warum mehrere Tier nötig waren und warum das Geflügel nicht geteilt wurde? Keine Ahnung, das weiß ich auch heute nicht.
Aber ich frage: Muss ich das wissen? Ich sage nein. Brauche ich das für meine Glaubensgewissheit? Nein, dafür schon gar nicht. Doch anderseits: Muss ich ein reines Geiwssen haben? Ja, und ich denke das war schon bei Noah und Abraham so. Ansonsten ist Glaubensgewisseheit keine Tatsache, sondern möglicherweise nur eine Einbildung.