Helmuth hat geschrieben: ↑Sa 11. Apr 2026, 08:07
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Fr 10. Apr 2026, 23:19
Wenn wir im Jenseits "wie die Engel" sind - also alle "Single" und kinderlos -- werden wir uns dann wohlfühlen? Das ist doch ein ganz anderes System als auf Erden.
Kinderlos ja, aber ob das Wort "Single" zutrifft? Wir sind eine weit größere Gemeinschaft als "eine" Familie, bei der alle "eins" sind.
Auf ein "Klosterleben", etwa im Stil der Hutterer, wäre ich nicht unbedingt scharf. Damit meine ich "pausenlos umgeben", also, nie mehr alleine, privat, ungestört... sein zu können.
Ich bin viel alleine, und ich bin damit zufrieden. In mir sind so viele Gedanken, der Tag ist nicht lang genug, dass ich alles tun könnte, was ich gerne tun würde... irgendwann fordert die Erschöpfung eine Pause; ein Ende der Aktivitäten. Zu viel "Gesellschaft" empfinde ich als anstrengend.
Ich denke, du legst hier irdische Maßstäbe an himmlische an.
Andere habe ich ja nicht.
Wenn das Jenseits so viel anders wäre als hier, wozu üben wir dann, die Gesetzmäßigkeiten dieser Erde zu lernen und uns danach zu richten? Wozu üben wir es, Beziehungen zu leben und ein gesellschaftstaugliches Verhalten? Wir werden auf Leben in dieser Form, wie wir es durchlaufen, konditioniert und sollen uns damit für die Ewigkeit qualifizieren. Das sagen ja sogar die Rekarnationsfans. Also-- SO viel anders
sollte es wirklich nicht werden-- Welchen Sinn macht es, mühsam Russisch oder Chinesisch zu lernen, wenn man diese Fähigkeiten am dauerhaften, ewigen Wohnort dann gar nicht gebrauchen kann?
Abraham und Lazarus waren zusammen im "Paradies", und sie kannten sich. Abraham lebte lange vor Lazarus.
Im AT liest man öfter von verschiedenen Personen, sie werden "zu ihren Vätern versammelt".
4. Mose 31 Damit ist der leibliche Tod gemeint.
"Väter" lässt auf eine Beziehung des Probanden zu den bereits Entschlafenen schließen, familiär oder kollektiv (Gemeinde, Gesellschaft).
Es wird anders sein, aber besser denke ich und es übertrifft alles, was wir uns hier auf Erden vorstellen könnten.
Na ja, da ist auch Wunschdenken mit dabei.
Wenn ich meine Position verändere, möchte ich wenigstens ungefähr wissen, was mich erwartet. Damit ich mich innerlich darauf vorbereiten und eventuell noch Änderungswünsche anbringen kann.
Einfach nur über grüne Wiesen zu laufen und Hallelujah zu singen... also... wer will, kann das ja machen.
Meins wäre das nicht so.
Vorsichtig sollten wir jedoch handhaben wie wir über jeden trauern, denn wer weiß, wie wir sie eines Tages wiedersehen werden, als Erlöste oder Unterlöste. Das könnte zu einer Enttäuschung führen, die wir dann auch überwinden müssen, denn Jesus erkennt nicht jeden an.
Das ist ein Punkt, der mich echt bedrückt. Es ist mir bekannt, dass Evangelikale nur für (noch) Lebende Fürbitte tun.
Aber wenn solche Gedanken kommen... ich bin nicht sicher, ob dieser oder jener Verstorbene Einlaß finden wird im Reich Gottes... von manchem
muss ich das leider annehmen... dazu zählen zwei männliche Personen in Jugendalter, die ihrem Leben ein Ende setzten... dann praktiziere ich "wirf dein Anliegen auf den HERRN"-- und bitte um Gnade für die Betroffenen.
Die Suizide hatten eine bedrückene Vorgeschichte. MEINE Schuld ist, dass ich nicht DA war, als die Verzweifelten mich gebraucht hätten. Zu meiner Rechtfertigung kann ich nur vorbringen, dass da überhaupt kein Kontakt war, auch vorher nicht oder kaum... und die Info deshalb mit einer erheblichen zeitlichen Verzögerung durch Dritte zu mir gelangte.
Aber: Ich hätte für sie beten können. Daran hatte ich überhaupt nicht gedacht. Der eine war in Berlin vor dem Mauerfall (ich lebte im Westen) und der andere... weiß ich gar nicht genau; mehrere Hundert Kilometer entfernt... wie gesagt: Eigentlich bestand kein Kontakt. Eine Bezugsperson war ich
nicht für beide, es war auch nicht meine Aufgabe.
Ich könnte es mir anders gar nicht mehr vorstellen, ein ewiges Leben hier auf dieser zerstörten Erde mit durch Sünde kaputtgemachten Beziehungen samt all denen, die Jesus mit Füßen treten.
Jesus wird wieder kommen und die Herrschaft übernehmen. Da lässt es sich dann doch gut leben. Und bevor wir umziehen auf die neue Erde, wird "anders herum" aussortiert.
LG