Jedes irdische Leben endet mit dem Tod

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Magdalena61
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Jedes irdische Leben endet mit dem Tod

Beitrag von Magdalena61 »

Jedes Leben, das lehrt uns die Erfahrung, ist ständig vom Tod bedroht. Und irgendwann ist der Tod der Stärkere und wir müssen einen Menschen begraben oder selbst Abschied nehmen von dieser Welt.

Von den Zeitgenossen, die für mich über Jahrzehnte hinweg so etwas wie Wegbegleiter waren, ob ich sie nun persönlich kannte oder nicht, sind schon viele verstorben und aus meinem Blickfeld verschwunden. Sie fehlen mir. Die Welt wird immer "leerer" für mich.

Es wachsen zwar Menschen nach und füllen die Lücken. Und manche davon finde ich sogar nett. Aber ich habe keine Beziehung zu ihnen. Was ein Leben lang gewachsen ist und sich verfestigt hat, kann nicht in wenigen Jahren "ersetzt" werden. Es kann überhaupt nicht ersetzt werden, weil jeder Mensch einmalig ist. Es ist einfach nicht möglich.

Viele unserer Forenmitglieder sind ja auch schon in einem fortgeschrittenen Alter und können meine Erfahrung sicher nachvollziehen. Von dreien unserer Foristen ist bekannt, dass sie verstorben sind.

Wie geht es euch mit dem Erleben von Sterben und Tod im persönlichen Umfeld?
Wird auch für euch die Welt "immer leerer"?

Ich meine, Leben ist nicht nur Essen und Trinken, arbeiten und schlafen... sondern in erster Linie "Beziehungen leben". Beziehungen zu anderen Menschen, zur Heimat, zu Gott... vielleicht auch zu Tieren... und Beziehungen sind nicht immer märchenhaft, sondern erfordern auch Durchhaltevermögen, Engagement und manchmal auch den Willen, Schwierigkeiten zu überwinden.

Wie seht ihr das?
LG
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Gottsucher
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Re: Jedes irdische Leben endet mit dem Tod

Beitrag von Gottsucher »

Hi liebe Magdalena,

ja, ich empfinde es (natürlich) auch so, dass der Tod naher Menschen (und auch mancher Tiere) einen Verlust darstellt und die Welt dadurch immer "leerer" erscheint. Ich erlebe das gerade in einem anderen Forum (mit), wo ein langjähriger und bei vielen wohl sehr beliebtes Forenmitglied letzten Monat plötzlich verstorben ist und niemand die genauen Umstände kennt; er hinterlässt dort bei vielen eine Lücke.

Gott hat den Menschen als "Beziehungswesen" erschaffen; durch Tod zertrennte emotionale Bindungen hinterlassen daher immer eine Lücke oder bildlich gesprochen eine Narbe auf der Seele, von denen manche schneller und besser verheilen als andere. Und je älter man wird, umso mehr Narben entstehen, auch wenn wieder neue Beziehungen enstehen. Der Tod stellt eine Grenze dar, die uns, die wir keinen direkten Einblick in das "Danach" haben, endgültig und unumkehrbar erscheint. Aber auch schon das Altern und die damit verbundenen zunehmenden Einschränkungen stellen eine Art "Tod auf Raten" dar, die uns zeigen: Wir werden nicht ewig hier sein...

Aus biblischer Sicht ist der Tod die Folge der Sünde. In der "gefallenen Schöpfung" ist Geborenwerden und Sterben - Entstehen und Vergehen - ein Grundprinzip, ohne das der begrenzte Lebensraum schnell "überfüllt" wäre. So gesehen ist der Tod wohl ein "notwendiges Übel" in einer endlichen Welt, aber emotional und oft auch körperlich natürlich grausam und schmerzhaft. Tröstlich ist, dass wir (als Christen) die begründete Hoffnung haben dürfen, dass es ein Wiedersehen in einer neuen und besseren Welt geben wird (siehe auch die Jahreslosung 2026).

LG
Stefan
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Lena
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Re: Jedes irdische Leben endet mit dem Tod

Beitrag von Lena »

Geht ein geliebter und vertrauter Mensch von uns, empfinden wir Trauer weil er uns fehlt
und wir ihn nicht verlieren wollten. Mir hilft die Dankbarkeit damit umzugehen. Ich denke
an all das schöne und gute das ich mit ihm erleben durfte und lasse ihn gehen...

Wir haben ein wunderbares Wort unseres HERRN:
Joh. 10,10 hat geschrieben:Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge.
Das Gott möchte das wir ihn am meisten lieben ist wohl auch seine Liebe zu uns.
Er möchte das wenn wir alles verlieren, doch noch das wertvollste haben: Ihn die Liebe.
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Magdalena61
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Re: Jedes irdische Leben endet mit dem Tod

Beitrag von Magdalena61 »

Danke für eure Worte.

So viele Menschen musste ich schon gehen lassen. Im letzten Sommer verstarb die Schwester meiner Mutter... sie hatte mir immer Briefe geschrieben, die kommen jetzt nicht mehr. Wir hatten uns immer gut verstanden, da war eine Seelenverwandtschaft.

Vor einigen Wochen hatten wir wieder einen Todesfall im familiären Umfeld.

Aber irgendwie sind die Bindungen noch da. Auch nach mehr als 20 Jahren. In der Konstellation, wie sie zu Lebzeiten war.

Könnte es sein, Beziehungen überdauern den (leiblichen) Tod? (und sind dann nach der Auferstehung wieder vorhanden?)

Vielleicht sollen Eheleute sich deshalb nicht scheiden lassen?
Aber wenn ein Partner stirbt, dann ist es dem überlebenden Teil doch erlaubt, noch einmal zu heiraten.

Wenn wir im Jenseits "wie die Engel" sind - also alle "Single" und kinderlos -- werden wir uns dann wohlfühlen? Das ist doch ein ganz anderes System als auf Erden.
LG
God bless you all for what you all have done for me.
oTp
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Re: Jedes irdische Leben endet mit dem Tod

Beitrag von oTp »

"Werden wir uns dann wohlfühlen" diese Frage ist für mich gegenstandslos. Im Himmel kann man sich nur wohlfühlen, sogar in geradezu gigantischer Weise. Und ich denke, man gesellt sich dort mit wesensgleichen, interessensgleichen Verstorbenen zusammen. Warum nicht dann auch mit dem Ehepartner ?

So jedenfalls stelle ich mir das vor.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
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Gottsucher
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Re: Jedes irdische Leben endet mit dem Tod

Beitrag von Gottsucher »

oTp hat geschrieben: Fr 10. Apr 2026, 23:42 "Werden wir uns dann wohlfühlen" diese Frage ist für mich gegenstandslos. Im Himmel kann man sich nur wohlfühlen, sogar in geradezu gigantischer Weise. Und ich denke, man gesellt sich dort mit wesensgleichen, interessensgleichen Verstorbenen zusammen. Warum nicht dann auch mit dem Ehepartner ?

So jedenfalls stelle ich mir das vor.
Sehe ich auch so. Im Himmel wird es überhaupt keinen Mangel an irgendwas mehr geben. Wieso sollte Gott uns auch etwas vorenthalten?
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Helmuth
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Re: Jedes irdische Leben endet mit dem Tod

Beitrag von Helmuth »

Magdalena61 hat geschrieben: Fr 10. Apr 2026, 23:19 Wenn wir im Jenseits "wie die Engel" sind - also alle "Single" und kinderlos -- werden wir uns dann wohlfühlen? Das ist doch ein ganz anderes System als auf Erden.
Kinderlos ja, aber ob das Wort "Single" zutrifft? Wir sind eine weit größere Gemeinschaft als "eine" Familie, bei der alle "eins" sind. Ich denke, du legst hier irdische Maßstäbe an himmlische an. Es wird anders sein, aber besser denke ich und es übertrifft alles, was wir uns hier auf Erden vorstellen könnten.

Der Verlust, den wir hier schmerzhaft erleiden, werden wir dann überwinden, ich denke dazu wird das Millenium eingerichtet. Vorsichtig sollten wir jedoch handhaben wie wir über jeden trauern, denn wer weiß, wie wir sie eines Tages wiedersehen werden, als Erlöste oder Unterlöste. Das könnte zu einer Enttäuschung führen, die wir dann auch überwinden müssen, denn Jesus erkennt nicht jeden an.

Ich sehe es heute sogar als eine Frohbotschaft, dass jedes irdische Leben mit dem Tod endet. Ich könnte es mir anders gar nicht mehr vorstellen, ein ewiges Leben hier auf dieser zerstörten Erde mit durch Sünde kaputtgemachten Beziehungen samt all denen, die Jesus mit Füßen treten. Das wäre ja kein Himnmel, sondern die Hölle auf Erden.

So ist der irdische Tod der zweite Schritt zur endgütigen Erlösung. Der erste ist unsere Abkehr von unserem alten Menschen, der mit der Neugeburt unseres Geistes begnnt. Der alte Mensch muss aber sterben. Er darf nicht in die künftige Welt mitgenommen werden. Paulus analysiert sich in Römer 7 selbst und klagt, bekennt dann aber glaubend:
Röm 7,23-25 hat geschrieben: Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leib des Todes? Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Also nun diene ich selbst mit dem Sinn dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.
Wenn wir aber den ersten Schritt nicht setzen, dann rettet Jesus Christus nicht, Der zweite Schritt ist dann keiner, der zur endgültigen Erlösung führt, sondern uns einen Schritt weiter zum Gericht der ewigen Verdammnis führt.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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