Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 9. Okt 2026, 07:35Diese Stellen erlauben einen Rückschluss auf den Geist des Schreibers. Es ist für mich das Erkennungsmerkmal eines Menschen und nicht Gottes.
Du weißt, dass die Aufteilung in Kapitel und Verse nicht original ist, die Satzzeichen sind es meines Wissens auch nicht. Wie kann man es dann wagen, auf einem einzelnen Vers eine Theorie aufzubauen und den Kontext konsequent zu ignorieren?
Im Zusammenhang:
Sirach 25, 23-26 (LUT):
Eine böse Frau schafft ein betrübtes Herz, ein trauriges Angesicht und Herzeleid. Eine Frau, die ihren Mann nicht glücklich macht, lässt seine Hände schlaff werden und lähmt seine Knie. Die Sünde nahm ihren Anfang bei einer Frau, und um ihretwillen müssen wir alle sterben.
Lass dem Wasser keinen Weg noch einer bösen Frau ihren Willen! Will sie dir nicht folgen, verstoße sie!
Die Weisung, die Frau zu verstoßen, wenn sie nichts als Ärger macht, bezieht sich also auf eine
böse Frau. Gott zieht den Ehemann zu Verantwortung, wenn er grobe, mutwillige Sünde seiner Frau duldet und zulässt, weil er sie damit mehr oder weniger unterstützt und auch seine Kinder fehlgeleitet werden, das hatte Er mit Adam auch gemacht.
Es ist aber schwierig, wenn die Kraft fehlt. Deshalb lieber so eine Frau gar nicht erst heiraten.
Wenn du meinst, über Sirach richten zu müssen, dann pass mal lieber auf, dass Gott nicht
dir ab sofort Erfahrungen zuteil werden lässt mit einer "bösen" Frau; sei es eine Nachbarin, oder irgendeine Feministin in Behörden... eine Polizistin oder eine Mitarbeiterin in einem online- Shop oder in einem Restaurant... vielleicht eine streitsüchtige Frau... wie auch immer, damit du nicht länger das Leid der Männer negierst, die mit einer Isebel kämpfen mussten oder müssen und daran fast verzweifel(te)n.
Gott hat manchmal so einen Humor...
Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 9. Okt 2026, 07:35Wenn du das mit Salomo vergleichst, der seine Spruchsammlung wohl auch aus menschlicher Sicht geschrieben hatte, aber sie gehen konform mit Erkenntnissen Gottes. Jedenfalls hat er das Zeugnis bzgl. seiner Weisheit von Gott persönlich:
2. Chronik 1:11-12 hat geschrieben: Und Gott sprach zu Salomo: "Weil dies in deinem Herzen gewesen ist und du nicht gebeten hast um Reichtum, Güter und Ehre und um das Leben derer, die dich hassen, und auch nicht um viele Tage gebeten, sondern dir Weisheit und Erkenntnis erbeten hast, damit du mein Volk richten mögest, über das ich dich zum König gemacht habe, so sind dir Weisheit und Erkenntnis gegeben; ..."
Sehr schön. Und dann hat er seinen Hunderten heidnischen Frauen Götzenaltäre gebaut.
Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 9. Okt 2026, 07:35Das qualifiziert Salomo als Autor für die Bibel. Wer aber bezeugt Jesus Sirach? Du führst Luther an, ein Mann der Juden gehasst hatte.
Nee, Luther hat nur übersetzt, der ist für mich kein Zeuge für die Authentizität des Buches.
Irgendwie ist das Buch Sirach ja einmal in die Schriftensammlung der Septuaginta gelangt, und an der Entscheidungsfindung waren gläubige Menschen beteiligt, auch Judenchristen, und es wäre der Gipfel des Hochmuts, denen allen zu unterstellen, "ungeistlich" gewesen zu sein. Sirach wird auf etwa 200 v.Chr. datiert und war außerdem noch in Hebräisch geschrieben. Warum also will man Sirach nicht als inspiriert gelten lassen?
So erkennt man auch das Motiv für seine Schriften. Die Gabe Gottes zu übersetzen bedeutet nicht, dass er deswegen ein guter Mensch war. Gabe ist eines, die Schlechtigkeit des Menschen etwas anderes.
Luther war am Anfang auch gesegnet, wie Salomo. Ich würde sogar behaupten wollen, er wurde von Gott berufen, um die abtrünnigen Lampen ohne Öl seiner Kirche zur Ordnung zu rufen. In dieser Zeit gebrauchte Gott ihn, wie seine Schriften bezeugen. Gott wollte seine Gemeinde erneuern. Und Luther war einer seiner erwählten Mitarbeiter.- Gott beruft Menschen auch dann, wenn Er weiß, dass sie eines Tages in Sünde fallen. Siehe Salomo. Siehe Luther. Sogar dann, wenn Gott weiß, dass sie Ihn verraten werden. Siehe Judas.
Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 9. Okt 2026, 07:35Noch weit mehr ließe sich über die Schlechtigkeit des Mannes in der Bibel reden.
Richtig.
Aber es ist noch etwas anderes mit der zänkischen/ bösen Frau.
Ein Mann wird seiner Frau
anhangen. Gott schuf dem Mann eine "Hilfe", weil er sie braucht. Das ist seine Schwachstelle. Das ist wie die kleine Stelle am Rücken bei Siegfried aus der Nibelungensaga, auf die das Lindenblatt gefallen war, und die groß genug war für den Speer des Hagen von Tronje. An dieser Stelle sind Männer verletzlich. Es gibt Frauen, die kastrieren ihren Mann mit ihrem Egoismus, ihrer Herrschsucht und Bosheit geradezu. Und deshalb sind die Warnungen Sirachs und Salomos an die jungen Männer mehr als angebracht.
Simson kam zu Fall. Warum? Der große starke Mann wurde von einer Frau ausgeknockt.
Wenn Richter 15 und 16 unter die Apokryphen gerechnet würden, dann würde ich es glauben. Da sind mehrere "
wie, bitte ?!?" enthalten; eine ganze Sammlung davon.
In der Wüste...
4. Mose 25... wieder Frauen dabei, ja? Und die Männer... wie Adam... treudoof... anstatt aufzustehen, die Frauen auch vor sich selbst zu schützen und Grenzen zu setzen... na ja, nicht alle, aber die Männer, die den Götzendienst nicht mitmachten, hätten die Sünder auch disziplinieren und notfalls vertreiben/ verstoßen können. "
Da entbrannte des HERRN Zorn über Israel..." -- dieser HERR ist übrigens der Gute Hirte.
Deine Art, die Bibel zu selektieren macht dich blind für manche Zusammenhänge. Wenn du dann aber auch noch damit anfängst, zu richten und Diener Gottes als "nicht echt" abzuurteilen... das finde ich riskant. Man kann es auch übertreiben und dann aus der Gnade fallen.
Wenn man Texte beurteilen will, ist es hilfreich zu fragen: Diente Sirach dem Gott der Bibel oder führte er völlig neue Gesichtspunkte ein?
Führen seine Belehrungen mehr
hin zu Gott oder
weg von Ihm?
Das Gleiche für andere schwierige Personen der Bibel oder Bücher.
Meine Meinung: Sirach kollidiert nicht mit dem Gesetz des Mose, sondern bestätigt dessen Werte.
PS: Wir reden hier nicht über die Apokryphen allgemein, sondern über Frauenverachtung. Das betrifft in erster Line das Buch Jesus Sirach.
Wenn ich befürchten muss, dass Glaubensgeschwister im Begriff sind, auf fremde Stimmen zu hören, ist mir das Thema erst einmal egal.
Abtrennen kann man immer noch. Aber ich habe jetzt so lange dafür gebraucht, den Beitrag zu beantworten...
jetzt mit Sicherheit
nicht mehr.
LG