Die AfD will die Gesellschaft verändern (AfD III)

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Johncom
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Re: Die AfD will die Gesellschaft verändern (AfD III)

Beitrag von Johncom »

Magdalena61 hat geschrieben: ↑Do 8. Okt 2026, 20:12 Aber sie werden nicht auf ihn hören. Sie sind wie im Rausch...und auch unsere Demokraten hyperventilieren mal wieder, nach der Wahl in Sachsen-Anhalt gestern... der Verteidigungsminister singt die Nationalhymne, wow-- und das auch noch öffentlich.
Wie im Rausch aber es ist auch, um die eigene Angst zu betäuben. Angenommen, die neue Regierung bekommt Zugang zu Akten, die nie für die Öffentlichkeit bestimmt waren? Es wurde schon vor Wochen bekannt, dass Alt-Regierungen bereit seien, der evtl neu gewählten Regierung Dokumente zu verweigern. Wahrscheinlich Nato-Aufmarschpläne, in die nur "Geheimnis-Träger" eingeweiht werden.
Jetzt bin ICH mal wütend. :!: !
Aber nur kurz. Es rentiert sich nicht.
Ja, Wut lohnt sich nicht. Die Show genießen, selber teilnehmen, aber ohne Wut.
Probleme kommen zu denen zurück, die sie erschufen.
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Magdalena61
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Re: Die AfD will die Gesellschaft verändern (AfD III)

Beitrag von Magdalena61 »

Johncom hat geschrieben: ↑Fr 9. Okt 2026, 16:44 Es wurde schon vor Wochen bekannt, dass Alt-Regierungen bereit seien, der evtl neu gewählten Regierung Dokumente zu verweigern.
Kaum zu fassen, nicht wahr?

Wenn da illegale Spielchen laufen, dann müssen die aufgedeckt werden. Von wegen Verfassungstreue und so weiter.
Die Show genießen, selber teilnehmen, aber ohne Wut.
Probleme kommen zu denen zurück, die sie erschufen.
Das will ich hoffen. Abgrundtiefe Bosheit kann nicht ohne Antwort bleiben. Was müssen wir alles ertragen... die abgefeimte Show eines Hape Kerkeling im Thüringer Landtag... peinlicherweise war sein Großvater nicht nur gegen die Nazis gewesen, sondern auch ein Bandendieb, der wegen -zig Straftagen verurteilt worden war... aber das hat der Hape halt eben mal vergessen zu erwähnen.
Diese freche Gleichstellung mit der NSDAP ohne Richtigstellung ist unerträglich... da denke ich an die "freien Bürger", die Ungeimpften, die sich einen gelben Stern an die Klamotten hefteten und die empörte Reaktion von Medien und Justiz von wegen Relativierung des Holocaust und so weiter. Über Ungerechtigkeit und Bosheit kann man schon mal wütend werden. Damit dieselben richtig kanalisiert werden, blinzele ich zu Gott mit den üblichen Sprüchen... "Stecker ziehen"... "die Ehrlichen beschützen"... "Recht und Ordnung zu schaffen" und so weiter.

Im ÖRR erwartungsgemäß keine ausgewogene Berichterstattung, z.B. zu Kerkelings "dramatischem Auftritt"--- aber gestern las ich eine Antwort, die mir gut gefiel... die soll etwas mehr Öffentlichkeit erfahren, deshalb zitiere ich sie, nachdem ich den offenen Brief in voller Länge außerhalb von FB gefunden habe, hier:
Hape Kerkelings Forderung nach einem AfD-Verbot zeugt von Opportunismus. In einem offenen Brief wirft Frank W. Haubold ihm Doppelmoral vor – und bezweifelt, dass hinter dem „Kampf gegen rechts“ nur Sorge um die Demokratie steht.
...
Sehr geehrter Herr Kerkeling,

Ihre vehemente Forderung nach einem AfD-Verbotsverfahren hat mich nachdenklich gemacht und befremdet, nicht wegen der Forderung selbst, sondern wegen der Art, wie Sie sie vorgebracht haben.

Jemand, der mit sich selbst im Reinen ist, unterstellt Andersdenkende keinen Faschismus, was zudem den Verdacht historischer Unkenntnis weckt. Und er glättet auch nicht die eigene Familiengeschichte, um sich als moralische Instanz und Sprecher der NS-Verfolgten zu präsentieren (oder worin liegt sonst Ihre Expertise zum Thema Parteienverbot?)

Ihr Großvater war ein vom NS-Regime verfolgter Kommunist, hatte aber auch eine ausgeprägte kriminelle Karriere (Verurteilung wegen Bandendiebstahls). Dass Sie in Ihren öffentlichen Darstellungen nur den politischen Widerstand erwähnen, mag aus Ihrer Sicht nachvollziehbar sein, schwächt aber Ihre Position, wenn Sie sich als moralische Instanz inszenieren, während Sie die unbequemen Teile der Familiengeschichte ausblenden.

Aber das ist nur eine Facette der Fragwürdigkeit Ihres politischen Engagements. Im Kern behaupten Sie, die AfD sei so eine Art Wiedergängerin der NSDAP und damit eine Gefahr für die Demokratie in der Bundesrepublik, daher müsse sie verboten werden. Ernstzunehmende Belege für diese Behauptung können Sie nicht vorbringen, dennoch werden Sie insbesondere aus den Reihen von Politik, Kultur, Medien und NGOs bejubelt.

Das schmeichelt sicherlich Ihrem Ego, nur sollten sie sich irgendwann die Frage stellen, ob diese Begeisterung tatsächlich Ihrer Person gilt oder ob man Sie nur benutzt. Tatsächlich haben nicht wenige aus der Schar der Jubler begründete Sorgen wegen des Aufstiegs der AfD, nur eben nicht um die Demokratie, sondern um die eigenen Pfründen. Das sind u. a. hochdotierte Abgeordnetenmandate mit Mitarbeiterstellen für den Freundeskreis, weit überzogene Gehälter im ÖRR mit Auftragsgarantie für gute Freunde, der Geldsegen aus Steuermitteln für dubiose NGOs und ja, geehrter Herr Kerkeling, auch die Filmförderung, die ihren letzten Schlämmer-Film mit 2,9 Millionen Euro bedachte. Das Publikumsinteresse war dagegen mit 650.000 Zuschauern eher mäßig. Dafür hätte man besser eine Schule renovieren sollen…

Sie alle haben etwas zu verlieren, Macht, Geld, Privilegien und Deutungshoheit, das erklärt ihren Hass auf die AfD, der wenig bis nichts mit Sorgen um das Gemeinwohl zu tun hat.

Menschen dagegen, die dieses Land mit wertschöpfender Tätigkeit am Laufen halten, dürften die Begeisterung über Ihre markigen Worte kaum teilen.

Ich erspare mir, auf die teils unsäglichen NS-Vergleiche („Buchenwald“) einzugehen, mit denen Sie Ihre Verbotsforderungen „begründen“. Dergleichen ist zu geschichtsfern und schäbig, um sich ernsthaft damit zu beschäftigen, und gleichzeitig eine gefährliche Verharmlosung des NS-Regimes.

Nur soviel: Die Menschen wählen die AfD nicht, weil sie Hitler wiederhaben wollen, sondern weil die etablierten Parteien unser Land auf allen Ebenen heruntergewirtschaftet haben, wirtschaftlich, sozial, innen- und außenpolitisch.

Diese Bürger möchten bei der nächsten Infektionswelle nicht medizinisch sinnlos zuhause eingesperrt werden wie zu Coronazeiten, sie möchten keine Polizeibesuche, wenn sie Politiker verspotten, sie möchten keine Dauergäste finanzieren, derentwegen sich Frauen und Mädchen nachts nicht mehr auf die Straße trauen können, sie möchten den billionenteuren Wahnwitz der „Energiewende“ nicht weiter finanzieren und sie möchten sich auch nicht von Politikern als „Vulgärdemokraten“ beschimpfen lassen.

Noch ein Wort zu Ihrer Behauptung, die AfD sei eine Gefahr für Juden, Queere und Muslime. Die Realität sieht anders aus: Die dokumentierten Übergriffe auf Juden und Homosexuelle in Berlin gehen überwiegend von einer anderen Klientel aus — das belegen die Polizeistatistiken. Oder sind Sie wegen militanter AfDler aus Berlin weggezogen? Und was die angebliche Gefahr für Muslime angeht, verweise ich auf dieselben statistischen Auswertungen.

Wenn die Demokratie in diesem Land tatsächlich in Gefahr ist, dann nicht durch die AfD und ihre Wähler, sondern durch jene, die sie durch Einschränkung von Bürgerrechten, Socialmedia-Überwachung, de facto-Sprechverbote und Wahlrechtsverweigerungen beschädigen, um ihren Platz an den Futtertrögen nicht zu verlieren. Ob Sie dazugehören, überlasse ich Ihrem eigenen Urteil.

Das Wohlwollen der Regierenden und der meisten Medien ist Ihnen jedenfalls sicher — dafür kann Ihre Argumentation gar nicht platt und demagogisch genug sein. Einige sehen Sie schon als künftigen Bundespräsidenten. In normalen Zeiten wäre das ein Schenkelklopfer gewesen, aber inzwischen ist in diesem Land alles möglich. Die Messlatte liegt nach den letzten beiden Amtsinhabern ohnehin nur noch auf Kniehöhe.

Vermutlich genießen Sie es, endlich wieder im Mittelpunkt zu stehen, und vielleicht sehen Sie sich inzwischen sogar selbst als moralische Instanz — aber die Achtung vieler Menschen, auch jener, die Ihr komödiantisches Talent schätzen, haben Sie unwiderruflich verloren.

Mit freundlichen Grüßen

Frank W. Haubold

https://derstatus.at/politik/afd-verbot ... -5278.html
Das unterschreibe ich. Wie kann man nur so framen wie Hape, hetzen, Menschen für dumm verkaufen.
God bless you all for what you all have done for me.
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Magdalena61
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Re: Die AfD will die Gesellschaft verändern (AfD III)

Beitrag von Magdalena61 »

Meine Achtung hat er auch nicht mehr. Sein Auftritt als "Königin Beatice" war genial...




GEWESEN. So etwas ist echt lustig, weil die wirklich bis vor das Schloß Bellevue gefahren sind, kurz vor der Ankunft der "echten" Königin, und damit das Sicherheitspersonal unter Streß setzten. Leider finde ich nicht das vollständige Video. Nur Teil 1


Hape hatte echt was drauf GEHABT, war frech, voller Power-- ein Meister seines Faches:



Horst Schlämmer 2006 unerreicht...

Irgendwie hat sich der Mensch Hape K. immer mehr zu einer unsympathischen Person entwickelt, und das nicht erst, seitdem er gegen die AfD trompetet. Allein vom Gesicht her... ist er nicht nur "älter geworden", sondern... mit so einem möchte man lieber keine Zeit verbringen müssen. Was ist passiert?

-- Auch einer, für den man darum bitten muss, er möge mal klare Momente haben.

Das ist doch nicht mehr normal, das alles. Diese Hysterie, diese Verblendung. Es sind unsere Zeitgenossen. Ich fürchte, wir haben Verantwortung.

Kritik an der AfD ist selbstverständlich legitim. Was mich beunruhigt sind politisch und medial akzeptierte Ungerechtigkeit sowie dieser komische Wahn, in den so viele geraten, sobald das Thema AfD ist.
LG
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