Weltkrieg VII

Politik und Weltgeschehen
oTp
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von oTp »

Kingdom hat geschrieben: ↑Mi 30. Sep 2026, 12:48 Im Angesicht dessen das Putin gesagt hat er würde nicht zurückschrecken die Atomwaffen ein zu setzen, ergäbe es wohl mehr Sinn mal eben zu hören was er will anstatt im immer in den Mund zu legen, was er nicht will. Das wäre günstiger als Aufrüstung und würden Menschenleben schonen.
Atombomben würden möglicher Weise die ganze Welt verstrahlen.
Mittels Luftzirkulation, den Winden die radioaktiven Staub über die Erde verteilen. Eine Atombombe macht sicher mindestens so viel Staub wie eine Vulkaneruption und diese "Wolke" erreicht hohe Atmosphären. Kann also perfekt sich auf der ganzen Erde verteilen.
Und er muß damit rechnen, dass etliche westliche Atombomben Rußland treffen bei der Vergeltung. Das halte ich also für völlig unausgegoren.
Solange man davon ausgeht, dass Putin nicht komplett irrsinnig ist.
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CoolLesterSmooth
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von CoolLesterSmooth »

Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mi 30. Sep 2026, 14:03Ist das so?
Das ist eine bewusste Verkürzung.
Als die baltischen Staaten ihre Unabhängigkeit zurückerlangt haben, standen sie vor der Frage, wer alles automatisch Staatsbürger wird. Litauen hat sich's leicht gemacht und gesagt, wer in Litauen lebt kann die Staatsbürgerschaft haben, um Litauen geht's hier also gar nicht.
Estland und Lettland haben einen anderen Weg gewählt, die haben gesagt, wer vor der Besetzung 1940 Staatsbürger war oder von jemandem abstammt, der damals Staatsbürger war, der ist auch mit der Unabhängigkeit wieder Staatsbürger. Das galt dann allerdings nicht für (u.a. aber nicht nur) all die Russischstämmigen die während der Sovietherrschaft rübergewandert sind oder von solchen Einwanderern abstammen. Die hatten eben erstmal diesen Nicht-Bürger-Status.
Jetzt kommt aber der wichtige Punkt, den Röper, der nun einmal Teil des russischen Propagandaapparats ist, nicht erwähnt. Jeder Russischstämmige in diesen Ländern kann über den Naturalisierungsprozess die Staatsbürgerschaft erlangen, wenn er die offizielle Sprache des jeweiligen Landes lernt und in beiden Ländern sind heute die meisten russischstämmigen Menschen Staatsbürger des jeweiligen Landes. Jetzt kann man sich natürlich fragen, warum das nicht alle machen und Teil der Wahrheit ist nun einmal auch, dass es auch von russischer Seite Anreize für Russischstämmige in diesen Ländern gibt, die jeweilige Staatsbürgerschaft nicht anzunehmen.
Von lettischer bzw. estnischer Seite wäre die Tür prinzipiell offen, aber man muss schon auch durchgehen wollen.

Wenn man also sagt "Im Baltikum haben ethnische Russen offiziell den juristischen Status von Nicht-Bürgern" dann ist das an sich nicht falsch, aber man muss eben die Einschränkung beachten, dass das heut nur noch eine Minderheit innerhalb der Minderheit der ethnischen Russen betrifft und das kein Zustand ist, an dem diese Menschen nichts ändern können, aber das passt natürlich wieder nicht in den russischen Opfermythos.
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Johncom
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von Johncom »

Skandal! Wir hier im EU-Westen wollen wegschauen, aber Russland hat sich unter Putin enorm entwickelt und weltweit wächst das BRICS-Bündnis, in dem vielleicht auch Kasachstan seinen Platz einnimmt.
jsc
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von jsc »

CoolLesterSmooth hat geschrieben: ↑Mi 30. Sep 2026, 15:31
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mi 30. Sep 2026, 14:03Ist das so?
Das ist eine bewusste Verkürzung.
Spannend wäre auch die Betrachtung wie es sich zu dem gewünschten Zustand der AfD und ihrer Wähler bezüglich der Flüchtlinge oder sonstiger Migranten verhält. Ohne jetzt Details zu vergleichen wird sich wohl jeder von Remigration Betroffene wünschen den selben Status wie die Russen dort zu bekommen 🙈
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Magdalena61
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von Magdalena61 »

CoolLesterSmooth hat geschrieben: ↑Mi 30. Sep 2026, 15:31 Wenn man also sagt "Im Baltikum haben ethnische Russen offiziell den juristischen Status von Nicht-Bürgern" dann ist das an sich nicht falsch, aber man muss eben die Einschränkung beachten, dass das heut nur noch eine Minderheit innerhalb der Minderheit der ethnischen Russen betrifft und das kein Zustand ist, an dem diese Menschen nichts ändern können, aber das passt natürlich wieder nicht in den russischen Opfermythos.
1989 waren 40% der Bevölkerung Lettlands Russen.
Waren sie vor der Erlangung der Unabhängigkeit Lettlands 1991 reguläre Staatsbürger gewesen? Oder hatten sie nur eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung? In letzterem Fall wäre die Nicht-Bürgerschaft verständlich, und dann müssten sich "ehemalige Sowjetbürger", die in Lettland bleiben wollen, einbürgern lassen.

Die meisten von denen, die heute dort leben, deren Eltern oder Großeltern nach 1940 nach Lettland gekommen waren, sind vermutlich dort geboren und Lettland ist ihre Heimat. Laut Wikipedia erhalten Kinder der russischen Minderheit erst seit 2019 die lettische Staatsbürgerschaft aufgrund von Geburt.

Aber wenn sie vor 1991 lettische Staatsbürger mit allen Rechten gewesen waren ... dazu habe ich bis jetzt noch nichts gefunden... ist der Entzug der Rechte aufgrund der Herkunft/ Abstammung mehr als bedenklich. Es ist mir jetzt zu spät, ich suche nicht mehr länger.

Man erfährt, dass die Älteren Probleme mit dem Sprachtest haben.

So ganz sauber ist das nicht mit der Nicht- Bürgerschaft. Eine Minderheit der Bevölkerung zu benachteiligen geht nicht mit den Regeln der Demokratie konform. Dennoch wurde Lettland in die EU aufgenommen (?).
Wäre es nach den Plänen Europas gegangen, hätte Lettland das Problem der Nichtbürger noch vor der Aufnahme in die EU lösen sollen. Doch die lettischen Unterhändler erwirkten einen Aufschub – mit Verweis darauf, dass eine deutlich höhere Anzahl russischsprachiger Wahlberechtigter den Ausgang des Referendums über den Beitritt Lettlands zur EU (2003) beeinflussen, den Beitritt zur Nato platzen lassen und Lettland in den Wirkungskreis russischer Interessen zurückführen könnte.
zeit.de
Meine jetztige Ehefrau war so eine "Nichtbürgerin" in Lettland. Von einen Tag auf den anderen wurden nicht nur die Bürgerrechte entzogen, sondern man durfte nur noch niedere Berufe ausüben. Sie sprach von einer Situation, wie in den Ghettos der Nazis. Da die Lebensgrundlage auf einmal entzogen wurde, blieb nur betteln oder üble Jobs verrichten. Meine Frau hielt sich mit einem Parfümstand auf der Straße bis zu ihrer Ausreise nach Deutschland am Leben. Zum Schluss litten sie, ihr Kind und ihre Familie an Hunger. Wenn solch eine Regierung in die EU aufgenommen wird und hier auch noch gegen Russland gehetzt wird ("Instrumentalisierung") dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Noch heute gibt es Bandera-Aufmärsche jedes Jahr in Riga. Jüdische Verbände protestieren mit einem symbolischen kehren der Straßen nach diesen Aufmärschen.
zeit.de Leserbrief
Die beste EU aller Zeiten. Was sonst.

Von mir aus können die Nicht- Bürger gerne nach Deutschland kommen. Am besten über das jobcenter... in die Arbeitswelt einwandern, nicht als Dauerempfänger in die Sozialsysteme. Ich bin sehr erstaunt.
Darüber, dass es in der hochgelobten EU so etwas gibt.
LG
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von CoolLesterSmooth »

Magdalena61 hat geschrieben: ↑Do 1. Okt 2026, 01:07 1989 waren 40% der Bevölkerung Lettlands Russen.
Russischsprachig. Ethnisch russisch waren ~34%, dazu kamen aber noch russischsprachige Belarussen und Ukrainer.
Waren sie vor der Erlangung der Unabhängigkeit Lettlands 1991 reguläre Staatsbürger gewesen?
Zumindest keine lettischen Staatsbürger, die gab es so gesehen in der Zeit ja nicht wirklich, es waren eben Bürger der Sowjetunion.
Oder hatten sie nur eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung?
Genehmigung? Als ob von lettischer Seite irgendein Mitsprache- oder Entscheidungsrecht bestanden hätte, wer da ins Land kommt. Die sowjetische Führung war der Ansicht, dass es in der lettischen SSR mehr Arbeiter (und weniger Letten) braucht, also wurde einfach entschieden, dass die ab jetzt dort leben. Im Gegenzug wurden Zehntausende Letten deportiert und so stieg der Anteil ethnischer Russen von 1935 (letzte Volkszählung vor der Annexion) bis 1989 eben von 10-11% auf die bereits genannten 34% (Belarussen von 1.4% auf 4.5%, Ukrainer von 0.09% auf 3.5%). Da war auch nichts mit "Jetzt wo ihr in Lettland lebt, wär's schon auch gut, wenn ihr die Sprache lernt", sondern das war eine gezielte Russifizierung des Landes.
In Anbetracht dessen, was mit Lettland (für Estland gilt im Prinzip das Gleiche) in der Zeit gemacht wurde, finde ich es nicht so unverständlich, dass man seinen Kolonisierern das bare minimum eines Bekenntnissses zum neuen lettischen Staat in Form des Spracherwerbs abverlangt hat.
Laut Wikipedia erhalten Kinder der russischen Minderheit erst seit 2019 die lettische Staatsbürgerschaft aufgrund von Geburt.
Seit 1.1.2020 erhalten sie sie automatisch (außer die Eltern entscheiden sich für eine andere Staatsbürgerschaft für das Kind). Schon davor konnten Kinder von Nicht-Bürgern aber die Staatsbürgerschaft erhalten, wenn beide Eltern das wollten und seit 2013 hat bereits der Wunsch eines Elternteils ausgereicht. Das Wollen ist hier eben wieder mal ein entscheidender Faktor.
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Johncom
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von Johncom »

Magdalena61 hat geschrieben: ↑Do 1. Okt 2026, 01:07 So ganz sauber ist das nicht mit der Nicht- Bürgerschaft. Eine Minderheit der Bevölkerung zu benachteiligen geht nicht mit den Regeln der Demokratie konform. Dennoch wurde Lettland in die EU aufgenommen (?).
So ganz sauber ist das nicht mit der Nicht- Bürgerschaft. Eine Minderheit der Bevölkerung zu benachteiligen geht nicht mit den Regeln der Demokratie konform. Dennoch wurde Lettland in die EU aufgenommen (?).

Die EU ist, wie heute erkennbar wird, auch keine Menschenrechts-Organisation. Das geeinte Europa war von Beginn an ein amerikanisches Begehren, genauso wie ein geeinter Militärblock zusammen mit Nordamerika. Die EU das zivile Reich, die NATO das eigentliche Ziel, das Bollwerk. Ich denke, beides ist nicht zu trennen, kann auch differenziert betrachtet werden.

Die baltischen Staaten, genauso wie die Ukraine, feiern weiterhin Nazi-Aufmärsche, das ist überhaupt kein Problem für NATO/EU. Es scheint mir, man läßt ihnen den Nazi-Kult, man braucht auch diese Volks-Gefühle für die Mobilmachung gegen Russland. Eine Grünen-Politikerin spielte es herunter, das sei ja kein Nazismus, das sei Folklore. Auf den Bandera-Kult in der Ukraine anspielend ..

Polen, das Baltikum. Königsberg, heute Kalinigrad. Von dort begann der 2. Weltkrieg. Russland befürchtet, auch der 3. werde geplant mit einem Kaliningrad Konflikt. Gestern um 19:11 bei RT:
Putin: Auf Angriff auf Kaliningrad würde Einsatz sämtlicher Waffen folgen

Im Fall eines westlichen Angriffs gegen Kaliningrad oder andere russische Gebiete würde Moskau den Einsatz von sämtlichen verfügbaren Waffen in Erwägung ziehen, erklärt Russlands Präsident Wladimir Putin. Im Rahmen der XXIII. jährlichen Sitzung des internationalen Diskussionsklubs Waldai führt er aus:

"In den Ankündigungen des Außenministeriums ist alles richtig: Wenn es zu einem direkten Angriff auf die Russische Föderation kommt – in diesem Fall Kaliningrad, oder vielleicht andere Territorien –, wird unweigerlich und unverzüglich die Frage nach dem Einsatz sämtlicher Waffen, die unserem Land zu Verfügung stellen, auf der Tagesordnung erscheinen. Das ist unweigerlich und hängt nicht vom Familiennamen des Obersten Befehlshabers oder des Präsidenten Russlands ab."

Zuvor hatten mehrere europäische Politiker Vorschläge geäußert, die russische Ostseeexklave Kaliningrad zu blockieren.
Was ja heißt, wenn die NATO, so wie das deutsche Reich damals, über die gleiche Ecke angreift, sollten wir wissen wo die Bunker sind. Dann gehe also ein Automatismus los, der nicht mal einen persönlichen Befehl abwartet.
jsc
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von jsc »

Johncom hat geschrieben: ↑Fr 2. Okt 2026, 02:43
Magdalena61 hat geschrieben: ↑Do 1. Okt 2026, 01:07 So ganz sauber ist das nicht mit der Nicht- Bürgerschaft. Eine Minderheit der Bevölkerung zu benachteiligen geht nicht mit den Regeln der Demokratie konform. Dennoch wurde Lettland in die EU aufgenommen (?).
So ganz sauber ist das nicht mit der Nicht- Bürgerschaft. Eine Minderheit der Bevölkerung zu benachteiligen geht nicht mit den Regeln der Demokratie konform. Dennoch wurde Lettland in die EU aufgenommen (?).
Jetzt wird auch klarer, warum die AfD unbedingt aus der EU austreten möchte: ihre Ziele mit Migranten (die weit über die hier angeprangerten Dinge hinausgehen!) sind nicht EU konform 🤣🤣🤣
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Re: Weltkrieg VI

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jsc hat geschrieben: ↑Fr 2. Okt 2026, 05:51 Jetzt wird auch klarer, warum die AfD unbedingt aus der EU austreten möchte: ihre Ziele mit Migranten (die weit über die hier angeprangerten Dinge hinausgehen!) sind nicht EU konform 🤣🤣🤣
... und nicht etwa, weil die Ziele der EU mit Migranten (die weit über die hier angeprangerten Dinge hinausgehen!) nicht Verfassungskonform sind?
Kein Gefallen hat der Tor an Einsicht, sondern nur an der Entblößung seines Herzens.
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von jsc »

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