Abischai hat geschrieben: ↑Sa 22. Aug 2026, 20:59
Die biblische Darstellung ist aber mit Abstand die älteste, nüchternste und genaueste und plausibelste, denn während das Gilgamaesch-Epos eine Legende ist, die in langer Zeit enstanden ist, haben wir in der Bibel historische Augenzeugenberichte, die z.B. - was die Flut angeht - von
Japhet aufgeschrieben worden sind.
An sich ja, und jedenfalls Augenzeugen, aber warum meinst du hat Japhet das aufgeschrieben? Dichtest du da nicht auch Dinge zusammen oder kramst DInge hervor, die historisch nicht verifizierbar sind?
Wir wissen nicht, wer den Flutbericht zuerst aufgeschrieben hat, und wer da was behauptet, redet Blech. Aber man kann sagen, dass die Historie innerhalb der Heilslinie korrekt erhalten geblieben ist, das ist die Linie über Sem. Warum nun Sem? Eines Tages tauchen sie unter dem Namen 1. Mose bzw. hebr. B-reshit auf. Aber wer der erste Urschriftenverfasser ist, bleibt weiter verborgen.
Doch diese Linie und keine andere führt zu Abraham und später bis hin zu Jesus. Und dass Noah und Sem Abraham, der nächste Augenzeuge in der Bibel noch kennenlernen konnten, ist anhand der Datierungen berechenbar.
So war sogar eine mündliche Weitergabe von Augenzeuge zu Augenzeuge möglich und zwar Männer Gottes mit einem Zeugnis, das der Heilige Geist für sie ausstellt. Durch solche Augenzeugen denke ich ließ Gott sein Wort tradieren bis hin zu Mose und eines Tages bis zu Jesus von Nazareth, dem Sohn Gottes. Und wer auf ihn nicht hört, von dem wird es gefordert. So hat Gott direkt zu Mose geredet:
5. Buch Mose 18:1-19 hat geschrieben: Einen Propheten, gleich dir, will ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich will meine Worte in seinen Mund legen, und er wird alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. Und es wird geschehen: Der Mann, der nicht auf meine Worte hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich es fordern.
Das ist eine genaue Linie, welche die Chronisten auch am detailliertesten dokumentiert haben. In dieser Heilslinie wurde das Wort Gottes tradiert, da Gott darin gesprochen und prophetisch gewirkt hatte.
Außerhalb kam es zu Legendenbildungen, wovon das Gilgamesch-Epos eines der wohl ältesten ist. Anderes nannte man apokryph, wie z.B. ein Buch Hennoch, das eben nicht von Augenzeugen stammt und anders tradiert wurde. Dann wird der Mensch erfinderisch.
Das verhält sich dann wie die Legende von Richard Löwenherz. Darin ist irgendwas was noch wahr, nur was und was nicht? So ist solches historisch kein authentischer Bericht. Desgleichen ist Hiob in meinen Augen ein solches Buch.
Darüber sind manch christliche Meinungen geteilt, mir bewusst, aber es ist auch außerhalb der Heilslinie. Keiner der biblischen AT-Chronisten kennt den Mann und somit hat er dieses Zeugnis nicht wie ein Noah, Abraham oder David. Dann muss man es nicht als historisch sehen oder für das Heil relevant.