Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen

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Helmuth
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Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: Do 23. Jul 2026, 21:19 Du bist KEINE Person, sondern Mensch. Eine Person IST eine Sache, ...
Bei der Aussage stoße ich auf Unverständnis, entweder meines oder deines. Das können wir hier klären. Überdies ist es m.E. nicht bloß ein juristisches Thema, sondern immens wichtig, um unsere Gerechtigkeit zu schulen. So ist das für mich auch Gottes Wille. Was deutsche oder österr. Gerichte tun und lassen, ist nicht unerheblich, für uns aber zweitrangig.

Sie müssen allerdings biblische Rechtsgrundsätze ebenso anwenden, da Gott in ihnen gleichermaßen wirkt und es ohne diese kein gerechtes Urteil geben könnte. Das ist vielen Anwälten und Richtern in der Form vielleicht bloß nicht bewusst.

So gibt es aber auch die Praxis Menschen auf die Bibel schwören zu lassen, so wahr ihnen Gott helfe, die Wahrheit zu sagen bzw. erfolgt eine Rechtsbelehrung, dass eine Falschausssage einen Meineid darstellt. D.h. ohne Gott gibt es gar keine Rechtsprechung.

Wenn das Wort Gottes vom Ansehen der Person spricht, dann meint es den Menschen und nicht die Sache. Ansonsten wäre es unsinnig eine Sache zu behandeln, man aber die Sache nicht ansehen soll, wenn die Sache eine Person ist. Leuchtet das ein?

Juristisch soll nur die Sache behandelt werden, das sind Taten bzw. auch Gegenstände, falls es um Güter geht. Dabei soll keiner wegen seines Standes, seiner Stellung, seines Vermögen etc. weder bevorzugt noch benachteiligt behandelt werden.

Klarerweise kann die Anwendung nur an den entsprechenden Personen erfolgen, die in dem Gericht involviert sind, also für mich Menschen, aber ohne diese zuvor anzusehen. Denn es trübt ansonsten das Urteil, und gerade das soll vermieden werden, damit es gerecht erfolgt.

Im Gesetz Moses lesen wir dazu diesen Rechtsgrundsatz:
3 Mose 19:15 hat geschrieben: Ihr sollt nicht unrecht tun im Gericht; du sollst nicht die Person des Geringen ansehen und nicht die Person des Großen ehren; in Gerechtigkeit sollst du deinen Nächsten richten.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Johncom
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Re: Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen

Beitrag von Johncom »

Helmuth hat geschrieben: Fr 24. Jul 2026, 05:47 Im Gesetz Moses lesen wir dazu diesen Rechtsgrundsatz:
3 Mose 19:15 hat geschrieben: Ihr sollt nicht unrecht tun im Gericht; du sollst nicht die Person des Geringen ansehen und nicht die Person des Großen ehren; in Gerechtigkeit sollst du deinen Nächsten richten.
Ein Rechtsgrundsatz?
(Manchmal wird die Bibel mit einem Gesetzbuch verwechselt, aber muss da sein?)
Das Wort Person im Deutschen ist von Persona = die Maske entlehnt. Eine Rolle im Welt-Schauspiel.
Der Mensch ist Geschöpf, Seele. Vor Gott sind wir gleich. Jeder Mensch ist mein Nächster, sollte idealerweise mein Bruder sein, und auch was ich "dem Geringsten" tue, ist Dienst an Gott. Das zählt nicht im weltlichen Recht, da wird der Große gegenüber dem Geringen bevorzugt, zu allermeist, das ist offenbar.
Abischai hat geschrieben: Do 23. Jul 2026, 21:19 Du bist KEINE Person, sondern Mensch. Eine Person IST eine Sache, ...
Die Person beginnt mit Geburt und endet mit dem Tod wie jeder Spaziergang über Friedhöfe lehrt. Als Menschen sind wir Seelen, aber zeitweilig auch als körperliche Wesen staatlich registriert. Als "Bürger".
jsc
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Re: Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen

Beitrag von jsc »

Helmuth hat geschrieben: Fr 24. Jul 2026, 05:47
Abischai hat geschrieben: Do 23. Jul 2026, 21:19 Du bist KEINE Person, sondern Mensch. Eine Person IST eine Sache, ...
Bei der Aussage stoße ich auf Unverständnis, entweder meines oder deines. Das können wir hier klären.
Klassischer Reichsbürger Take 🤷🏼‍♂️
Gegen Ideologie wirst du mit Logik und Wahrheit nicht weit kommen. Taubenschach 🤷🏼‍♂️
Wissenschaft ist, wenn man seine Meinung an die Daten anpasst.
Querdenken ist, wenn man die Daten an seine Meinung anpasst.
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Abischai
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Re: Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen

Beitrag von Abischai »

jsc hat geschrieben: Sa 25. Jul 2026, 07:19 Klassischer Reichsbürger Take
Wozu dieser Vers? Helmuth hat ausgesagt, wie er das versteht, ich habe ausgesagt wie und warum ich das so verstehe, Johncom hat gesagt, wie er das versteht, nur Du nicht.
Getreu nach dem Motto: "Herr Lehrer, ich weiß was, ich möchte auch mal was kluges beitragen: <klassischer Reichsbürger Take!> na, wie war ich? krieg ich jetzt 'ne 1?"
Ich weiß was Reichsbürger sind und was sie wollen, ich zähle nicht zu dieser Gruppe.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Helmuth
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Re: Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen

Beitrag von Helmuth »

Johncom hat geschrieben: Sa 25. Jul 2026, 01:34 Ein Rechtsgrundsatz?
Was sonst?
Johncom hat geschrieben: Sa 25. Jul 2026, 01:34 (Manchmal wird die Bibel mit einem Gesetzbuch verwechselt, aber muss da sein?)
Auf jeden Fall. Wonach soll sonst gerichtet werden? Die Gerichtsbarkeit ist eine Anordnung Gottes. Wer sie ablehnt, hat in meinen Augen etwas von einem Anarchisten. Oder möchtest du lieber Lynchjustiz, so wie man z.B. eine Ehebrecherin im kurzen Prozess gleich auf offener Straße steingen wollte, hätte Jesus es nicht vereitelt?



Abischai hat geschrieben: Sa 25. Jul 2026, 08:17 Helmuth hat ausgesagt, wie er das versteht, ich habe ausgesagt wie und warum ich das so verstehe, Johncom hat gesagt, wie er das versteht, ...
Bleibst du bei deiner Aussage: Person ist gleich Sache? Natürlich ist sie im juristischen Sinn auch eine Rechtssache, aber ich praktiziere den biblischen Sprachgebrauch. Dazu wäre Folgendes zu sagen:

Es gibt im Alt-Hebräischen das Wort "Person" gar nicht. Es wird nur so übersetzt, weil das unserem Sprachgebrauch entspricht. Dies ist dem Sinn nach nicht falsch, aber so versteht man die hebräische Denkart wieder nicht in ihrern Tiefe, und es redet Gott selbst auf diese hebräische Weise. Genau die möchte in allen Facetten erfassen mit Geist, Seele und Körper.

Wir denken sehr abstrakt, was ein hellenistisches Erbe ist, das wir gar nicht so leicht ablegen können und so werden aus Menschen Sachen, weil sie zum Abstraktum, d.h. zum reinen Gegenstand der Behandlung werden.

Für die wertfreie Betrachtung hat das aber auch seine Vorteile, da es dann nicht der Herr Tobias ist, zu dem man auch eine persönliche (ja schon wieder das Wort ;) ) Beziehung hat, und dann urteilt man unter Umstanden nicht mehr ohne Ansehen der Person, sondern man befindet über Herrn XY ins seiner Rechtssache unparteiisch.

Biblisch heißt es aber "Ansehen" (hebr. "panim") bzw. auch "Angesicht" und das ist eine andere Art über Menschen zu sprechen. Man soll im Gericht diesen nicht ansehen. Buchstäblich könnte man es als "wegsehen" interpretieren, d.h. du siehst ihm z.B. nicht in die Augen, um dich nicht von ihm ablenken zu lassen.
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Larson
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Re: Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen

Beitrag von Larson »

Eine Person ist im modernen Sinne immer ein Rechtssubjekt (keine Sache), aber nicht zwingend ein biologischer Mensch.

Das Wort stammt vom lateinischen persona ab. Ursprünglich bezeichnete es die Schauspielmaske im antiken römischen Theater (durch die die Stimme des Schauspielers hindurchschallte: per-sonare = „durchschallen“).

Im Recht unterscheidet man strikt zwischen Rechtssubjekten (Träger von Rechten und Pflichten) und Rechtsobjekten (Sachen).

Und wen Sklaven als „Sache“ betrachtet wurden, dann deswegen, weil sei keine Rechte haben, sondern Eigentum von jemandem waren. Eine Sache wird beherrscht, eine Person hat Rechte.


(ok, ich habe dazu KI benutzt :-))
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
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Abischai
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Re: Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen

Beitrag von Abischai »

Larson hat geschrieben: Sa 25. Jul 2026, 13:54 (ok, ich habe dazu KI benutzt :-))
Wie KI funktioniert ist ein wenig bekannt, da erhält man mit Sicherheit keine insider-Kenntnisse, die der öffentlichen Ansicht widersprechen.
Die verlautbarten Erklärungen dazu kenne ich, das macht sie aber nicht richtiger. Sie sind in gewisser Weise "richtiger", weil die absolute Mehrheit das in Unkenntnis stillschweigend hingenommen hat und es damit "üblich" geworden ist, aber nicht alle machen das Spiel mit.
Helmuth hat geschrieben: Sa 25. Jul 2026, 08:38 ich praktiziere den biblischen Sprachgebrauch. Dazu wäre Folgendes zu sagen:
... ich auch.
"...und Gott schuf die Personen zu seinem Bilde zum Bilde Gottes schuf er sie... und Gott setzte die Person in den Garten..."
??
Nein, Gott schuf keine Personen, er schuf den Menschen. Das jetzt zu vertiefen führt wirklich zu weit. Aber die in der Moderne üblichen Abhängigkeiten haben damit etwas zu tun, daß Menschen Verträge akzeptieren, die sie überhaupt nicht verstanden haben, und daraus Leibeigenschaft resultiert. Offiziell ist das natürlich keinesfalls, aber defacto ist es sehr oft so, ich unterstelle: in fast allen Fällen.
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Johncom
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Re: Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen

Beitrag von Johncom »

Helmuth hat geschrieben: Sa 25. Jul 2026, 08:38
Johncom hat geschrieben: Sa 25. Jul 2026, 01:34 (Manchmal wird die Bibel mit einem Gesetzbuch verwechselt, aber muss da sein?)
Auf jeden Fall. Wonach soll sonst gerichtet werden? Die Gerichtsbarkeit ist eine Anordnung Gottes. Wer sie ablehnt, hat in meinen Augen etwas von einem Anarchisten. Oder möchtest du lieber Lynchjustiz, so wie man z.B. eine Ehebrecherin im kurzen Prozess gleich auf offener Straße steingen wollte, hätte Jesus es nicht vereitelt?
Laut mosaischem Gesetz sollen Ehebrecher gesteinigt werden.
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Helmuth
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Re: Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: Sa 25. Jul 2026, 22:52 Nein, Gott schuf keine Personen, er schuf den Menschen.
In begriffliche Definitionen will ich mich nicht verfilzen, So könnte ich auch sagen: Gott schuf nicht Menschen, nicht Mann und Frau, sondern Adam und Eva. Es werden sozusagen sogar Mann und Frau nur abstarkte Begriffe, namenlose Sachgegenstände.

Ich habe schon erwähnt, dass Alt-Hebräisch den Begriff "Person" gar nicht kennt. Übersetzen wir aber dieses Wort und versuchen wir es im göttlichen Sinn zu interpretieren:
5. Mose 1:17a hat geschrieben: Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen. ...
An sich trägt es im Deutschen schon den Sinn, aber auf Hebräisch klingt es anders. Ich würde so übersetzen: Ihr dürft nicht (an sich ist es ein Befehl) im Gericht das Angesicht kennen. D.h. es kommt zum Tragen, dass wir in der Tat den Gerichtsfall als Sachegegenstand behandeln, bei dem das Gericht die Person (also den Menschen) gar nicht kennen darf.

Gott verbietet einen z.B. Tobias Fall so zu behandeln, dass ich dessen Angesicht kenne. Das geht sehr tief, denn es bedeutet, dass ich nicht wissen soll (darf), wer du bist, was du bist, wie du aussieht und was du so tust, sondern du bist mit von Angesicht unbekannt. Ich weiß das alles nicht, d.h. es darf all das keine Rolle spielen.

Auf Deutsch sage wir es so: Ich kenne dich persönlich nicht. Und genau so soll ich den Fall Tobias behandeln, falls er vor Gericht steht, über den es zu urteilen hat. Lesen wir weiter:
5. Mose 1:17b hat geschrieben: ... Den Kleinen wie den Großen sollt ihr hören; ihr sollt euch vor niemand fürchten, denn das Gericht ist Gottes. Die Sache aber, die zu schwierig für euch ist, sollt ihr vor mich bringen, damit ich sie höre.
Hier kommt auch das Wort "Sache" ins Spiel. Für das Gericht ist es eine Sache, die wir behandeln, denn wir dürfen Tobias dabei nicht kennen. Sei er nun in der Gesellschaft ein Kleiner oder ein Großer, das ist unerheblich. Er ist Fallakt "XY". Während Gott Tobias in allen Facetten kennt und erkennt, so soll er für das Gericht nur ein Verhandlungsgegenstand sein.

In dem Sinn führt unsere moderne Rechtsprechung den Prozess auch nach Gottes Maßstab durch. Man hat es im Laufe der Zeit gelernt, dass es notwendig ist, das Angesicht des vor Gericht Stehenden nicht zu kennen. Du bist in der Tat eine Rechtssache.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Larson
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Re: Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen

Beitrag von Larson »

Abischai hat geschrieben: Sa 25. Jul 2026, 22:52 Die verlautbarten Erklärungen dazu kenne ich, das macht sie aber nicht richtiger.
Was ja recht ist, kann ja nicht richtiger werden.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
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