oTp hat geschrieben: ↑Fr 3. Jul 2026, 15:53
Swedenborg und Sundar berichten über AKEs, ihre Visionen vom Jenseits, wie immer sie es bezeichen, aber hatten keine NT-Erlebnisse.
Was bringt uns diese Einteilung, Johncom.
Bei Sundar Singh würde ich am ehesten von Entrückung reden. Es geschah immer spontan
Entrückungen passieren spontan wenn die Ich-Haftigkeit gelöst ist. Es kann passieren in tiefem Gebet und in Meditation. Manche üben sich darin, in der Schwelle zwischen Einschlafen und gerade noch wach sein genauer hinzuschauen.
Sundar ging bewusst ins Gebet und Jürgen Ziewe sagt, er ging bewusst in Meditation, aber im Lauf der Jahre kam er auch über luzides Träumen, spontan, in die feinstoffliche Ebene.
Visonen sind es auch nicht. Ich würde es nicht so nennen. Es sind Wahrnehmungen mittels des geistigen Körpers. Mit geistigen Augen und geistigen Ohren. Also der Teil des Menschen, der sich beim Tod vom Leib trennt.
Ja, man kann es anders nennen, aber Visionen ist auch nicht falsch. Im deutschen sagte man früher: jemand hat "Gesichte". Was ist der geistige Körper. Von alten Überlieferungen bis in die heutige Zeit werden mehrere (immer feinere) Körper benannt: dieser Grobstoffliche, der Ätherleib, der Astralleib, der Mentalleib und der Kausalkörper. Der letztere ist dann jenseits aller verstandesmäßiger Begrifflichkeit. Aber wir müssen diese verfeinerten Körper und Ebenen nicht wirklich verstehen. Sie übersteigen das Denkbare. Deshalb lehrt das NT Umkehr des Herzens, das können wir bewusst und mühelos angehen, das versteht auch der Verstand. Wenn das Herz umkehrt geschieht Sein Wille immer mehr, anders gesagt: wir erkennen das Sein Wille geschieht. Wir werden frei von unseren alten Ego-Komplexen, total frei, auch von Ängsten, Teufeln, Erwartungen und was sonst noch herum kriecht.
Das ist aber bei Nahtoderlebnissen ähnlich. Was man schon daran sieht, dass manche dieser Nahtoderlebenden mit ihren geistigen Augen ihren Körper da rumliegen sehen in einiger Entfernung.
Ja richtig. Es gibt viele Schnittmengen von AKEs und NT-Vorfällen. Wesentlicher Unterschied, die NT-Erfahrungen entstehen meistens nach extremen Stress-Situationen, medizinischer oder manchmal auch seelischer Not. Vielleicht wird deshalb ein sehr trostvolles Begegnen berichtet, Empfang von Verwandten, ein hohes Wesen, das sich dem Betroffenen annimmt.
AKE würde ich es auch nicht nennen, auch Nahtoderlebnisse nicht.
Wenn man etwas kommunizieren will, kann es nützen, auch zu benennen, um allgemein verständlich zu sein. Aber benennen, und überhaupt, sich über solche subtilen Gebiete auszutauschen, ist wie ich finde, sinnvoll, wenn man sie mit dem alltäglichen Leben hier in Verbindung sehen kann. Ich gehe davon aus, alles was wir denken, fühlen und wollen, ist bereits "geistige Welt". Ob wir neidisch sind oder ob wir allen anderen wohlwollen, damit verbinden wir uns mit der geistigen Welt, und entsprechend haben helle oder dunkle Kräfte Einfluss.
Joh 8,12:
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Nachfolge bedeutet also selbst Licht zu sein, und wo Licht ist, ist kein Schatten.
AKE kann sich auch auf Wahrnehmung entfernter anderer Erdenorte, Gegenden oder Beobachtungen von anderen Menschen beziehen. Denen man sich mittels AKE nähert.
Nur sind seltsamerweise auch diese Wahrnehmungen nicht immer "konkret". Nur wenn sich der Ätherleib zB im OP-Raum gelöst hat und das "ich" kann nachher sagen, der Arzt hatte rote Socken an. In der weiteren Verfeinerung wird er Regionen sehen, die weit über dem Irdischen liegen und wahrscheinlich den ganzen früheren Wust an Vorstellungen vergessen haben.