Gegen die Lehre der Inspiration

Ziska
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Ziska »

Helmuth hat geschrieben: Sa 30. Mai 2026, 08:22
Und wieder bestätigt Gott selbst, dass er geredet und ihm nicht eingeflüstert hatte, wovon es weitere gut 2.000 Zeugnisse gibt. Reicht das immer noch nicht? Wieviel möchtest du noch? Und wieviele hat die dogmatische Position? Bislang ganze Null :!: Das ist ja der Witz, aber keiner anerkennt das, weil das Dogma zu fest sitzt. Bislang vorgelegte Stellen belegen das nicht.

Bei historischen Belangen der Schrift ist es nicht anders wie jedes geschichtliche Werk entsteht. Doch haben wir gerade im NT einen Autor, der meine historische Sichtweise geradezu bestätigt, von dem wir wissen, wie er die Dinge empfangen hat, es ist Lukas:
Lukas 1:2 hat geschrieben:... so wie es uns die überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind.
Lukas hat sein Werk auf Basis der Informationen von Augenzeugen und Dienern des Wortes empfangen. Das sind in erste Linie die Apostel und Augenzeugen gab es ja gefühlt Tausende und viele hatten sicher noch gelebt. Er stellte auch selbst Nachforschungen an. Die Stammbaumliste kann z.B. so ein Fall sein.
Scheinbar erkennst du nur das an, was dir zu deinem, überspitzt gesagt,
„Helmuth-Glauben“ passt.
Wie oft schreibst du: „Ich sage das! Ich lehre das!“
Eine Aussage, die keinen Widerspruch duldet… :roll:

Die einzige Autorität, wenn es um Gottes Wort, die Bibel geht, ist nur der Autor der Bibel!
Jehova, der allmächtige Gott! Der Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren!

Du behauptest, dass nur Berichte von Augenzeugen die Grundlagen der Schrift des Lukas sein können?
Die Bibel besteht nicht nur aus dem Lukas-Evangelium.

-Wer war Augenzeuge, als das Universum erschaffen wurde?
-Wo sind die Augenzeugen, als Jehova die Erde zubereitete?
-Wo ist der Augenzeuge, als der erste Mensch erschaffen wurde?
-Wo sind die Augenzeugen, die bezeugen können, dass die Engel im Himmel jubelten?
(Hiob 38-41)
-Welcher Augenzeuge konnte bestätigen, dass Eva mit der Schlange sprach?
-Woher willst du wissen, dass die Menschen vor der Sintflut fast 1000 Jahre alt werden konnten?
-Wer war dabei, als Moses die Gesetzestafeln erhielt?
-Wo sind die Augenzeugen als Satan sich mit Gott unterhielt?
-Wer konnte beobachten, dass Jesus den Verführungskünsten Satans nicht erlag?

Diese Tatsachenberichte passen also nicht in „deine Religion“?

Behaupten kann nämlich jeder!

Warum versuchst du immer wieder die Bibel in Mißkredit zu bringen?
Warum lehrst du Zweifel?
Warum stellst du die Bibel immer wieder als reines Menschenwerk hin?

Möchtest du einen (scherzhaft gemeint): „Helmuth-Glauben“ gründen, der als Grundlage nur ausgewählte Verse der Bibel berücksichtigt und als Grundlage dienen, neben den eigenen Schlußfolgerungen?

Denkst du im Ernst, dass das Gottes Segen hat?
Du arbeitest damit gegen Gott!
Tatsache ist:
2.Timotheus 3:16,17
16 ganze heilige Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zum Lehren,
zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen, zur Erziehung in der Gerechtigkeit
17 damit der Mensch Gottes völlig geeignet und für jedes gute Werk vollständig ausgerüstet ist.
Möchtest du denn nicht zu diesen gehören, zu denen Paulus sagt:
1. Thessalonicher 2:13
13 Ja, darum danken wir Gott auch ständig.
Denn als ihr Gottes Wort von uns hörtet,
habt ihr es nicht als das Wort von Menschen angenommen,
sondern als das, was es wirklich ist,
als das Wort Gottes, das auch in euch, den Gläubigen, wirksam ist.
Du hast so großes Potenzial!
Du hast so viel Wissen und Ausdauer…

Sei dir aber gewiss: Ohne Gott wird es niemals funktionieren!
Psalm 127:1a
Wenn Jehova das Haus nicht baut, ist es umsonst, dass die Bauleute hart daran arbeiten.
Liebe Grüße von Ziska

„Ist Weltfrieden möglich?

Weltfrieden ist möglich. Er wird ganz sicher kommen – aber nicht so, wie es viele erwarten.“


:Herz2: “Jehova hat die Menschen erschaffen,
weil er die Freude am Leben mit anderen teilen wollte.“
:Herz2:
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Helmuth
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Helmuth »

Ziska hat geschrieben: Sa 30. Mai 2026, 09:47 Du behauptest, dass nur Berichte von Augenzeugen die Grundlagen der Schrift des Lukas sein können?
Nicht nur Augenzeugen, es gibt auch die Diener des Wortes und Lukas ging auch selbst vielen Dingen nach. Er machte, was ich gewissermaßen auch tue und als mein Lebenswerk sehe. Ich erforsche die Schriften, quasi Tag und Nacht wie Psalm 1 sagt und macht mich glückselig.

So beschreibt Lukas in seiner Einleitung, dass er damit zur Gewissheit über Jesus gekommen ist und dies auch zuverlässig ist:
Lukas 1:4 hat geschrieben: ... damit du die Zuverlässigkeit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist.
Dazu sammelte er gewissermaßen alle Informationen, was ihm Menschen zutragen konnten. Und ich denke, er war fähig genug die Zeugenaussagen von brauchbar bis unbrauchbar zu sortieren.

Das schreibt er nicht, aber wie sollte es anders gehen? Wenn wir den Heilgen Geist ins Spiel bringen, dann war seine Beteiligung daran, dass er Lukas anzeigt, was er in seinem Bericht aufnehmen kann und was nicht. Ich mache das heute nicht anders, wenn auch nicht mit Lukas Bedeutung. Das maße ich mir nicht an. Doch es gibt heute viel mehr als nur das Lk-Ev.

Wenn Lukas Gott damit dienen konnte, was für ihn mehr als erwiesen gilt, so sehe ich es bei mir auch. Du darfst mich gerne weiter kritiseren. Es bringt aber nur, dass du gehörig Frust ablädst (meine Einschätzung). Ich bleibe weiter an der Sache, und du glaubst weiter an deine ZJ-Dogmen. Das sei deine Sache.

Lukas Wort sollte damit gemäß deiner dogmatisch gesetzten Prämisse Gottes Wort sein, da Gott der Autor der Bibel ist und kein Mensch. Aber denken wir das mal durch. Wenn dem tatsächlich so wäre, dann hatte er damit ein falsches Zeugnis gelegt. Das Wort wurde ihm nicht von Zeugen und anderen zugetragen, es wurde ihm von Gott, dem Autor, eingeben.

Du lieferst ein Musterbeispiel dafür, wohin dogmatisch verändertes Denken konsequenterweise führen muss. Das Dogma kann so auch gar keine stichhaltige Bestätigung durch den Heilgen Geist erhalten, weil es der Schrift sogar widerspricht. Aus dem Zeugen Lukas hast du einen Lügner gemacht. :o
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Fr 29. Mai 2026, 06:29
Zippo hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 18:33 Vielleicht es interessant nochmal die Bibel zu Wort kommen zu lassen. Durch google KI fand ich folgende Schriftstellen:
Danke Thomas, du bist einer der wenigen, die zumindest eine biblische Vorlage geben. Auf das kann man auch eingehen. Tun wird das nun. Den Ausgangspunkt bildet die eine strittige Aussage aus seinem 2. Brief an Timotheus:
2. Tim. 3:16-17 hat geschrieben: Alle Schrift von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit (ist gegeben), damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig geschickt.
Dazu habe ich ausgeführt habe, dass diese Aussage in den meisten ÜS nicht nur falsch übersetzt, sondern auch fehlinterpretiert worden ist. Paulus wollte damit m.E. nicht das sagen, was die Theologie seit frühester Zeit daraus ableitet.
"Alle Schrift ist von Gott eingegeben.. ", was könnte daran falsch übersetzt sein ? Im griechischen Text steht das Wort "theopneustos" , man könnte auch sagen, "durch Gottes Geist eingehaucht" , wie soll das bei Schrift auch anders gehen ?
Helmuth
Aber sehen wir uns die Stellen ab, welche die Inspiration bestätigen sollen:
2. Petrus 1:21 hat geschrieben: Denn die Weissagung wurde niemals durch den Willen des Menschen hervorgebracht, sondern heilige Menschen Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geist.
Die Stelle besagt, dass man getrieben vom Heiligen Geist geredet hatte. Getrieben heißt motiviert, der Heilige Geist ist der Antriebsmotor, weshalb sie geredet haben. Es bezeugt nicht, dass damit Worte eingegeben werden, sondern dass der Heilige Geist dafür der Antrieb ist.
Beim gesprochenen Wort kann Inspiration anders sein, da übernimmt Gottes Geist schon mal das Regiment im Propheten und macht ihn zu seinem Sprachrohr.
[Jer 20,7-9] HERR, du hast mich überredet, und ich habe mich überreden lassen; du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich. Denn seit ich geredet, gerufen und gepredigt habe von der Plage und Verstörung, ist mir des HERRN Wort zum Hohn und Spott geworden täglich. Da dachte ich: Wohlan, ich will sein nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, in meinen Gebeinen verschlossen, dass ich’s nicht leiden konnte, und wäre fast vergangen.
Man spricht auch von Verbalinspiration, weil jedes Wort aus Gottes Geist geformt ist.

Das wird aber beim Schreiben dieser Worte genauso sein, da sprich eben eine innere Stimme zu dem Propheten und der Gottesmann schreibt alles auf, was ihm gesagt bzw. eingegeben wird.
Helmuth

Das muss selbstverständlich so sein und gilt doch für allen Christen, unabhängig ihrer Berufung. Keiner aber kann damit behaupten, Gott flüstere ihm damit Botschaften ins Ohr, das sagt Petrus damit eben nicht.
Bei Christen wäre ich vorsichtig, wenn ihnen etwas ins Ohr geflüstert wird, denn sie haben nicht die Autorität von Aposteln und Propheten, welche die Grundlage der Lehre gegeben haben, die für Christen verbindlich ist.
[Eph 2,19-22] So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn, auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.
Wenn irgendeinem Christen etwas in den Sinn gegeben wird, dann muß erst noch geprüft werden aus welcher Quelle es stammt, denn Satan und seine Dämonen können auch etwas in den Sinn geben.
2 Kor 11,4...14
Denn so, der da zu euch kommt, einen anderen Jesus predigte, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfinget, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so vertrüget ihr’s billig.
...
Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich zum Engel des Lichtes.
Das ist Verführung und Satan ist recht geschickt darin, wenn man bedenkt, wieviele Irrlehren schon in die Welt gebracht worden sind. Oft hatten sie auch spezielle "Inspiration" im Vorfeld, ganze Bücher wurden da geschrieben. Es gab besondere Visionen, die von Gott gewesen sein sollen.
Helmuth

Wie schon x-Mal ausgeführt hatte und an die 2.000 Bibelstellen belegen, wurden die Propheten nicht "inspiriert", sondern hörbar von Gott angesprochen.
Es kann eigentlich nur im Geist geschehen sein und das nennt man doch Inspiration. Da erlebten Menschen etwas oder sahen bzw. hörten es, wie die Propheten des AT. Z. Bsp. Dan 10,4... Nur Daniel hörte es, seine Begleiter nicht.
Ähnlich war es bei Paulus. Apg 9,3...
Diese Begebenheiten wurden später aufgeschrieben und der Heilige Geist hat noch mal alles in den Sinn gelegt. Da ist auf jedes Wort Verlass.
Helmuth
1 Korinther 2:13 hat geschrieben: ... die wir auch verkündigen, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, mitteilend geistliche Dinge durch geistliche Mittel.
Auch da wird nicht von einer Inspiration gesprochen.
Ich würde es aber so nennen.
Helmuth

Dass der Heilige Geist unser aller Lehrer ist, sollte ebenfalls sebstverständlich sein. Und wieder sage ich, wenn das für jedes Kind Gottes gilt, dann wohl für einen Paulus erst Recht.

Es ist, wie ich sagen würde, nichts Neues unter der Sonne, was vorgelegt wurde. Weiters sind das keine Worte Gottes, wo Gott spricht, sondern apostolische Lehren. Auch diese hat der Heilige Geist nicht in sie "inspiriert", sondern eben gelehrt. Petrus und Paulus reden aus ihrer gewonnen Erkenntnis. Dass diese aber auch eine Gabe ist, das sein unbestritten.
Inspiriert und gelehrt, beides ist richtig und der Heilige Geist hat den Aposteln Vieles offenbart und die Niederschrift Wort für Wort begleitet. Kein Apostel oder Prophet konnte da etwas schreiben, was der Heilige Geist nicht gutgeheißen hat.
Darauf steht, wie gesagt, die ganze Lehre des NT, das ist verbindliches Fundament, da Jesus Christus der Eckstein ist. Eph 2,20

Andere Christen können innerlich etwas gesagt bekommen, aber das sollte mit Vorsicht betrachtet werden, denn wie gesagt, Satan kann auch so etwas inspirieren. Das nennt man Verführung oder Versuchung, je nachdem.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Helmuth »

Thomas, danke für deine Lehre in Sachen „Inspiration“, aber ich möchte nicht alles nochmals aufrollen, was ich dazu schon gesagt habe. Du beginnst wieder von vorne. Dann lese auch von vorne meine Stellungnahmen. Und dann gehe auch auf das ein, was ich zuvor schon dagegen vorgebracht habe.
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Helmuth
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Di 2. Jun 2026, 17:11 Gott hat mit Mose geredet und das nennt sich Inspiration, weil es im Geist geschehen ist.
Das behandle ich hier, weil es für mich jeweils eigene Themen sind und ich kein Durcheinander will. Du nimmst so eine begriffliche Umdefinition vor, d.h. du siehst den normalen Gesprächsverlauf als einen Inspriationsvorgang an. Die Begründung ist: Weil es im Geist geschehen ist.

Es werden Sprechen/Hören und Inspirieren so auch gleichgesetzt. Das aber ist kein allgemeiner Konsens und wird auch von der Theologie nicht so mitgetragen. Es geht der Theologie gerade um eine nonverbale Kommunikation.

Konkret lehrt man, dass dem Wort Gottes kein Sprechen und Hören von ihm selbst vorangehen muss, sondern eine sog. "Eingebung" zum Zeitpunkt einer Niederschrift spontan stattgefunden hat. Auch ein Wissen um die Umstände spielt keine Rolle.

Es ist daher in der Tat was man unter Telepathie versteht. Man glaubt, Gott gibt dem Schreiber sein Wort telepathisch in seinen Geist ein. Es spielt keine Rolle, was der Autor dabei weiß oder gar nicht wissen kann. Wie sehr das jedem biblischen Befund wiederspricht, wird dabei kalt weggebügelt.

Und obwohl Sprechen und Hören versus "Eingeben" begrifflich jeweils etwas anderes ist und man das auch weiß, so erkennt man den Unterschied dann nicht mehr, wenn es dogmatisch angewandt wird. Man deutet es gewissermaßen unbewusst um und glaubt tatsächich an das Phänomen einer esoterischen Telepathie.

So zeigt sich, wie Dogmen den natürlichen Denkprozess umsteueren können und dann nicht mehr gültig ist, was zuvor noch gegolten hat. Löst du das von der theologischen Debatte, wird es wieder unterschiedlich gesehen. Man könnte sagen, dass solche Dogmen auch satanische Werkzeuge sind, um gezielt das Wort Gottes zu entstellen.

Die Begründung, weil es im Geist geschieht hinkt auch. Jede Art Kommunikation erfolgt via Geist, egal ob Menschen, Engel oder Gott reden bzw zuhören. Immer ist es der jeweilige Geist, der zum anderen Geist spricht bzw. vom dem man hört.

Das heißt, auch die gewöhnliche Kommunikation unter Menschen erfolgt jeweils von Geist zu Geist und entspricht demselben Prozess wie Gott selbst sprechen und hören kann. Darum sind wir auch Gottes Ebenbild nach 1. Mose 1:26-27, so dazu meine Exegese.
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 07:12
Zippo hat geschrieben: Di 2. Jun 2026, 17:11 Gott hat mit Mose geredet und das nennt sich Inspiration, weil es im Geist geschehen ist.
Das behandle ich hier, weil es für mich jeweils eigene Themen sind und ich kein Durcheinander will. Du nimmst so eine begriffliche Umdefinition vor, d.h. du siehst den normalen Gesprächsverlauf als einen Inspriationsvorgang an. Die Begründung ist: Weil es im Geist geschehen ist.
Inspiration bedeutet " geistige Eingebung" und diese hatte Mose gehabt. Er hörte die Stimme, die kein anderer hörte und sprach mit Gott, wie mit einem Freunde.
[2. Mo 33,9-11] Und wenn Mose in die Hütte kam, so kam die Wolkensäule hernieder und stand in der Hütte Tür und redete mit Mose. Und alles Volk sah die Wolkensäule in der Hütte Tür stehen, und standen auf und neigten sich, ein jeglicher in seiner Hütte Tür. Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Und wenn er wiederkehrte zum Lager, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Jüngling, nicht aus der Hütte.
Es klingt allerdings so, als wenn ein Beobachter hier geschrieben hat. Trotzdem, egal, wer es geschrieben hat, Gottes Heiliger Geist hat es überwacht und möglicherweise auch Wort für Wort eingegeben.

Bei dem Wort Gottes handelt es sich nicht um irgendwelche Legenden, wie z. Bsp. dem Gilgamesch Epos.

Bei anderen Propheten liest man doch in ähnlicher Weise, daß bestimmte Menschen in ihrem Geist, Gottes Visionen sahen und seine Rede hörten, andere nicht. Und später wurde das vom Heiligen Geist zu Papier gebracht.
[Dan 10,7-11] Ich, Daniel, aber sah solch Gesicht allein, und die Männer, die bei mir waren, sahen’s nicht; doch fiel ein großer Schrecken über sie, dass sie flohen und sich verkrochen. Und ich blieb allein und sah dies große Gesicht. Es blieb aber keine Kraft in mir, und ich ward sehr entstellt und hatte keine Kraft mehr. Und ich hörte seine Rede; und in dem ich sie hörte, sank ich ohnmächtig auf mein Angesicht zur Erde.
Und siehe, eine Hand rührte mich an und half mir auf die Kniee und auf die Hände, und er sprach zu mir: Du, lieber Daniel, merke auf die Worte, die ich mit dir rede, und richte dich auf; denn ich bin jetzt zu dir gesandt. Und da er solches mit mir redete, richtete ich mich auf und zitterte.
Hier sogar in der Ich - Form.

Wenn Gott redet, dann bekommen es bestimmte Menschen mit, andere nicht. Das sollte doch Beweis genug sein, um zu klären, das Gott zu dem Geist geredet hat und nicht anders. Das waren geistige Eingebungen.
Und die waren beim Schreiben des Textes ebenso. Und wenn ein Prophet nicht schreiben konnte, bekam er eine Hilfe von anderen Menschen, die es konnten.
2 Petr 1,22
Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht; sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, getrieben von dem heiligen Geist.
[2. Tim 3,16-17] Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, dass ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 12:22 Inspiration bedeutet " geistige Eingebung" und diese hatte Mose gehabt. Er hörte die Stimme, die kein anderer hörte und sprach mit Gott, wie mit einem Freunde.
Du referenzierst auf diese Stelle:
2. Mose 33:11 hat geschrieben: Und JHWH redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet ...
Nun, was soll ich sagen? Obwohl es meiner Meinung nach klarer nicht formuliert werden kann, wie geschrieben steht: "wie ein Mann mit seinem Freund redet", wird das in seiner Bedeutung einfach gekippt! Dann werden wir fortan an nicht mehr miteinander reden, sondern einander inspirieren. 8-)

Es ist estraunlich, wie starr man sich an ein Dogma klammert. Wird es so nicht regelrecht ein Götze? Und wenn man weiterdenkt, was das letztlich bedeutet, dann traut man Gott nicht zu, dass er sprechen kann, was aber jeder Mensch kann. Dafür tut er etwas, was er uns gar nicht ermöglicht hat, dass wir auf telepathische Weise hören können. Wirklich erstaunlich!
Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 12:22 Wenn Gott redet, dann bekommen es bestimmte Menschen mit, andere nicht. Das sollte doch Beweis genug sein, um zu klären, das Gott zu dem Geist geredet hat und nicht anders. Das waren geistige Eingebungen.
Ich denke durchaus, dass Gott es so steueren kann, dennoch redet er dann zu dem einen und telepathisiert nicht. Aber liefere auch ein Beispiel. Dann untersuchen wir anhand eines konkreten Falles, ob es als Beweis zulässig ist. Wenn du einen Beweis hast, dann musst du den doch auch liefern können.
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Sa 20. Jun 2026, 08:55 Da hat doch noch niemand gelebt, dieser Text kann nur inspiriert sein.
Da du trotz meiner Bitten davon nicht ablassen kannst, so stelle ich nun ein paar Fragen und ich stelle sie hier, wo sie thematisch ihren Platz haben mögen, damit andere Threads nicht ständig damit infiltriert werden, weil mich das stört. So gebe ich dir hier Gelegenheit dich zu erklären.

Wir untersuchen hier den Prozess der Inspiration genauer. Bislang hat ihn keiner erklärt. Da viele ja restlos davon überzeugt sind, so muss man dazu auch eine Grundlage haben wie sie funktioniert. Das denke ich zumindest und stelle einige Überlegungen an.

Der Autor setzt sich hin und denkt sozusagen nach, was er schreiben soll. Dazu muss er aber ein Motiv haben. Nun weiß er ja nichts von all den Dingen, die er später schreiben soll. Das führt mich zur ersten Frage:

Frage 1) Was motiviert einen Schreiber etwas aufzuchreiben, worüber er gar nichts weiß. Ergibt das einen Sinn?

Ist es der reine Wissensdrang und Gott gibt ihm als Antwort seine Gedanken ein? Ich setze ja darauf, dass Gott gesprochen hat und das überliefert wird. Damit exsitiert eine objektive Grundlage. Aber gesetzt den Fall dem wäre anders, dann stellen wir uns vor wie das vor sich ginge.

Der Autor denkt über etwas nach und bekommt auf einmal einen Gedenken. Oder er möchte ein bestimmtes Thema erarbeiten. Das sei sein Motiv und dazu will er nun etwas aufschreiben. Er setzt sich also hin und nun kommen ihm dazu Gedanken in den Sinn. Das führt mich zur zweiten konkreten Frage:

Frage 2) Wie erkennt der Autor, dass ein aufkommender Gedanke von Gott eingegeben wurde?

Anhand des Lk-Ev erfahren wir, wie es dazu gekommen ist Dinge aufzuschreiben. Lukas erhielt seine Worte anhand von Zeugen und Dienern des Wortes. Und als Reisbegleiter des Paulus war er auch Augenzeuge von mehreren Geschehnissen. Das ist für mich nachvollziehbar.

Du sagst Mose habe das erste Buch der Bibel geschrieben, wusste aber zuvor von den historischen Ereignissen nichts. Dann erkläre mir zumindest wie der Inspiriationsvorgang vonstatten gehen sollte, indem du diese beiden Fragen beantwortest. Wer etwas behauptet, dass es wahr ist, müsste es doch begründen können. Das wäre an sich auch eine Prämisse.
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Helmuth hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 06:52 Frage 2) Wie erkennt der Autor, dass ein aufkommender Gedanke von Gott eingegeben wurde?

Anhand des Lk-Ev erfahren wir, wie es dazu gekommen ist Dinge aufzuschreiben. Lukas erhielt seine Worte anhand von Zeugen und Dienern des Wortes. Und als Reisbegleiter des Paulus war er auch Augenzeuge von mehreren Geschehnissen. Das ist für mich nachvollziehbar.

Du sagst Mose habe das erste Buch der Bibel geschrieben, wusste aber zuvor von den historischen Ereignissen nichts. Dann erkläre mir zumindest wie der Inspiriationsvorgang vonstatten gehen sollte, indem du diese beiden Fragen beantwortest. Wer etwas behauptet, dass es wahr ist, müsste es doch begründen können. Das wäre an sich auch eine Prämisse.
Im Fall von Mose ist die Frage ziemlich leicht an der Erzählung seiner Berufung zu beantworten. Sie ist begleitet von einigen Merkwürdigkeiten und Beweiswundern, die für Mose dann ziemlich eindeutig waren, mit wem er es zu tun hat.
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Re: Gegen die Lehre der Inspiration

Beitrag von Helmuth »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 13:33 Im Fall von Mose ist die Frage ziemlich leicht an der Erzählung seiner Berufung zu beantworten. Sie ist begleitet von einigen Merkwürdigkeiten und Beweiswundern, die für Mose dann ziemlich eindeutig waren, mit wem er es zu tun hat.
Du beantwortest die Frage nicht. Das in rot ist eine meiner beiden Fragen.
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