Heilsgeschichte

Rund um Bibel und Glaube
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Zippo
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Heilsgeschichte

Beitrag von Zippo »

Hallo zusammen,

Heilsgeschichte ist ein Thema, das die Christen kennen. Da wird allen Geschichten in der Bibel noch ein tieferer Sinn zugeordnet.
Wird nicht Abel zu einem Vorbild des Glaubens, weil er das bessere Opfer dargebracht hatte ?
Durch den Glauben hat Abel Gott ein größeres Opfer getan denn Kain; durch welchen er Zeugnis überkommen hat, dass er gerecht sei, da Gott zeugte von seiner Gabe; und durch denselben redet er noch, wiewohl er gestorben ist.
Die Geschichte mit Noah wird zu einem Vorbild für die Rettung vor dem Gericht Gottes.
[Lk 17,26-27] Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs, so wird’s auch geschehen in den Tagen des Menschensohnes: sie aßen, sie tranken, sie freiten, sie ließen freien bis auf den Tag, da Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und brachte sie alle um.
Die Geschichte mit dem Turm von Babel ist eine Geschichte des falschen Glaubens und Götzendienstes.

Abraham hat seinen Sohn nicht nur opfern sollen, um seinen Gehorsam zu prüfen, sondern diese Geschichte dient auch als Vorbild für die aufopfernde Tat Jesu.
[Heb 11,17-19] Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, da er versucht ward, und gab dahin den Eingeborenen, da er schon die Verheißungen empfangen hatte, von welchem gesagt war: „In Isaak wird dir dein Same genannt werden“; und dachte, Gott kann auch wohl von den Toten auferwecken; daher er auch ihn zum Vorbilde wiederbekam.
usw.

Muß nicht auch die ganze Geschichte Israels, vom Auszug aus Ägypten, dem Wüstenzug, und der Einzug in das gelobte Land, als Heilsgeschichte betrachtet werden ?

Und es hat damit doch auch einen Bezug zu der Opfertat Jesu und seiner Nachfolger.
Gestern sah ich einen interessanten Film über die Frage, warum Gott ausgerechnet das Land Israel ausgewählt hat, damit sein Volk darin leben sollte.

https://youtu.be/banzDo-g0sA?is=CNzoofWf8ZQzDrB0

Darüber hinaus kann man sich natürlich fragen, warum dieses Volk Gottes gerade diese Dinge erlebt hat, um in dieses Land hineinzukommen ?
Warum diese Sklaverei in Ägypten ?
Warum der Wüstenzug ?
Warum die Eroberung des gelobten Landes ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Larson
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Re: Heilsgeschichte

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:31 Wird nicht Abel zu einem Vorbild des Glaubens, weil er das bessere Opfer dargebracht hatte ?
Gegenfrage, was genau war nun beim Opfer von Abel besser? und was „glaubte“ er denn, was meint die Torah, die Tenach, wenn von glaube4n, sprich Treue geschrieben steht?
Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:31 Die Geschichte mit Noah wird zu einem Vorbild für die Rettung Jesu vor dem Gericht Gottes.
Also das Gericht kam ja gerade über jene Menschen, und mit Jesus hatte das nichts zu tun. Der alleien Gott war der Handelnde. Noach war rechtschaffen vor dem Ewigen.
Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:31 Die Geschichte mit dem Turm von Babel ist eine Geschichte des falschen Glaubens und Götzendienstes.
Nein, da steht nichts von „Götzendienst“, sondern, weil sie sich einen Namen machen wollten (der Turm selber war nicht das Problem), um so nicht auf der Erde zerstreut zu werden.
Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:31 Abraham hat seinen Sohn nicht nur opfern sollen, um seinen Gehorsam zu prüfen, sondern diese Geschichte dient auch als Vorbild für die aufopfernde Tat Jesu.
Auch das hat mitnichten einen Bezug auf Jesus. Worin sollte denn das Vorbild sein? „Geopfert“ wäre ja der Isaak geworden….
Abraham als „Gott“ und Isaak als „Jesus“, nur vergisst du, dass da oben noch eine Stimme war, und diesem Abraham verboten hatte, den Isaak zu töten.
Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:31 Darüber hinaus kann man sich natürlich fragen, warum dieses Volk Gottes gerade diese Dinge erlebt hat, um in dieses Land hineinzukommen ?
Warum diese Sklaverei in Ägypten ?
Warum der Wüstenzug ?
Warum die Eroberung des gelobten Landes ?
Warum? wegen des Verdienstes Abrahams...
Weil Israel das Volk Gottes ist: Mein Sohn ist Israel
5.Mo 9,5 Nicht um deiner Gerechtigkeit und der Geradheit deines Herzens willen kommst du hinein, um ihr Land in Besitz zu nehmen; sondern um der Gottlosigkeit dieser Nationen willen treibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus, und damit er das Wort aufrecht halte, das der HERR deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat.
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
(über das von Gott gegebenen "Zeichen" an Israel)
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Helmuth
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Re: Heilsgeschichte

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:31 Muß nicht auch die ganze Geschichte Israels, vom Auszug aus Ägypten, dem Wüstenzug, und der Einzug in das gelobte Land, als Heilsgeschichte betrachtet werden ?
Zunächst möchte ich sagen, das ist ein sehr schönes Thema, das es Wert ist sich darüber Gedanken zu machen. Es kann sehr offenbarend und auch glaubensstärkend sein. Die Frage, die du hier stellst, würde ich dabei als rein rhetorisch sehen.

Ja, selbstverständlich spielt das Volk Israel eine Hauptrolle in der Heilsgeschichte zur Erfüllung der Pläne Gottes für uns Menschen. Allein schon deshalb, dass es ohne dieses Volk keinen Messias gegeben hätte. Und weiters haben wir durch dieses Volk Gottes Wort erhalten:
Römer 3:1-2 hat geschrieben: Was ist nun der Vorteil des Juden oder was der Nutzen der Beschneidung? Viel, in jeder Hinsicht. Denn zuerst einmal sind ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut worden.
Das Wort Gottes, heute bekannt als das AT wurde so zur Pflege und Weitergabe von Generation zu Generation in die Hände derer gelegt, welche in dieser Heilslinie gelebt haben. An anderer Stelle bezeugt Paulus:
Galater 4:4 hat geschrieben: Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, ...
Gott hat seinen Sohn nicht vom Himmel fallen lassen, wie Heiden sich ihre Göttergeschichten ausdenken, sondern er wurde als Mensch durch eine Israelitin namens Maria geboren und wuchs in dem Volk auf.

So spricht man bei der historischen Linie angefangen von Adam, Noah, Abraham, David bis hin zu Jesus Christus von der Heilslinie. innerhalb der Linie hat sich Gott immer wieder offenbart, indem er lenkend in die Geschicke des Volkes eingegriffen und damit die auch einzig relevante Weltgeschichte geschrieben hat. Das war alles wohl durchdacht als ein Vorsatz vor Grundlegung der Welt.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Heilsgeschichte

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:51
Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:31 Wird nicht Abel zu einem Vorbild des Glaubens, weil er das bessere Opfer dargebracht hatte ?
Gegenfrage, was genau war nun beim Opfer von Abel besser? und was „glaubte“ er denn, was meint die Torah, die Tenach, wenn von glaube4n, sprich Treue geschrieben steht?
[1. Mo 4,3-5] Es begab sich aber nach etlicher Zeit, dass Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes; und Abel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer; aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr, und seine Gebärde verstellte sich.
Warum sah Gott das Opfer Abels gnädig an, das Opfer Kains aber nicht ?
Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:31 Die Geschichte mit Noah wird zu einem Vorbild für die Rettung Jesu vor dem Gericht Gottes.
Also das Gericht kam ja gerade über jene Menschen, und mit Jesus hatte das nichts zu tun. Der alleien Gott war der Handelnde. Noach war rechtschaffen vor dem Ewigen.
Der Herr Jesus nimmt es aber als Vorbild für das Gericht in der Endzeit. Seinen Nachfolgern verspricht er Bewahrung vor diesem Gericht.
Joh 5,24
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
Larson
Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:31 Die Geschichte mit dem Turm von Babel ist eine Geschichte des falschen Glaubens und Götzendienstes.
Nein, da steht nichts von „Götzendienst“, sondern, weil sie sich einen Namen machen wollten (der Turm selber war nicht das Problem), um so nicht auf der Erde zerstreut zu werden.
Die gemeinsame Aufgabe schweißt zusammen ?
Babel heißt übersetzt "Tor zum Himmel", man wollte durch den Turm den Himmel erobern. Man interpretiert das in christlichen Kreisen schon mal als eigenwilligen Gottesdienst.
Götzendienst ist ja auch eigenwillig und verstößt gegen die Gebote Gottes. In der Offenbarung wird Babel als die Mutter der Hurerei bezeichnet.
[Off 17,4-5] Und das Weib war bekleidet mit Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und edlen Steinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll Gräuel und Unsauberkeit ihrer Hurerei, und an ihrer Stirn geschrieben einen Namen, ein Geheimnis: Die große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Gräuel auf Erden.
War Babylon nicht schon immer eine Metropole für Götzen gewesen ? Nebukadnezar hatte sich sogar selbst mal ein Statue machen lassen, die angebetet werden sollte.
[Dan 3,4-5] Und der Herold rief überlaut: Das lasst euch gesagt sein, ihr Völker, Leute und Zungen! Wenn ihr hören werdet den Schall der Posaunen, Drommeten, Harfen, Geigen, Psalter, Lauten und allerlei Saitenspiel, so sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der König Nebukadnezar hat setzen lassen.
Larson
Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:31 Abraham hat seinen Sohn nicht nur opfern sollen, um seinen Gehorsam zu prüfen, sondern diese Geschichte dient auch als Vorbild für die aufopfernde Tat Jesu.
Auch das hat mitnichten einen Bezug auf Jesus. Worin sollte denn das Vorbild sein? „Geopfert“ wäre ja der Isaak geworden….
Abraham als „Gott“ und Isaak als „Jesus“, nur vergisst du, dass da oben noch eine Stimme war, und diesem Abraham verboten hatte, den Isaak zu töten.
Es sollte ja auch nur ein Vorbild sein, aber Abraham hätte es getan.
[1. Mo 22,11-12] Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.
Gott hat seinen geliebten Sohn an das Kreuz gehen lassen, um Strafe und Zorn von dem Menschen abzuwehren.
[Joh 3,14-15] Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöht hat, also muss des Menschen Sohn erhöht werden, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
...
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Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.
Was ist deine Interpretation der Geschichte ?
Larson
Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:31 Darüber hinaus kann man sich natürlich fragen, warum dieses Volk Gottes gerade diese Dinge erlebt hat, um in dieses Land hineinzukommen ?
Warum diese Sklaverei in Ägypten ?
Warum der Wüstenzug ?
Warum die Eroberung des gelobten Landes ?
Warum? wegen des Verdienstes Abrahams...
Weil Israel das Volk Gottes ist: Mein Sohn ist Israel
5.Mo 9,5 Nicht um deiner Gerechtigkeit und der Geradheit deines Herzens willen kommst du hinein, um ihr Land in Besitz zu nehmen; sondern um der Gottlosigkeit dieser Nationen willen treibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus, und damit er das Wort aufrecht halte, das der HERR deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat.
Mußte deswegen diese Sklaverei in Ägypten sein ?
Und warum sind sie nicht direkt in das gelobte Land einmarschiert ?

Gruß Thomas
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Larson
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Re: Heilsgeschichte

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 18:02 Warum sah Gott das Opfer Abels gnädig an, das Opfer Kains aber nicht ?
Ich hatte dich gefragt.
Zippo hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 18:02 Der Herr Jesus nimmt es aber als Vorbild für das Gericht in der Endzeit. Seinen Nachfolgern verspricht er Bewahrung vor diesem Gericht.
Noah… Nun, genau genommen sagte Jesus das nicht, was du sagst, sondern nur, dass die Flut „überraschend“ kam, also die Zeitenwende, die kommende Welt überraschend hereinbricht.
Zippo hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 18:02
Joh 5,24
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
Dies steht aber nicht im Kontext mit Noah. Weiter sagte da Johannes man soll dem glauben (also dem alleinen einzigen Gott), der ihn (Jesus) gesandt hat.
Glaube bedeutet für Jesus, da er ja ein Jude war, Treue gegenüber Gott und seinen Geboten, also der Torah. Aber dies wird gerne überhört.

wer hört und glaubt Dem… da ist natürlich der Gott Israel gemeint, und Gott hatte gesprochen, durch Mose bis hin zu den Propheten, dahin sollte man hören.
Diesem Gott soll man das Vertrauen schenken, ihm treu sein, seinen Weisungen Folgen (das ist „glaube“)


Zippo hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 18:02 Die gemeinsame Aufgabe schweißt zusammen ?
Babel heißt übersetzt "Tor zum Himmel", man wollte durch den Turm den Himmel erobern. Man interpretiert das in christlichen Kreisen schon mal als eigenwilligen Gottesdienst.
Eben, von Götzendienst steht da nichts…
בָּבֶל (bāvël) Babel: von בָּלַל (bālal) verwirren, übergiessen, und nicht „Tor zum Himmel“
Zippo hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 18:02 Götzendienst ist ja auch eigenwillig und verstößt gegen die Gebote Gottes. I
Ja, so ist alles, was man nicht zur ehre Gotets macht, Görtendienst, Dienst an einem Idol, einer Ideologie usw, also auch der Ideologie des Christentums, da sie nicht Lehre Jesu, noch weniger Lehre Gottes ist, sondern selbst mit hellenistischen, philosophischem Denken erzeugt wurde.
Zippo hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 18:02 War Babylon nicht schon immer eine Metropole für Götzen gewesen ?
Ja, sicher ist Babel, Babylon der „Inbegriff“ für Götterkult. Nur bei Turmbau zu Babel steht davon nichts.
Zippo hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 18:02
Larson
Zippo hat geschrieben: ↑03.06.2026, 17:31
Abraham hat seinen Sohn nicht nur opfern sollen, um seinen Gehorsam zu prüfen, sondern diese Geschichte dient auch als Vorbild für die aufopfernde Tat Jesu.
Auch das hat mitnichten einen Bezug auf Jesus. Worin sollte denn das Vorbild sein? „Geopfert“ wäre ja der Isaak geworden….
Abraham als „Gott“ und Isaak als „Jesus“, nur vergisst du, dass da oben noch eine Stimme war, und diesem Abraham verboten hatte, den Isaak zu töten.
Es sollte ja auch nur ein Vorbild sein, aber Abraham hätte es getan.
Zwischen Abraham und Isaak, und Jesus hat es keinerlei Bezug.
Also du meinst, dass Gott, alias Abraham, von noch einem höheren Gott den Aufragt erhielt, seinen Sohn Jesus, alisa Isaak zu opfern, aber dass dann dieser höhere Gott schlussendlich Einhalt gebot. Nun, so ist denn nun dieser „höhere Gott, der bei Jesus Einhalt gebot?

Weiter, wenn du das genauer betrachtest, es auch weiter im Kontext der Tenach sehen willst, so verabscheut der Ewige „Menschenopfer“, wie ja auch Jesus nicht „leiblicher“ Sohn Gotets ist, sondern „nur“ Gesandter Gottes ist.
Zippo hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 18:02 Gott hat seinen geliebten Sohn an das Kreuz gehen lassen, um Strafe und Zorn von dem Menschen abzuwehren.
Nein, denn das Gericht wird so oder so über alle Menschen hereinbrechen.
Und jene, die sich zum einigen Gott bekennen, Ihm treu sind, Seinen Weisungen, werden bewahrt.
Zippo hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 18:02 Mußte deswegen diese Sklaverei in Ägypten sein ?
Und warum sind sie nicht direkt in das gelobte Land einmarschiert ?
Weisst du das wirklich nicht?
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
(über das von Gott gegebenen "Zeichen" an Israel)
Sara Funkelstein
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Re: Heilsgeschichte

Beitrag von Sara Funkelstein »

Zippo hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 18:02 Es sollte ja auch nur ein Vorbild sein, aber Abraham hätte es getan.
Ich denke, Abraham wusste, dass es nicht so weit kommt. Gott hatte ihm bereits zahlreiche Nachkommen versprochen. Heute sehen wir das Ergebnis von diesem Versprechen. Wenn Gott etwas will, dann wird es so kommen. Egal, wie unmöglich es für uns aussieht. Gott wird das Meer teilen und er will keine Menschenopfer.
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.

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Helmuth
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Re: Heilsgeschichte

Beitrag von Helmuth »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 5. Jun 2026, 17:05 Gott wird das Meer teilen und er will keine Menschenopfer.
Ich denke du machst einen Denkfehler mit dem Menschenopfer. Gott will ganz sicher nicht, dass Menschen Menschen opfern, keine Frage, da bin ich völlig auf deiner Seite. Aber das eine Opfer seines einziggeborenen Sohnes war Plan der Heilsgeschichte. Ohne dieses Opfer käme es nicht zu unserem ewigen Heil. Wer aber daran glaubt, der wird gerettet.

Es wären ansonsten alle Menschen verloren, egal wie sehr sie sich bemühen Gottes Gebote zu halten, sie können es ja auf Dauer doch nicht. Immer wieder fällt man. Und wenn schon bei Adam & Eva die eine Übertretung zum Tode geführt hatte, wie erst bei uns, die wir uns zahreiche Übertretungen zuschulden kommen lassen? Gott sei Dank hatte Gott einen Heilsplan in Christus.

Weiters würde sich Gott selbst lästern, wenn er auch das eigene Sohnesopfer für abscheulich erklärt, dann aber von Abraham verlangt, dass er seinen verheißenen Sohn, der noch dazu wundersam von Gott geschnket wurde, auf einmal opfern sollte. Welchen Sinn sollte ergeben, hätte Gott damit nicht seinen Heilsplan angedeutet?

Was in Abraham damals vorgegangen sein musste, kann ich bei Gott nicht nachvollziehen, aber sein Vertrauen in Gott muss derart unerschütterlich gewesen sein, dass er sich auch in dem Punkt gehorsam gezeigt hatte. Darum ist er das vielleicht größte Vorbild des Glaubens. Gott hat ihn nicht ohne Grund zum Segen aller Menschen gesetzt:
1. Mose 12:2-3 hat geschrieben: Und ich will dich zu einer großen Nation machen und dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen; und du sollst ein Segen sein! Und ich will die segnen, die dich segnen, und wer dich verachtet, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Heilsgeschichte

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 07:00
Zippo hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:31 Muß nicht auch die ganze Geschichte Israels, vom Auszug aus Ägypten, dem Wüstenzug, und der Einzug in das gelobte Land, als Heilsgeschichte betrachtet werden ?
Zunächst möchte ich sagen, das ist ein sehr schönes Thema, das es Wert ist sich darüber Gedanken zu machen. Es kann sehr offenbarend und auch glaubensstärkend sein. Die Frage, die du hier stellst, würde ich dabei als rein rhetorisch sehen.
Heilsgeschichte ist glaubensstärkend, das würde ich sagen. Nicht nur die Prophetie ist Fundament des christlichen Glaubens, sondern auch die Art und Auswahl von Geschichten, die im AT gebracht werden.
Und nachdem uns in den ersten 11 Kapiteln der Bibel wesentliche Merkmale christlicher Theologie vorbestellt werden, kommt mit Abraham ein Neuanfang.
Die Erzväter Israels erleben Geschichten, die in der Christenheit ausgewertet werden. Und das Geschick und die Erlebnisse Israels enthalten alle wichtige Hinweise zur sogenannten Heilsgeschichte.

Vielleicht ist es hilfreich dieses Wort einmal zu definieren, um klarzumachen, was jedem Christen aus dem Bauch heraus einleuchtet. Wie würdest du Heilsgeschichte definieren ?
Helmuth

Ja, selbstverständlich spielt das Volk Israel eine Hauptrolle in der Heilsgeschichte zur Erfüllung der Pläne Gottes für uns Menschen. Allein schon deshalb, dass es ohne dieses Volk keinen Messias gegeben hätte. Und weiters haben wir durch dieses Volk Gottes Wort erhalten:
Römer 3:1-2 hat geschrieben: Was ist nun der Vorteil des Juden oder was der Nutzen der Beschneidung? Viel, in jeder Hinsicht. Denn zuerst einmal sind ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut worden.
Wie hat man den Messias erkannt ? Das waren zunächst die Reden, die Wunder und Zeichen des Herrn Jesus.
Joh 7,31
Aber viele vom Volk glaubten an ihn und sprachen: Wenn Christus kommen wird, wird er auch mehr Zeichen tun, denn dieser tut?
Dann waren die Prophetien, die Israel erst nicht ganz begriffen hat, aber der Heilige Geist hat doch alles durch den Herrn selbst, durch die Evangelisten und Apostel alles in Erinnerung gerufen, was in den Schriften über den Messias gesagt wird.
[Lk 24,24-27] Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden’s also, wie die Weiber sagten; aber ihn sahen sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und träges Herzens, zu glauben alle dem, was die Propheten geredet haben! Musste nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren.
Aber die Schriften sagen noch viel mehr über den Messias und sein Werk aus und es wird durch den Heiligen Geist Vieles offenbart, was die Geschichten des AT über den Messias aussagen. Was dem Volk Israel passiert ist, sagt Paulus, ist uns als Vorbild gegeben.
[1. Kor 10,1-6] Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten, dass unsere Väter sind alle unter der Wolke gewesen und sind alle durchs Meer gegangen und sind alle auf Mose getauft mit der Wolke und dem Meer und haben alle einerlei geistliche Speise gegessen und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken; sie tranken aber vom geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie wurden niedergeschlagen in der Wüste.
Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, dass wir nicht uns gelüsten lassen des Bösen, gleichwie jene gelüstet hat.
Paulus fängt mit dem Auszug aus Ägypten an, aber warum war überhaupt die schwere Zeit in Ägypten ?
Der Herr Jesus spricht von der Befreiung von dem Starken Mt 12,28-29 und der Knechtschaft der Sünde. Joh 8,33-34 Könnte nicht darin der tiefere Sinn dieser Geschichte Israels zu finden sein, weil sie leiblich das erlebten, was Menschen in der Welt geistig unter der Herrschaft der Sünde erleben ?

Oder der Zug Israels durch die Wüste, eine lebensfeindliche Umgebung, der die Israeliten nur durch die Versorgung mit Manna und dem von Gott gespendeten Wasser, entronnen sind.
Ist das Leben in dieser Welt nicht auch eine für Christen eher lebensfeindliche Umgebung und ohne den Herrn Jesus, der sich selbst als das wahre Himmelsbrot dargestellt hat und den Heiligen Geist, der den Christen Sachwalter und Tröster ist, wären Christen nicht in der Lage, den Glauben zu wahren und geistig zu überleben ?

Gruß Thomas
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Re: Heilsgeschichte

Beitrag von Zippo »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 5. Jun 2026, 17:05
Zippo hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 18:02 Es sollte ja auch nur ein Vorbild sein, aber Abraham hätte es getan.
Ich denke, Abraham wusste, dass es nicht so weit kommt. Gott hatte ihm bereits zahlreiche Nachkommen versprochen. Heute sehen wir das Ergebnis von diesem Versprechen. Wenn Gott etwas will, dann wird es so kommen. Egal, wie unmöglich es für uns aussieht. Gott wird das Meer teilen und er will keine Menschenopfer.
Helmuth hat dazu schon einiges gesagt. Mir fällt dazu noch die Aussage des Hebräerbriefes ein.
[Heb 11,17-19] Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, da er versucht ward, und gab dahin den Eingeborenen, da er schon die Verheißungen empfangen hatte, von welchem gesagt war: „In Isaak wird dir dein Same genannt werden“; und dachte, Gott kann auch wohl von den Toten auferwecken; daher er auch ihn zum Vorbilde wiederbekam.
Das klingt schon danach, daß Abraham die Tötung schon im Herzen vollzogen hatte, bevor der Engel des HERRN ihn zurückhielt.
[1. Mo 22,11-12] Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.
Das Ergebnis ist nicht nur das irdische Volk Israel, sondern Abraham wurde zum Segen aller Christen, denen das Erbe ausgeteilt wird.
[Gal 3,6-9] Gleichwie Abraham hat Gott geglaubt und es ist ihm gerechnet zur Gerechtigkeit. So erkennet ihr ja, dass, die des Glaubens sind, das sind Abrahams Kinder. Die Schrift aber hat es zuvor gesehen, dass Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht; darum verkündigte sie dem Abraham: „In dir sollen alle Heiden gesegnet werden.“ Also werden nun, die des Glaubens sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham.
...
[Gal 3,13-14] Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns (denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jedermann, der am Holz hängt!“), auf dass der Segen Abrahams unter die Heiden käme in Christo Jesu und wir also den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben.
....
Gal 3,29
Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Same und nach der Verheißung Erben.
Von einem Menschenopfer wollte Gott nichts wissen, zumal Abraham ja seinen Sohn nicht wirklich opfern sollte.

Und der Herr Jesus hatte Freiheit sein Leben zu lassen, er wurde nicht gezwungen.
[Joh 10,15-18] Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle; und dieselben muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird eine Herde und ein Hirte werden. Darum liebt mich mein Vater, dass ich mein Leben lasse, auf dass ich’s wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selber. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wiederzunehmen. Solch Gebot habe ich empfangen von meinem Vater.
Joh 15,13
Niemand hat größere Liebe denn die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.
Es hat Gott wohl immer gefallen, wenn jemand sein Leben für den Anderen geopfert hat. Es kommt auch im normalen Leben schon mal vor
Der Herr Jesus will uns mit seinem Leben vor dem Gericht und vor dem ewigen Tode bewahren, dafür war sein Tod schon vor Grundlegung der Welt beschlossen.
Deshalb die ganze sogenannte Heilsgeschichte, die aber nur gläubige Christen verstehen, weil sie bereit sind, die Leistung Jesu anzuerkennen. Es lastete ein hoher Erwartungsdruck auf dem Herrn Jesus, weil er wußte, daß sein Leid und Tod vor Grundlegung der Welt geplant war, aber sein Tod war freiwillig.

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