Wie kann der Herr Jesus Sohn und Herr Davids gleichzeitig sein ?

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ProfDrVonUndZu
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Re: Wie kann der Herr Jesus Sohn und Herr Davids gleichzeitig sein ?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 09:17 Tja, müssen muss so manches nicht, also es sind somit alle Varianten, Möglichkeiten, welche man in den Text hineinlegt, von denen es verschiede gibt, welche aber alle irgendwie „Schlagseite“ haben.
Damit müssen wir wohl leben. Deswegen sollte man transparent arbeiten. Der Dispensationalismus ist es nicht. Er und sämtliche andere Auslegungen, die ich kenne, fokussieren sich auf nur einen möglichen Weg, indem sie andere Möglichkeiten unter den Tisch fallen lassen.
Larson hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 09:17 Der Feind ist das naheliegende, ond Rom war ganz real der Feind. Warum sollte er nicht der Feind sein? Schutz unter Rom? Nein, Israel will / wollte Selbstständigkeit, eigene Souveränität, wie es der Ewige zugesagt hatte, und sie durch Abweichung nun in solche Situation gekommen sind.
Klar wollte Israel kompromisslose Souveränität. Die war aber nun mal nicht zu haben. Rom wollte am liebsten auch kompromisslose Unterwerfung. Aber die Römer waren nicht einfach brutale Unterdrücker und Schlächter. Dass die Besatzung war, wie sie war, hatte ja einen Grund und eine Vorgeschichte. Das war nicht ein purer Imperialismus Roms.
Larson hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 09:17 Sicher gab es auch Feine im Innern, deshalb auch die Fremdherrschaft.
Eben, du sagst es selber.
Larson hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 09:17haft, ihn als DEN Messias anzunehmen.
Zumindest wäre das für Judäa friedlicher verlaufen, als der dann folgende Konflikt. Die Zeloten hätten sich aufgelöst.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Larson
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Re: Wie kann der Herr Jesus Sohn und Herr Davids gleichzeitig sein ?

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 13:34 Der Dispensationalismus ist es nicht. Er und sämtliche andere Auslegungen, die ich kenne, fokussieren sich auf nur einen möglichen Weg, indem sie andere Möglichkeiten unter den Tisch fallen lassen.
Ich habe ja einige solcher „Lehren“ betrachtet, durchgearbeitet, und immer wieder kann man bemerken, dass dahinter wiederum eine Theorie / Ideologie steckt, welche die Sache aus gewisser Perspektive darlegt.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 13:34 Klar wollte Israel kompromisslose Souveränität. Die war aber nun mal nicht zu haben.
Das sollte der Messias erwirken, dass sie zu haben ist.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 13:34 Dass die Besatzung war, wie sie war, hatte ja einen Grund und eine Vorgeschichte.
Die ganze Weltgeschichte beruht, oder ist folge der Vorgeschichte. Nur, der Ewige allein wird das durchbrechen, und dies wurde durch einen Messias erhofft, da menschlich unmögliche zu schaffen, so wie auch bei Mose, der Auszug aus Ägypten usw.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 13:34 Eben, du sagst es selber.
Der innere Feind, das Zurückführen zur „Torah“ im Volk und der Elite, ist ebenso eine Aufgabe des Messiachs (wenn man so pauschal die verschiedenen Messias-Konzepte zusammenstellt).
Dies könnte auch eine Voraussetzung für eine nationale Befreiung sein, muss aber nicht (war auch beim Mose nicht so). Aber auch das konnte Jesus nicht bewirken, was als Aufgabe eines „Messiachs“ verstanden wurde.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 13:34 Zumindest wäre das für Judäa friedlicher verlaufen, als der dann folgende Konflikt. Die Zeloten hätten sich aufgelöst.
Nun, kennen wir die Pläne Gottes auf dass wir sagen könnten, wie es anders gewesen, gekommen wäre, wenn dies oder jenes gewesen wäre?
Dass der 2. Tempel zerstört werden musste, könnte man aus den kleinen Propheten herauslesen, ebenso ein weiteres Galut, denn so manche Aussage Gottes betrifft das Volk Israel unter den Nationen.
Auf diesem 2. Tempel lag schon zu viel „Schmutz“, als dass es das (ewige) Heiligtum Gottes sein konnte, und die Läuterung des Volkes, dazu bräuchte es einen mit Gottes Allmacht befähigten Herrscher (wie einige Könige Judas, oder den „Messiach“), oder des Exils.
Meist lernen wir ja selber nur aus „negativen“ Erfahrungen, die Lebensverändernd sind. Und somit wird das „böse“, wie es der Mensch meint, das negativ empfundene oder hindernde zum Guten, da es uns näher zum Ewigen bringt.
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
(über das von Gott gegebenen "Zeichen" an Israel)
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ProfDrVonUndZu
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Re: Wie kann der Herr Jesus Sohn und Herr Davids gleichzeitig sein ?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 13:58 Ich habe ja einige solcher „Lehren“ betrachtet, durchgearbeitet, und immer wieder kann man bemerken, dass dahinter wiederum eine Theorie / Ideologie steckt, welche die Sache aus gewisser Perspektive darlegt.
Ich meine dahinter steckt eine Form von Sektierei vermischt mit kommerziellem Interesse. Man versucht ein solides, in sich abgeschlossenes Produkt, das keine offenen Fragen hinterlässt, einer Zielgruppe schmackhaft zu machen.
Larson hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 13:58 Das sollte der Messias erwirken, dass sie zu haben ist.
Die Frage ist nur, für wen spricht man hier ? Für wen sprichst du, für wen spreche ich ? Die Art Souveränität, die die damaligen Führer wollten, geht mit einem Messias nicht auf. Egal, ob nun Jesus der Messias ist, oder man auf einen anderen wartet und wen man als heutige Feinde des jüdischen Volkes betrachtet.
Larson hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 13:58 Die ganze Weltgeschichte beruht, oder ist folge der Vorgeschichte. Nur, der Ewige allein wird das durchbrechen, und dies wurde durch einen Messias erhofft, da menschlich unmögliche zu schaffen, so wie auch bei Mose, der Auszug aus Ägypten usw.
Zu Moses Zeiten haben die Israeliten in Ägypten nicht auf einen verheißenen Erlöser gewartet. Sie haben nur geklagt wegen der Bedrückung. Auch Mose wurde vor und nach dem Exodus immer wieder von seinen eigenen Leuten in Frage gestellt.
Larson hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 13:58 Der innere Feind, das Zurückführen zur „Torah“ im Volk und der Elite, ist ebenso eine Aufgabe des Messiachs (wenn man so pauschal die verschiedenen Messias-Konzepte zusammenstellt).
Dies könnte auch eine Voraussetzung für eine nationale Befreiung sein, muss aber nicht (war auch beim Mose nicht so). Aber auch das konnte Jesus nicht bewirken, was als Aufgabe eines „Messiachs“ verstanden wurde.
Egal, auf welchen Messias man auch hofft und wartet, es werden immer welche gegen ihn sein und meinen, er sei noch nicht der richtige.
Larson hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 13:58 Nun, kennen wir die Pläne Gottes auf dass wir sagen könnten, wie es anders gewesen, gekommen wäre, wenn dies oder jenes gewesen wäre?
Es wäre einfach nur logisch, dass sich die Zeloten als Gruppe auflösen, wenn sie Jesus und sein Werk anerkannt hätten.
Larson hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 13:58 Dass der 2. Tempel zerstört werden musste, könnte man aus den kleinen Propheten herauslesen, ebenso ein weiteres Galut, denn so manche Aussage Gottes betrifft das Volk Israel unter den Nationen.
Lag das an anderen feindlichen Nationen ?
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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