Aslan hat geschrieben: ↑Mi 13. Mai 2026, 14:12
Wenn ich glaube (und auch denke) ich würde allein durch das Einhalten eines religiösen Gesetzes das Gesetz erfüllen, bin ich nicht unter Gnade, sondern unter dem Gesetz!
Es gibt den Gehorsam aus Pflicht und den Gehorsam aus Überzeugung. In beiden Fällen werden die Gebote gehalten. Ersteres muss noch lange keine Liebe sein, zweiteres hat großes Potential dazu. Ein gemeinsamer Sinn schweißt zusammen und erzeugt ein unzertrennbares Band. Das funktioniert auch bei Nichtchristen, nur hält es bei denen oft nicht für immer und ewig.
Aber so manche sind mir darin mehr Vorbild als Christen, was man auch bei David gut studieren kann. Seine eigenen Söhne liebten ihn nicht so, wie seine Gefolgsleute, die ihm bis in den Tod gefolgt wären, und es befanden sich darunter auch andere als Gläubige. Dieses Level erreichen bei uns nicht viele, aber wenn einer davon gläubig ist, zieht das an dem anderen.
Aslan hat geschrieben: ↑Mi 13. Mai 2026, 14:12
Wenn ich aber durch den Geist Christi wiedergeboren bin, erfülle ich bereits das Gesetz durch den mir innewohnenden Geist Gottes.
Ups, da würde ich vorsichtiger sein, wie man das genau sagt. Ich kenne wiedergeborene Ehepaare, die sich scheiden haben lassen. Wer bewirkte das nun, der innewohnende Geist, oder wer anders? Immer noch trifft deine Entscheidungen nicht der Heilige Geist.
Aus dem Grund weicht er auch wieder von vielen. Dann konnte die Liebe Gottes denjenigen doch nicht motivieren. Liest man die Briefe des Paulus, denkt man mitunter, dass nicht viele darunter Gott wirklich geliebt haben, und sie hatten alle bereits Geistesgaben. Gottes Liebe ist nun mal das Größte, das es gibt.
Aslan hat geschrieben: ↑Mi 13. Mai 2026, 14:12
Das heisst: Ich muss nicht erst etwas tun und einhalten, also durch das eigene "Fleisch" etwas hervorbringen, um das Gesetz zu erfüllen, sondern ich unterlasse durch ein geisterfülltes Leben die Dinge, die gegen das Gesetz stehen.
Was das Unterlassen betrifft, stimme ich dir voll zu. Viel mehr geht es auch darum, Dinge die man zuvor getan hatte nicht mehr zutun. Darin zeigt sich durchaus größere Liebe, als was man schon von klein auf gewohnt war richtig zu tun. Nicht umsonst nennt sich der Prozess „Umkehr“ (Buße).