ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Di 12. Mai 2026, 16:28
Zippo hat geschrieben: ↑Di 12. Mai 2026, 13:33
Der Menschensohn ist ein von Gott gezeugter Gottessohn. Die menschliche Seite war der Stammlinie Davids entnommen.
Die geistige Seite war der Sohn Gottes, durch und um dessentwillen alle weitere Schöpfung entstanden ist.
Die Frage ist eher, warum die Banalität der menschlichen Sohnschaft überhaupt der Rede wert ist.
Die menschliche Sohnschaft ist dich gerade das besondere, denn Gott wollte einen Spross Davids nicht aus dem Samen Adams schaffen, sondern ihn selbst zeugen, damit er von der Erbsünde frei ist und somit vergleichbar mit dem Adam vor dem Sündenfall.
[Röm 5,9-14] So werden wir ja viel mehr durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind. Denn so wir Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnt sind. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus, durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben. Derhalben, wie durch einen Menschen die Sünde ist gekommen in die Welt und der Tod durch die Sünde, und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesündigt haben; denn die Sünde war wohl in der Welt bis auf das Gesetz; aber wo kein Gesetz ist, da achtet man der Sünde nicht. Doch herrschte der Tod von Adam an bis auf Moses auch über die, die nicht gesündigt haben mit gleicher Übertretung wie Adam, welcher ist ein Bild des, der zukünftig war.
Ein sündiger Mensch kann nicht für sündige Menschen Sühnung leisten, deswegen durfte der Herr Jesus nicht von Adam abstammen.
Prof
Die einzig besondere Stelle ist diesbezüglich Daniel 7,13. Daniel sagt aber, dass diese Gestalt wie ein Sohn des Menschen ist, nicht dass er einer ist.
...
Wenn jemand vom Menschensohn redete, war klar, dass dies eine Anspielung auf die Gestalt in Daniel 7 sein soll. Wenn Jesus von sich selbst als Menschensohn spricht, dann greift er diese Rede auf.
Die Bezeichnung Menschensohn wird von dem Herrn Jesus oft gewählt und ich gehe auch davon aus, daß er dabei an Dan 7,13 dachte.
[Dan 7,13-14] Ich sah in diesem Gesichte des Nachts, und siehe, es kam einer in des Himmels Wolken wie eines Menschen Sohn bis zu dem Alten und ward vor ihn gebracht. Der gab ihm Gewalt, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker, Leute und Zungen dienen sollten. Seine Gewalt ist ewig, die nicht vergeht, und sein Königreich hat kein Ende.
Der Herr Jesus bringt es aber auch in Verbindung mit Psalm 110, weil er sagt:
[Mk 14,61-62] Da fragte ihn der Hohepriester abermals und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin’s; und ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken.
Dan 7,13-14 beschreibt das der Menschensohn in den Himmel aufsteigt und Gewalt Ehre und Reich bekommt. So sagt der Herr Jesus schon in Mt 28,18. Petrus sagt es in 1 petr 3,22
welcher ist zur Rechten Gottes in den Himmel gefahren, und sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Kräfte.
Das alles bezieht sich auf die Zeit nach der Auferstehung, obwohl doch die meisten Christen glauben, daß mit dem Herrn Jesus ein Geist in das Fleisch gekommen ist, der schon zuvor in machtvoller Stellung im Himmel gewesen ist.
Es kann sich dabei doch nur um den Erstgeborenen handeln, der vor aller Welt in der Herrlichkeit Gottes gelebt hat und nun in Begleitung seines Vaters, die Welt besucht, die sein Eigentum ist, um der Welt Vergebung der Schuld und die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod zu geben.
[Heb 1,1-3] Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherleiweise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben über alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat; welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat gemacht die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestät in der Höhe
[Heb 1,4-6] und ist so viel besser geworden denn die Engel, so viel höher der Name ist, den er vor ihnen ererbt hat. Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: „Du bist mein lieber Sohn, heute habe ich dich gezeugt“? und abermals: „Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein“? Und abermals, da er einführt den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: „Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.“
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.