Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

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Zippo
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 13:51
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Das NT ist der Meinung, daß alle Maßnahmen in dem Gesetzesbund nicht ausreichen, sie waren zwar nötig, um der vielen Sünden willen und um darauf vorzubereiten, was in Zukunft kommen würde, aber alle diese Maßnahmen konnten den Menschen nicht von der Sünde befreien.
Siehst du, wie abweichend die Lehre im NT gegenüber der Tenach ist. Gottes Lehre beinhaltet alles, Weisung, Zucht, Gnade und Vergebung.
Es ist typisch Menschlich zu meinen, dass dies nicht genügen würde, es müsse mehr sein, obwohl es Gott so zugesagt hatte. Und deshalb sagt Gott deutlich, dass man seiner Lehre weder hinzufügen noch entfernen soll. Und genau dies macht das NT mit seiner Lehre, das „AT“ ist nicht gut genug.
Ich sehe da keine Abweichung, eher die erzieherische Funktion und das Vorbildhafte. Paulus sagt:
Gal 3,24
[Luther 1912: Gal 3,24] Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, dass wir durch den Glauben gerecht würden.
Durch das Gesetz erfahren Menschen bis auf den heutigen Tag, was in Gottes Augen angenehm und was ihm nicht gefällt. Es heißt ja auch:
[ELB-CSV: Heb 8,10] Denn dies ist der Bund, den ich dem Haus Israel errichten werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Indem ich meine Gesetze in ihren Sinn gebe, werde ich sie auch auf ihre Herzen schreiben; und ich werde ihnen zum Gott und sie werden mir zum Volk sein.
Das ist eine Verheißung des AT aus dem Buch Jeremia:
[ELB-CSV: Jer 31,33] Sondern dies ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, spricht der HERR: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben; und ich werde ihr Gott, und sie werden mein Volk sein.
Diese Verheißung ist durch den Herrn Jesus Christus und die Ausgießung des Heiligen Geistes erfüllt worden.

Der Heilige Geist führt jeden gläubigen Christen auch in die Lehre des AT ein, sie sollen verstehen, was zu Beginn der Schöpfung geschehen ist, sie sollen anhand der Geschichten des AT erkennen, was Gott mit seinem Sohn Jesus Christus umgesetzt hat, sie sollen im Gesetz erkennen, welche Grenzen gesteckt sind, die nicht übertreten werden sollen und die Bedeutung der Opferdienste und Feste im Gesetz verstehen, die alle auf das Werk Jesu hinweisen und das Werk des Heiligen Geistes.

Mit den Opferdiensten sollte es aufhören, denn Gott wollte Mensch werden, um dem von Satan verführten Menschen eine Botschaft der Gnade zu präsentieren. Das konnte mit dem Blut der Tiere nun mal nicht dauerhaft passieren. Ein Mensch sollte für Menschen die Strafe übernehmen, die Satan zur Sünde verführt, Gott aber trotz alledem liebt und vor Gericht und Strafe und dem zweiten Tod bewahren möchte.
Larson
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Ein Mensch von der Reinheit eines Adam mußte her, und erst über dieses freiwillige Opfer ist Gott bereit, den bußfertigen Menschen von der Sünde zu befreien.
Sicher nicht. Solches lehrt weder die Torah noch die Propheten. Also fügt das NT hier wieder etwas der Lehre Gottes dazu.
Du kannst es verstehen, wenn du den Sinn und die Durchführung der Tieropfer betrachtest. Da gab es reine und unschuldige Tiere, die für Schuld und Sünde geopfert wurden. Im Einzelfall mußten Opfergaben zu den Priestern gebracht werden. Z. Bsp. 3 Mo 5,..5-6.. Und an dem Versöhnungstag wurde für das ganze Volk um Vergebung gebeten und das nicht ohne Opferungen.
[3. Mo 16,15-16] Darnach soll er den Bock, des Volks Sündopfer, schlachten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut tun, wie er mit des Farren Blut getan hat, und damit auch sprengen auf den Gnadenstuhl und vor den Gnadenstuhl; und soll also versöhnen das Heiligtum von der Unreinigkeit der Kinder Israel und von ihrer Übertretung in allen ihren Sünden.
...
[3. Mo 16,20-21] Und wenn er vollbracht hat das Versöhnen des Heiligtums und der Hütte des Stifts und des Altars, so soll er den lebendigen Bock herzubringen. Da soll denn Aaron seine beiden Hände auf sein Haupt legen und bekennen auf ihn alle Missetat der Kinder Israel und alle ihre Übertretung in allen ihren Sünden, und soll sie dem Bock auf das Haupt legen und ihn durch einen Mann, der bereit ist, in die Wüste laufen lassen,
Auch, wenn Gott in Zeiten des Exils mal gnädig über die fehlende Opferungen hinweg gesehen hat, sind doch diese Opfergesetze unbestreitbar Bestandteil des Gesetzes. Das Volk Israel kann nun die letzten 2 Jahrtausende diese Opferungen nicht mehr bringen.

Die Christen erfüllen das Gesetz, indem sie in dem Herrn Jesus Christus das reine Opferlamm sehen, das Opfer ohne Fehl und Tadel, das allein fähig ist, Menschen von ihrer Sünde zu befreien.
Joh 1,29
Des anderen Tages sieht Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt!
[Heb 9,11-12] Christus aber ist gekommen, dass er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht der Böcke oder Kälber Blut, sondern sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Also war die Beachtung des Gesetzes doch notwendig, um vor Gott gerecht zu sein ?
Das alleine ist kein Kriterium, denn damit käme die Gerechtigkeit erst wieder durch das Gesetz. Es bleibt dabei, dass sie durch den Glauben kommt. Man kann das noch so oft hin und her diskutieren, einer versteht es, ein anderer nicht.

Aber es ist auch nicht notwendig Paulus Theologie zu verstehen, wichtig ist an Jesus als seinen Erlöser zu glauben. Das allein bewirkt unsere Gerechtigkeit vor Gott. Mit Theologie kann man sich auch verheddern, darum sollte nicht jeder meinen, er wäre als Theologe geeignet. Es ist eine Gabe, wie der Geist sie zuteilt.
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Notwendig war es für Israel, wenn man das Gesetz hält, aber hinreichend ist erst die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.
Auch vor Christus galt desgleichen, weil das ein Prinzip ist, egal zu welcher Zeit ein Mensch gelebt hatte. Kein Mensch kann durch irgendein Gesetz gerecht werden. So erhielten die als Beispiel gelisteten Zeugen aus Hebräer 11 aus der Zeit des AT alle ihr Zeugnis aufgrund ihres Glaubens.

Und bedenke, mehrere die gelistet sind, hatten noch gar nicht das Gesetz, da sie schon vor Mose gelebt hatten. Und einige standen nicht einmal im Bund mit Abraham. Das Gesetz zu kennen ist also kein Kriterium.
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Welchen Platz hat also das Gesetz im alten und im neuen Bund ?
Das hast du zuvor m.E. schon gut erklärt, mit einem Wort würde ich es als Richtschnur bezeichnen, es komm dem der hebräische Begriff „Torah“ am nächsten. Paulus erläutert es mit den Worten:
Galater 3:19 hat geschrieben: Warum nun das Gesetz? Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt (bis der Nachkomme käme, dem die Verheißung gemacht war), angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 13:51
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Das lehrt das Christentum genauso, aber Christen glauben an die sühnende Tat Jesu und glauben nicht daß Gott Sünde einfach vergibt.
Naja, 1.Jo 4,15, 1.Jo 2,23 sagen deutlich, dass man bekennen soll, dass Jesus usw…
Und wenn Christen nicht Gott glauben, dass Er vergibt, dann ist das Unglaube gegenüber dem Ewigen.
Das Bekenntnis ist tatsächlich wesentlicher Bestandteil des christlichen Glaubens. Und es mag auch manchmal so scheinen, als wenn das schon ausreicht.
[Röm 10,9-11] Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesum, dass er der Herr sei, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig. Denn die Schrift spricht: „Wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden.“
Und den Unglauben hat der Herr Jesus gerade bei seinem Volk Israel angemahnt. Denn sie hätten erkennen müßen, wer da zu seinem Volk gekommen war.
[Joh 1,11-14] Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben; welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Den religiösen Führern wird nachgesagt, daß sie mehr an ihrem Geld und Ansehen bringenden Amt interessiert waren, als an dem Wohl des Volkes.
[Mt 3,7-10] Als er nun viele Pharisäer und Sadduzäer sah zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, tut rechtschaffene Frucht der Buße! Denket nur nicht, dass ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
[Joh 11,45-48] Viele nun der Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn. Etliche aber von ihnen gingen hin zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisäer einen Rat und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viele Zeichen. Lassen wir ihn also, so werden sie alle an ihn glauben; so kommen dann die Römer und nehmen uns Land und Leute.
Ja, sie haben ihren Messias gehaßt und trachteten ihm nach dem Leben, obwohl er viele gute Worte an das Volk Israel gerichtet hat und Werke hatte, die ihn als den erwarteten Messias ausgezeichnet haben.
[Joh 7,45-49] Die Knechte kamen zu den Hohenpriestern und Pharisäern; und sie sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? Die Knechte antworteten: Es hat nie ein Mensch also geredet wie dieser Mensch. Da antworteten ihnen die Pharisäer: Seid ihr auch verführt? Glaubt auch irgendein Oberster oder Pharisäer an ihn? sondern das Volk, das nichts vom Gesetz weiß, ist verflucht.
[Joh 14,10-11] Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnt, der tut die Werke. Glaubet mir, dass ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen.
[Joh 9,32-34] Von der Welt an ist’s nicht erhört, dass jemand einem geborenen Blinden die Augen aufgetan habe. Wäre dieser nicht von Gott, er könnte nichts tun. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sünde geboren, und lehrst uns? Und stießen ihn hinaus.
[Jes 35,5-6] Alsdann werden der Blinden Augen aufgetan werden, und der Tauben Ohren werden geöffnet werden; alsdann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und der Stummen Zunge wird Lob sagen.
Alles das hat der Herr Jesus gemacht, der Vater war mit ihm und hat alle diese Werke vollbracht. Da war Gottes Zorn über den Unglauben des Volkes Israel verständlich. Aber in aller Welt ist Glaube der Zugang zu dem Reich Gottes.
Mit dem Glauben und der Taufe fängt das christliche Leben an, aber natürlich soll dieser Glaube mehr als ein Bekenntnis sein. Und solche Worte finden sich auch in den Lehren Jesu und den Briefen der Apostel.
[Röm 12,1-2] Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille.
Jak 1,27
Ein reiner unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: Die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich von der Welt unbefleckt erhalten.
Larson
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Die ganzen Schuld- und Sündopfer des Gesetzes sind überflüssig ? Warum hat Gott sie dann verordnet ?
Nun, wenn jemand (jüdisch) sündigt, aufrichtig bereut und dies in einem Opfer bezeugt, das hält ihn eher von wiederholtem sündigen ab (Zeitaufwand, Kosten) zeigt die Schwere, Bedeutung vom Fehlverhalten; als wenn man einfach schnell die Hände faltet und sagt, danke Jesus, dass du für mich gestorben bist …
Das habe ich mir auch schon mal gedacht. Wer so ein armes Tier zur Stiftshütte bzw. Tempel gebracht hat, um es für die eigene Sünde und Erleichterung des Gewissens sterben zu lassen, der war wohl eher zur Besserung bereit, wie jemand, der zu dem Herrn Jesus gekommen ist, um dort Vergebung zu erlangen.

Und trotzdem haben die Tieropfer Gottes Gerechtigkeit nicht befriedigt. Aber Gott sieht, wer es sich mit der Buße zu leicht macht und duldet nicht , wenn jemand mutwillig sündigt.
[Heb 10,26-27] Denn so wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir fürder kein anderes Opfer mehr für die Sünden, sondern ein schreckliches Warten des Gerichts und des Feuereifers, der die Widersacher verzehren wird.
Larson
Ps 86,5 Denn du, JHWH, bist gut und zum Vergeben bereit, und groß an Güte gegen alle, die dich anrufen.
.... für Vergebung sollte JHWH angerufen werden…
Überhaupt ein eindrücklicher Psalm, welches auch die Nationen anspricht, dass sie den Namen Gottes (JHWH) verherrlichen werden.
Die Christen lesen viel in den Psalmen und erfreuen sich an diesen Worten. Aber man muß doch gerechter Weise auch sagen, daß Gott auch strafen kann. Im Bund des Gesetzes stehen z. Bsp. folgende Fluchworte:
5 Mose 28,15
Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des HERRN, deines Gottes, dass du hältst und tust alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen.
Auch Christen bekommen nicht nur nette Worte gesagt, Gott läßt sie zwar zeit ihres Lebens fast ungestört, aber nach dem Tode gibt es eine Beurteilung vor dem Richterstuhl Christi.
[Luther 1912: 2. Kor 5,10] Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richtstuhl Christi, auf dass ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut oder böse.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Zippo
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 14:17
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Also war die Beachtung des Gesetzes doch notwendig, um vor Gott gerecht zu sein ?
Der springende Punkt ist aber, dass man damit nicht gerecht werden kann, denn jeder Mensch ist leider ein Sünder. Somit kann ich es gar nicht so halten, dass ich nicht verfehlen würde.

Man könnte also nur auf Dauer leben wenn man rein gar nichts übertritt. Wer bitte schafft das? Ich jedenfalls nicht. Das ist graue Theorie, nicht dass sie falsch wäre, aber es ist unerreichbar.
Die 10 Gebote kann man sicher jedem Menschen abverlangen. Das Gebot der Liebe zu Gott und dem Nächsten ist ja schon im Gesetz zu verankert. Aber hier fängt es schon an schwierig zu werden.

Die Durchführung von Opferung und das Strafregister mit seinem Rachgesetz und seinen Todesstrafen ist heute nicht mehr durchführbar.
Die Feste, die im Gesetz beachten werden, verlangten viele mal im Jahr eine Reise nach Jerusalem. Manche Juden feiern heute noch Passah- Wochen- und Laubhüttenfest.

Aber die Christenheit darf sich freuen, daß sie solche Forderung nicht haben. Aber sie beschäftigen sich damit und kennen die tiefere Bedeutung dieser Festlichkeiten, wie sie ein Schatten für das Zukünftige gewesen sind.

Alles in allem läßt sich der Bund des Gesetzes nicht mehr durchführen, aber in deinem Herzen wird es erfüllt, sagt Paulus. Das ist doch eine interessante Aussage:
[Röm 8,3-4] Denn was dem Gesetz unmöglich war (sintemal es durch das Fleisch geschwächt ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündlichen Fleisches und der Sünde halben und verdammte die Sünde im Fleisch, auf dass die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist.
Nach dem Geist wandeln bringt natürlich gewisse Anforderungen, denn er wird nicht zufrieden sein, wenn wir seine Gebote übertreten werden.
Und hat Gott nicht durch das Evangelium einen Priesterdienst der Gläubigen ins Leben gerufen ?
Helmuth
Ich bin gerecht, weil ich anerkenne ein Sünder zu sein, der erlöst werden muss und glaube, dass es richtig ist das Gesetz zu beachten. Darum halte ich es, wobei ich sagen muss, ich tue mein Bestes, nicht aber, dass das allein reichen würde. Ich halte es jedenfalls mit dem Geist leicher als ohne und am Ende bewertet Gott allein meine Werke.
Mit der Erkenntnis, ein Sünder zu sein, fängt der Christ sein Leben an. Das ist eine Erkenntnis, die durch das Gesetz entstanden ist.
[Röm 3,19-20] Wir wissen aber, dass, was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf dass aller Mund verstopft werde und alle Welt Gott schuldig sei; darum dass kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
Der Herr Jesus hat in der Bergpredigt dem Volk Israel ins Gewissen gerede. Da steht immer: Es ist euch gesagt,... und Ich aber sage euch...

Paulus sagt aber weiterhin, daß das Gesetz durch die Liebe erfüllt wird. Aber könnte man Gott und die Nächsten lieben, wenn man das Gesetz nicht hätte ?
Da steht ja geschrieben, was Gott mag und was er nicht mag und die Bergpredigt verschärft ja noch das Gesetz.
[Röm 13,7-10] So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Schoß, dem der Schoß gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt. Seid niemand nichts schuldig, als dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den anderen liebt, der hat das Gesetz erfüllt. Denn was da gesagt ist: „Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soll nichts gelüsten“, und so ein anderes Gebot mehr ist, das wird in diesen Worten zusammengefasst: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Denn Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
Durch den Heiligen Geist wird das Gesetz in das Herz geschrieben:
[Jer 31,33-34] sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein; und wird keiner den anderen noch ein Bruder den anderen lehren und sagen: „Erkenne den HErrn“, sondern sie sollen mich alle kennen, beide, klein und groß, spricht der HERR. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.
Wie ist das bei dir geschehen, als du gläubig wurdest, hast dir direkt eine Bibel gekauft und hast angefangen zu lesen ?

Gruß Thomas
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Larson
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Warum ist dann für diesen Bund kein Tempel mehr da ?
Für den Bund braucht es keinen Tempel…
Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Die Christen dagegen haben einen Tempel, weil der Heilige Geist durch den Glauben an Jesus Christus in das Herz hineinkommt.
Och, Juden haben diesen Tempel auch im Herzen…
Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Menschen wurden durch den Heiligen Geist zur Wohnung Gottes
Sorry, das sind leere Floskeln, denn da ist wirklich nichts an Christen zu erkennen, dass sie in der Wohnung Gottes wären.

Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Christen sehen das eben anders und würden die in Jesaja 12 genannten Worte auf ihre Rettung und die Arbeit der Gemeinde beziehen.
Christen sehen noch so manches der Tenach fremd.. bis zur angeblichen Jungfrauengeburt in Jes 7.
Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Der Herr Jesus hat den neuen Bund gegründet, der seinen Nachfolgern Rettung verspricht.
Jesus hatte nicht mit dem Volk einen Bund gemacht, da Jesus nicht Gott ist, und Gott selber diesen Bund mir ganz Israel machen wird. Das was du als neuen Bund betrachtest, basiert nicht auf den Aussagen des einzig-alleinen Gottes Israels.
Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Aber sie sehen den Bund des Gesetzes als beendet an, weil der Herr Jesus den neuen Bund gegründet hat.
„Christen“ waren nicht n diesem als von die bezeichneten „Bund es Gesetzes“. Weiter, wenn du meinst, dass jener Bund Gottes mit Israel beendet sei, widersprichst du den Worten Jesu.
Zippo hat geschrieben: Mi 6. Mai 2026, 11:32 Hier gibt es ja offensichtlich eine Überschneidung des Christentums mit dem Judentum.

Aber was unterschiedlich ist, das ist der Opferdienst und die Strafen, die im Gesetz vergeben werden.
Durch Strafe wird nichts vergeben. Das hatte ich doch schon mal geschrieben! Gott vergibt um Seines Namens willen, um Seiner Selbst willen, und da muss niemand dann von jemand anderem irgend welche Strafen tragen.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 13:23 Die christliche Auslegung dazu ist, daß das freiwillige Opfer Jesu, daß zur Zeit des Passahfestes gebracht wurde, das Gesetz erfüllt.
Nein, da wurde von Jesus kein Gesetz erfüllt, welches denn?
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 13:23 Denn Gott läßt niemanden ungestraft, der seine Gebote übertritt. Psalm 7,12 Er achtet auch keine Bitte um Vergebung.
Aber in den Psalmen wird ebenso um Vergebung gebeten.
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 13:23 Lieber nimmt er die Strafe auf sich, um sich mit Menschen zu versöhnen.
Nochmals, Gott nimmt keine Strafe auf sich, selbst auch die Gleichnisse Jesu deuten nicht mal annähernd auf so was hin.

Umkehr zu Ihm hin… das wird gefordert.
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 13:23 So ist nun mal seine Gerechtigkeit und er kann es nicht anders, es muß bestraft werden, dann erst kann Gnade möglich werden.
Das ist totaler Trugschluss und widerspricht der Tenach. Das ist wie in der Geschichte Hiob, die drei Freunde, welche von Gott nur strengste Gerichtsbarkeit sehen wollen, ganz menschliches Denken, nur zeigt der Ewige in seinen Worden, dass barmherzig und gnädig ist und Schuld gerne vergibt.
Gerecht wird man, indem man sich unter Gottes Ordnung / Lehre stellt, aber was du darlegst, ist nicht die Lehre Gottes.
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 13:23 Aber das war alles nur ein Schatten dessen, was Gott vorhatte. Denn er wollte in einem Leib des Menschen, für die Sünde des Menschen, dessen Rechtfertigung bewirken. Wie es schon im Buch Jesaja heißt.
Was dichtest du da hinein? Das Gesetz ist vollkommen und Gut, wie es auch David sagt. Mitnichten eine Schatten….
Ps 19,8 Das Gesetz תּוֹרָה (torāh) des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig und macht weise den Einfältigen.
9 Die Vorschriften des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter und erleuchtet die Augen.
10 Die Furcht des HERRN ist rein und besteht in Ewigkeit. Die Rechte des HERRN sind Wahrheit, sie sind gerecht allesamt;
Und due meinst, Paulus kann dem David entgegenhalten
2.Sam 23,1 Und dies sind die letzten Worte Davids: Es spricht David, der Sohn Isais, und es spricht der hochgestellte Mann, der Gesalbte des Gottes Jakobs und der Liebliche in Gesängen Israels:
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 17:09 Ein Beispiel hatte ich schon gegeben, denn der Herr Jesus ist nicht gerade zufällig an einem Passahfest gekreuzigt.
Der Tod Jesu hat doch nichts mit Pessach zu tun. Und du sagst es ja selbst:
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 17:09 Die Israeliten dachten bei diesem Fest an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten. Das Opfer Jesu dagegen brachte seinen Nachfolgern eine Befreiung von Schuld und Sünde.
Pessach hat nichts mit Sünde und Vergebung zu tun.
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 17:09 Wer Sünde tut ist automatisch Satans Knecht,
Och, dann hat aber Jesus die Christen nicht besonders gut von Satan befreit… sorry, aber merkst du was du schreibst?
Wer sündigt, lässt einfach seine Begierde herrschen, das hat nichts mit einem christlichen Satans zu tun. Aber das Thema wurde ja auch schon durchbuchstabiert.
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 17:09 Aber wie kann denn ein gerechter Richter Sünde einfach ungestraft lassen ?
Weil ein gerechter Richter nicht unbedingt nach dem „Recht“ handeln muss, sondern Einsicht mit dem Schuldigen hat, sein Herz und seine Reue erkennen kann, sein Wille, sich zu ändern… und da tritt dann die Gnade und Barmherzigkeit Gottes hervor, welche sowieso vorrangig in Seinem Handeln ist.
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 17:09 Ich denke, wer darauf spekuliert, der kennt Gott nicht.
Wer kennt Gott wirklich?
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 17:09 Nie hat irgendjemand das Gesetz richtig eingehalten und nur gut und richtig gehandelt.
Also auch Jesus nicht…. und auch Christen sündigen weiterhin…
Nun, da aber Vergebung, Gnade und Barmherzigkeit schon in diesen Weisungen Gottes enthalten sind, befolgt man das Gesetz, wenn man bekennt…
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 17:09 Das Nichtvorhandensein eines Tempels müßte dem Volk Israel doch sagen, daß Gott den Bund des Gesetzes und die damit verbundenen Opferungen nicht mehr will.
Nein, muss es überhaupt nicht, und sagt es auch mitnichten. Es wird ja wieder einen Tempel geben, wo selbst der kommende Fürst wieder Opfer darbringen wird (Hesekiel).
Es ist die Frage der Prioritäten…
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 17:09 Denke du nach. Warum gibt es keinen Tempel mehr ?
Weil er zerstört wurde, und Israel seither im Galut lebt, von wo es noch nicht wirklich zurückgekehrt ist, auch wenn es einen Staat Israel gibt.
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 17:09 Du kannst ja mal nachlesen, wieviel Todesstrafen es in diesem Sinaibund gibt.
Nun, nach NT wird jedem ewige Todesstrafe auferlegt, wer nicht Busse tut sich nicht zu Gott wendet. Also es hebt sich auf…
Zippo hat geschrieben: Do 7. Mai 2026, 17:09 Das sollte nach der Kreuzigung Jesu nicht mehr sein und er gibt jedem Menschen Gelegenheit der Umkehr. Ein neuer Bund war gegründet und hat den alten abgelöst.
Umkehr ist im Bund Gottes mit Israel ein fester Bestandteil, dazu muss kein angeblicher neuer Bund daher.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Sa 9. Mai 2026, 12:08 Ja, sie haben ihren Messias gehaßt und trachteten ihm nach dem Leben, obwohl er viele gute Worte an das Volk Israel gerichtet hat und Werke hatte, die ihn als den erwarteten Messias ausgezeichnet haben.
Nun, Messiach, Gesalbter … wurde Jesus gesalbt? Nein, die spätere Lehre macht ihn dazu.

Jesus hat die Messias-Anforderungen nicht erfüllt, im Gegenteil. Auch der Zeitpunkt der Erwartung war diesbezüglich falsch, da der Messiach nach dem Exil kommt, und nicht vor einem Exil usw….
Zippo hat geschrieben: Sa 9. Mai 2026, 12:08 Alles das hat der Herr Jesus gemacht, der Vater war mit ihm und hat alle diese Werke vollbracht.
Was alles sollte Jesus genau gemacht haben? Philosophische Gedankengänge gemäss JoEV?
Zippo hat geschrieben: Sa 9. Mai 2026, 12:08 Mit dem Glauben und der Taufe fängt das christliche Leben an, aber natürlich soll dieser Glaube mehr als ein Bekenntnis sein.
Also mit der christlichen Theologie beginnt das christlich Leben, das mag jeder so gestalten wie er will.
Zippo hat geschrieben: Sa 9. Mai 2026, 12:08 Und trotzdem haben die Tieropfer Gottes Gerechtigkeit nicht befriedigt.
Nochmals, das Opfer war nicht zur Befriedigung Gottes. Es war auch nicht zur /für die Rechtschaffenheit des Opfernden.
Zippo hat geschrieben: Sa 9. Mai 2026, 12:08 Die Christen lesen viel in den Psalmen und erfreuen sich an diesen Worten.
Tja, aber dann müsste man die christliche Opfertheologie und Heilslehre beiseite legen.
Zippo hat geschrieben: Sa 9. Mai 2026, 12:08 Aber man muß doch gerechter Weise auch sagen, daß Gott auch strafen kann.
Sicher straft Gott auch, wenn jemand nicht hören und erkennen will, was ER durch Mose geboten und bestimmt hatte, oder auch direkt durch die Propheten sprach.
Aber das Verhältnis ist in etwa 1000 (-e) zu 1 (oder 3-4) (5.Mo 5,9ff; 5.Mo 7,9ff)
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Larson
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Fr 8. Mai 2026, 13:23 Ich sehe da keine Abweichung, eher die erzieherische Funktion und das Vorbildhafte. Paulus sagt:

Wenn Gott sagt, dass alles in der Torah vorhanden sei, so widerspricht die Aussage des Paulus, da das Gesetz kein Zuchtmeister auf Jesus ist.
Zippo hat geschrieben: Fr 8. Mai 2026, 13:23 Das ist eine Verheißung des AT aus dem Buch Jeremia:
Zu Jer 31,31ff… nun, dies passt weder in die Zeit Jesu, noch in die christliche Lehre…
Und nein, diese Verheissung ist mitnichten erfüllt worden…
Der Bund wird mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda gemacht, und Gott macht diesen Bund.
Weiter ist schon in der Torah enthalten, dass man die Weisungen Gottes ins Herz schreiben soll, also sie auf gewissenhafteste befolgen soll.
Zippo hat geschrieben: Fr 8. Mai 2026, 13:23 Der Heilige Geist führt jeden gläubigen Christen auch in die Lehre des AT ein, sie sollen verstehen, was zu Beginn der Schöpfung geschehen ist, sie sollen anhand der Geschichten des AT erkennen, was Gott mit seinem Sohn Jesus Christus umgesetzt hat, sie sollen im Gesetz erkennen, welche Grenzen gesteckt sind, die nicht übertreten werden sollen und die Bedeutung der Opferdienste und Feste im Gesetz verstehen, die alle auf das Werk Jesu hinweisen und das Werk des Heiligen Geistes.
Nun, „heiliger Geist“ ist so ein Totschlagargument, der macht alles, was man will und meint. Damit werden bekanntlich immer wieder mal neue Lehren erfunden…Da ist es dann besser, zu prüfen….

Deshalb die Warnung Gottes, zu prüfen, was solche Lehren sind, ob solche Menschen gemäss der Torah lehren, da darin alles besagt wurde, welche man selbst nach der Aussage Jesu nicht ändern darf, immer gültig bleibt, und somit jemand, der meint anders zu wissen, er ein falscher Lehre sei.

Also ich kann kein „Verständnis“ oder „Erkennen“ der Tenach im Christentum erkennen, denn das meiste, wo die Tenach zitiert wird, wird erst mal schlecht übersetzt (meist aus der LXX) und dazu oft auch oberflächlich und falsch zitiert. Dies ist auch an der Lehre zu sehen, dass da Gott Strafe auf sich nehmen soll, damit er vergeben kann, was total den Worten Gottes widerspricht. Ebenso wird die Bedeutung der Opfergesetze ganz offensichtlich missverstanden.

Und nochmals, diese deuten mitnichten auf „das Werk Jesu“ hin. Solches drückt man in die Ordnungen Gottes hinein. Es ist profan, einfach eine heidnische philosophische Lehre, welche die Tenach uminterpretiert, dem Gottesgeist zuzuschieben.
Ps 103
2 Preise JHWH, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten!
3 Der alle deine Ungerechtigkeit vergibt, der alle deine Krankheiten heilt;
4 der dein Leben erlöst von der Grube, der dich krönt mit Güte und Erbarmungen;
5 der mit Gutem sättigt dein Alter; deine Jugend erneuert sich wie die des Adlers.
6 JHWH übt Gerechtigkeit und schafft Recht allen, die bedrückt werden.
7 Er tat seine Wege kund dem Mose, den Kindern Israel seine Taten.
8 Barmherzig und gnädig ist JHWH, langsam zum Zorn und groß an Güte;
9 er wird nicht immer rechten und nicht ewiglich nachtragen.

10 Er hat uns nicht getan nach unseren Sünden, und nach unseren Ungerechtigkeiten uns nicht vergolten.
11 Denn so hoch die Himmel über der Erde sind, ist gewaltig seine Güte über die, die ihn fürchten;
12 so weit der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Übertretungen.
13 Wie ein Vater sich über die Kinder erbarmt, so erbarmt sich JHWH über die, die ihn fürchten.
14 Denn er kennt unser Gebilde, ist eingedenk, dass wir Staub sind.
Jes 55,7 Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann des Frevels seine Gedanken; und er kehre um zu JHWH, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung.
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht JHWH.
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Larson
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Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Fr 8. Mai 2026, 13:23 Die Christen erfüllen das Gesetz, indem sie in dem Herrn Jesus Christus das reine Opferlamm sehen, das Opfer ohne Fehl und Tadel, das allein fähig ist, Menschen von ihrer Sünde zu befreien.
Damit erfüllst du kein Gesetz, keine Weisung Gottes. Erfüllen tut man, indem man jedes einzelne Gesetzt, soweit es einem betrifft (da es Gesetze für Frauen, für Priester usw gab) beherzigt, also tut.
Lk 8,21 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die das Wort Gottes (damit meint Jesus nichts anderes als die Tenach) hören und tun.
Dies wären seine wirklichen Nachfolger, Jünger ….

Ein Mensch kann kein reines Opferlamm sein, denn Gott will keine Menschenopfer! Und da Jesus zuvor gemartert wurde, war er nicht ohne Fehl, denn ein Tieropfer durfte keinen Makel aufweisen, keine Wunden usw, und musst schnell getötet werden, da Gott sicher Opfer nicht zuvor gemartert und gequält haben will, da es dadurch dem Zweck nicht mehr dient.
Somit befreit Jesus durch seine Hingabe nicht von Sünde, was ja sonst dem Gesetz gänzlich widersprechen würde.
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