Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Themen des Neuen Testaments
Antworten
Benutzeravatar
Zippo
Beiträge: 5183
Registriert: Mo 23. Jan 2017, 00:17

Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Zippo »

Hallo zusammen,
Larson
Das Gesetz war nie zur Rechtfertigung. Das war allein des Paulus Problem.
Das Gesetz war dazu da, um Fehlverhalten zu verhindern, weiterer und vor allem um eine Ordnung im Volk zu haben, wie wir ja auch unsere Gesetze haben.
Ich finde, das ist ein eigenes Thema wert.

In 3Mo 18,5 wird doch gesagt:
Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn welcher Mensch dieselben tut, der wird dadurch leben; denn ich bin der HERR.
Also war die Beachtung des Gesetzes doch notwendig, um vor Gott gerecht zu sein ?

Ich wurde ein wenig an die Worte meines Mathematiklehrers erinnert, der schon mal fragte: Ist das nun notwendig oder hinreichend ?
Denn aus dem NT Testament wissen wir ja, daß die Rechtfertigung nicht aus dem Gesetz, sondern aus dem Glauben kommt.
Rö 4,16
Derhalben muss die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, auf dass sie sei aus Gnaden und die Verheißung fest bleibe allem Samen, nicht dem allein, der unter dem Gesetz ist, sondern auch dem, der des Glaubens Abrahams ist, welcher ist unser aller Vater.
Notwendig war es für Israel, wenn man das Gesetz hält, aber hinreichend ist erst die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.
Das Gesetz hat trotzdem seinen Sinn nicht ganz verloren, denn es zeigt wichtige Verhaltensregeln auf, Gebote und Verbote, die auch heute noch beachtet werden sollen. Wer diese Gebote übertritt, wird mit dem Zorn Gottes rechnen müßen, auch wenn es nicht unmittelbar bestraft wird.
Früher mußten Opfergaben gebracht werden, um Schuld zu sühnen. Aber auch das war notwendig und nicht hinreichend.

Welchen Platz hat also das Gesetz im alten und im neuen Bund ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6464
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Also war die Beachtung des Gesetzes doch notwendig, um vor Gott gerecht zu sein ?
Sicher war die Beachtung wichtig, aber: in diesem Gesetz ist auch Gnade, Barmherzigkeit und Langmut Gottes dabei, der gerne vergibt. Also ein Komplettprogram, wo nichts davon entfernt oder beigefügt werden muss, wovor das die Torah selber auch warnt.
5.Mo 13,1 Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr beobachten, es zu tun; du sollst nichts hinzufügen und nichts davontun
Die Lehre im NT entfernt und fügt hinzu....
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Ich wurde ein wenig an die Worte meines Mathematiklehrers erinnert, der schon mal fragte: Ist das nun notwendig oder hinreichend ?
Genau, das ist vollends ausreichend
Mi 6,1 Hört doch, was der HERR sagt: Mach dich auf, rechte vor den Bergen und lass die Hügel deine Stimme hören!
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Denn aus dem NT Testament wissen wir ja, daß die Rechtfertigung nicht aus dem Gesetz, sondern aus dem Glauben kommt.
Das ist eine falsche Darlegung des Gesetzes, wenn da Paulus sagt, dass Rechtfertigung durch das Gesetz kommt. Die Torah, die Lehre war nicht zur Rechtfertigung gegeben sondern zum Leben, in Gemeinschaft untereinander und in Gemeinschaft mit Gott
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Notwendig war es für Israel, wenn man das Gesetz hält, aber hinreichend ist erst die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.
Die Torah lehrt keinen Bekenntnisglauben, sondern ein auf Gott vertrauendes TUN.
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Früher mußten Opfergaben gebracht werden, um Schuld zu sühnen. Aber auch das war notwendig und nicht hinreichend.
Opfer waren nicht Mittel zum Zweck. Opfer „bügelten“ keine Sache gerade, aber wer seine Schuld bekennt, sich demütigt:
Ps 79,9 Hilf uns, Gott unseres Heils, um der Herrlichkeit deines Namens willen; und errette uns und vergib unsere Sünden um deines Namens willen!
Um seines Namens, um des Namens JHWH willen. Und da ist kein anderer Name den Menschen gegeben, als dieser allein, denn JHWH, der Gott, der Heilige Israels, ist einziger Gott.
Ps 106,48 Gepriesen sei JHWH, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und alles Volk sage: Amen! Lobt JHWH!
Amen: אָמֵ֗ן (ʽāmen) Treue, zuverlässig, vertrauen, beständig (glauben).
1.Kön 8,30 und wollest erhören das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie an diesem Ort tun; ja, du wollest es hören am Ort deiner Wohnung im Himmel, und wenn du es hörst, so vergib!
1.Kön 8,38 was immer alsdann irgend ein Mensch von deinem ganzen Volke Israel bittet und fleht, wenn sie spüren, wie ihnen das Gewissen schlägt, und sie ihre Hände ausbreiten nach diesem Hause, 39 so mögest du es hören in deiner Wohnung im Himmel und vergeben und eingreifen und einem jeden geben, wie er gewandelt hat, wie du sein Herz kennst, denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder
Nun ist das „Hände erheben“ überall möglich
Zuletzt geändert von Larson am Mo 4. Mai 2026, 19:25, insgesamt 1-mal geändert.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6464
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Welchen Platz hat also das Gesetz im alten und im neuen Bund ?
Dier sogenannte alte Bund, ist der immer noch bestehende, denn der Ewige hat diesen nicht aufgelöst.
Also vollkommen gültig für das Volk Jakobs, Israels.

Was nun die Nationen betrifft, mit ihnen hatte Gott keinen Bund gemacht, ausser dem Noah-Bund.
Die Torah ist das „Bundesbuch“ mit Israel, nicht mit den Nationen.
Nichtsdestotrotz kann man auch ausserjüdische Gepflogenheiten in der Tenach erkennen, was den sittlichen guten Lebenswandel betrifft (Hiob) und Beachtung bei Gott findet. Gott sieht nicht nur Israel, sondern alle Menschen. Ebenso auch die sittlichen und moralischen Lehren, wie Gott den Lebenswandel betrachtet.

Weiter wird an manchen Stellen aufgezeigt, dass die Nationen an Israel, an Gottes Waltung an Israel, ob fördernd oder hindernd, den Gott JHWH erkennen sollen, Sein Walten, und Ihm dann die Ehre geben, indem sie auch Sein Bundesvolk segnen, also ihnen gutes erweisen.
Jes 12,44 und werdet sprechen an jenem Tag: Preist den HERRN, ruft seinen Namen aus, macht unter den Völkern kund seine Taten, verkündet, dass sein Name hoch erhaben ist!
5 Besingt den HERRN, denn Herrliches hat er getan; dies werde kund auf der ganzen Erde!
6 Jauchze und juble, Bewohnerin von Zion! Denn groß ist in deiner Mitte der Heilige Israels.
Gott hat keinen „neuen Bund“ gemacht, das wird erst noch kommen. Was du als „neu“ bezeichnest, ist der Bund Jesu (Jesus ist aber nicht Gott) mit seinen Aposteln. Dieser löst aber nicht den Bund Gottes, der höheren Instanz auf. Diese sogenannte neue Bund ist auch nicht jener aus Jer 31,31.
Ps 19,8 Das Gesetz (HaTorah) JHWH’s ist vollkommen und erquickt die Seele(a);
das Zeugnis JHWH’s ist zuverlässig und macht den Einfältigen weise.
9 Die Vorschriften (Qikudeh) JHWH’s sind richtig und erfreuen das Herz;
das Gebot (Mizwoth) JHWH’s ist lauter und macht die Augen hell.
10 Die Furcht JHWH’s ist rein und besteht in Ewigkeit.
Die Rechtsbestimmungen JHWH’s sind Wahrheit, sie sind gerecht allesamt;
(a) wörtlich: zurückführend, führt die Seele zurück!
Also führt die Torah die Seele wieder zum Ursprünglichen oder zum Ewigen zurück, woher die Torah gegeben ist.
Mk 12,32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht, Lehrer, du hast nach der Wahrheit geredet; denn er ist einer, und es ist kein anderer außer ihm; und ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzem Verständnis und aus ganzer Seele und aus ganzer Kraft und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist viel mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.
Schon zur der Zeit Jesu war klar, was vor dem Ewigen wirklich zählt. Das sagten schon die Propheten. Das ist auch heute noch das jüdische Verständnis.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
Benutzeravatar
Zippo
Beiträge: 5183
Registriert: Mo 23. Jan 2017, 00:17

Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 19:06
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Also war die Beachtung des Gesetzes doch notwendig, um vor Gott gerecht zu sein ?
Sicher war die Beachtung wichtig, aber: in diesem Gesetz ist auch Gnade, Barmherzigkeit und Langmut Gottes dabei, der gerne vergibt. Also ein Komplettprogram, wo nichts davon entfernt oder beigefügt werden muss, wovor das die Torah selber auch warnt.
5.Mo 13,1 Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr beobachten, es zu tun; du sollst nichts hinzufügen und nichts davontun
Die Lehre im NT entfernt und fügt hinzu....
Die Lehre des NT entfernt nichts, das Gesetz wird nur innerhalb eines anderen Bundes betrachtet.
Rö 3,31
Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir richten das Gesetz auf.
Nur, bestimmte Opferdienste und Feiertage finden ihre Erfüllung in dem Werk, das der Herr Jesus am Kreuz vollbracht hat. Kol 2,16-17 Dort hat er sich in freiwilliger Weise abstrafen lassen, um die Menschen zu entsühnen.
[Off 12,9-11] Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführt, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen. Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus, weil der Verkläger unserer Brüder verworfen ist, der sie verklagte Tag und Nacht vor Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis an den Tod.
Denn Gott ist nicht nur ein verständnisvoller, liebender Vater, sondern auch ein Richter der Menschheit.
[Pred 12,13-14] Lasst uns die Hauptsumme alle Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gehört allen Menschen zu. Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder böse.
Jetzt frage ich dich, halten denn die Juden das Gesetz, so wie es geschrieben steht ? Und du sagst ja selbst, daß von dem Gesetz nichts weggenommen werden darf.
Gal 5,3
Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden lässt, dass er das ganze Gesetz schuldig ist zu tun.
Werden im Judentum die Opfergesetze eingehalten, wie sie im 3 Buch Mose vorgegeben sind ? Werden Strafen so vollzogen, wie es da geschrieben steht ?
Larson
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Ich wurde ein wenig an die Worte meines Mathematiklehrers erinnert, der schon mal fragte: Ist das nun notwendig oder hinreichend ?
Genau, das ist vollends ausreichend
Mi 6,1 Hört doch, was der HERR sagt: Mach dich auf, rechte vor den Bergen und lass die Hügel deine Stimme hören!
Das NT ist der Meinung, daß alle Maßnahmen in dem Gesetzesbund nicht ausreichen, sie waren zwar nötig, um der vielen Sünden willen und um darauf vorzubereiten, was in Zukunft kommen würde, aber alle diese Maßnahmen konnten den Menschen nicht von der Sünde befreien.
Hebr 9,9
...Gaben als auch Schlachtopfer dargebracht werden, die dem Gewissen nach den nicht vollkommen machen können, der den Gottesdienst ausübt,
Ein Mensch von der Reinheit eines Adam mußte her, und erst über dieses freiwillige Opfer ist Gott bereit, den bußfertigen Menschen von der Sünde zu befreien.
[Röm 5,12-15] Darum, so wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben (denn bis zu dem Gesetz war Sünde in der Welt; Sünde aber wird nicht zugerechnet, wenn kein Gesetz da ist. Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Mose, selbst über die, die nicht gesündigt hatten in der Gleichheit der Übertretung Adams, der ein Vorbild des Zukünftigen ist. Ist nicht aber wie die Übertretung so auch die Gnadengabe? Denn wenn durch die Übertretung des einen die vielen gestorben sind, so ist viel mehr die Gnade Gottes und die Gabe in Gnade, die durch den einen Menschen, Jesus Christus, ist, zu den vielen überströmend geworden.
Larson
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Denn aus dem NT Testament wissen wir ja, daß die Rechtfertigung nicht aus dem Gesetz, sondern aus dem Glauben kommt.
Das ist eine falsche Darlegung des Gesetzes, wenn da Paulus sagt, dass Rechtfertigung durch das Gesetz kommt. Die Torah, die Lehre war nicht zur Rechtfertigung gegeben sondern zum Leben, in Gemeinschaft untereinander und in Gemeinschaft mit Gott
Aber heißt es nicht im Gesetz "Tut dies und ihr werdet leben" ? 3 Mo 18,5 Also war doch die Einhaltung des Gesetzes notwendig, um vor Gott Bestand zu haben.
Larson
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Notwendig war es für Israel, wenn man das Gesetz hält, aber hinreichend ist erst die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.
Die Torah lehrt keinen Bekenntnisglauben, sondern ein auf Gott vertrauendes TUN.
Das lehrt das Christentum genauso, aber Christen glauben an die sühnende Tat Jesu und glauben nicht daß Gott Sünde einfach vergibt.
Larson
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Früher mußten Opfergaben gebracht werden, um Schuld zu sühnen. Aber auch das war notwendig und nicht hinreichend.
Opfer waren nicht Mittel zum Zweck. Opfer „bügelten“ keine Sache gerade, aber wer seine Schuld bekennt, sich demütigt:
Ps 79,9 Hilf uns, Gott unseres Heils, um der Herrlichkeit deines Namens willen; und errette uns und vergib unsere Sünden um deines Namens willen!
Die ganzen Schuld- und Sündopfer des Gesetzes sind überflüssig ? Warum hat Gott sie dann verordnet ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6464
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Die Lehre des NT entfernt nichts, das Gesetz wird nur innerhalb eines anderen Bundes betrachtet.
Doch, wenn man genau vergleicht, harmoniert das NT nicht mit der Tenach, aber das hatten wir ja schon und ich hatte auch schon einiges aufgezeigt.
Die NT-Heilslehre wie auch die Opfertheologie passen nicht zur Tora und den Propheten.
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Nur, bestimmte Opferdienste und Feiertage finden ihre Erfüllung in dem Werk, das der Herr Jesus am Kreuz vollbracht hat.
Nein, Jesus hatte da weder Opferdienste noch Feiertage am Kreuz vollbracht oder erfüllt.
Kol 2,16 So richte euch nun niemand über Speise oder Trank oder in Ansehung eines Festes oder Neumondes oder von Sabbaten. 17 die ein Schatten der zukünftigen Dinge sind, der Körper aber ist des Christus.
Paulus spricht da wohl zu den Nationen, nicht zu Juden. Nationen haben heidnische Vorschriften gehabt. Die jüdischen Feste wurden vom Ewigen gegeben, und es ist ein Affront gegen den Ewigen, solches als „Schatten“ darzustellen zu wollen.
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Denn Gott ist nicht nur ein verständnisvoller, liebender Vater, sondern auch ein Richter der Menschheit.
Ja sicher, deshalb gab er ja diese Ordnungen, damit der Mensch dadurch lebe. Aber Er erzieht in Liebe, jene, welche sich Ihm hingeben.
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Jetzt frage ich dich, halten denn die Juden das Gesetz, so wie es geschrieben steht ? Und du sagst ja selbst, daß von dem Gesetz nichts weggenommen werden darf.
Sicher gibt es Juden, die die Weisungen Gottes halten, natürlich immer mit den gegeben Möglichkeiten. So ist Israel, also die Juden wohl länger ohne Tempel gewesen, als mit. „Gottesdienst“ ist nicht auf den Tempel beschränkt, sondern findet im Leben statt. Somit ist
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Werden im Judentum die Opfergesetze eingehalten, wie sie im 3 Buch Mose vorgegeben sind ? Werden Strafen so vollzogen, wie es da geschrieben steht ?
Denke nach… gibt es einen Tempel? Also nein… wozu dann diese Frage?
Setzt Israel volles jüdisches recht durch? Nein, es ist ein demokratischer Staat.
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Das NT ist der Meinung, daß alle Maßnahmen in dem Gesetzesbund nicht ausreichen, sie waren zwar nötig, um der vielen Sünden willen und um darauf vorzubereiten, was in Zukunft kommen würde, aber alle diese Maßnahmen konnten den Menschen nicht von der Sünde befreien.
Siehst du, wie abweichend die Lehre im NT gegenüber der Tenach ist. Gottes Lehre beinhaltet alles, Weisung, Zucht, Gnade und Vergebung.
Es ist typisch Menschlich zu meinen, dass dies nicht genügen würde, es müsse mehr sein, obwohl es Gott so zugesagt hatte. Und deshalb sagt Gott deutlich, dass man seiner Lehre weder hinzufügen noch entfernen soll. Und genau dies macht das NT mit seiner Lehre, das „AT“ ist nicht gut genug.
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Ein Mensch von der Reinheit eines Adam mußte her, und erst über dieses freiwillige Opfer ist Gott bereit, den bußfertigen Menschen von der Sünde zu befreien.
Sicher nicht. Solches lehrt weder die Torah noch die Propheten. Also fügt das NT hier wieder etwas der Lehre Gottes dazu.
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Aber heißt es nicht im Gesetz "Tut dies und ihr werdet leben" ? 3 Mo 18,5 Also war doch die Einhaltung des Gesetzes notwendig, um vor Gott Bestand zu haben.
Sicher soll man die Weisungen Gottes befolgen, so wie wir als Staatsbürger auch verpflichtet sind, den Gesetzen unseres Landes zu „gehorchen“.
Nun ist aber Gnade und Barmherzigkeit sowie auch Vergebung Bestandteil dieses Gottes-Bundes. Dies musste nicht zuerst werden, wie das NT meint, denn es war schon immer präsent.
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Das lehrt das Christentum genauso, aber Christen glauben an die sühnende Tat Jesu und glauben nicht daß Gott Sünde einfach vergibt.
Naja, 1.Jo 4,15, 1.Jo 2,23 sagen deutlich, dass man bekennen soll, dass Jesus usw…
Und wenn Christen nicht Gott glauben, dass Er vergibt, dann ist das Unglaube gegenüber dem Ewigen.
Zippo hat geschrieben: Di 5. Mai 2026, 12:07 Die ganzen Schuld- und Sündopfer des Gesetzes sind überflüssig ? Warum hat Gott sie dann verordnet ?
Nun, wenn jemand (jüdisch) sündigt, aufrichtig bereut und dies in einem Opfer bezeugt, das hält ihn eher von wiederholtem sündigen ab (Zeitaufwand, Kosten) zeigt die Schwere, Bedeutung vom Fehlverhalten; als wenn man einfach schnell die Hände faltet und sagt, danke Jesus, dass du für mich gestorben bist …
Ps 86,5 Denn du, JHWH, bist gut und zum Vergeben bereit, und groß an Güte gegen alle, die dich anrufen.
.... für Vergebung sollte JHWH angerufen werden…
Überhaupt ein eindrücklicher Psalm, welches auch die Nationen anspricht, dass sie den Namen Gottes (JHWH) verherrlichen werden.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
Benutzeravatar
Zippo
Beiträge: 5183
Registriert: Mo 23. Jan 2017, 00:17

Re: Stellung des Gesetzes im alten und im neuen Bund

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 19:10
Zippo hat geschrieben: Mo 4. Mai 2026, 13:53 Welchen Platz hat also das Gesetz im alten und im neuen Bund ?
Dier sogenannte alte Bund, ist der immer noch bestehende, denn der Ewige hat diesen nicht aufgelöst.
Also vollkommen gültig für das Volk Jakobs, Israels.
Warum ist dann für diesen Bund kein Tempel mehr da ?

Die Christen dagegen haben einen Tempel, weil der Heilige Geist durch den Glauben an Jesus Christus in das Herz hineinkommt. Der Herr Jesus sagte ja:
[Joh 2,19-21] Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen werde ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Sechsundvierzig Jahre ist an diesem Tempel gebaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes.
Das ist auch passiert und zum Fest der Erstlinge kam dann der Heilige Geist und hat die Apostel erfaßt.
[Apg 2,1-4] Und als der Tag der Pfingsten erfüllt wurde, waren sie alle an einem Ort beisammen. Und plötzlich kam aus dem Himmel ein Brausen, wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Wind, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
Menschen wurden durch den Heiligen Geist zur Wohnung Gottes, das ist der Tempel, von dem der Herr Jesus sprach.
Joh 14,23
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen
Larson
Jes 12,44 und werdet sprechen an jenem Tag: Preist den HERRN, ruft seinen Namen aus, macht unter den Völkern kund seine Taten, verkündet, dass sein Name hoch erhaben ist!
5 Besingt den HERRN, denn Herrliches hat er getan; dies werde kund auf der ganzen Erde!
6 Jauchze und juble, Bewohnerin von Zion! Denn groß ist in deiner Mitte der Heilige Israels.
Gott hat keinen „neuen Bund“ gemacht, das wird erst noch kommen. Was du als „neu“ bezeichnest, ist der Bund Jesu (Jesus ist aber nicht Gott) mit seinen Aposteln. Dieser löst aber nicht den Bund Gottes, der höheren Instanz auf. Diese sogenannte neue Bund ist auch nicht jener aus Jer 31,31.
Christen sehen das eben anders und würden die in Jesaja 12 genannten Worte auf ihre Rettung und die Arbeit der Gemeinde beziehen.
[Jes 12,1-6] Und an jenem Tag wirst du sagen: Ich preise dich, HERR, denn du warst gegen mich erzürnt; dein Zorn hat sich gewendet, und du hast mich getröstet. Siehe, Gott ist meine Rettung, ich vertraue, und fürchte mich nicht; denn Jah, der HERR, ist meine Stärke und mein Gesang, und er ist mir zur Rettung geworden. – Und mit Wonne werdet ihr Wasser schöpfen aus den Quellen der Rettung, und ihr werdet sprechen an jenem Tag: Preist den HERRN, ruft seinen Namen aus, macht unter den Völkern kund seine Taten, verkündet, dass sein Name hoch erhaben ist! Besingt den HERRN, denn Herrliches hat er getan; dies werde kund auf der ganzen Erde! Jauchze und juble, Bewohnerin von Zion! Denn groß ist in deiner Mitte der Heilige Israels.
Der Herr Jesus hat den neuen Bund gegründet, der seinen Nachfolgern Rettung verspricht.
[Mt 26,26-28] Während sie aber aßen, nahm Jesus Brot, segnete, brach und gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, esst; dies ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte und gab ihnen diesen und sagte: Trinkt alle daraus. Denn dies ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Larson
Ps 19,8 Das Gesetz (HaTorah) JHWH’s ist vollkommen und erquickt die Seele(a);
das Zeugnis JHWH’s ist zuverlässig und macht den Einfältigen weise.
9 Die Vorschriften (Qikudeh) JHWH’s sind richtig und erfreuen das Herz;
das Gebot (Mizwoth) JHWH’s ist lauter und macht die Augen hell.
10 Die Furcht JHWH’s ist rein und besteht in Ewigkeit.
Die Rechtsbestimmungen JHWH’s sind Wahrheit, sie sind gerecht allesamt;
Vernünftige Christen sind von der Weisheit und den Geboten Gottes überzeugt und sie sehen auch viele Hinweise auf ihren Retter darin. Aber sie sehen den Bund des Gesetzes als beendet an, weil der Herr Jesus den neuen Bund gegründet hat.
Und der neue Bund sagt, wer liebt, der hat das Gesetz erfüllt.
[Röm 13,8-10] Seid niemand irgendetwas schuldig, als nur, einander zu lieben; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn das: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“, und wenn es irgendein anderes Gebot gibt, ist in diesem Wort zusammengefasst: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Summe des Gesetzes.
Larson
Mk 12,32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht, Lehrer, du hast nach der Wahrheit geredet; denn er ist einer, und es ist kein anderer außer ihm; und ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzem Verständnis und aus ganzer Seele und aus ganzer Kraft und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist viel mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.
Schon zur der Zeit Jesu war klar, was vor dem Ewigen wirklich zählt. Das sagten schon die Propheten. Das ist auch heute noch das jüdische Verständnis.
Hier gibt es ja offensichtlich eine Überschneidung des Christentums mit dem Judentum.

Aber was unterschiedlich ist, das ist der Opferdienst und die Strafen, die im Gesetz vergeben werden.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Antworten