Das sehe ich anders.Helmuth hat geschrieben: ↑So 26. Apr 2026, 05:43 Das Dilemma besteht nun darin, dass es an sich nur eine korrekte Leseart geben kann, und das ist nicht die der vorgegebenen dogmatischen Theologie, sondern welchen Gedankengang der Autor selbst verfolgte. Ihn trieb der Heilige Geist also anders und zwar theologisch gesehen anders als sein Leser.
Bei der Sprache sind die normalen Probleme, die bekannt sind. Wer ist der Autor, wer der Addressat,
wie ist die Ursprungsbedeutung auch in zeitlichen-kulturellen Kontext.
z.b. je nachdem in welchen Jahr die Wörter Indianer oder Knecht Ruprecht gebraucht, haben sie schon eine
andere Konntation oder Geschmäckle.
Selbst wenn man diese Probleme lösen kann und manche guten Forscher können das vielleicht auch, haben wir noch das Problem,
das wir über Themen lesen, die übersinnlich sind und / oder unseren Horizont übersteigen oder schlichtweg mit den Verstand nicht überürfbar sind
Dann hängt es noch vom Verständnislevel des Lesers ab.
Im Kindergarten las die Kindergärtnerin uns immer ein Kinderbauch vor, wo gesagt wurde,
das die Sonne und der Mond sich den Tag teilten, die Sonne scheint nur am Tag und der Mond in der Nacht.
Als ich dann am Himmel morgens den Mond und die Sonne gleichzeitig gesehen habe,
habe ich die Kindergärtnerin der Lüge bezichtigt.
Hat sie nicht, sie hat die Wirklichkeit nur simplifiziert.
Zeit ist relativ, wie wir seit Einstein wissen.
Moderne Theorien gehen sogar davon aus, das Zeit keine Fundamentalkraft ist, somit gar nicht existiert,
sondern nur als Nebenprodukt von Wechselwirkungen wie Wärme.
Wie geht man dann mit Begriffen wie Ewigkeit in der Bibel um ?
Nimmt man die Bedeutung, wie wir sie kennen oder interpretieren sie um,
da wir davon ausgehen können, das Gott das weiß / wissen muß ?
Rein von dem Text her kann man sich nicht der Eindeutigkeit der Interpetation sicher sein.
Man kann natürlich sagen, dass man mit der Hilfe des heiligen Geistes es richtig interpretieren.
Doch, wie kann ich sicher sein, ob andere den heiligen Geist haben ? Wieder mit der Hilfe des heiligen Geistes ?
Können 2 Menschen mit heiligen Geist unterschiedlicher Meinung sein ?
Viele von uns würden uns schon mit unseren 10 jährigen jüngeren Selbst streiten.
Wir leben in einer Welt den entweder - oder.
Wäre es denkbar, das 2 verschieden anscheinend widersprechende Wirklichkeiten gleichzeitig wahr sind, somit dichotomisch gedacht ?
Immerhin hat man mit der Dreieinigkeit schon einen Versuch dichotomische zu denken.
Dazu kommt, das Wahrnehmungen, Sinne oder Bewußtsein unterschiedlich sein kann.
Das klassische Beispiel ist der seit Geburt an Blinde, der nicht weiß , was Farben sind in der Wahrnehmung des Sehens,
obwohl er alles weiß, was darüber geschrieben worden ist, somit auf der Verstandsseite vorhanden , aber nicht erfahrbar.
Es gibt Menschen, die keine Gefühle fühlen können.
Ich bin sicher, es gibt mehr Beispiele, ggf. sogar welche, wofür wir noch keine Namen haben.
Worauf ich hinaus will, ist, dass ich die Vorstellung, dass alle Wahrheit und Wirklichkeit in einem Buch geschrieben steht und man muß es nur
studieren und die richtige Interpretation kennen um alles zu wissen, sehr fragwürdig finde, auch wenn man davon ausgeht,
das die Bibel Gottes Wort ist.