Larson hat geschrieben: ↑Mo 27. Apr 2026, 19:02
Zippo hat geschrieben: ↑Do 23. Apr 2026, 12:41
Du meinst den König von Salem, von dem gesagt wird, daß er Priester Gottes, des Höchsten ist. 1 Mo 14,18
Natürlich hatte er einen Stammbaum, er war ja ein Mensch. Was für ein Stammbaum wird das gewesen sein ?
Also, was reimt sich denn da der Hebräereschreiber so irreführend zusammen?
Er reimt sich nichts zusammen. Der König von Salem hatte sein Priestertum eben nicht durch seine Abstammung von Levi, sondern er war von Gott berufen.
Der Herr Jesus hatte sein priesterliches Amt auch nicht durch den Stammbaum, er galt ja von der Abstammung her als Sohn Davids. Also war es ein von Gott berufener königlicher Hohepriester, wie es in Ps 110 für den Messias auch vorhergesagt wurde. Dort spricht der HERR nicht mit David, sondern es heißt: Der HERR sprach zu meinem Herrn.
[Ps 110,1-4] Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege.“ Der HERR wird das Zepter deines Reiches senden aus Zion: „Herrsche unter deinen Feinden!“ Nach deinem Sieg wird dir dein Volk willig opfern in heiligem Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenröte. Der HERR hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: „Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.“
Abgesehen davon hatte der Herr Jesus nachdem er für die Sünde der Menschheit Sühnung getan hat und nach seiner Auferstehung ein großes Volk in der Nachfolge. Diese Menschen hat er alle zu königlichen Priestern gemacht, um die Möglichkeit der Erlösung von Sünden und des Neuanfangs durch Nachfolge in aller Welt zu verbreiten. Diese Menschen brauchen für ihren Dienst alle keinen Stammbaum.
[1. Pet 2,9-10] Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; die ihr vordem nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und vordem nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid.
Larson
Zippo hat geschrieben: ↑Do 23. Apr 2026, 12:41
Und darum geht es ja , wenn im Hebräerbrief die Aussage getroffen wird, daß das Priestertum Melchisedeks, des Königs von Salem keinen Stammbaum hatte, also auch keinen Vater und keine Mutter.
Woher sollte er das wissen? Es ist reine Hypothese. Melkisedek diente dem Höchsten der Götter.
Es wird jedenfalls nichts über seinen Stammbaum gesagt. Also ist er unwichtig.
Larson
Zippo hat geschrieben: ↑Do 23. Apr 2026, 12:41
Der Herr Jesus war als Jude geboren und unter das Gesetz getan, also hat er das Priestertum grundsätzlich nicht in Frage gestellt.
Er hatte es sogar als absolut erklärt und davor gewarnt es anders zu lehren und umzudeuten. Aber das war den Schreibern de NT so ziemlich egal.
Die Schreiber der Evangelien haben alles richtig aufgeschrieben:
[Mt 5,17-18] Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn ich sage euch wahrlich: Bis dass Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis dass es alles geschehe.
Der Schreiber des Hebräerbriefes sagt, daß der Herr Jesus gekommen ist, um die Übertreter des ersten Bundes zu erlösen, das ist der Bund vom Sinai.
[Heb 9,15] Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf dass durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, die berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfangen.
Gott nimmt es mit den Sünden der Menschen etwas ernster, als du denkst. Er kann nicht auf Strafe verzichten.
Also hat er sich aufgemacht, um in einem Menschen die Strafe für diese Übertretungen auf sich zu nehmen.
So wollte der Herr Jesus Christus das Gesetz erfüllen und dabei Menschen, die ihm gefallen und an ihn glauben, Gnade erweisen.
[Jes 53,4-5] Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
Larson
Zippo hat geschrieben: ↑Do 23. Apr 2026, 12:41
Das wird auch so von den Evangelisten bezeugt:
…. 4 Geschworen hat es Gott und wird Seinen Sinn nicht ändern: Du bist Priester für die Ewigkeit, bist nach meinen Wort „mein König in Gerechtigkeit“ 5 „Mein Herr“ an deiner Rechten hat bereits an seines Zornes Tages Könige gespalten…..
6 Er wird richten unter den Nationen, er füllt mit Leichen. Das Haupt über ein großes Land zerschmettert er. 7 Auf dem Weg wird er trinken aus dem Bach, darum wird er das Haupt erheben.
Das hat nichts mit dem Melkisedek zu tun. Ebenso wenig mit Jesus, aber mit David….
Wie gesagt, Prophetie braucht sich nicht auf einmal erfüllen und kann zu verschiedenen Zeiten anders gelesen werden. Der Messias Jesus Christus wird ja noch einmal kommen, dann wird auch der Rest erfüllt werden.
Larson
Zippo hat geschrieben: ↑Do 23. Apr 2026, 12:41
Und der Herr Jesus hat sich bei seinem Besuch des Volkes Israel auch in seinem priesterlichen Amt bestätigt, weil er nicht nur gelehrt und geheilt hat, sondern auch die Vollmacht hatte, Menschen Sünden zu vergeben.
…
Wer sein priesterliches Amt nicht in Anspruch nehmen will, dem werden die Sünden behalten.
Es war nie priesterlicher Art oder Weise oder auch Pflicht, Sünde zu vergeben, da konnte man sich an die höchste Instanz direkt wenden. Da erkennt man das verdrehen der Torah.
Jesus hatte kein priesterliches Amt, und mit Sündenvergebung hat das nichts zu tun.
Abgesehen davon, daß Priester bzw. Hohepriester im AT eine wichtige vermittelnde Rolle gespielt haben, wenn es um Vergebung von Sünden geht. Denn Menschen mußten Opfertiere bringen, um von Sünde befreit zu werden. Das steht alles im 3 Buch Mose.
Aber der Herr Jesus war ja auch die höchste Instanz. Gott war in ihm, in der Weise, daß er sagte:
[Joh 14,8-11] Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genügt uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater; wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnt, der tut die Werke. Glaubet mir, dass ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen.
Und zu den Werken Jesu gehörte auch, daß er Sünden vergab. In der Voraussicht auf das Werk, das er am Kreuz vollbracht hat. Denn Gott kann Übertretungen nur vergeben, wenn er sie bestraft hat, da hat er sich eben selbst für die von Satan verführte und verklagte Menschheit abstrafen lassen.
[2. Kor 5,19-21] Denn Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott vermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott. Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.