Melchisedek und das königliche Priestertum

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Zippo
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Re: Melchisedek und das königliche Priestertum

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mi 22. Apr 2026, 01:41
Zippo hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 16:46 Können wir das jetzt einfach mal so stehen lassen ?
Wir können es stehenlassen, es wird bloß nicht schlüssiger. Es steht erstens so gar nicht dort und zweitens ist ein Engel bez. Malach-JHWH kein Mensch, sodass du in diesen Fällen m.E. nicht 1+1 zusammenzählst, sondern diese Begriffe ungültig vermischt.
Kannst du dir gar nicht vorstellen, daß ein Engel einen Menschen von geistiger Seite begleiten kann ? Sogar von Geburt an die Persönlichkeit eines menschlichen Körpers beherrscht ?
Nur so lassen sich meiner Einsicht nach viele Aussagen Jesu richtig einordnen.
Helmuth
Wir sollten es stehenlassen, weil wir die Prämissen dazu unterschiedlich setzen und darum nicht zu einer Einigung kommen können. Ich habe darum einen noch grundlegenderen Thread gestartet, der zeigen soll, wohin es führt wenn man auf unterschiedlichen Grundlagen aufbaut. Hier ist es daher am besten es vorerst einfach stehenzulassen.
Wohin soll es führen ? Es kann eben nur eine Wahrheit die Richtige sein. Nur um das herauszufinden, lohnt es sich weiterzuschreiben.
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Larson
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Re: Melchisedek und das königliche Priestertum

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Mi 15. Apr 2026, 15:15 Hallo zusammen,

Im Hebräerbrief liest man, daß der Sohn Gottes mit dem Priester Gottes Melchisedek verglichen wird:
[Heb 7,1-3] Denn dieser Melchisedek, König von Salem, Priester Gottes, des Höchsten, der Abraham entgegenging, als er von der Schlacht der Könige zurückkehrte, und ihn segnete, dem auch Abraham den Zehnten zuteilte von allem; der erstens übersetzt König der Gerechtigkeit heißt, dann aber auch König von Salem, das ist König des Friedens, ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens habend, aber dem Sohn Gottes verglichen, bleibt Priester für immer.
1 Mo 14,17-24, Ps 110,4
Warum knüpft der Hebräerbrief an diese Begegnung mit Abraham an und vergleicht den Sohn Gottes mit dem königlichen Priester Melchisedek ?

Gruß Thomas
Melkisedek hatte Vater und Mutter… und hatte auch Anfang und Ende. Soviel zur Wahrheftigkeit im Hebräerbrief.
Und welche „Ordnung“ (Heb.7,11) hatte nun Melkisedek? Da kann sich dann jeder sein eigenes vorstellen…

Weiter danach Vers 12: da hatte sich keine Ordnung Gottes im Priestertum geändert, Jesus hätte sich gegen eine solche Aussage gewehrt, da wird kein Jud am Gesetz geändert, anders gelehrt, solange Himmel und Erde bestehen.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Zippo
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Re: Melchisedek und das königliche Priestertum

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Mi 22. Apr 2026, 16:26
Zippo hat geschrieben: Mi 15. Apr 2026, 15:15 Hallo zusammen,

Im Hebräerbrief liest man, daß der Sohn Gottes mit dem Priester Gottes Melchisedek verglichen wird:
[Heb 7,1-3] Denn dieser Melchisedek, König von Salem, Priester Gottes, des Höchsten, der Abraham entgegenging, als er von der Schlacht der Könige zurückkehrte, und ihn segnete, dem auch Abraham den Zehnten zuteilte von allem; der erstens übersetzt König der Gerechtigkeit heißt, dann aber auch König von Salem, das ist König des Friedens, ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens habend, aber dem Sohn Gottes verglichen, bleibt Priester für immer.
1 Mo 14,17-24, Ps 110,4
Warum knüpft der Hebräerbrief an diese Begegnung mit Abraham an und vergleicht den Sohn Gottes mit dem königlichen Priester Melchisedek ?

Gruß Thomas
Melkisedek hatte Vater und Mutter… und hatte auch Anfang und Ende. Soviel zur Wahrheftigkeit im Hebräerbrief.
Und welche „Ordnung“ (Heb.7,11) hatte nun Melkisedek? Da kann sich dann jeder sein eigenes vorstellen…
Du meinst den König von Salem, von dem gesagt wird, daß er Priester Gottes, des Höchsten ist. 1 Mo 14,18
Natürlich hatte er einen Stammbaum, er war ja ein Mensch. Was für ein Stammbaum wird das gewesen sein ?
Ein levitischer Stammbaum war es jedenfalls nicht, dem Gott der HERR später das Priestertum zugesprochen hatte.

Und darum geht es ja , wenn im Hebräerbrief die Aussage getroffen wird, daß das Priestertum Melchisedeks, des Königs von Salem keinen Stammbaum hatte, also auch keinen Vater und keine Mutter. Er wurde von Gott berufen, dieses Amt auszuüben.
Und so ist das Priestertum des Herrn Jesus Christus auch zu bewerten.
Larson

Weiter danach Vers 12: da hatte sich keine Ordnung Gottes im Priestertum geändert, Jesus hätte sich gegen eine solche Aussage gewehrt, da wird kein Jud am Gesetz geändert, anders gelehrt, solange Himmel und Erde bestehen.
Der Herr Jesus war als Jude geboren und unter das Gesetz getan, also hat er das Priestertum grundsätzlich nicht in Frage gestellt.
Aber in der Offenbarung des NT wird der Sohn Gottes Jesus Christus, der einerseits als gesalbter König Davids angesehen wird, auch als Priester Gottes des Höchsten angesehen, nach der Weise Melchisedeks, der sich nach der Auferstehung zur Rechten des HERRN gesetzt hat.
[Ps 110,1-4] Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege.“ Der HERR wird das Zepter deines Reiches senden aus Zion: „Herrsche unter deinen Feinden!“ Nach deinem Sieg wird dir dein Volk willig opfern in heiligem Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenröte. Der HERR hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: „Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.“
Das wird auch so von den Evangelisten bezeugt:
[Lk 22,69-70] Darum von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt es, denn ich bin’s.
Apg 7,55
Wie er aber voll heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes
Und der Herr Jesus hat sich bei seinem Besuch des Volkes Israel auch in seinem priesterlichen Amt bestätigt, weil er nicht nur gelehrt und geheilt hat, sondern auch die Vollmacht hatte, Menschen Sünden zu vergeben.
[Mk 2,10-12] Auf das ihr aber wisset, dass des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben die Sünden auf Erden, (sprach er zu dem Gichtbrüchigen): Ich sage dir, stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim! Und alsbald stand er auf, nahm sein Bett und ging hinaus vor allen, also dass sie sich entsetzten und priesen Gott und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.
Vielmehr natürlich, als er nach seinem Tode auferstanden ist und nun in der Lage war, die Menschen, die er liebt, von Sünde zu befreien und in seine himmlische Wohnstatt aufzunehmen, wenn sie gestorben sind.
[Heb 9,11-12] Christus aber ist gekommen, dass er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht der Böcke oder Kälber Blut, sondern sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden.
...
[Heb 9,15] Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf dass durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, die berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfangen.
...
[Heb 9,24-28] Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige, das mit Händen gemacht ist (welches ist ein Gegenbild des wahrhaftigen), sondern in den Himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns; auch nicht, dass er sich oftmals opfere, gleichwie der Hohepriester geht alle Jahre in das Heilige mit fremden Blut, sonst hätte er oft müssen leiden von Anfang der Welt her. Nun aber, am Ende der Welt, ist er einmal erschienen, durch sein eigen Opfer die Sünde aufzuheben. Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht: also ist auch Christus einmal geopfert, wegzunehmen vieler Sünden; zum andernmal wird er ohne Sünde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit.
Wer sein priesterliches Amt nicht in Anspruch nehmen will, dem werden die Sünden behalten.
Joh 8,24
So habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Sünden; denn so ihr nicht glaubt, dass ich es sei, so werdet ihr sterben in euren Sünden.
Gruß Thomas
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Larson
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Re: Melchisedek und das königliche Priestertum

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Do 23. Apr 2026, 12:41 Du meinst den König von Salem, von dem gesagt wird, daß er Priester Gottes, des Höchsten ist. 1 Mo 14,18
Natürlich hatte er einen Stammbaum, er war ja ein Mensch. Was für ein Stammbaum wird das gewesen sein ?
Also, was reimt sich denn da der Hebräereschreiber so irreführend zusammen?
Zippo hat geschrieben: Do 23. Apr 2026, 12:41 Und darum geht es ja , wenn im Hebräerbrief die Aussage getroffen wird, daß das Priestertum Melchisedeks, des Königs von Salem keinen Stammbaum hatte, also auch keinen Vater und keine Mutter.
Woher sollte er das wissen? Es ist reine Hypothese. Melkisedek diente dem Höchsten der Götter.
Zippo hat geschrieben: Do 23. Apr 2026, 12:41 Der Herr Jesus war als Jude geboren und unter das Gesetz getan, also hat er das Priestertum grundsätzlich nicht in Frage gestellt.
Er hatte es sogar als absolut erklärt und davor gewarnt es anders zu lehren und umzudeuten. Aber das war den Schreibern de NT so ziemlich egal.
Zippo hat geschrieben: Do 23. Apr 2026, 12:41 Das wird auch so von den Evangelisten bezeugt:
…. 4 Geschworen hat es Gott und wird Seinen Sinn nicht ändern: Du bist Priester für die Ewigkeit, bist nach meinen Wort „mein König in Gerechtigkeit“ 5 „Mein Herr“ an deiner Rechten hat bereits an seines Zornes Tages Könige gespalten…..
6 Er wird richten unter den Nationen, er füllt mit Leichen. Das Haupt über ein großes Land zerschmettert er. 7 Auf dem Weg wird er trinken aus dem Bach, darum wird er das Haupt erheben.
Das hat nichts mit dem Melkisedek zu tun. Ebenso wenig mit Jesus, aber mit David….
Zippo hat geschrieben: Do 23. Apr 2026, 12:41 Und der Herr Jesus hat sich bei seinem Besuch des Volkes Israel auch in seinem priesterlichen Amt bestätigt, weil er nicht nur gelehrt und geheilt hat, sondern auch die Vollmacht hatte, Menschen Sünden zu vergeben.

Wer sein priesterliches Amt nicht in Anspruch nehmen will, dem werden die Sünden behalten.
Es war nie priesterlicher Art oder Weise oder auch Pflicht, Sünde zu vergeben, da konnte man sich an die höchste Instanz direkt wenden. Da erkennt man das verdrehen der Torah.
Jesus hatte kein priesterliches Amt, und mit Sündenvergebung hat das nichts zu tun.
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Re: Melchisedek und das königliche Priestertum

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Mo 27. Apr 2026, 19:02 Das hat nichts mit dem Melkisedek zu tun. Ebenso wenig mit Jesus, aber mit David….
Wieso soll das mit David zu tun haben ? Wieso soll der denn Priester für die Ewigkeit sein ?
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Larson
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Re: Melchisedek und das königliche Priestertum

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 27. Apr 2026, 20:30
Larson hat geschrieben: Mo 27. Apr 2026, 19:02 Das hat nichts mit dem Melkisedek zu tun. Ebenso wenig mit Jesus, aber mit David….
Wieso soll das mit David zu tun haben ? Wieso soll der denn Priester für die Ewigkeit sein ?
Es ist ein Psalm für / an David.
An David. Ein Psalm. Es sprach Gott (JHWH) zu meinem Herrn לַֽאדֹנִ֗י (laʽdonij), warte/ruhe nur zu meiner Rechten, bis Ich deine Feinde zum Schemel deiner Füsse gebe…..
Es umfasst die Zeit, wo sich David vom Kriegsgeschehen zurückzog.
Es kann auch ein Lied Davids über Abraham und Meklisedek sein, als Melkisedek dem Abraham die Priesterwürde erteilt.

Ja, es ist Interpretation, aber sehr naheliegend, denn :
„Du bist Priester für die Ewigkeit לְעוֹלָ֑ם (lᵉʽolām) , bist nach (meinen) Wort / Sache (von דָּבָר (dāvār) ) „(mein) König in Gerechtigkeit“
Im Kontext wird von Krieg gesprochen, von Feinden, von Herrschaft, von einem willigen Volk das für seinen Adonj in den Krieg zieht. Gott, respektive durch das Volk im Heerzug gegen die Feinde wird dem Adonj die Feinde zu Füssen legen.

Der Psalm hat nichts mystisches mit einer „Ordnung Melchisedecks zu tun“, wo dann niemand wirklich weiss, was das für eine Ordnung gewesen war.
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Re: Melchisedek und das königliche Priestertum

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Di 28. Apr 2026, 16:00 Der Psalm hat nichts mystisches mit einer „Ordnung Melchisedecks zu tun“, wo dann niemand wirklich weiss, was das für eine Ordnung gewesen war.
Dann hast du also rein gar nichts erklärt, außer dem Hebräerbrief zu widersprechen.
David soll aus welchem Grund was für eine Art Priester sein ?
Was für eine Art Priester war Melchisedek ? Du weißt es also nicht.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Corona
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Re: Melchisedek und das königliche Priestertum

Beitrag von Corona »

David soll aus welchem Grund was für eine Art Priester sein ?
Dein Problem ist. dass Priester dem Ausdruck Cohen nicht gerecht wird. Vielleicht findest du es selber raus was er bedeutet.
Jer 23
Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Sproß erwecken; In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen;
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Re: Melchisedek und das königliche Priestertum

Beitrag von Helmuth »

Larson hat geschrieben: Di 28. Apr 2026, 16:00 Es ist ein Psalm für / an David.
Ich lese "von" David, da ja etliche Psalmen von David nachweislich sind, aber das ist Nebensache. JHWH spricht zum Herrn Davids. David war bereits die höchste Autorität in ganz Israel. Menschlich stand keine Macht mehr über ihn, sodass sie sein Herr wäre. Wer ist nun dieser Herr?

Es geht nicht um die Zeit Davids, sondern um eine ewige Erennung, die erst zur Erfüllung nach ihm kommt. So ist dieser Psalm weissagend für die Zukunft. Dass David die Information von einem der Propheten erhalten hatte, ist dabei sogar sehr wahrscheinlich, da JHWH nie direkt zu ihm geredet hat. Aber es geht nicht um ihn, sondern um seinen Herrn.
Larson hat geschrieben: Di 28. Apr 2026, 16:00 Der Psalm hat nichts mystisches mit einer „Ordnung Melchisedecks zu tun“, wo dann niemand wirklich weiss, was das für eine Ordnung gewesen war.
Korrekt nichts Mystisches, sondern mittlerweile geoffenbart. Wiewohl David das Gesetz kannte, dass es keine Priester außerhalb der aaron'schen Linie gibt, wird der angesprochene Herr nun zum Hohepriester nach der Ordnung. Melchisedek. Dieser war kein Nachkomme Aarons, er ist daher anderer Ordnung.

Gott lässt David und auch seinem Messias damit sagen, dass jener als der ewige Hohepriester kein Aaronit sein wird. Aufgrund der messianischen Linie wird er über die Linie David (bzw. Juda) kommen. Darum ist David auch eine prämessianische Figur und sein Königtum stand weissagend dafür. Aber er selbst ist nicht der Messias, sondern diese ist sein angesprochener Herr.

Gott hat auch nicht für immer geplant, dass Königtum und Priesterschaft geteilt werden muss (siehe 2 Mose 19:5), sondern jedermann im Volk ein königlicher Priester sein soll, wenn sie den Bund halten.

Doch kann nur einer Herr aller Herrn und Priester aller Priester sein, der ewige Hohepriester und Messias. Wie du sagst, ist das kein Mysterium, sondern heute geoffenbart, indem das aaron'sche Priestertum abgelöst wird, dessen Ordnung damit nicht mehr in Kraft ist.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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ProfDrVonUndZu
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Re: Melchisedek und das königliche Priestertum

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Corona hat geschrieben: Di 28. Apr 2026, 21:10 Dein Problem ist. dass Priester dem Ausdruck Cohen nicht gerecht wird. Vielleicht findest du es selber raus was er bedeutet.
Dass der Begriff Priester schwierig ist, ist mir schon klar. Aber im Hebräerbrief steht ja auch nicht Presbyteros (Ältester), wovon Priester abgeleitet ist, sondern Iereus im Griechischen und Sacerdos im Lateinischen. Das sind Tempeldiener oder Heiligtumsverwalter, so wie auch Cohen. Tempel und heilig sind aber auch wieder problematische Begriffe, wenn man versucht, sie in profanes Vokabular zu übertragen.
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